Tag: Radweg

Bild der Woche

Einfach mal Gras drüber wachsen lassen. Noch ein paar Tage und die Natur hat sich ihr Reich zurückerobert. So mutiert der Radweg zum Single Trail. Irgenwie schon schizophren, wenn gleichzeitig bei uns im Wald für Radfahrer die 2-Meter-Regel gilt.

Radweg Neureuter Straße

 


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Bild der Woche

Symbolbild für die Baustellen-Hauptstadt Karlsruhe?

Nein, dies ist kein Symbolbild! Dieser Schilderwald steht in der Günther-Klotz-Anlage und ist hoffentlich nur ein Intermezzo. Bis auf eine Ausnahme hat bisher nicht einmal die Verlegung der Fernwärmeleitung dazu geführt, dass die Radwege direkt an der Alb gesperrt wurden. Im Gegenteil, es wurde immer erst ein neuer provisorischer, aber dennoch tadelloser Radweg angelegt, bevor man den alten abgerissen hat, um darunter die Rohre zu verlegen. Selbst an die Straßenbeleuchtung hat man gedacht.

Ich muss gestehen, dass mich das die letzten beiden Jahre mächtig beeindruckt hat. So lange ziehen sich die Bauarbeiten jetzt schon. Aber der Radverkehr hat darunter nicht gelitten. Und selbst am Bulacher Loch – wo der Radweg eigentlich ein kurzes Stück gesperrt war – ist sozusagen über Nacht eine Art geduldeter „Wildwechsel“ für Radfahrer und Jogger entstanden. Dieser allerdings ohne Zutun der Stadt, den Wildwechsel haben wir uns selbst erradelt 🙂

 




Schulterblick als Lebensretter

Im Mai haben die Stadtväter die aktuellen Pläne und Zahlen zum Thema Stadtentwicklung und Verkehr veröffentlicht. Neben den Themen Radschnellwege, fahrradgerechte Baustellenführung und der Notwendigkeit zusätzlicher Fahrradabstellplätze wurden die neusten Unfallzahlen bekanntgeben. Man könne zwar keinen Rückgang bei Unfällen mit schwer verletzten Radfahrern verzeichnen, aber die Unfallzahlen insgesamt seien in etwa auf Vorjahresniveau. Da sich aber der Anteil der Radfahrer unter den Verkehrsteilnehmern verglichen zum Vorjahr deutlich erhöht habe, könne man sagen, dass die Situation für Radfahrer sicherer geworden sei. Woher diese Zahlen zum Radverkehrsanteil kommen, weiß ich nicht. Auch Thomas hat auf seinem Blog bereits kritisch angemerkt, dass es dazu eigentlich gar keine exakten Daten gibt.

Wir haben uns das Ziel gesetzt, die Unfallzahlen mit schwerverletzten Radfahrern bis 2020 um 25 Prozent zu senken

so Bürgermeister Michael Obert. Das ist natürlich löblich. Jetzt müssen den Worten nur noch Taten folgen. Die Stadt sorgt für die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer, indem sie die dafür notwendige Infrastruktur zur Verfügung stellt. Die nützt aber nur wenig, wenn sich die Verkehrsteilnehmer nicht an ein paar simple Regeln halten.

Ich möchte in diesem Zusammenhang an die Kampagne DANKE! Für Ihren Schulterblick erinnern, mit der Autofahrer zu mehr Achtsamkeit im Straßenverkehr aufgefordert werden. Hauptunfallursache bei Unfällen zwischen Radlern und Autofahrern sind leider nach wie vor Abbiegefehler. Ein Schulterblick beim Rechtsabbiegen kann Leben retten.

Doch selbst wenn man den Schulterblick übt, heißt das ja noch lange nicht, dass der Lenker des Fahrzeugs auch stoppt, wenn er einen vorfahrtsberechtigten Radfahrer rechts von sich bemerkt.

Gestern Nachmittag wäre es beinahe zu so einem Abbiegefehler gekommen. Der Busfahrer der Linie 24 wollte um genau 17 Uhr von der Tiefentalstraße rechts abbiegen in die Straße des Roten Kreuzes. Ich fuhr auf dem brandneuen Radweg rechts von ihm und wollte nach Hohenwettersbach, d.h. ich war vorfahrtsberechtigt.

Radfahrer haben hier Vorfahrt

Der Busfahrer hat mich genau gesehen, dachte wahrscheinlich aber „das schaffe ich noch“. Fatalerweise kam aber von oben aus Hohenwettersbach ein Radfahrer und wollte zum Zündhütle. Den hatte der Busfahrer überhaupt nicht auf dem Schirm. Erst als der Bus schon halb auf dem Radweg stand, bemerkte er den Radfahrer und konnte gerade noch zum Stehen kommen. Wenn der Radfahrer aber nicht schon vorher eine Vollbremsung hingelegt hätte, wäre es zum Crash gekommen. Diese Einmündung gehört noch zusätzlich abgesichert. Regeln kennen heißt noch lange nicht, dass sie auch eingehalten werden. Ich hoffe, dass diese Stelle nicht erst zu einem Unfallschwerpunkt werden muss, bis man hier durch zusätzliche Schilder (abknickende Vorfahrt, Achtung: Radfahrer) auf die neue Verkehrsführung hinweist.




NaturRADtour Karlsruhe

Morgen früh wird die neue  NaturRADtour Karlsruhe offiziell ihrer Bestimmung übergeben. Falls ihr noch nichts vorhabt, die Einweihungstour startet um 10 Uhr am Großherzog-Karl-Friedrich-Denkmal vor dem Schloss. Die Radrundstrecke verläuft um den Stadtkern herum, führt durch acht Naturschutzgebiete und zeigt eindrucksvoll, dass Karlsruhe eine Stadt im Grünen ist.

Diese Blätter zeigen euch den Weg

Ich wollte nicht so lange warten und bin die 42 Kilometer lange Radtour heute schon mal abgefahren. Offiziell ist Start und Ziel zwar am Schloss, aber bei einer Rundstrecke kann man natürlich auch an einer beliebigen Stelle einsteigen. Ich war neugierig auf die Strecke und die Beschilderung. Würde ich mich verfahren? Um es vorwegzunehmen, ja zweimal bin ich von der Strecke abgekommen, und zwar in Rintheim und am Hafen. Das lag aber nicht an der Beschilderung, sondern an meiner Interpretation. Doch beim Radfahren ist ja sowieso der Weg das Ziel.




Radweg in die Bergdörfer (2)

Wenn ich letzte Woche gedacht hatte, dass die Arbeiten am Radweg abgeschlossen sind, habe ich mich geirrt. Es hat sich noch einiges getan – zum Guten und zum – sagen wir mal – nicht so Guten.

Auf der Einmündung in die Albert-Einstein-Straße ist der Radweg nun deutlich markiert. Die Fahrrad-Piktogramme werden folgen. Ob der Spiegel vis à vis von der Ausfahrt den Autofahrern einen guten Blick nach rechts auf den Radweg oder nur auf die Straße gewährt, kann ich nicht beurteilen. Aber zumindest steht dort schon mal ein Spiegel.




Radweg in die Bergdörfer (1)

Das Warten hat sich gelohnt, der neue gut vier Meter breite Rad-/Gehweg in die Höhenstadtteile von Karlsruhe ist fertiggestellt. Bis auf zwei Tage hatten wir Radfahrer während der gesamten Bauphase freie Fahrt, während der Autoverkehr einspurig mit Ampelschaltung an der Baustelle vorbeigeführt wurde.

Die Stadt Karlsruhe hat tief in die Tasche gegriffen. An mehreren Stellen musste der Hang abgegraben werden und zwei gigantische Stützmauern sollen sicherstellen, dass kein Geröll auf den Radweg bzw. die Straße fällt.

Von Hohenwettersbach kommend sieht das Ganze jetzt so aus. Am Ortsende bei den letzten Häusern wechselt man an der Verkehrsinsel von der Straße nach links auf den Rad-/Gehweg.

Fahrbahnwechsel am Ortsausgang

Danach quert man die Straße, die in die Bergwaldsiedlung führt. An dieser Stelle sollte jetzt auch dem letzten Autofahrer klar sein, dass hier Radfahrer kreuzen.

Roter Radweg mit neuen Piktogrammen




Gehweg-Radler

Radfahren auf dem Gehweg? Das ist keine gute Idee, zumal wenn es einen Radweg gibt! Das findet auch die Stadt Neckarsteinach und hat dies über dem Gehwegschild noch mal unmissverständlich verdeutlicht. Wer lesen kann, ist wieder mal klar im Vorteil.

Gehweg – Vernünftige fahren hier nicht mit dem Rad. Anderen ist es verboten.




Spurwechsel – Umfrage der TU Dresden

Ein Student der Uni Hamburg führt derzeit in Kooperation mit der TU Dresden eine Online-Umfrage zu innerörtlichen Radverkehrsstrukturen durch. Um Falschparker geht es darin zwar nur am Rande, aber auch sie haben einen entscheidenden Einfluss darauf, ob wir lieber auf Radwegen (auf gleicher Höhe mit dem Gehweg und durch einen Bordstein o.ä. von der Fahrbahn abgetrennt) oder Radfahrstreifen (auf der Fahrbahn durch eine dicke durchgezogene Linie kenntlich gemacht) fahren.

Diese Situation kennen wir alle – Falschparker auf dem Radfahrstreifen. Man muss als Radfahrer nach links auf die Straße ausweichen, was nicht nur uns nervt, sondern auch die Autofahrer, weil sie dann ebenfalls ausweichen oder langsamer fahren müssen.

Radfahrstreifen mit Falschparker




Radfahrstreifen – gut gemeint, aber oft gefährlich

Verglichen mit anderen Städten Deutschlands hat Karlsruhe ein imposantes und ständig wachsendes Radwegenetz. Aber auch bei uns ist natürlich nicht alles Gold was glänzt. Viele Radwege sind Stückwerk, zwar gut gemeint, aber leider oft nur das Gegenteil von gut gemacht. Man sieht ihnen einfach an, dass die Stadtväter bemüht waren, es möglichst allen recht zu machen – den Autofahrern, den Geschäftsleuten und den Radfahrern. Leider ist das Endergebnis dann für Radfahrer suboptimal bzw. gefährlich.

Nehmen wir die Karlstraße. Hier wurde der Radweg im Zuge von Straßenbauarbeiten beidseitig neu angelegt. Wenn man von der Ebertstraße in Richtung Innenstadt fährt, ist der Radweg durchgängig befahrbar bis knapp vor der Kriegstraße. Leider ist er nur zu Anfang breit und links mit einem dicken fetten weißen Strich von der Fahrbahn gut sichtbar getrennt. Die erste Hürde kommt am Kolpingplatz. Dort befindet sich eine Straßenbahnhaltestelle, die man als Radfahrer rechts umfahren muss. Fußgänger, die zur Straßenbahn wollen, scheinen aber nicht zu wissen, dass es sich hier um einen Radweg handelt. Die meisten queren ihn ohne nach links zu schauen. Ab der Jollystraße verjüngt sich der Radweg, so dass man beim Überholen langsamerer Radfahrer auf die Straße ausweichen muss. Kurz vor der Kriegstraße ist er dann urplötzlich komplett verschwunden, weil man hier eine zusätzliche Spur für rechtsabbiegenden PKW eingerichtet hat.

Anders sieht es aus, wenn man von der Stadt in Richtung Ebertstraße fährt. Hier haben die Stadtväter anscheinend Angst vor ihrer eigenen Courage gehabt. Alle Nase lang mündet der Radweg entweder ohne Vorankündigung oder mit einem kleinen „Auslauf“ in einen Parkstreifen. Das ist so unübersichtlich, dass ich es an bestimmten Stellen Autofahrern nicht mal übelnehmen kann, wenn sie hier auf dem Radweg parken.

Zwei Meter weiter stünde der Lieferwagen zumindest mal nicht mehr im absoluten Halteverbot.

Wo hört der Radweg auf, wo fängt der Park- /Haltestreifen an?




Gut gemeint ist oft das Gegenteil von gut gemacht

Jeden Abend frage ich mich hier (Neureuter Straße in Karlsruhe), wer diesen „Radweg“ angelegt hat, zumal die PKWs hier in der Regel noch dichter am oder direkt auf dem Radweg parken.

Wenn ein Radweg direkt in den Parkstreifen mündet, dann wurde er bestimmt nicht von einem Radfahrer konzipiert. Deshalb benutzt ihn auch niemand. Man hätte sich die Piktogramme und die bauliche Abgrenzung sparen können.