Schlagwort: Radweg

KA-Feedback im Test

Vor ein paar Tagen habe ich über den unsäglichen Radweg entlang der Michelin Reifenwerke berichtet. Boris fragte mich daraufhin, ob ich denn schon Widerspruch gegen die Anordnung der Radwegbenutzungspflicht eingelegt habe. Ehrlich gesagt wusste ich gar nicht, dass ich das kann. Wenn auf einem Radweg kein Platz ist, weiche ich einfach dahin aus, wo Platz ist und denke mir meinen Teil. Gefahrenstellen, wie z.B. Scherben auf auf dem Radweg oder Überflutungen, habe ich zwar schon gemeldet, aber widersinnige Beschilderungen und Wegmarkierungen noch nicht. Da der besagte Radweg innerhalb der Stadtgrenzen verläuft, nehme ich mal an, dass die Stadt auch dafür zuständig ist. Wir haben in Karlsruhe ein Online-Portal, das nennt sich KA-Feedback. Über dieses Portal können wir der Stadt mitteilen, wo wir eine Verunreinigung, eine Gefahrenstelle oder eine falsche bzw. irreführende Beschilderung festgestellt haben.

Geben Sie uns Feedback, damit wir uns kümmern können.

Letzten Freitag habe ich mein „Feedback“ gegeben. Ich habe mein Anliegen kurz geschildert und mit einem aussagekräftigen Foto verdeutlicht.




Ertappt

Ich hätte ja nie gedacht, dass ich auch in Karlsruhe mal auf veraltete Verkehrsschilder stoßen würde. Das kenne ich eigentlich nur aus Norddeutschland.

Früher war mehr Licht und auch mehr Farbe

Ich fahre seit Jahren jeden Tag zweimal daran vorbei und es ist mir erst jetzt aufgefallen, dass beide Schilder veraltet sind und eigentlich durch neue ersetzt gehören. Da sieht man mal wieder, wie blind man durch die Gegend fährt.




Nobodykehrs

Es ist Herbst und die Blätter fallen. Auf der Straße werden sie von den PKWs durch den Fahrtwind beiseite gewirbelt an den Fahrbahnrand oder auf den neben der Straße verlaufenden Geh-/Radweg.

Auf Twitter und Instagram werden Geh-/Radwege, die nicht regelmäßig vom Laub befreit werden, mit dem Hashtag #nobodykehrs angeprangert. Doch wann muss wer wie oft kehren? Der Radweg oben verläuft innerhalb  einer geschlossenen Ortschaft. Hier müssen in der Regel die jeweiligen Grundstückseigentümer den Weg vom Laub befreien. Da aber im Herbst witterungsbedingt ständig Laub fällt, wird von niemandem erwartet, dass er stets Besen bei Fuß neben dem Weg steht und jedes Blatt einzeln entfernt.

Eine Reinigung der Wege kann nur im Rahmen des Zumutbaren verlangt werden




Die einen nennen es Radweg …

… ich nenne das gefährlich. Was ihr hier seht, ist nicht etwa eine Einbahnstraße, sondern eine Straße, die in beiden Richtungen befahren wird. Sie führt quer durch die City einer kleinen Kreisstadt im Norden der Republik. Die max. Geschwindigkeit ist auf 20 km/h begrenzt. Links und rechts von dieser Straße verlaufen sogenannte Radwege. Rechts von diesen „Radwegen“ sind Parkplätze. Ich habe meinen Augen nicht getraut. Eine Stadt, die gerade groß in der Presse war, weil sie beim Stadtradeln extrem viele Radler mobilisieren konnte, hat so eine Hauptverkehrsader mitten durch die Innenstadt? Wie passt das zusammen? Bin ich schon zu verwöhnt? Jammern wir in Karlsruhe auf hohem Niveau?

Für mich ist ein Radweg, der schmaler ist als der Lenker meines Mountainbikes, kein Radweg mehr.

Hier dieselbe Straße etwa hundert Meter weiter:




Mit dem Faltrad in Kiel

Das Rad ist das mit Abstand beste Fortbewegungsmittel, um eine fremde Stadt zu erkunden. Man ist mobil, flexibel und kann jederzeit spontan Halt machen, wo es einem gefällt. Stau und Parkplatzsuche sind Fremdwörter für Radfahrer. Ich habe das Faltrad für mein verlängertes Wochenende gewählt, weil es in mein kleines Auto passt. Ich hätte natürlich auch mit dem Zug von Karlsruhe nach Kiel fahren können, das ist normalerweise schneller und stressfreier, aber Sturm Xavier hat mir einen Strich durch die Rechnung gemacht. Außerdem brauchte mein Fiat 500 (3 Jahre alt, 6200 km gefahren) ein wenig Auslauf. Wieso ich ein Auto habe? Ehrlich gesagt, weiß ich das selbst nicht mehr, aber das steht auf einem anderen Blatt.

Vier Tage Kiel per Rad und zu Fuß, hier meine Eindrücke:

Das Wetter war abgesehen vom Sonntag zwar nicht so strahlend schön wie im Rest der Republik, aber zumindest hat es nicht nonstop geregnet. Mit anderen Worten: it could have been worse!

Die Radwegsbeschilderung in Kiel ist gut, man müsste sie nur lesen können.

Verdreckte und kaum lesbare Radweg Schilder




Was macht eigentlich …

… der Radweg zwischen Hellwege und Sottrum, sprich die Anbindung an den Wümme-Radweg? Ostern hatte ich über den desolaten Zustand dieses Radweges berichtet. Hier ein Foto zur Erinnerung:

Aus alt …

Zu meiner großen Freude wurde der Radweg jetzt komplett saniert. Böse Zungen behaupten zwar, dass das an der bevorstehenden Landtagswahl in Niedersachsen liegen könnte, aber das glaube ich weniger. Zum einen dauert das Genehmigungsverfahren für solch eine Sanierung immer eine gefühlte Ewigkeit, zum anderen konnte ja niemand wissen, dass die Landtagswahlen vorgezogen werden.




Bild der Woche

Einfach mal Gras drüber wachsen lassen. Noch ein paar Tage und die Natur hat sich ihr Reich zurückerobert. So mutiert der Radweg zum Single Trail. Irgenwie schon schizophren, wenn gleichzeitig bei uns im Wald für Radfahrer die 2-Meter-Regel gilt.

Radweg Neureuter Straße

 


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Bild der Woche

Symbolbild für die Baustellen-Hauptstadt Karlsruhe?

Nein, dies ist kein Symbolbild! Dieser Schilderwald steht in der Günther-Klotz-Anlage und ist hoffentlich nur ein Intermezzo. Bis auf eine Ausnahme hat bisher nicht einmal die Verlegung der Fernwärmeleitung dazu geführt, dass die Radwege direkt an der Alb gesperrt wurden. Im Gegenteil, es wurde immer erst ein neuer provisorischer, aber dennoch tadelloser Radweg angelegt, bevor man den alten abgerissen hat, um darunter die Rohre zu verlegen. Selbst an die Straßenbeleuchtung hat man gedacht.

Ich muss gestehen, dass mich das die letzten beiden Jahre mächtig beeindruckt hat. So lange ziehen sich die Bauarbeiten jetzt schon. Aber der Radverkehr hat darunter nicht gelitten. Und selbst am Bulacher Loch – wo der Radweg eigentlich ein kurzes Stück gesperrt war – ist sozusagen über Nacht eine Art geduldeter „Wildwechsel“ für Radfahrer und Jogger entstanden. Dieser allerdings ohne Zutun der Stadt, den Wildwechsel haben wir uns selbst erradelt 🙂

 




Schulterblick als Lebensretter

Im Mai haben die Stadtväter die aktuellen Pläne und Zahlen zum Thema Stadtentwicklung und Verkehr veröffentlicht. Neben den Themen Radschnellwege, fahrradgerechte Baustellenführung und der Notwendigkeit zusätzlicher Fahrradabstellplätze wurden die neusten Unfallzahlen bekanntgeben. Man könne zwar keinen Rückgang bei Unfällen mit schwer verletzten Radfahrern verzeichnen, aber die Unfallzahlen insgesamt seien in etwa auf Vorjahresniveau. Da sich aber der Anteil der Radfahrer unter den Verkehrsteilnehmern verglichen zum Vorjahr deutlich erhöht habe, könne man sagen, dass die Situation für Radfahrer sicherer geworden sei. Woher diese Zahlen zum Radverkehrsanteil kommen, weiß ich nicht. Auch Thomas hat auf seinem Blog bereits kritisch angemerkt, dass es dazu eigentlich gar keine exakten Daten gibt.

Wir haben uns das Ziel gesetzt, die Unfallzahlen mit schwerverletzten Radfahrern bis 2020 um 25 Prozent zu senken

so Bürgermeister Michael Obert. Das ist natürlich löblich. Jetzt müssen den Worten nur noch Taten folgen. Die Stadt sorgt für die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer, indem sie die dafür notwendige Infrastruktur zur Verfügung stellt. Die nützt aber nur wenig, wenn sich die Verkehrsteilnehmer nicht an ein paar simple Regeln halten.

Ich möchte in diesem Zusammenhang an die Kampagne DANKE! Für Ihren Schulterblick erinnern, mit der Autofahrer zu mehr Achtsamkeit im Straßenverkehr aufgefordert werden. Hauptunfallursache bei Unfällen zwischen Radlern und Autofahrern sind leider nach wie vor Abbiegefehler. Ein Schulterblick beim Rechtsabbiegen kann Leben retten.

Doch selbst wenn man den Schulterblick übt, heißt das ja noch lange nicht, dass der Lenker des Fahrzeugs auch stoppt, wenn er einen vorfahrtsberechtigten Radfahrer rechts von sich bemerkt.

Gestern Nachmittag wäre es beinahe zu so einem Abbiegefehler gekommen. Der Busfahrer der Linie 24 wollte um genau 17 Uhr von der Tiefentalstraße rechts abbiegen in die Straße des Roten Kreuzes. Ich fuhr auf dem brandneuen Radweg rechts von ihm und wollte nach Hohenwettersbach, d.h. ich war vorfahrtsberechtigt.

Radfahrer haben hier Vorfahrt

Der Busfahrer hat mich genau gesehen, dachte wahrscheinlich aber „das schaffe ich noch“. Fatalerweise kam aber von oben aus Hohenwettersbach ein Radfahrer und wollte zum Zündhütle. Den hatte der Busfahrer überhaupt nicht auf dem Schirm. Erst als der Bus schon halb auf dem Radweg stand, bemerkte er den Radfahrer und konnte gerade noch zum Stehen kommen. Wenn der Radfahrer aber nicht schon vorher eine Vollbremsung hingelegt hätte, wäre es zum Crash gekommen. Diese Einmündung gehört noch zusätzlich abgesichert. Regeln kennen heißt noch lange nicht, dass sie auch eingehalten werden. Ich hoffe, dass diese Stelle nicht erst zu einem Unfallschwerpunkt werden muss, bis man hier durch zusätzliche Schilder (abknickende Vorfahrt, Achtung: Radfahrer) auf die neue Verkehrsführung hinweist.




NaturRADtour Karlsruhe

Morgen früh wird die neue  NaturRADtour Karlsruhe offiziell ihrer Bestimmung übergeben. Falls ihr noch nichts vorhabt, die Einweihungstour startet um 10 Uhr am Großherzog-Karl-Friedrich-Denkmal vor dem Schloss. Die Radrundstrecke verläuft um den Stadtkern herum, führt durch acht Naturschutzgebiete und zeigt eindrucksvoll, dass Karlsruhe eine Stadt im Grünen ist.

Diese Blätter zeigen euch den Weg

Ich wollte nicht so lange warten und bin die 42 Kilometer lange Radtour heute schon mal abgefahren. Offiziell ist Start und Ziel zwar am Schloss, aber bei einer Rundstrecke kann man natürlich auch an einer beliebigen Stelle einsteigen. Ich war neugierig auf die Strecke und die Beschilderung. Würde ich mich verfahren? Um es vorwegzunehmen, ja zweimal bin ich von der Strecke abgekommen, und zwar in Rintheim und am Hafen. Das lag aber nicht an der Beschilderung, sondern an meiner Interpretation. Doch beim Radfahren ist ja sowieso der Weg das Ziel.