Tag: Tandem

Reisevorbereitung für den Kaukasus

Die Reisevorbereitungen für unsere diesjährige 6-wöchige Tour nach Georgien, Aserbeidschan und Armenien sind jetzt abgeschlossen. Sie waren etwas umfangreicher als sonst.

  • Reisepass erneuert und Visum für Aserbeidschan für 190 €.
  • Flüge besorgt Dortmund – Kutaissi inklusive Tandem 677 €.

Die Impfungen sind abgeschlossen:

  • Tollwut
  • Hepatitis
  • Meningitis
  • Typhus
  • Sowie Malariatabletten

Alles zusammen ca. 550 € pro Person. Mal sehen was die Kasse so erstatten wird.

Bei unserer Ausrüstung wollten wir Gewicht und Volumen reduzieren. Deshalb haben wir unsere Fotoausrüstung mit zwei DSLR und 5 Objektive von Canon gegen DSLM und 4 Objektive von Olympus bzw. Samyang eingetauscht. Jetzt passen Objektive und Kameras in unsere Lenkertaschen. Ein Fortschritt! Wir sind allerdings noch dabei, uns mit den Kameras vertraut zu machen.




Tandem on Tour

In den nächsten paar Wochen werde ich auf dem Radel-Blog nicht nur selbst schreiben, sondern auch schreiben lassen. Fritz und Brigitte von Tandem on Tour haben sich bereit erklärt, an dieser Stelle über ihre nächste Reise zu berichten.

Fritz und Brigitte von Tandem on Tour (Foto: Tandem on Tour)

Wohin geht es? In den Kaukasus, genauer gesagt nach Georgien, Aserbeidschan und Armenien.

Ihr fahrbarer Untersatz? Ein Tandem!

Zwei Menschen, ein Team (…) Wir wollen für diese wunderbare Art zu reisen werben. Ein Tandem ist ideal um sicherzustellen, dass man zusammen ankommt – immer. Das gilt nicht nur für lange Touren, sondern auch für die Tagestour. Es gibt nur ein paar sportliche Aktivitäten, bei denen zwei Personen mit einem unterschiedlichen Leistungsniveau ein harmonisches Team bilden können. Tandemfahren ist eine davon.
In lockerer Folge werden die beiden Weltenbummler uns berichten, was es heißt, so eine Tour zu planen und durchzuführen. Ich bin jetzt schon gespannt und auch ein bisschen neidisch. Den Kaukasus per Tandem zu „erfahren“ ist doch was ganz anderes, als mit dem Trekkingrad den Weserradweg entlang zu pedalieren.



Fahrradwitze

Witzig?

Na, dann man prost!

Na, dann man prost!




Spezi 2015

Kinder, wie die Zeit vergeht! War ich nicht gerade auf der Spezi 2014? Kaum zu glauben, dass das schon wieder ein Jahr her sein soll.

Am 25. und 26. April findet in Germersheim zum 20. Mal die über die Landesgrenzen hinaus bekannte Spezialradmesse – kurz Spezi genannt – statt. Die Messehallen der pfälzischen Kleinstadt sind bis auf ein paar Plätze bereits ausgebucht. Die Aussteller kommen aus aller Herren Länder. Im letzten Jahr zeigten mehr als 100 Austeller aus 14 Ländern ein breites Spektrum Muskel- und Motor betriebener Fortbewegung auf einem, zwei, drei oder vier Rädern. Wenn man mal von „normalen“ Zweirädern absieht, findet man auf der Spezi einfach alles: Liegeräder, Dreiräder, Velomobile, Lastenräder, Falträder, Tandems, Reha-Mobile, Zubehör und vieles mehr.

Was einfach super ist in Germersheim, ist das große Freigelände, auf dem man fast alle Modelle ausgiebig ausprobieren kann. 

Als besonderer Höhepunkt ist 2015 eine Sonderausstellung im Touristen-Zentrum der Stadt geplant. Mit einem Potpourri von Rädern und Bildern soll die Atmosphäre der 1. Spezi 1996 wiedergegeben werden. Aussteller der ersten Stunde zeigen, wie sie parallel zur Spezi gewachsen sind.

Am Sonntag, den 26. April werden die beiden belgischen Rad-Artisten Riju und Juki von Che Cirque erwartet. Sie zeigen, was man mit Reifen und Rädern so alles anstellen kann. 

Fürs Jubiläumsjahr rechnet Spezi-Veranstalter Hardy Siebecke wieder mit mehr als 10.000 Besuchern aus dem In- und Ausland.

Wenn das Wetter Ende April mitspielt, erwarten wir ein Jubiläum mit Besucher- und Ausstellerrekorden. Besonders die drei Probeparcours – mit rund 200 Modellen zum Ausprobieren – bescheren uns viel Publikum, über 3.000 Gäste machen von den Parcours jedes Jahr regen Gebrauch.

Als weiteres Besuchermagnet wird außerdem das 3. Cargo-Bike-Rennen – ein nicht ganz ernst gemeintes Lastenradrennen mit mehr als 14 Teams – am Messe-Samstag viel Publikum anlocken. Abgerundet wird das Programm durch spannende Reisereportagen, Diashows und Vorträge rund ums Spezialrad.

Also, auf ihr Brüder in die Pfalz, ins beschauliche Germersheim!




MOOD-Tour in Karlsruhe

Letzte Woche hat die nach 2012 zum zweiten Mal stattfindende MOOD-Tour Station in Karlsruhe gemacht. Was will MOOD? MOOD will aufmerksam machen auf Menschen mit Depressionen. MOOD will sensibilisieren für die Problematik von Menschen, die in den Augen vieler gar nicht krank sind. „Ach, was der schon wieder hat. Der hat alles, der hat Familie und einen guten Beruf, der soll sich nicht so anstellen.“ Depressionen sieht man nicht wie einen gebrochenen Arm oder eine offene Wunde. Depressionen sind unsichtbar, meist diffus und lassen sich nicht mit ein paar Globulis oder einem Pflaster behandeln.

Die MOOD TOUR versteht sich als eine Anti-Stigma-Kampagne auf zwei Rädern

  • Depressive und Nichtdepressive rollen durch die ganze Republik, um auf die Problematik aufmerksam zu machen, eine schöne anti-depressive Zeit zu verbringen, Sport zu treiben und die Natur zu genießen.
  • Mitfahraktionen laden euch ein, mitzumachen und ein Zeichen zu setzen. Denn gemeinsam sind wir stark und finden Gehör bei den Medien.
  • Ca. 5 Millionen Menschen sind in Deutschland von der Krankheit direkt betroffen, rechnet man die Angehörigen mit dazu, kommt man auf eine viel höhere Zahl.

Die MOOD TOUR besteht aus einer Staffelfahrt und Mitfahr-Aktionen: Dutzende von Teilnehmern auf Tandems radeln durch die komplette Republik und laden in Dutzenden Städten Deutschlands die Bürger dazu ein, sich auf ihr Rad zu schwingen und mitzumachen. Umrahmt wird die Aktion durch Ausstellungen und Info-Veranstaltungen.

Nur wer über seine Depressionen sprechen kann, bekommt die Krankheit auch in den Griff.

So das Fazit einer der Hauptakteure am Freitag.

Dass Depressionen keine Launen oder Stimmungen sind, die von allein wieder weggehen, sondern eine ernstzunehmende Krankheit, die behandelt werden muss, hat sich einen Tag nach der Veranstaltung mit erschreckender Deutlichkeit auf dem Karlsruher Hauptbahnhof gezeigt. Der Selbstmord eines 53-Jährigen sorgte für Entsetzen unter den Reisenden. Der Mann stellte sich unmittelbar vor der Einfahrt eines ICE auf die Gleise, wurde vom Zug mitgeschleift und war laut Polizei sofort tot.

 




Spezi 2014

Gestern lud das Wetter nicht so wirklich zum Radfahren ein. Außerdem hatte ich mir nach den drei Mountainbike-Touren am Donnerstag, Freitag und Samstag auch eine regenerative Pause verdient. Also bin ich mit meinem Mann nach Germersheim zur diesjährigen Spezialradmesse Spezi 2014 gefahren. Schon an den am Wegesrand abgestellten Rädern der Besucher konnte man ablesen, dass die Spezi was für Fahrradfreaks ist, die das Außergewöhnliche suchen: Klappräder standen einträchtig neben Trikes, Liegerädern und selbstgebauten Klapprädern. Wer „normale“ Fahrräder, Mountainbikes, Tourenräder oder Rennräder suchte, der war auf der Spezi falsch, denn die Radmesse im pfälzischen Germersheim ist laut Veranstalter die wohl größte Spezialradmesse der Welt.

Ich war erstaunt, was es dort alles zu sehen gab:

Liegefahrräder mit 2 oder 3 Rädern

Sportives Liegerad

Sportives Liegerad

Velomobile (erinnern ein wenig an den Messerschmitt Kabinenroller)

Velomobil, getestet auf der Spezi 2014

Velomobil, getestet auf der Spezi 2014

Aber es gab noch vieles mehr zu bestaunen: Tandems (auch Janustandems, bei dem der Lenker und der Beifahrer Rücken an Rücken sitzen), Quadrocycles (Liegerad für 2 und 4 Personen) und ElliptiGos (eine Art Stepprad, von dem ich an anderer Stelle schon berichtet habe). Wer sich lieber kutschieren lassen wollte, der setzte sich in eine der vielen Rikschas, ließ sich auf einem Lastenrad herumfahren oder genoss den Trubel auf dem Conference-Bike.

Ich bin ja bekanntermaßen kein Freund von E-Bikes oder Pedelecs, aber das E-Rennrad der Firma Vivax könnte mich auch reizen, sei es auch nur um ambitionierte Rennradfahrer am Berg zu überholen, was sie ärgern würde, denn wer lässt sich schon gerne von einer Frau noch dazu von einer älteren Frau überholen.

Vivax Rennrad mit Antrieb im Sattelrohr

Vivax Rennrad mit Antrieb im Sattelrohr

Wenn man nicht wüsste, dass sich im Sattelrohr ein 200 Watt Antrieb befindet, würde man das E-Rennrad doch glatt für ein ganz „normales“ Rennrad halten. Das gleiche bietet die Firma natürlich auch als Mountainbike. Der Akku ist wie man sieht in einer herkömmlichen Satteltasche untergebracht. Abtrieb und Akku wiegen nicht mal 2 kg, so dass das Gesamtgewicht des Rennrades unter 10 kg liegt.

Alle Fahrzeuge waren nicht nur zu bestaunen, sondern konnten auf dem riesigen Testgelände, das sich durch einen großen Teil der Stadt zog, ausprobiert werden. Am besten hat mir das E-Bike und Pedelec Testgelände im Festungspark „Fronte Lamotte“ gefallen. Dort gibt es nämlich ein paar Steigungen, dass man auch testen konnte, wie sich so ein Bike mit eingebautem Rückenwind am Berg verhält.

Testgelände auf der Spezi 2014