Ich hatte gestern Nachmittag ein interessantes Telefongespräch mit einem freien Karlsruher Journalisten. Grund seines Anrufes war eigentlich mein Blogbeitrag über Ampelwitze. Aber darüber sind wir dann vom Hundertsten ins Tausendste gekommen. Ob ich der Meinung sei, dass Karlsruhe in Sachen Fahrrad und zugehöriger Infrastruktur (z.B. Radwege, Fahrradschnellstraßen) gut aufgestellt ist. Was ich mir als Radfahrer wünschen würde, wo es noch Aufholbedarf gibt und vieles mehr.

Auch er hat sich als mehr oder minder regelmäßiger Radfahrer geoutet, aber die Vorstellung jeden Tag wie ich von Grünwettersbach in die Nordweststadt und wieder zurück radeln zu müssen, fand er nicht so prickelnd. Vor allem der abendliche Rückweg bergauf schien ihm unvorstellbar.

Was treibt jemanden wie mich an „sich das anzutun“? Ein Grund sind mit Sicherheit die verstopften Straßen. Bevor ich mir auch nur eine Viertelstunde Stau auf der Südtangente antue, fahre ich lieber eine Dreiviertelstunde mit dem Rad den Berg hoch.

Stau auf der Südtangente

Stau auf der Südtangente

Freie Fahrt in der Günther-Klotz-Anlage

Und ich bin weiß Gott nicht die Einzige, die täglich von einem der Bergdörfer mit dem Rad in die Stadt pendelt. Im Gegenteil, immer mehr Karlsruher aus Stupferich, Palmbach, Grünwettersbach oder Hohenwettersbach schwingen sich lieber aufs Rad, als sich mit dem Auto durch den Baustellendschungel zu quälen. Und was wir können, das könnt ihr auch.