Radelblog

Das Rad – Fortbewegungsmittel und Lebensgefühl zugleich

Schlagwort: Überschuhe

Gut abgehangen

Wer sagt, dass man Fahrrad Wandhalter nur für Räder verwenden darf? Ich benutze meine auch gerne zum Trocknen meiner Überschuhe und zur platzsparenden Lagerung von Fahrradmänteln, die gerade nicht gebraucht werden.

Was du heute kannst besorgen

… verschiebe nicht auf übermorgen. Gestern musste ich schmerzhaft erfahren, dass es besser ist, Dinge gleich zu erledigen und nicht auf die lange Bank zu schieben. Was war passiert? Ich halte mit dem Lastenrad vor dem Rolltor meiner Firma und will absteigen, bekomme aber den linken Fuß nicht von der Pedale. So ist passiert, was passieren musste – ich bin im Stehen umgekippt.
Ergebnis: Handgelenk verstaucht und eine Prellung an der Hüfte. Noch mal Glück gehabt! Das hätte auch schlimmer ausgehen können.

Was sonst nur Radfahrern passiert, die zum ersten Mal mit Klickpedalen unterwegs sind, haben bei mir die Überschuhe erledigt. Ich habe die schlechte Angewohnheit, die Überschuhe nicht auszuziehen, wenn ich mal „kurz“ einkaufen gehe. Dadurch hatte sich die untere Naht am linken Überschuh fast komplett gelöst. Ich habe sie sozusagen abgeschlurft. Diese lose Naht hat sich während der Fahrt um die Pedale gewickelt, ohne dass ich das gemerkt habe.

Ich wollte die Stolperfalle schon lange wieder festnähen, habe das aber immer wieder vor mir hergeschoben. Gestern hat sich das gerächt. Die Naht am linken Überschuh war nicht mehr zu retten. Die habe ich jetzt einfach abgeschnitten. Rechts hat sich die Naht nur auf eine Länge von 2-3 cm gelöst, das kann ich vielleicht noch festnähen. Wenn nicht, schneide ich das einfach auch ab. Was lernen wir aus der Geschichte? Mit Überschuhen spaziert man nicht durch die Gegend und unangenehme Dinge erledigt man sofort.

 

Alles hat einmal ein Ende

Heute haben meine Überschuhe beschlossen zu sterben. Nein, das Sturmtief Friederike ist nicht schuld an diesem tragischen Verlust. Irgendwann ist einfach Ende Gelände. Die VAUDE Überschuhe habe ich mir vor gut drei Jahren zugelegt. Ich habe sie ganzjährig bei Regen und im Winter auch bei Kälte getragen. Ich war voll zufrieden mit ihnen und kann sie nur jedem empfehlen. Aber jetzt ist der Gummizug im Sohlenbereich eines Schuhs gerissen. Ich hätte das noch mal flicken können. Aber wozu. Irgendwann muss man sich auch mal trennen können, auch wenn man voll zufrieden ist. Innen sahen die Überschuhe schon lange nicht mehr prickelnd aus, was mich aber nicht weiter gestört hat, da meine Schuhe und Hose darüber auch bei einer Fahrt bei Dauerregen immer sauber und trocken blieben.

So sehen Überschuhe nach drei Jahren Einsatz aus. Das, was jetzt bräunlich glänzt, war alles mal mattschwarz. Es hat mich schon Überwindung gekostet, sie heute in die Tonne zu drücken.

Ich habe mir neue Überschuhe zugelegt, wieder von VAUDE. Die VAUDE Capital Plus sind etwas dicker und wärmer, aber reichen nicht mehr ganz so hoch. Ich will einfach mal was Neues ausprobieren. Mal schauen, wie die sich bewähren.

 

Radfahren bei Regen

Heute hatte das Wetter wieder einiges zu bieten: Regen, Graupelschauer, Blitz und Donner und fiesen Seitenwind – trotzdem bin ich trocken und warm daheim angekommen. Zeit mal wieder mein Outfit zu loben.

Nass wie die sprichwörtliche Katze und trotzdem trocken

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Verdreckt aber trocken

So sehen Überschuhe aus, wenn das vordere Schutzblech zu kurz ist. Dann spritzt das Dreckwasser von der Fahrbahn direkt auf die Schuhe und selbst die Schienbeine werden nass und dreckig:

Überschuhe von VAUDE – schon gezeichnet vom vielen Tragen

Wenn ihr dasselbe Problem habt und nicht in neue Schutzbleche investieren wollt, dann besorgt euch doch einfach einen Spoiler, den ihr unten am Schutzblech befestigen könnt. Der kostet nicht die Welt und ist schnell befestigt. Befragt einfach den Schutzblech-Experten Google, ob es für eure Schutzblechmarke solch einen Spoiler gibt. SKS bietet den z.B. zur Nachrüstung an.

Die richtige Winterkleidung

Gibt es DIE richtige Winterkleidung? Ich glaube nicht, denn jeder Mensch empfindet anders. Der eine schwitzt schon, während der andere noch fröstelt. DIE perfekte Kleidung fürs Radfahren im Winter gibt es also nicht. Was richtig ist, muss jeder einzelne für sich selbst zusammenstellen, und Zusammenstellen muss nicht unbedingt heißen, neu kaufen. Wenn man bei Kälte oder sogar Minusgraden losfährt, darf man ruhig noch frieren. Wer es beim Losfahren schon mollig warm hat, der wird spätestens nach ein paar Kilometern schwitzen.

Über den Kopf verliert man am meisten Wärme. Ich trage daher im Winter immer eine Unterziehmütze unter meinem Helm. Sie ist dünn genug, damit der Helm noch passt und ich vom Verkehr noch alles mitbekomme und dick genug, um meinen Kopf vor dem kalten Fahrtwind zu schützen.

Empfindlich bin ich auch an den Händen und Füßen. Wenn es kalt wird, versorgt unser Körper automatisch die Körpermitte und die wichtigsten Organe mit Blut und Sauerstoff. Ergebnis: unsere Hände und Füße werden als erstes kalt, weil sie von dieser Körpermitte am weitesten weg sind. Bei den Handschuhen sollte man also nicht sparen. Sie sollten wind- und wasserdicht sein. Viele Ausrüster bieten auch Handschuhe mit wasserdichtem Regenüberzug, den man bei Bedarf über die Fingerhandschuhe stülpen kann.

Überschuhe sind ebenfalls extrem wichtig. Sie schützen die Füße und die Schuhe vor Nässe, Schmutz und Kälte. Überschuhe sind dehnbar, so dass sie über jeden Schuhtyp passen. Es gibt sie in verschiedenen Größen, Dicken, Materialien und Preislagen.

Alle anderen Bekleidungsstücke, die man bei Kälte fürs Rad fahren anziehen könnte, habt ihr wahrscheinlich sowieso in eurem Schrank. Wieso neue Funktionsunterwäsche kaufen, wenn ihr diese bereits habt, weil ihr Ski fahrt, auch im Winter joggt, oft Schlittschuh lauft oder wandern geht. Die unterste Schicht soll Feuchtigkeit, sprich euren Schweiß, vom Körper weg nach außen transportieren. Also bitte keine Baumwolle, sei sie anfangs auch noch so angenehm am Körper. Funktionsunterwäsche sollte möglichst hautnah sitzen ohne einzuengen. Empfehlen kann ich da Funktionsunterwäsche von Odlo oder Skins. Die hält ewig und behält auch nach tausend Waschgängen noch die Facon. Außerdem mufft sie auch nach häufigem Tragen nicht nach Schweiß. Ihr kennt das bestimmt auch. Es gibt Kleidungsstücke, die riechen schon nach Schweiß, wenn man sie anzieht, dass man bei sich selbst nicht sitzen möchte. Dieses Phänomen habt ihr bei der Funktionsunterwäsche von Odlo und Skins nicht.

Manchen reicht bereits diese Schicht unter einer flauschig warmen, wind- und wasserdichten Funktionsjacke. Mir ist das noch zu wenig. Wenn das Thermometer unter 5 Grad fällt, brauche ich zwischen der Funktionsunterwäsche und der Funktionsjacke noch eine weitere wärmende mittlere Schicht. Das kann ein weiteres Unterhemd sein, ein Thermo-Trikot oder ein langarmiges Laufshirt. Ich wette auch in den Tiefen eures Kleiderschrankes verbergen sich viele Kleidungsstücke, die ihr als zweite, isolierende Schicht anziehen könntet. Die Ausrede „ich habe gar nichts anzuziehen“ zieht bei den meisten von uns nicht.

An den Beinen bin ich relativ unempfindlich. Ich kann auch im Herbst noch lange mit kurzer Radhose oder Baggy Shorts fahren. Bei Licht betrachtet besitze ich nicht einmal eine lange Radhose. Ich fahre im Winter immer mit einer meiner langen Jogginghosen. Die meisten haben vorne Windstopper-Material und schützen mich so vor dem eisigen Wind.

Praktisch finde ich auch die neuen Thermo-Trägerhosen, die sogenannten Bib-Tights. Sie verrutschen nicht und halten die Rückenpartie schön warm. Bei früheren Trägerhosen musste man/frau sich ja immer erst halb ausziehen, wenn er/sie mal auf die Toilette musste. Dieses Problem gibt es bei den neuen Trägerhosen nicht mehr. Das Trägerteil lässt sich entweder über einen Reißverschluss oder durch Haken vom Unterteil trennen und erleichtert somit den Gang zur Toilette.

Was mir noch fehlt ist eine gescheite Brille. Schon nach wenigen Metern in der Kälte auf dem Rad tränen mir die Augen. Das nervt nicht nur, das behindert die Sicht. Deshalb bin ich derzeit auf der Suche nach einer perfekt sitzenden Brille. Eine Brille, die seitlich und oben gut anliegt und keine Zugluft durchlässt. Im Wald habe ich auch schon Mountainbiker mit Skibrille gesehen. Das ist zwar effektiv, sieht aber sehr gewöhnungsbedürftig aus.

 

 

Radfahren im Herbst

Radfahren im Herbst – morgens ist es noch kalt, die Temperaturen meist nur im einstelligen Bereich und nachmittags erwärmt es sich noch auf über 20 Grad. Wenn man da den ganzen Tag mit dem Rad unterwegs ist, muss man was die Kleiderfrage anbetrifft schon gut planen, wenn man nicht seinen ganzen Hausstand mitnehmen will.

Radfahren im Herbst - mit der richtigen Kleidung kein Problem

Radfahren im Herbst – mit der richtigen Kleidung kein Problem

Gut dass es da kleine, aber ungemein hilfreiche Accessoires wie Armlinge, Knielinge, Beinlinge, Schlauchtücher oder Überschuhe gibt. Sie lassen sich leicht transportieren, man kann sie bei Kälte oder bergab schnell überstreifen und genauso schnell wieder ablegen, wenn mittags die Sonne wieder kräftiger vom Himmel brennt.

Armlinge, Knielinge und Beinlinge sehen auf den ersten Blick gewöhnungsbedürftig aus. Sie erinnern irgendwie an Stulpen, die vom Oberarm bis zum Handgelenk bzw. vom Knöchel bis zum Oberschenkel reichen. Doch mögen sie auch noch so merkwürdig aussehen, sie sind extrem sinnvoll, wenn man bei wechselhaftem Wetter oder im Herbst unterwegs ist. Armlinge verwandeln ein Kurzarm-Trikot in Sekundenschnelle in ein Langarm-Trikot. Beinlinge machen aus kurzen Radhosen eine lange Radhose. Knielinge sind im Grunde kurze Beinlinge. Sie schützen bei Kälte das empfindliche Kniegelenk. Armlinge, Beinlinge und Knielinge sind innen angeraut und angenehm weich. Sie sind elastisch und enganliegend geschnitten ohne zu drücken.

Bei Regen oder wechselhaftem Wetter halten Überschuhe die Füße warm und trocken. Es muss nicht unbedingt regnen um beim Radfahren nasse Füße zu bekommen. Es reicht in den meisten Fällen schon eine nasse Fahrbahn.

Überschuhe, nicht gerade sexy, aber ungemein nützlich

Das Wasser spritzt hoch. Erst durchnässen die Schuhe, dann die Füße. Vom Dreck, der mit dem Wasser hochspritzt, mal ganz abgesehen. Ergebnis: die Füße werden kalt und die Begeisterung fürs Radfahren kühlt ebenfalls ab. Überschuhe machen da den Unterschied zwischen Frust und Wohlbefinden. Zugegeben, sie sind hässlich und machen auch keinen schlanken Fuß. Ich für meinen Teil kann damit sehr gut leben, solange meine Füße angenehm warm und meine Schuhe sauber bleiben.

Über Schlauchtücher habe ich ja schon an anderer Stelle berichtet. Sie sind einfach in jeder Jahreszeit unersetzlich.

Was ist klein, hässlich und dreckig?

Richtig, Überschuhe!

Zugegeben, die Dinger machen weder einen schlanken Fuß noch sind sie besonders hübsch, aber ohne sie wäre ich im Winter oder bei Regen aufgeschmissen. Ich habe Thermoüberschuhe für die kalte Jahreszeit und dünne wasserdichte Überschuhe, die bei Regen und warmen Temperaturen meine Schuhe vor Nässe schützen.
Sie lassen sich in jeden Rucksack verstauen. Da man bei uns morgens ja nie weiß, ob es abends nicht vielleicht doch noch regnet, habe ich sie immer dabei. Mein erstes Paar Überschuhe hatte hinten einen Reißverschluss. Entweder habe ich mich zu blöd angestellt oder das war einfach eine Sollbruchstelle, aber den Reißverschluss hatte ich nach kurzer Zeit geschrottet. Meine neuen Überschuhe haben daher hinten einen Klettverschluss. Der geht nicht kaputt und lässt sich in der Weite regulieren.

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