Radfahrer haben kein Markenbewusstsein

Eine repräsentative Umfrage zum Thema Fahrradnutzung und Verkehrsverhalten hat Erstaunliches zu Tage gebracht:

  • Auf die Frage, „wissen Sie welche Fahrradmarke Sie derzeit fahren“, konnten lediglich 42 Prozent der Befragten eine korrekte Antwort geben. Das heißt 58 Prozent wussten nicht, welche Marke sie gerade unter dem Hintern hatten. Wenn man dieselbe Frage einem Autofahrer gestellt hätte, wäre das Ergebnis mit Sicherheit komplett anders ausgefallen, denn das Auto ist nach wie vor des Deutschen liebstes Kind. Das Auto ist nicht nur Fortbewebungsmittel, sondern auch Statussymbol. Jeder Porsche Fahrer weiß, dass er einen Porsche fährt und jeder VW Fahrer weiß, dass er einen VW fährt. Doch Radfahrer, die man nach der Marke ihres Rades befragt hat, konnten mehrheitlich nicht sagen, welche sie besitzen. Das sollte den Fahrradherstellern aber sehr zu denken geben!
  • Den meisten Käufern ist es anscheinend komplett egal, ob sie ein Rad der Firma Kettler, Scott, Winora oder Bulls kaufen, um nur mal einige wenige Fahrradmarken zu nennen. Sie interessiert nicht die Marke, sondern der Fahrradtyp. Das Cityrad ist mit 39 % der meist genutzte Fahrradtyp, gefolgt vom Mountainbike (26 %), Trekkingrad (24 %) und Hollandrad (9 %). Rennräder liegen bei mageren 2 %, und mit ebenfalls 2 % haben die Pedelecs und E-Bikes auch noch enormes Potential. Die meisten Menschen benutzen ihr Fahrrad privat für kurze Strecken, d.h. für Einkäufe, für den Weg zur Schule oder zur Arbeit bzw. am Wochenende für Ausflüge. Nur ein geringer Anteil der Radbesitzer nutzt sein Rad für rein sportliche Zwecke.