Leute wie ich, die mit einem „stink normalen“ Trekkingrad zur Spezialradmesse (SPEZI) nach Germersheim fahren, sind im Grunde die wahren Exoten unter all den Velomobilisten, Liegerad-, Trike-, Lasten- oder Rikschahfahrern. Eigentlich müsste man gar keinen Eintritt bezahlen, wenn man die neusten Modelle des Spezialradsektors bestaunen wollte. Denn die Neuheiten in den drei Messehallen und auf dem Außengelände sind nicht der einzige Grund, warum so viele Radbegeisterte seit über 20 Jahren immer am letzten Wochenende im April nach Germersheim pilgern. Mindestens genauso wichtig ist das Sehen und Gesehen werden, das Fachsimpeln, das sich Austauschen mit Gleichgesinnten. Von daher gibt es außerhalb der Messe genauso viel zu sehen wie darin. Das macht nicht zuletzt auch den Reiz der SPEZI aus.

Es gibt wohl kaum eine Messe, auf der es auch lange nach Beginn zwar noch ausreichend PKW Parkplätze gibt, man aber kaum noch freie Abstellmöglichkeiten an Laternen, Absperrgittern oder Zäunen findet. Wer sein Rad in Messenähe an einen festen Gegenstand anschließen will, muss früh anreisen.