Radelblog

Das Rad – Fortbewegungsmittel und Lebensgefühl zugleich

Zeichen setzen

Ich habe die Ecke ums Durlacher Tor herum in den letzen Monaten gemieden. Aufgrund der Dauerbaustelle waren die Wege von Durlach in die Stadt meist „verschlungen“. Letzte Woche bin ich zufällig wieder dort lang geradelt, weil ich von der Oststadt in die Innenstadt wollte und wurde angenehm überrascht. Es gab neue Radfahrstreifen, …

… die in eine für mich bis dato neue Fahrradstraße mündeten. Allerdings wusste ich im ersten Moment nicht, ob der breite Gehweg rechts oder die Straße links vom Schild mit Fahrradstraße gemeint war.

Mittlerweile hat man in der Mitte der Straße ein weiteres Schild aufgestellt, das Klarheit verschafft. Anscheinend ist doch der eine oder andere Autofahrer der Gewohnheit folgend nach rechts in die Fahrradstraße eingebogen.

Die Freude, dass Karlsruhe eine weitere KFZ-freie (man beachte den Bindestrich) Fahrradstraße hat, währt allerdings nicht lang. Nach ein paar Metern steht ein weiteres Schild, das den KFZ-Verkehr wieder erlaubt. Wer mit seinem PKW aus der Innenstadt kommt, kann an dieser Stelle einen U-Turn machen und in die Stadt zurückfahren.

Die Länge der neuen KFZ-freien Fahrradstraße beträgt ca. 20 m. Wow, das nenne ich mal ein Zeichen setzen!

Im weiteren Verlauf der Straße ist Vorsicht geboten. Vis-à-vis von der Uni ist eine Straßenbahnhaltestelle. Es erstaunt mich immer wieder, wie viele Menschen beim Überqueren einer Straße noch mal kurz ihre Mails checken müssen.

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Das verkehrssichere Rad

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Radelblog wird Fünf

  1. Oliver

    Gestern war ich unterwegs in die Innenstadt von Karlsruhe. Zwischen dem Schloss Gottesaue und dem Durlacher Platz hatten zwei Autofahrer den Radweg blockiert. Ein ziemlich großer LKW hatte mich – wenn auch vorsichtig – so doch ohne ausreichenden Abstand überholt.
    Am Durlacher Tor endete der Radweg urplötzlich. Also auf die Straße und weiter. Geradeaus fahren ist am Durlacher Tor jedoch verboten. Verflixt, ich will doch Richtung Kronenplatz und in die Fußgängerzone weiter… Kurzentschlossen rechts ranfahren, absteigen und das Fahrrad über die Fußgängerampel schieben. Verblüfft sah ich jedoch eine Fahrradampel neben der Fußgängerampel. Auch gut. Dann nehme ich die und kann geradeaus Richtung Kronenplatz weiterfahren. Das Geradeausfahrverbot galt nur für die Straße
    Zu meiner Verblüffung war da die im Artikel beschriebene Fahrradstraße. Toll! Früher hatte ich an dieser Stelle Angst Fahrrad zu fahren. Die im Artikel beschriebenen Schilder habe ich allerdings auch nicht verstanden. Egal. Es ist eine Fahrradstraße. Ob mit oder ohne Autoverkehr sind Fahrradstraßen ein sehr gutes Konzept. So etwas sollte es in der Stadt flächendeckend geben. Ausgenommen sehr breite Straßen neben denen man einen Fahrradweg anlegen kann. Am Kronenplatz kam ich jedoch mit zitternden Knien an. Ein unbelehrbarer oder unwissender Autofahrer wollte mich partout von der Autostraße weghupen. Und eine Autohupe ist echt laut. Besonders, wenn der Autofahrer knapp hinter dem Gepäckträger fährt. Danach überholt ermich (mit dem richtigen Abstand!) Und wirft mir noch die üblichen Beleidigungen an den Kopf. Zusammengefasst hat sich Karlsruhe Mühe gegeben die Fahrradinfrastruktur an dieser Stelle zu verbessern. Jedoch machen manche Autofahrer einem das (Über-)Leben echt schwer. Ein Tipp an die Verantwortlichen für den Verkehr: Würden sie ihr 10-jähriges Kind hier Fahrrad fahren lassen? Nein? Dann ist der Fahrradweg nicht so toll! Und eine Frage an alle Radwegparker, Platz-da-jetzt-komme-Autofahrer, usw.: Würden Sie so parken, fahren, hupen, wenn ihr 10-jähriges Kind vor ihnen wäre?

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