Viele kleine Leute

Wenn viele kleine Leute an vielen kleinen Orten viele kleine Dinge tun, dann können sie das Gesicht der Welt verändern. Wie viel Wahrheit in diesem afrikanische Sprichwort steckt, sieht man derzeit in Stuttgart. Dort hatten entnervte Anwohner eines Stadtteils im Dezember eine Reihe von falsch parkenden PKWs kunstvoll in Folie eingepackt, mit einem bunten Schleifchen versehen und medienwirksam der Öffentlichkeit präsentiert, um so auf zweierlei hinzuweisen:

  1. Falschparker
  2. Parkplatznot

Gestern hat das Regional-Fernsehen nachgehakt, um herauszufinden, ob sich vor Ort schon etwas zum Besseren hin getan hat.

Die Situation hat sich geringfügig verbessert. Das stimmt hoffnungsfroh, zeigt es doch, dass auch Einzelpersonen etwas bewegen können, wenn sie eine zündende Idee, helfende Hände und mediale Aufmerksamkeit haben. Aber jetzt beginnt der schwierige Part – nicht locker lassen, am Thema dran bleiben und die Behörden so lange nerven, bis sich grundlegend etwas tut in Sachen Mobilitätswende. Und dafür braucht es einen langen Atem. Ich wünsche den Akteuren um Zweirat Stuttgart viel Erfolg.