Radelblog

Das Rad – Fortbewegungsmittel und Lebensgefühl zugleich

Zu Fuß zur Schule statt Elterntaxi

Der „Zu Fuß zur Schule“ Tag ist zwar erst im September, aber bei dem schönen Frühlingswetter können die Kinder eigentlich auch schon jetzt mit dem Rad oder zu Fuß zur Schule fahren bzw. gehen. Und wenn ihr mich fragt, hat ein bisschen Regen und Kälte auch noch niemanden geschadet. Im Gegenteil das härtet ab.

Zu Fuß zur Schule statt Elterntaxi

Der Verkehrsclub Deutschland plant zusammen mit dem Deutschen Kinderhilfswerk im September wieder interessante Mitmachaktionen. Näheres dazu findet ihr hier.

Neben den ökologischen und verkehrlichen Aspekten unterstütze ich die Intention der Aktionstage, Kinder – wo immer möglich – in ihrem Bewegungsdrang zu unterstützen. Bewegung ist für die Entwicklung von entscheidender Bedeutung, weil sie damit ihre Welt erkunden und mit ihr in Kontakt treten. (…) Schenken wir unseren Kindern mehr Bewegungsräume. Auch auf dem Weg zur Schule und zum Kindergarten.

so die Senatorin Dr. Claudia Bogedan, Präsidentin der Kultusministerkonferenz.

Also lasst eure Kinder jeden Tag die Welt erkunden, ganz ohne Elterntaxi. Bewegung an frischer Luft macht Spaß und wach, was in der Schule und im Kindergarten ja nicht so ganz unwichtig ist.

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Vom Winde verweht

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Kilometerfresser

  1. Sandy

    In der Kita war alles nur ägerlich. Dürfte meinen Fahrradanhänger
    nicht vor der Tür abstellen, die vielen dummen Kommentare der andern
    Muttis, wie verantwortungslos ich sei mein Kind bei Regen und Kälte
    durch den morgendlichen Verkehr fahren zu lassen. Den Ruf der spinnigen
    Fahrrad-Öko-Tusse hatte ich bald weg, sei’s drum. Nur dann fing mein Sohn
    an sich zu beschweren. Immer muss er radeln oder noch schlimmer laufen.
    Endlose Diskussionen, er verstand nicht warum seine Freunde Auto fahren
    dürften und er armer Wicht nie.
    In die Schule wird jetzt gelaufen, wie ca. 90% der anderen auch. Nur das
    Radeln ist problematisch. Die Schule verbietet den Kindern mit dem Rad zu kommen.
    Als wir das erste Mal zusammen mit dem Rad kamen, schon von weitem lautes Gebrüll
    der anderen Kinder: „Das ist aber nicht erlaubt!“ Meinem Sohn war das so
    peinlich, das es nur noch unter Zwang mit dem Rad dorthin fährt.
    Diskutieren muss ich aber nach wie vor. Zum Training geht’s mit dem Rad, zur Bücherei zu Fuß.
    Auch sonst bleibt das Auto in der Garage, wenn der Weg kurz ist. Auch bei schlechtem Wetter!
    Wenn ich hier im Wohngebiet sehe für welche Strecken die Kinder ins Auto gesetzt werden,
    reißt mir manchmal die Hutschnur.

    • Anke

      Hi Sandy,

      das sind schon herbe Erfahrungen. Gab es am Kindergarten nicht genügend Platz, um das Rad samt Anhänger abzustellen? Das ist ja fast vorsintflutlich. Ist schon krass, wie schnell man in eine Schublade gesteckt wird.
      Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich meine Kinder ganz zu Anfang in den Kindergarten gefahren habe (ca. 2 km Strecke). In die Grundschule sind sie gelaufen und zur weiterführenden Schule ging es dann per Bus und zu Fuß. Leider gibt es an den meisten Schulen erschreckend wenig Fahrradabstellplätze. Die Räder der Schüler lagen ganz oft wie umgekippte Dominosteine auf dem Schulhof. Diesbezüglich haben wir noch viel Nachholbedarf.
      Meine Töchter studieren jetzt beide und erledigen alles zu Fuß oder mit dem Rad. Die Älteste hat nicht mal einen Führerschein. Ein Auto ist keine Option, wozu auch. Parkplätze sind rar und mit dem Rad ist man in der Stadt sowieso schneller.

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