Tag: Trekkingrad

10 000 Kilometer

Kinder, wie die Zeit vergeht! Vor gut einem Jahr habe ich mein neues Trekkingrad mit Getriebenabe SPEEDHUB 500/14 gekauft und bin jetzt 10 000 Kilometer damit gefahren. Da kommt ganz schön was zusammen, wenn man jeden Tag mit dem Rad zur Arbeit fährt.

In Radlerkreisen kursiert der folgende Spruch zur SPEEDHUB 500/14:

Bei Kilometer 100.000 ist sie gerade mal gut eingefahren.

Da habe ich ja noch viel Fahrfreude vor mir 🙂

Welche Strecken und Witterungsverhältnisse die Rohloff-Schaltung meistern kann, könnt ihr übrigens auf der Hersteller Seite selbst nachlesen. Dort gibt es viele interessante Erfahrungsberichte von wahren Vielfahrern.




Bild der Woche

Was für ein langes Wochenende! Vier Tage Sonne satt.

Heute ist ein schöner Tag zum Radfahren

Heute war ein schöner Tag zum Radfahren




Radfahren rund um den Funkturm

Ich habe ganz bewusst nicht „Mountainbiken rund um den Funkturm“ als Titel gewählt, denn die Strecke, die ich heute gefahren bin, kann man auch locker mit einem Trekkingrad bewältigen.

Funkturm von Wettersbach

Funkturm von Wettersbach

Etwa 27 Kilometer war die Tour lang und ich habe so gut wie keinen Abschnitt mehrmals befahren. Ich habe nur „Waldautobahnen“ gewählt, weil ich die Seele baumeln lassen und mich entspannen wollte. Von diesen breiten Waldwegen bietet der Wald zwischen Karlsruhe, Ettlingen und Waldbronn eine Fülle. Wem das allerdings zu langweilig ist, der biegt einfach ab auf einen der vielen Trails, die in unregelmäßigen Abständen links und rechts von den Waldautobahnen abzweigen.




28″ Reiserad von Rennstahl

Da die Hersteller, deren Räder wir vertreiben, keine Trekking-/Reiseräder mit Stahlrahmen anbieten, ich aber unbedingt wieder ein Rad mit dünnen Rohren haben wollte, die in meinen Augen viel eleganter und filigraner aussehen als Alurahmen, habe ich mich notgedrungen bei der Konkurrenz umgeschaut und bin bei Rennstahl / Falkenjagd fündig geworden. Wie recht doch meine Kollege hat mit seinem Spruch:

Auch andere können gut!

Hier ist es – mein neues Trekkingrad der bayerischen A. & A. Kirschner Fahrradmanufaktur GbR:

Rennstahl Trekkingrad

Sieht toll aus, nicht wahr. Aber gutes Aussehen ist nicht alles, beim Fahrrad kommt es vor allem auf die inneren Werte an:




Bild der Woche

Darf ich vorstellen – mein neues Trekkingrad aus deutscher Fahrradschmiede. Das Warten hat sich gelohnt.

raus aus dem haus

28″ Trekking-/Reiserad von Rennstahl

Morgen folgen die Details, heute muss ich es erst einmal ausgiebig testen. Die Sonne lacht, die Vögel zwitschern – ergo ein super Tag zum Radfahren.




Rohloff Schaltung – nach 100.000 km gut eingefahren

Meiner ältesten Tochter hat man ja unlängst das Rad gestohlen. Da es rein statistisch gesehen unwahrscheinlich ist, dass es wundersam wieder auftauchen wird, habe ich ihr mein zwei Jahre altes Trekkingrad „vererbt“. Nein, ich bin kein Gutmensch. Mich trieben vielmehr egoistische Motive, diente mir der Verlust des Rades doch als Ausrede, mich nach einem neuen Alltagsrad umschauen zu dürfen.

Ich bin in jüngster Zeit immer häufiger gefragt worden, warum ich eigentlich mit einer Kettenschaltung unterwegs bin.

Anke, du fährst so viele Kilometer im Jahr, wieso hast du eigentlich kein Rad mit Rohloff Schaltung oder Pinion Getriebe? Denk doch mal an all die Ketten und Kassetten, die du schon verschlissen hast!

Das hat schon eine Weile an mir genagt. Mein Trekkingrad hat zwar schon gut 15.000 Kilometer auf dem Buckel, aber es ist ja trotzdem noch in einem Topzustand. Ich wäre nie im Leben auf die Idee gekommen, mir nach zwei Jahren schon wieder ein neues zu kaufen. Doch jetzt hatte ich ja eine Ausrede, mich auf dem Markt nach einem Rad fürs Leben umzusehen, Testberichte zu studieren, andere Vielfahrer zu befragen und mir ein Objekt der Begierde auszusuchen.

Eines war von vornherein klar, diesmal würde ich keine Kompromisse eingehen und schon gar nicht die Katze im Sack kaufen, d.h. ohne vorherige Probefahrt würde ich mir kein Rad mit einer teuren Schaltung zulegen. Und wenn schon eine teure Schaltung, dann müssen auch die anderen Komponenten des Rades qualitativ stimmen. Vor dem Kauf wollte ich mich davon überzeugen, dass die Rohloff Nabenschaltung mir sowohl bergauf – auch bei  extremer Steigung – als auch in der Ebene genug Bandbreite liefern würde.




Fahrradgeräusche ade

Mein Trekkingrad schnurrt wieder geräuschlos dahin. Doch es hat sich ganz schön lange hingezogen, bis ich den Grund des nervtötenden Klack-klack-klack gefunden hatte. Erst hat mein Mann die Kette und den hinteren Zahnkranz gewechselt. Ja, ich bekenne mich schuldig, wir haben noch die klassische Rollenverteilung: Er führt die Reparaturen aus und ich schaue ihm dabei interessiert zu. Was technische Dinge anbetrifft, habe ich fünf linke Hände. Das Einzige, was ich kann, ist Reifen wechseln und Bremsbeläge erneuern. Ist zwar nicht viel, aber immerhin.

Doch zurück zu den Geräuschen. Auch nach der Erneuerung der Kette und Zahnkränze war das Geräusch noch da. Immer wenn ich anderen das Klack-klack-klack vorführen wollte, tat mein Rad mir allerdings nicht den Gefallen, es auch zu erzeugen. Typischer Vorführeffekt. Aber es kamen eigentlich „nur“ noch drei Komponenten in Frage: die Kurbelgarnitur, die Pedale oder das Lager.

Da die Pedale am einfachsten zu wechseln sind, haben wir die vom Trekkingrad abmontiert und durch die Mountainbike-Pedale ersetzt. Bingo! Volltreffer. Man konnte schon beim Drehen der abmontierten Pedale merken, dass da der Wurm drin ist:

Der Übeltäter - die Pedale

Der Übeltäter – die Pedale

Jetzt werde ich mir etwas Anständiges zulegen. Ich trete sie zwar täglich mit Füßen, aber in meine neuen Pedale investiere ich jetzt mehr als vorher.

 




Hätte hätte Fahrradkette

Hätte ich die Luftpumpe und einen Ersatzschlauch dabei gehabt, hätte ich das Rad mit dem Plattfuß nicht nach Hause schieben müssen. Hätte ich die Akkus meiner Fahrradlampe aufgeladen, hätte ich nicht im Dunkeln fahren müssen. Hätte ich die Kette geschmiert, hätte sie nicht so Geräusche gemacht.

Hätte hätte Fahrradkette oder was wäre gewesen, wenn! Wieso werden wir eigentlich immer erst hinterher schlau? Und das auch nur eine gewissen Zeit lang. Wenn die Erinnerung an den Plattfuß, die nicht funktionierende Beleuchtung oder die quietschende Kette wieder ein wenig verblasst ist, machen wir häufig den gleichen blöden Fehler wieder. Meist weil wir zu träge, zu vergesslich oder zu beschäftigt sind mit Dingen, die gerade viel wichtiger sind.

Dabei sind doch gerade diese kleinen Dinge – Schlauch, Akkus, Luftpumpe, Werkzeug – so einfach verstaut und am Rad befestigt. Es gibt kleine Werkzeugtaschen, die man am Sattel, im Flaschenhalter oder auch an der Sattelstütze befestigen kann.




Fahrrad als Wirtschaftsfaktor

Dass das Fahrrad als Wirtschaftsfaktor eine immer größere Bedeutung einnimmt, sieht man nicht zuletzt an Touristenorten wie Fehmarn. Die Insel zählt mit seinen rund 2100 Sonnenstunden im Jahr zu den sonnenreichsten Orten Deutschlands. Jedes Jahr kommen rund 300.000 Besucher um hier ihren Urlaub zu verbringen. Tagesgäste sind bei der Zahl noch nicht mal mitgezählt. Fehmarn ist – wenn man mal von ein paar Straßenüberführungen absieht – platt wie eine Flunder, d.h. prädestiniert mit dem Rad erkundet zu werden. Das tun die meisten Urlaubsgäste auch. Entweder haben sie ihr eigenes Rad dabei oder leihen sich eins. Angesichts der vielen florierenden Fahrradverleihgeschäfte und -reparaturwerkstätten gehe ich mal davon aus, dass viele Urlauber ihr Rad hier vor Ort ausleihen. Der Fahrradsektor bringt hier viele Menschen in Lohn und Brot.

Jetzt dürft ihr dreimal raten, welcher Fahrradtyp derzeit der absolute Renner auf der Insel ist. Ein Trekkingrad oder Mountainbike? Fast richtig. Ein Hollandrad? Denkste! Der meist verliehene Radtyp ist das Pedelec! Räder mit Rückenwind gehen hier weg wie warme Semmel. Wer hätte das angesichts der Topographie gedacht? Ich jedenfalls nicht.

Zugegeben, der Altersdurchschnitt unter den Gästen der Insel ist derzeit wahrscheinlich bei 60+. Hier gehöre sogar ich zu den „Jungen“. Aber selbst Familien mit Kindern und Paare um die 30 erkunden die Insel lieber mit Elektrofahrrädern als mit konventionellen Rädern.

Da meine bessere Hälfte derzeit nicht so fit ist wie ich, habe ich ihm vorgeschlagen, sich doch auch so ein Pedelec auszuleihen. Hier sieht ihn ja keiner damit. Dann hätten wir gemeinsam ausgedehnte Radtouren unternehmen können. Ich hätte mich auf meinem Mountainbike schon mächtig ins Zeug legen müssen, um mit ihm auf seinem Rad mit eingebautem Rückenwind mithalten zu können. Aber davon wollte er leider nichts wissen. Ist wahrscheinlich Altersstarrsinn.

Auch ein Lastenrad ist keine Kutsche

Ein Lastenrad ist doch keine Kutsche

Auf der Gazelle hätte er sich rumkutschieren lassen, aber das wollte ich nicht. Das ist wahrscheinlich auch Altersstarrsinn. Ergebnis: Urlaub der zwei Geschwindigkeiten. Ich fahre mit meinem Stößer kreuz und quer über und rund um die Insel herum und er mit seinem Rad gerade mal um unser Urlaubsdomizil in Burg.

 




Rundfahrt durch den Nordschwarzwald

Wenn man sich die Karte anschaut, könnte man aufgrund der Form meinen, wir wären rund um Großbritannien gefahren. Doch weit gefehlt – unsere Tour ging zunächst von Gernsbach entlang des Murgtalradweges über Forbach nach Schönmünzach und dann zum Forsthaus Auerhahn in Hinterlangenbach. Der Auerhahn (4-Sterne Hotel und Restaurant) ist zu allen Jahreszeiten eine Reise wert. Vom Hotel aus kann man direkt zum Mountainbiken, Wandern oder Skifahren aufbrechen.

Gernsbach - Forbach - Hornisgrinde - Mehliskopf - Gernsbach

Gernsbach – Forbach – Hornisgrinde – Mehliskopf – Gernsbach

Der erste Streckenabschnitt von Gernsbach zum Forthaus Auerhahn ist noch relativ flach. Ideal auch für Familien mit noch kleinen Kindern. Doch danach geht es spürbar nach oben, schließlich liegt die Hornisgrinde ja auch auf einer Höhe von 1163 Metern. Die krassesten Gegensätze hat man am Mummelsee. Man fährt durch den Wald, keine Menschenseele unterwegs und dann kommt man zum Parkplatz am Mummelsee. Tausende von Touristen tummeln sich da, um die „Stille“ zu genießen. Ein Souvenirshop reiht sich an den nächsten, Autos und Menschen dicht gedrängt. Wer dem Trubel entfliehen will, muss mit dem Rad weiter fahren auf die Hornisgrinde. Hoch kommt man nämlich nur zu Fuß, mit dem Rad oder mit dem Shuttlebus, Autos sind Gott sei Dank nicht erlaubt.

Still ruht der See

Still ruht der See

Scott Genius

Trekkingräder hätten es heute auch getan, aber wenn man schon so tolle Mountainbkes hat …

Auf der Hornisgrinde, dem höchsten Berg des Nordschwarzwalds, herrscht eine typische Moorvegetation: fast baumlose Feuchtheide, ein paar verkrüppelte, kleinwüchsige Nadelgehölze, das wars. Bei klarem Wetter – hatten wir leider nicht – hat man einen phantastischer Ausblick über das Rheintal.

Grindenlandschaft

Typische karge Grindenlandschaft

Von der Hornisgrinde ging es dann gefühlt nur noch bergab. Dort wo sich im Winter die Skifahrer und Skilangläufer austoben – Unterstmatt – Hundseck – Mehliskopf – sind wir über teilweise extrem schottrige Waldwege runter gebrettert ins Tal zurück nach Gernsbach. Da es schon recht spät war, haben wir zwei beliebte Rastplätze leider auslassen müssen: Die  Rote Lache und die Nachtigall. Aber es gibt ja immer ein nächstes Mal.