Radelblog

Das Rad – Fortbewegungsmittel und Lebensgefühl zugleich

Wie familienfreundlich sind Karlsruher Straßen?

Bei der nächsten Critical Mass am Freitag, den 26. Oktober begeben wir uns auf Spurensuche. Karlsruhe will Fahrradhauptstadt werden und investiert eine Menge Geld in den Ausbau der Infrastruktur.

Aber wie sicher sind Fahrradstraßen, die für den KFZ-Verkehr freigegeben sind, und fühlt man sich als Radfahrer auf einem Schutzstreifen durch eine gestrichelte weiße Linie wirklich geschützt?

Hier fühlt man sich als Radfahrer alles andere als sicher, denn nicht nur von links, sondern auch von rechts droht Gefahr. Stellen Sie sich vor, dies wäre der Schulweg Ihrer Kinder. Hätten Sie da ein gutes Gefühl?

Der diesjährige Fahrradklimatest des ADFC untersucht erstmals genauer, ob die Radverkehrspolitik einer Stadt auch Familien mit Kindern gerecht wird. Wie viel Raum haben zum Beispiel Radfahrer mit einem Kinderanhänger? Käme man mit einem Kinderanhänger in der oben gezeigten Szene überhaupt noch durch? Wie fühlt man sich als Vater oder Mutter, wenn man mit Kind und Kegel im Schlepptau per Rad in der Stadt unterwegs ist?

Bei der Critical Mass am nächsten Freitag werden wir der kürzesten und der längsten Fahrradstraße unserer Stadt einen Besuch abstatten und auch den einen oder anderen Schutz-/ und Radfahrstreifen passieren.

Route der Karlsruher Critical Mass am 26. Oktober 2018

Wo würden wir unsere Kinder ohne Bedenken alleine mit dem Rad fahren lassen, auf einem Schutz- oder Radfahrstreifen, einer Fahrradstraße oder einem baulich von der Straße getrennt verlaufenden Radweg? Wie groß ist die Schutzwirkung eines Pinselstrichs im Vergleich zu einem Poller oder einer Bordsteinkante? Diese und viele andere Fragen mehr können wir am Anschluss der CM diskutieren.

Die Critical Mass startet wie gewohnt um 18 Uhr auf dem Kronenplatz und endet nach rund 10 Kilometern gegen 19 Uhr auf dem Werderplatz. Im „Electric Eel“ besteht im Anschluss an die Veranstaltung noch die Möglichkeit, sich in gemütlicher Runde auszutauschen.

 

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Radwegsperrung an der Weiherfeldbrücke

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Groß ist des Meisters Kraft

  1. Steffen Mutter

    Wie immer, schön geschrieben, Anke.
    Die Frage, wo ich am liebsten Fahrrad fahren würde, kann ich gerne beantworten: auf einer Fahrradstraße, am Besten baulich getrennt von allen anderen Verkehrsteilnehmern. Vergessen hast Du den klassischen Radweg, den man sich mit Fußgängern teilt, die dann gerne plötzlich stehen bleiben, die Richtung wechseln oder zum fünft nebeneinander laufen. Oder der Fußgägerweg, der für Radfahrer freigegeben und dabei so schmal ist, dass ein Kinderanhänger kaum darauf passt.
    Des weiteren kenn ich einige Straßenbahnübergänge die auch solche sind. Da kann man darüber gehen, aber nicht mit dem Rad fahren, geschweige denn mit einem Lastenfahrrad oder Anhänger…

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