Was ich nicht anhabe, kann auch nicht nass werden

Petrus meint es derzeit nicht gut mit uns. Entweder es ist schwül und heiß oder es ist schwül und regnet. Da kann man es sich aussuchen, ob man lieber schwitzt und nass wird oder gleich ganz auf Regenbekleidung verzichtet.

Ich würde jetzt nicht so weit gehen wie Marîo Cipollini …

.. und nackt fahren – tat er übrigens aus anderen Gründen -, aber ab bestimmten Temperaturen verzichte auch ich auf eine Regenjacke und lasse mich lieber nass regnen, als im eigenen Saft zu schmoren. Doch wenn das Thermometer unter 20 Grad fällt, fange ich in einem kurzärmligen Trikot bei Regen an zu frieren.

Auf dem Weg zur Arbeit bin ich dank der großen Gepäckträgertasche stets für alle Eventualitäten gerüstet. Ich habe auch bei schönstem Wetter immer eine Regenjacke, Regenhose und Überschuhe dabei.  Doch mit dem Mountainbike sieht das schon anders aus. Eine Sattelstütztasche nehme ich nur mit, wenn ich den ganzen Tag unterwegs bin. Für kurze Strecken stopfe ich mir das Nötigste hinten in die Trikottaschen.

Für den sportlichen Einsatz habe ich mir daher jetzt die Luminum Performance von VAUDE zugelegt.

Sie ist:

  • leicht (146 g)
    Zum Vergleich – die „normale“ Luminum von VAUDE wiegt 412 g)
  • ohne Innenfutter
  • klein verpackbar (passt locker hinten in die Trikottasche)
  • wasserdicht (Wassersäule: 10.000 mm)
  • winddicht
  • atmungsaktiv
  • körpernah geschnitten

Passt zusammengerollt in die Trikottasche

Die Ärmel sind vorgeformt und verglichen mit der anderen Luminum Jacke relativ eng geschnitten, auch wenn das hier so aussieht, als würden sie im Wind flattern. Ich bin ja von Haus aus skeptisch, wenn es heißt, eine Jacke sei wasserdicht. Aber nachdem ich in den letzten beiden Wochen drei Mal das zweifelhafte Vergnügen hatte, unterwegs von einem Wolkenbruch überrascht zu werden, kann ich Skeptiker beruhigen. In puncto Wasser- und Winddichtigkeit hält die Jacke tatsächlich, was der Hersteller verspricht. Mein Trikot, das ich unter der Jacke getragen habe, war trotz 1-stündiger Fahrt durch den Regen noch trocken, während alles, was nicht von der Jacke bedeckt war – sprich Hose, Socken, Schuhe – „sarchnass“ war.

Was die Atmungsaktivität anbetrifft, muss man ein paar Abstriche machen. Idealerweise müsste man unter der Jacke etwas ultra Dünnes mit langen Ärmeln anziehen. Denn dort, wo nackte Haut die Innenseite der Jacke berührt – an den Armen – entsteht über kurz oder lang ein feuchter Film. Abhilfe schafft man, indem man den Reißverschluss der Jacke dann ein wenig öffnet und kurz für Durchzug sorgt.