Schlagwort: Umwelt

Schizophrenie des Alltags

Der Mensch ist schon irgendwie merkwürdig. Um etwas für seine Gesundheit zu tun, setzt er sich nach Feierabend ins Auto, fährt ins Fitness-Studio und schwingt sich dort auf den Ergometer.

Das nachfolgende Bild bringt dieses absurde Verhalten auf den Punkt.

Quelle: Twitter, 21st Century City

Wieso kompliziert, wenn es auch einfach geht. Lasst das Auto ab und zu mal stehen und fahrt mit dem Rad. Da spart ihr nicht nur Geld fürs Fitness-Studio, ihr seid an der frischen Luft und tut ganz nebenbei auch noch was für die Umwelt.




Moos für Moos

Es herrscht dicke Luft in deutschen Städten. Fast täglich werden die max. erlaubten Feinstaub- und Stickstoffdioxidwerte überschritten. Laut Umweltbundesamt trägt Stuttgart die rote Laterne was die Luftqualität anbetrifft. So wurden in der Straße Am Neckartor durchschnittlich 82 Mikrogramm Feinstaub pro Kubikmeter gemessen, an 35 Tagen wurden sogar Spitzenwerte von mehr als 200 Mikrogramm verbucht. Appelle der Stadtväter, freiwillig aufs Auto zu verzichten und stattdessen auf öffentliche Verkehrsmittel bzw. aufs Fahrrad umzusteigen, fielen auf taube Ohren. Ab 2018 drohen daher Fahrverbote für ältere Diesel Fahrzeuge.

Da nicht sein kann, was nicht sein darf, soll die Natur jetzt gegen Feinstaub helfen. Moos ist die neue Zauberwaffe. Die Pflanze ist wie ein Schwamm und laut Uni Dresden hervorragend geeignet, Feinstaub aufzunehmen und vollständig umzuwandeln. Stuttgart hat unweit von Deutschlands schmutzigster Kreuzung am Neckartor eine ca. 100 Meter lange Schallschutzmauer mit Moos bepflanzen lassen. Das Problem an der Sache – Mooswände kosten Geld, viel Geld. Es ist nicht nur schwierig, die richtigen Moosarten zu finden und diese vorm Austrocknen zu schützen, sondern auch noch so zu positionieren, dass die Windrichtung stimmt, um den Feinstaub optimal herauszufiltern.

Die Stadt Karlsruhe ist da schon einen Schritt weiter. Getreu dem Motto „wieso kompliziert, wenn es auch einfach geht“ setzt die Stadt bei der Bekämpfung des Feinstaubs auf die Mithilfe ihrer Bürger. Sie hat die Aktion Moos für Moos ins Leben gerufen. Start: Januar 2018. Was verbirgt sich hinter dieser Aktion?




Diesel PKW stoßen das meiste NO2 aus

Heute hat das Umweltbundesamt seine neusten Daten zur Luftqualität vorgestellt. Das gesundheitsgefährdende NO2  – das ja auch zu einem erheblichen Maße Schuld an der Feinstaub-Immissionsbelastung ist – ist der Schadstoff Nr. 1 in Deutschland. Hauptverursacher: Diesel-PKW und Nutzfahrzeuge.

 

Dieselfahrzeuge stoßen das meiste Stickstoffdioxid aus (Quelle: UBA)

Dieselfahrzeuge stoßen das meiste Stickstoffdioxid aus (Quelle: UBA)

Seit Jahrzehnten gefährdet Stickstoffdioxid unsere Gesundheit. Schuld sind in den Städten vor allem alte Diesel-Autos. Es kann aus Sicht des Gesundheitsschutzes nicht akzeptiert werden, dass die Kommunen keine Handhabe haben, um beispielsweise Dieselautos mit hohem Ausstoß aus den belasteten Innenstädten auszuschließen.

Soweit die Aussage von Maria Krautzberger, der Präsidentin des Umweltbundesamtes. Ob das die Städte und Kommunen ebenso sehen und Konsequenzen daraus ziehen? Wenn ich mir die Feinstaubdebatte in Stuttgart so ansehe, glaube ich das leider nicht. Ich lasse mich aber gerne eines Besseren belehren.




Rad fahren belohnen statt Auto fahren bestrafen

Wenn sich Verkehrsminister Dobrindt mit seinen Zukunftsplänen durchsetzt, will man alle Autofahrer in Deutschland bald über eine Maut zur Kasse bitten. Ausländer sollen für die Benutzung der Autobahn löhnen, wir Deutschen sollen sowohl für die Benutzung der Bundesstraßen als auch der Autobahnen bezahlen. Damit die deutschen Fahrzeughalter allerdings nicht doppelt abgestraft werden, soll die Maut mit der Kraftfahrzeug-Steuer verrechnet werden. Soweit der Plan. Ob er so dieses Jahr noch verabschiedet wird, bleibt abzuwarten.

Eine Maut ist ja nichts Neues. Es gibt sie in vielen Ländern und auch Städten. In London heißt sie zum Beispiel Congestion Charge. Rund 15 Euro muss man täglich berappen, wenn man mit dem PKW in die City von London will (Mo. – Fr. 7.00 – 18.00 Uhr). Da summiert sich schnell ein stattliches Sümmchen. Die Stadtväter wollen, dass Pendler und Touristen entweder auf den öffentlichen Nahverkehr umsteigen oder umweltschonendere Fahrzeuge wie Fahrräder nutzen oder zu Fuß gehen, wenn sie in die City wollen. Die Congestion Charge – salopp auch mit Staugebühr übersetzt – ist somit eine Art Waffe gegen Staus und Abgase. Autofahrer sollen abgestraft werden. Die Maut soll einen negativen Anreiz setzen, mit dem PKW in die Innenstadt zu fahren.

Statt die Autofahrer zu bestrafen, hat man sich in Norwegen anlässlich der European Mobility Week etwas anderes überlegt. Die Stadt Lillestrøm hat eine Woche lang diejenigen Radfahrer und Fußgänger finanziell belohnt, die statt mit dem Auto zu Fuß oder mit dem Rad in der Stadt unterwegs waren. Belohnen statt bestrafen war also die Devise der Stadtväter.




Ich fahre Rad

Weil es mir Spaß macht

Jetzt könnte ich eigentlich schon den Griffel fallen lassen bzw. auf „Speichern“ drücken, denn damit ist eigentlich schon alles gesagt. Der Vollständigkeit halber werde ich aber noch einige andere Gründe auflisten:

Weil mir da immer die besten Ideen kommen
Egal ob beim Joggen oder Rad fahren, bei sportlicher Aktivität habe ich immer die besten Ideen. Ich weiß nicht wieso das so ist, aber viele Lösungsansätze für berufliche oder private Probleme habe ich beim Rad fahren oder  Joggen gefunden.