Schlagwort: Winter

Etwas Warmes braucht der Mensch

Wer wie ich bei jedem Wetter mit dem Rad unterwegs ist, braucht natürlich auch die entsprechende Kleidung. Deshalb berichte ich an dieser Stelle immer mal wieder über Produkte, die ich beim Radfahren und/oder zum Joggen trage. Beim Durchgehen meiner alten Blogbeiträge ist mir aufgefallen, dass ich über eins meiner Lieblingsstücke noch gar nichts geschrieben haben, nämlich über das Funktionsunterhemd von VAUDE aus 56% Schurwolle (Merinowolle), 39% Polyamid, 5% Elastan.
Als meine Kollegin es mir letztes Jahr ans Herz gelegt hat, habe ich entsetzt abgewinkt. Kratzige Wolle auf meiner Haut? No way! Wollpullover kann ich nur mit Bluse oder Rollkragenshirt darunter tragen. Schon allein beim Gedanken an Wolle direkt auf der Haut könnte ich mich kratzen. Aber meine Kollegin ließ nicht locker. Sie bestand darauf, dass ich es wenigstens anprobiere. Im Nachhinein bin ich echt froh, dass sie nicht locker gelassen hat, denn meine Vorurteile gegenüber Wolle – kratzt und muss mit der Hand gewaschen werden – treffen auf dieses langarmige Funktionsunterhemd überhaupt nicht zu.

Ich habe das gute Stück jetzt über 40 Mal beim Radfahren getragen und kann es nur wärmstens empfehlen, denn es …




Der Winter kann kommen

Gestern noch strahlender Sonnenschein und goldener Herbst, heute „Schietweer“.
Die Wetteraussichten für die kommende Woche sind auch nicht prickelnd: Kälteeinbruch und die Schneefallgrenze soll bis auf 800 m sinken.

Also habe ich auf meinem Crossrad wieder die Spikereifen aufgezogen, denn selbst ist die Frau. Bisher ist es mir nie gelungen, die Reifen zu wechseln, ohne mindestens einen Reifenheber zu schrotten. Mit den neuen Reifenhebern von Schwalbe ist mir das diesmal nicht gelungen. Entweder stelle ich mich nicht mehr ganz so ungeschickt an oder die Teile sind stabiler als sie aussehen.

Noch hängt das Rad dekorativ an der Wand, aber ich bin für alle Eventualitäten gerüstet. Bei Schnee und Eis nehme ich mein Crossrad mit Spikereifen, sonst wie gewohnt mein Trekkingrad.
Bin ich froh, dass ich nicht nur ein Rad besitze!

 

 

 




Neue Spikes für die Spikereifen

Ich fahre meine Spikereifen jetzt in der dritten Saison. Die äußere Reihe ist noch top, die beiden mittleren schon sehr abgefahren und ein paar Spikes sind bereits herausgefallen.

Abgenutzte Spikes auf den Spikereifen

Abgenutzte Spikes auf den Spikereifen

Wenn ihr auf das Bild klickt, könnt ihr gut erkennen, dass die äußeren Spikes noch ganz gut aussehen, während die in der Mitte mehr oder minder platt sind. Kein Wunder, denn bei Licht betrachtet fahre ich im Winter, wenn es geschneit hat oder glatt ist, nur morgens auf einer Schnee- / Eisdecke. Auf dem Heimweg abends ist die weiße Pracht in der Regel bereits geräumt. Da nutzen die Spikes natürlich schnell ab.

Ich habe mir jetzt Ersatzspikes besorgt, um die herausgefallenen Spikes zu ersetzen:

Ersatzspikes mit Werkzeug zum Einsetzen

Ersatzspikes mit Werkzeug zum Einsetzen




Bild der Woche

Hier hilft kein Kratzen, nur Tauwetter:

Eiskalt erwischt - Bild ©ilovecycling.de via Facebook/Twitter

Eiskalt erwischt – Bild ©ilovecycling.de via Facebook/Twitter




Helmlampe Neo 2 von Lupine

Wie heißt es im ZDF so schön: Mit dem Zweiten sieht man besser! Übertragen auf meine Helmlampe würde ich sagen: Mit der Zweiten sieht man besser!

Helmlampe Neo 2 von Lupine

Helmlampe Neo 2 von Lupine

Zusätzlich zu meinem Fahrradscheinwerfer habe ich mir vor einem Jahr eine Helmlampe zugelegt, die Neo 2 von Lupine. Die Lampe selbst wiegt gerade mal 50 g und wird mit einem Klettband am Helm befestigt. Dagegen ist der zugehörige Akku mit seinen 115 g schon ein „Schwergewicht“. Man kann ihn natürlich ebenfalls über ein Klettband fest am Helm anbringen, aber das macht den Helm schwer und das Tragen unangenehm. Deshalb verstaue ich den Akku entweder in der Hosentasche oder im Rucksack. Dank des zum Lieferumfang gehörenden Verlängerungskabels (ca. 120 cm lang) ist das kein Problem.




Fahrradhandschuh Race von 30seven

Nie wieder kalte Finger beim Radfahren dank beheizbarer Fahrradhandschuhe. Was habe ich nicht schon alles ausprobiert:

  • „Normale“ Fahrradhandschuhe für den Winter
  • Skihandschuhe
  • Wollhandschuhe und darüber wasserdichte Fäustlinge
  • Skihandschuhe und darüber wasserdichte Fäustlinge

Ergebnis: die ersten paar Kilometer sind die Finger noch warm, dann werden sie immer kälter, das Blut verabschiedet sich aus den Fingerspitzen, als litte man unter Morbus Raynaud. Außerdem fördern zwei Paar Handschuhe übereinander nicht gerade die Feinmotorik.




Der erste Frost – Zeit für Winterreifen

Letztes Wochenende konnte man noch mit kurzen Hosen und bei angenehmen Temperaturen durch golden gefärbte Wälder radeln, doch jetzt ist laut Wettervorhersage Schluss mit lustig. Die Aussichten sind eher frostig: Es ist mit glatten Straßen und sogar Schnee zu rechnen. Selbst für Karlsruhe haben die Meteorologen vor Bodenfrost gewarnt.

Die meisten Radfahrer motten nun ihre Räder ein und steigen um – aufs Auto oder Bus und Bahn. Ich nicht, denn ich bin ja Gott sei Dank stolze Besitzerin mehrerer Räder. Eins davon – das Crossrad – wird jetzt wieder mit Spikereifen ausgestattet, so dass ich für alle Witterungen gewappnet bin. Bei leichtem Schneefall und Eisglätte nehme ich dann wieder mein Crossrad für die tägliche Fahrt zur Arbeit, ansonsten wie gewohnt mein Trekkingrad.

Spikereifen

Spikereifen

Ich fahre die Spikereifen jetzt im dritten Jahr. Es fehlt noch kein einziger Spike. Aber den Spikes in der Mitte des Mantels sieht man eine gewisse Abnutzung schon an. Sie sind deutlicher abgefahren als die am Rand. Ich denke, dass ich mir spätestens nächstes Jahr ein neues Paar Winterreifen werde zulegen müssen.

 




Frühaufsteher

Letzten Freitag hatte ich frei und bin trotzdem, der Macht der Gewohnheit folgend, relativ früh aufgewacht, wenn auch nicht so früh wie sonst. Um der Familie eine Freude zu machen, bin ich um halb acht, zur besten Rush Hour, mit dem Rad zum Bäcker gefahren. Nie wieder! Alle Autos fuhren zu schnell, haben viel zu dicht überholt und die Scheiben waren noch halb zugefroren. Am liebsten hätte ich ein Transparent hochgehalten:

Ihr seid auf dem Weg zur Arbeit, wozu diese Eile?

Auch die Fahrweise schien mir aggressiver als sonst. Lag es am Wochentag? Oder an der Kälte? Auf jeden Fall bin ich froh, dass ich ein Frühaufsteher bin und schon am Schreibtisch sitze, wenn sich die Mehrheit der Pendler erst auf den Weg macht.




Alle reden vom Wetter

… bloß ich nicht. Radfahren bei 2-stelligen Minusgraden? Geht nicht? Und wie das geht, das geht sogar sehr gut. Man muss nur entsprechend gekleidet sein. Bei diesen Temperaturen lässt zwar der Stuttgarter trotz Feinstaubalarms nicht freiwillig sein Auto stehen und aufs Rad schwingt er sich schon gar nicht, aber leidenschaftliche Radfahrer halten auch mehr als 10 Grad Minus nicht vom Radfahren ab. Selbst Raureif an den Augenbrauen und Wimpern haben ihren Reiz.

Bei diesen frostigen Temperaturen sieht mein Outfit (von oben nach unten und von innen nach außen) wie folgt aus:

  • Winterlaufmütze, Helm
  • Bufftuch
  • Langarmiges Skiunterhemd, Laufshirt, Softshelljacke
  • Normale „Ünnerbüx“, angeraute Rad- oder Jogginghose, 3/4 Regenhose
  • Skihandschuhe, Überhandschuhe
  • Wollsocken, Joggingschuhe, Überschuhe

Das A und O ist der Windschutz. Die äußere Schicht muss winddicht sein. Deshalb trage ich auch bei extremer Kälte eine Regenhose über der Radhose, auch wenn es gar nicht regnet. Dadurch bildet sich ein angenehm warmes Luftpolster zwischen diesen beiden Hosen. Da man natürlich nicht im eigenen Saft schmoren will, sollte die Kleidung außerdem atmungsaktiv sein.

Auch der Kopf muss vor dem Fahrtwind geschützt werden. Die Laufmütze von ASICS ist für diesen Zweck ideal – dünn genug damit der Helm noch passt und dennoch kuschelig warm. Wem das immer noch zu kalt ist, dem empfehle ich einen Helmüberzug. Bei mir geht das wegen der Helmlampe nicht. Und auf die möchte ich nicht verzichten.

Im Büro ziehe ich mich dann um. Die Wechselkleidung habe im Rucksack oder in der Gepäckträgertasche dabei.




Mobilitätsportal Karlsruhe

Vor ein paar Tagen habe ich ja über die nicht gestreuten Radwege in Richtung Bergdörfer lamentiert. Mittlerweile habe ich in der Sueddeutschen Zeitung in einem anderen Zusammenhang leider auch folgenden Satz lesen müssen:

Radwege zählen zu den sogenannten nicht priorisierten Verkehrsflächen. Für diese schreibt die Rechtsprechung ein Räumintervall von maximal sechs Stunden vor