Radelblog

Das Rad – Fortbewegungsmittel und Lebensgefühl zugleich

Und täglich blendet der LED Scheinwerfer

Nachfolgend ein Gastbeitrag von Marc. Marc ist leidenschaftlicher Radfahrer und passionierter Schrauber.  Wir haben uns über den ADFC Karlsruhe kennengelernt, wo er u.a.  Wartungs- und Reparaturkurse für Anfänger anbietet:

Wenn ich morgens zur Arbeit fahre, kommt mir derzeit immer eine Mutter mit Kind entgegen. Beide auf dem Fahrrad, beide mit Licht. Sehr löblich, das ist häufig bei vielen Radfahrern nicht der Fall.

Das Frontlicht der Mutter ist eine starke LED Lampe, die leider mehr gen Himmel als auf den Boden zeigt. Das scheint im Moment ein allgemeines Problem zu sein, was man auch aus den zahlreichen Artikeln schließen kann, die zu diesem Thema gerade veröffentlicht wurden:

  • Meine ist heller, meine ist greller (Süddeutsche)
  • Richtig leuchten – eine Frage der Einstellung (Pressedienst – Fahrrad)
  • LED Fahrradleuchten im Test (ADAC)
  • Und im aktuellen ADFC Magazin (Radwelt 6.18, S. 25)

Früher (zu Glühbirnen- oder Halogenzeiten) war ein falsch eingestellter Frontscheinwerfer bei einem Fahrrad kein Problem. Als „Scheinwerfer“ konnte man ihn nicht wirklich bezeichnen, selbst mit Halogen war das Frontlicht immer eher eine Funzel.

Seit die LED Technik Einzug gehalten hat ist das deutlich anders. Ich habe beständig aufgerüstet. Von 40 (CYO R) auf 50 (EYC) und jetzt auf 70 (IQ-XS) Lux (ja, ich bin ein Busch & Mueller Fanboy). Meine Frau hat noch einen drauf gesetzt mit 70 Lux Standard und 90 Lux Fernlicht/Lichthupe (Luxos).

Das Problem mit dieser hohen Luxzahl ist, dass man damit wirklich Leute blenden kann. Nicht nur andere Radfahrer, sondern auch Autofahrer. Leider ist die Einstellung nicht ganz einfach. Selbst wenn man sich an alle Regeln (=Gesetze) hält, kann das Licht immer noch blenden (siehe auch ADFC Artikel). Meine Frau wurde bereits mehrere Male von Autofahrern per Lichthupe angeblendet, wahrscheinlich weil ihr Licht so hell war. Dabei hatten wir mehrfach geprüft, dass die Lampe korrekt eingestellt war.

Ich habe das Problem jetzt für mich gelöst, indem ich den Frontscheinwerfer nicht mehr direkt über dem Vorderrad an der Gabel, sondern am Lenker selbst montiert habe, also dem Ort, an dem alle Batterielichter normalerweise angebracht werden.


Ich bin aber kein Fan von Lampen, die links oder rechts vom Mittelpunkt des Lenkers montiert sind. Zum Glück gibt es inzwischen von verschiedenen Händlern professionelle Halterungen für eine Mittelbefestigung (Busch & Müller, Herrmans, …). Von Ergotec gab es sogar mal einen Lenkervorbau mit eingebautem Halter, den ich zum Glück in die Finger bekommen habe. Ich bin der Meinung, dass auch noch bei anderen Herstellern gesehen zu haben, finde das aber im Moment nicht.

Den Frontscheinwerfer am Lenker anzubringen hat einen riesigen Vorteil: man kann beim Fahren sehr einfach (wenn man einhändig fahren kann) die Lampe in der Höhe verstellen. Bin ich in der Stadt, verstelle ich den Scheinwerfer so, dass der Schein kurz vorm Rad auf dem Boden endet. Bin ich im (stockdunklen) Wald unterwegs, stelle ich den Lichtschein auch gern mal höher auf die Bäume ein. Ich habe versucht das zu fotografieren, scheint aber nicht wirklich gelungen.

Ein weiterer Vorteil ist, dass ich durch den besseren Winkel weniger Schatten direkt vor dem Vorderrad auf der Straße habe und den Weg vorm Rad besser erkenne

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Gut abgehangen

  1. Robert

    Was ist das für ein Intec auf dem ersten Foto (Lampe am Lenker)?

    MfG

    Robert

  2. Marc

    Das ist ein Intec T8.

    Gruß
    Marc

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