Tag: Spike-Reifen

Neue Spikes für die Spikereifen

Ich fahre meine Spikereifen jetzt in der dritten Saison. Die äußere Reihe ist noch top, die beiden mittleren schon sehr abgefahren und ein paar Spikes sind bereits herausgefallen.

Abgenutzte Spikes auf den Spikereifen

Abgenutzte Spikes auf den Spikereifen

Wenn ihr auf das Bild klickt, könnt ihr gut erkennen, dass die äußeren Spikes noch ganz gut aussehen, während die in der Mitte mehr oder minder platt sind. Kein Wunder, denn bei Licht betrachtet fahre ich im Winter, wenn es geschneit hat oder glatt ist, nur morgens auf einer Schnee- / Eisdecke. Auf dem Heimweg abends ist die weiße Pracht in der Regel bereits geräumt. Da nutzen die Spikes natürlich schnell ab.

Ich habe mir jetzt Ersatzspikes besorgt, um die herausgefallenen Spikes zu ersetzen:

Ersatzspikes mit Werkzeug zum Einsetzen

Ersatzspikes mit Werkzeug zum Einsetzen




Der erste Frost – Zeit für Winterreifen

Letztes Wochenende konnte man noch mit kurzen Hosen und bei angenehmen Temperaturen durch golden gefärbte Wälder radeln, doch jetzt ist laut Wettervorhersage Schluss mit lustig. Die Aussichten sind eher frostig: Es ist mit glatten Straßen und sogar Schnee zu rechnen. Selbst für Karlsruhe haben die Meteorologen vor Bodenfrost gewarnt.

Die meisten Radfahrer motten nun ihre Räder ein und steigen um – aufs Auto oder Bus und Bahn. Ich nicht, denn ich bin ja Gott sei Dank stolze Besitzerin mehrerer Räder. Eins davon – das Crossrad – wird jetzt wieder mit Spikereifen ausgestattet, so dass ich für alle Witterungen gewappnet bin. Bei leichtem Schneefall und Eisglätte nehme ich dann wieder mein Crossrad für die tägliche Fahrt zur Arbeit, ansonsten wie gewohnt mein Trekkingrad.

Spikereifen

Spikereifen

Ich fahre die Spikereifen jetzt im dritten Jahr. Es fehlt noch kein einziger Spike. Aber den Spikes in der Mitte des Mantels sieht man eine gewisse Abnutzung schon an. Sie sind deutlicher abgefahren als die am Rand. Ich denke, dass ich mir spätestens nächstes Jahr ein neues Paar Winterreifen werde zulegen müssen.

 




Schnee in Karlsruhe

Des einen Freud ist des anderen Leid – die Kinder freuen sich über den ersten Schnee, bauen Schneemänner, machen Schneeballschlachten und holen ihre Schlitten raus, während wir Erwachsenen der weißen Pracht mit gemischten Gefühlen gegenüberstehen. Die Straßen sind rutschig, die Winterreifen womöglich noch nicht montiert und es ist kalt.

Ich habe schon im November vorgesorgt und mein Crossbike mit Spikereifen ausgerüstet. Ich dachte schon, dass das vergebliche Liebesmüh war, aber jetzt kommen sie wieder zum Einsatz.

Gestern haben sich die Winterreifen zum ersten Mal in diesem Jahr bewährt. Der abendliche Heimweg nach Grünwettersbach gestaltete sich nämlich als schwierig. Während im Stadtzentrum wenig bis kaum Schnee lag, hatten sich die Bergdörfer im Verlaufe des Tages in eine Winterlandschaft verwandelt. Was so ein paar Höhenmeter doch ausmachen. Die Straßen dorthin waren wie gewohnt von Schnee und Eis befreit, die Rad-/Gehwege aber nicht. Sie hatten Loipencharacter, waren also gut gespurt, aber mit „normalen“ Reifen eine Herausforderung. Gut, dass ich vorgesorgt hatte.

Was wäre wohl passiert, wenn ich mit meinem Rad auf die Straße gewechselt hätte, was mir durchaus erlaubt ist, wenn der Rad-/Gehweg nicht geräumt ist? Wäre man geduldig hinter mir hergetuckert oder hätte man mich laut hupend überholt, obwohl das an vielen Stellen gar nicht erlaubt ist?




1. Mai heißt Fahrrad fahren?

Es ist 1. Mai und es regnet. Die Wettervorhersage verspricht für heute auch keine Besserung. Das bedeutet, dass ich endlich mal das machen kann, was ich sonst am 1. Mai nie tun würde, nämlch Fahrrad fahren. Es gibt doch nichts besseres als schlechtes Wetter an einem Feiertag, denn schlechtes Wetter heißt freie Fahrt auf allen beliebten Radrouten rund um Karlsruhe. Wo sonst andere Radfahrer und Spaziergänger den Weg versperren, herrscht heute gähnende Leere. Man könnte sogar wagen an den Rhein runter zu fahren, um von dort über Germersheim nach Speyer zu radeln.

Doch für die meisten Menschen lädt so ein verregneter Tag nicht gerade zum Radfahren ein. Aber es gibt ja Alternativen rund ums Rad. Die macht man zwar nicht gerne, aber diese Arbeiten müssen auch mal erledigt werden. Irgendwann scheint ja schließlich auch mal wieder die Sonne:

  • Rad putzen
  • Rad warten
  • Winterreifen wechseln

Wer es lieber gemütlich mag, kann natürlich auch ein spannendes Buch lesen, den Tag vor dem Fernseher verbringen oder aufs Display seines Smartphones starren.




Schwalbe spendet 100 Buffalo-Bikes für Bildungsprojekte

Was haben Fahrräder mit Bildung zu tun? Auf den ersten Blick gar nichts, aber für viele Kinder in der Dritten Welt entscheidet der Besitz eines Fahrrads darüber, ob ein regelmäßiger Schulbesuch möglich ist oder nicht. Der Schulbesuch wiederum entscheidet darüber, ob ein Kind überhaupt eine Chance hat, dem Teufelskreis aus Armut und Krankheit zu entkommen. Ein Fahrrad verkürzt stundenlange Schulwege enorm und ermöglicht damit Zugang zu Bildung und Wohlstand.

World Bicycle Relief wurde vor 10 Jahren nach dem Tsunami im Indischen Ozean gegründet. Die Idee, die hinter der Organisation steht, ist einfach:

  • Mit dem Rad ist man drei Mal schneller als zu Fuß.
  • Mit dem Rad kann man in derselben Zeit vier Mal so weit fahren und hat dadurch Zugang zu Bildungseinrichtungen, Krankenhäusern, Märkten und Arbeitsplätzen, die einem sonst verschlossen wären.
  • Mit dem Fahrrad kann man fünf Mal so viel Lasten transportieren wie zu Fuß.

Ein Rad kann also den Unterschied ausmachen zwischen Armut und relativem Wohlstand.

Word Bicycle Relief ist heute in 13 Ländern in Afrika sowie in den Philippinen, Indonesien und Peru vertreten und hat insgesamt fast 200.000 Fahrräder an Menschen in Not ausgeliefert. Finanziert wurden diese Räder über Spenden aus aller Welt.

Gebaut wird das Buffalo-Bike in Afrika. Um den Zugang zu Wartung und Ersatzteilen sicherzustellen, werden vor Ort auch Zweiradmechaniker ausgebildet.

Ein Buffalo Bike muss extremen Belastungen standhalten: 23 Kilogramm schwer, ohne Gangschaltung und technischen Schnickschnack, mit Stahlrahmen und Rücktrittbremse und einer Ladefläche für bis zu 100 Kilogramm stellen sicher, dass das Buffalo-Bike auch auf Schotterpisten oder Sandwegen sicher von A nach B kommt.

THIS IS NOT A BIKE – it’s an engine for economic and cultural empowerment

Buffalo Bike - Tue Gutes und rede darüber

Buffalo Bike – robust und effizient

Tue Gutes und rede darüber. Bei Schwalbe selbst findet sich nur ein kurzer Presseartikel. Ich finde, darüber könnte man ruhig mehr reden bzw. schreiben, denn Schwalbe sollte Vorbild für viele Unternehmen sein.




Not macht erfinderisch – Winterreifen mittels Kabelbinder

Es hat geschneit und ihr könnt nicht mit dem Rad fahren, weil ihr keine Winterreifen habt? Diese Ausrede zählt nicht. Denn Winterreifen kann man sich auch selbst machen. Das einzige was ihr dazu braucht sind ausreichend Kabelbinder. Und so sieht das dann aus:

Spikereifen selbstgemacht

Spikereifen selbstgemacht

Wickelt die Kabelbinder in gleichmäßigen Abständen fest um den Reifen und schneidet die überflüssigen Enden ab. Das geht schnell, das ist günstig und es funktioniert. Ausprobiert haben das ein paar findige Leute aus Seattle. Dort schneit es anscheinend auch selten, wozu sich also Spikereifen anschaffen. Es kam dann natürlich das, was immer passiert, wenn man nicht damit rechnet, es schneite doch, der Schnee blieb liegen und es gab keine Spikereifen.

Die Kabelbinder bieten den nötigen Grip, den man im Schnee braucht, und sind dennoch flach genug, dass sie auf Asphalt nicht stören. Man kann damit mühelos beschleunigen, Kurven fahren und bremsen. Beim Anbringen der Kabelbinder muss man natürlich aufpassen, dass die Enden der Kabelbinder nicht am Schutzblech scheuern.

Es versteht sich hoffentlich von selbst, dass diese Notlösung nur etwas für Räder mit Scheiben- oder Trommelbremse ist. Auch für Räder mit Seitenläufer Dynamo ist diese Lösung nicht geeignet.




Spike-Reifen im Praxistest

Letztes Jahr konnte ich ja meine Spikereifen „nur“ bei Glatteis ausprobieren und war mit ihnen sehr zufrieden. Zur weißen Weihnacht hat es zwar auch jetzt nicht gereicht, aber pünktlich zum 3. Weihnachtstag hatte Petrus wenigstens ein Einsehen und Deutschlands Süden eine weiße Hülle verpasst. Somit konnte ich zwischen den Jahren austesten, wie sich die Spike-Reifen auf Schnee und Schneematsch verhalten.

  • Im Tiefschnee
    Tiefschnee fahren mit Spikereifen ist so, als wolltet ihr im Mullersand Rad fahren. Da kommt auch der beste Spikereifen bzw. der trainierteste Radfahrer an seine Grenzen.Tiefschnee fahren bedarf Kraft, Ausdauer, Konzentration und gutes Gleichgewichtsgefühl. Spike-Reifen sind für Tiefschnee einfach viel zu schmal und nicht grobstollig genug. Da ist man besser beraten, wenn man für dieses Terrain ein Mountainbike oder einem Fatbike wählt.
  • Auf festgefahrener Schneedecke
    Auf festgefahrener Schneedecke sind Spikereifen ein Genuss. Kein Rutschen, kein Durchdrehen und kein Schlingern, man kann volle Pulle über die weiße Pracht heizen und selbst Vollbremsungen machen Spaß. Selbst wenn man dabei leicht ins Rutschen kommt, hat man nie das Gefühl sein Rad nicht mehr im Griff zu haben.
  • Auf Eis
    Auf eisglatter, ebener Fahrbahn bieten Spikereifen genügend Grip, dass man sicher auf zwei Rädern ans Ziel kommt. Bergab sollte man trotzdem extrem langsam fahren und sich nicht überschätzen. Bergauf würde man ohne Spikereifen auf eisglatter Fahrbahn gar nicht erst vorankommen. Vorsicht ist geboten beim Bremsen und in den Kurven, aber das versteht sich eigentlich von selbst.
  • Auf sulzigem Schneematsch
    Ich war überrascht, wie stark ich auf sulzigem Schneematsch ins Schlingern geraten bin. Ungeübte Fahrer wären bei diesem Untergrund entweder abgestiegen oder vielleicht sogar gestürzt. Auch mit Spikereifen braucht es eine gehörige Portion Fahrgefühl, um sich durch ca. 10 cm Schneesulze zu pflügen, wenn der Boden noch halbgefroren ist, der Matsch darüber aber von Reifen- und Fußspuren durchzogen ist.
Marathon Winterreifen von Schwalbe

Marathon Winterreifen von Schwalbe

Bisher habe ich noch keine Stahlstifte verloren. Der Marathon Winterreifen von Schwalbe, hält, was der Hersteller verspricht: Kontrolle auf eisglatter Straße und Sicherheit bei Schnee und Schneematsch. Selbst bei extremer Kurvenlage und heftigen Bremsmanövern sind die Spike-Reifen von Schwalbe gut beherrschbar. Pumpt die Reifen nicht zu arg auf. Beim Mindestdruck greifen die Spikes nämlich am besten. Der Maximaldruck reduziert allerdings die Laufgeräusche auf freier Straße.




Mein erstes Mal – mit Spike-Reifen

Es ist Winter und die Wettervorhersage verheißt nichts Gutes: es soll schneien. Um drohendem Frust und schlechter Laune vorzubeugen, hat mein Mann sich geopfert, oder besser gesagt er hat sein Rad geopfert. „Schau was ich gemacht habe: Ta dah, ich habe auf meinem Trekkingrad Spike-Reifen aufgezogen, damit du ab jetzt auch mit dem Rad zur Arbeit fahren kannst, wenn es geschneit hat.“  Ist er nicht ein Schatz! Vor dem Kauf der Spikereifen hatte mein Mann sich schlau gemacht. In der November / Dezember Ausgabe des Fahrradmagazins Trekkingbike waren diverse Spike-Reifen getestet worden. Gut abgeschnitten hatte u.a. der Winterreifen der Firma Schwalbe. Da all unsere Räder mit „unplattbaren“ Reifen dieser Firma ausgerüstet sind und wir nur gute Erfahrungen gemacht haben, hat sich mein Mann für den Schwalbe Marathon Winter entschieden. Dieser Reifen hat insgesamt 240 Stahlstifte, die in 4 Reihen angeordnet sind. Jeder einzelne Stift wird per Hand eingesetzt. Das erklärt natürlich, warum Spike-Reifen deutlich teurer sind als „normale“ Reifen.

„Mein“ Winterrad für Schnee und Eis