Schlagwort: Radweg

Achtung Gänse

Mit Gänsen ist nicht zu spaßen, zumal wenn die Alten ihren Nachwuchs bewachen. Davon können die Karlsruher Mountainbiker, die über den Hedwigshof zum Strommasten-Downhill fahren, sicherlich ein Lied singen. Ich bin an der Stelle eine meiner schnellsten Zeiten gelaufen, als mich mal eine Gans verfolgt hat.

Samstag haben mich die aggressiven Biester angegiftet, als ich an ihnen auf dem Weg zur SPEZI in Germersheim etwa zwei Kilometer vor der Rheinbrücke (Höhe Knielingen) vorbeifahren wollte. Ich hätte ja zu gern die knuddeligen nur aus Flaum zu bestehenden Küken fotografiert, aber daran war angesichts des weit aufgerissenen Schnabels eines wachsamen Elternteils gar nicht denken. So konnte ich nur mit der GoPro beim Vorbeifahren ein paar Schnappschüsse einfangen.

 

Heute am 1. Mai sind viele Familien per Rad unterwegs zum Rhein. Passt auf, wenn ihr diese Stelle passiert. Denn wie gesagt, mit Gänsen ist nicht zu Spaßen.




Radinfrastruktur – Leuchtturmprojekte für Karlsruhe

Gestern habe ich über das Verkehrspolitische Programm des ADFC Karlsruhe berichtet, das in einer Entwurfsfassung vorliegt und wenn es nach dem ADFC geht bei der nächsten Fortschreibung des 20-Punkte-Programms zur Förderung des Radverkehrs in Karlsruhe mit einfließen soll. Unter dem Abschnitt „Infrastruktur“ geht es u.a. um Groß- und Leuchtturmprojekte für Karlsruhe. Bis 2025 sollen mindestens drei solcher Leuchttumprojekte verwirklicht werden. Als Beispiel wird eine wegen ihrer Form Schlange genannte Brücke nur für Radfahrer genannt, die 2014 in Kopenhagen fertiggestellt wurde. Der ADFC verweist in diesem Zusammenhang auf die schlechte Anbindung des Rheinhafens für Radfahrer und könnte sich so ein Leuchtturmprojekt dort vorstellen.

Ich hätte da ja einen weiteren Vorschlag, nämlich den Aus- / Umbau der Fußgängerbrücke am Rüppurrer Schloss. Derzeit müssen Radfahrer absteigen und schieben, wenn sie die Brücke zur Querung der Ettlinger Allee/ Herrenalber Straße benutzen wollen. Da ziehen es die meisten Radfahrer vor, an der Ampel zu warten, um die Kreuzung fahrend zu überqueren. Morgens vor Schulbeginn und nachmittags nach Schulende reicht eine Grünphase in der Regel nicht aus, um alle an der Ampel wartenden Schüler sicher über die Kreuzung zu bringen. Wenn man Pech hat und eine Straßenbahn kommt, fällt eine Grünphase dann auch schon mal aus.




Ist das Kunst oder kann das weg?

Wer plant so etwas? Radfahrer sicherlich nicht! Ein Radweg – hier sogar ein Zweirichtungsradweg – der abrupt in Parkplätze mündet, ist bestenfalls ein Witz und schlimmstenfalls gefährlich. Diesen „Radweg“ benutzt daher sowieso niemand. Alltagsradler fahren hier gleich mittig auf der Straße, damit kein Autofahrer auf die Idee kommt zu überholen, obwohl dafür aufgrund der rechts parkenden Fahrzeuge kein Platz ist. Ängstliche Radfahrer benutzen leider den Gehweg, was nicht im Sinne des Erfinders ist.

Diese Straße verläuft parallel zur Neureuter Straße (B36) in Richtung Siemens Allee / Gablonzer Straße. Baulich bietet sie also ähnliche Voraussetzungen wie die im vergangenen Jahr neu ausgewiesene Fahrradstraße in der Kaiserallee. Um herauszufinden, ob die anderen Voraussetzungen (Radverkehr die vorherrschende Verkehrsart, der motorisierte Verkehr weniger als 3000 Fahrzeuge/Tag)  auch erfüllt wären, müsste man allerdings eine Verkehrszählung durchführen.

Eigentlich bin ich ja nur ein passives ADFC Mitglied – eine sogenannte Karteileiche. Aber vielleicht sollte ich doch an der nächsten ADFC Mitgliederversammlung teilnehmen, um in Erfahrung zu bringen, wie die Vorgehensweise ist, wenn man den Stadtvätern eine Straße als potentielle Fahrradstraße vorschlagen möchte.




Was wurde eigentlich …

aus meiner Anfrage bei der Stadt Karlsruhe zum unsäglichen Radweg an der B36 bei den Michelin Werken? Am 1. Dezember hatte ich über das Portal KA-Feedback der Stadt nahegelegt, die schlangenlinienförmige weiße Markierung zu entfernen, um einen für Radfahrer und Fußgänger gemeinsam genutzten Geh-/Radweg (Zeichen 240) zu schaffen. Dann müssten Radfahrer nicht auf den Grünstreifen oder den Gehweg ausweichen, um an den drei Pfeilern vorbeizukommen, die mitten auf dem Weg stehen. Ich wusste, dass die Bearbeitung einige Zeit in Anspruch nehmen würde. Aber dass es sechs Wochen dauern würde, um so eine nichtssagende Antwort zu formulieren, dass hätte ich nicht gedacht.

Nicht nur Gottes Mühlen mahlen langsam!

Also fährt man weiter Slalom um die Pfosten herum. Lastenradler und Radfahrer mit Kinderanhängern können es sich aussuchen, ob sie links über den Grünstreifen oder rechts über den Gehweg ausweichen.

 




Skateboard, Kickboard und Co.

Als ich gestern mit dem Rad in Richtung Innenstadt unterwegs war, wäre ich beinahe mit einem Skateboard Fahrer kollidiert. Er kam mit Karacho von rechts aus einer Seitenstraße geschossen und nahm mir rotzfrech die Vorfahrt. Mit eleganten Schwüngen fuhr er mittig auf dem Radweg vor mir her. Ich habe ihn kurz darauf zwar überholt, aber an der nächsten Ampel hatte er mich wieder eingeholt. Selbstbewusst nahm er dort die Poleposition ein und setzte seine Fahrt bei Grün unbekümmert auf dem Radweg fort.




Hinweisschild oder Leinwand?

Letzte Woche ist die Alb gewaltig über die Ufer getreten. Normalerweise ist das auch kein Problem. Die Stadt sperrt kritische Stellen dann ab und weist Umleitungsstrecken aus. Wer wie ich tagtäglich durch die Günther-Klotz-Anlage zur Arbeit fährt, weiß sowieso genau, wo dann Land unter ist und wo nicht. Am Bulacher Loch ist es mir erst ein einziges Mal passiert, dass nicht rechtzeitig abgesperrt war und ich kalt bzw. nass erwischt wurde. Es hat eben auch Nachteile, wenn man Frühaufsteher ist 🙁

In Richtung Rhein wird die Lage erst wieder hinter dem Entenfang ab der langen Unterführung kritisch. Bis zum Entenfang kommt man normalerweise immer trockenen Fußes. Etwa 200 Meter vor dem Entenfang wird bei Hochwasser diese „Schranke“ ausgefahren. Da sie aber gerade mal ein paar Zentimeter des Weges absperrt und man den Hinweistext auf dem Schild sowieso seit Jahren nicht mehr entziffern kann, bin ich wahrscheinlich nicht die einzige Radfahrerin, die hier trotz Schranke weiterfährt. Das war letzten Freitag keine so gute Idee, denn der Radweg war schon weit vor dem Entenfang überflutet.

Ich bin anscheinend nicht die einzige gewesen, die nasse Füße bekommen hat. Abends standen nämlich neue provisorische und gut lesbare Warnschilder mitten auf dem Radweg neben der Schranke. Die sind jetzt wieder weg. Den Hinweistext auf dem Schild an der Schranke kann ich leider immer noch nicht entziffern. Ich habe nichts gegen Graffiti. Im Gegenteil, ich freue mich jeden Tag über die wechselnde Ausstellung entlängs der Alb. Aber Warnschilder sollte man nicht als Leinwand missbrauchen.

Alles klar?




KA-Feedback im Test

Vor ein paar Tagen habe ich über den unsäglichen Radweg entlang der Michelin Reifenwerke berichtet. Boris fragte mich daraufhin, ob ich denn schon Widerspruch gegen die Anordnung der Radwegbenutzungspflicht eingelegt habe. Ehrlich gesagt wusste ich gar nicht, dass ich das kann. Wenn auf einem Radweg kein Platz ist, weiche ich einfach dahin aus, wo Platz ist und denke mir meinen Teil. Gefahrenstellen, wie z.B. Scherben auf auf dem Radweg oder Überflutungen, habe ich zwar schon gemeldet, aber widersinnige Beschilderungen und Wegmarkierungen noch nicht. Da der besagte Radweg innerhalb der Stadtgrenzen verläuft, nehme ich mal an, dass die Stadt auch dafür zuständig ist. Wir haben in Karlsruhe ein Online-Portal, das nennt sich KA-Feedback. Über dieses Portal können wir der Stadt mitteilen, wo wir eine Verunreinigung, eine Gefahrenstelle oder eine falsche bzw. irreführende Beschilderung festgestellt haben.

Geben Sie uns Feedback, damit wir uns kümmern können.

Letzten Freitag habe ich mein „Feedback“ gegeben. Ich habe mein Anliegen kurz geschildert und mit einem aussagekräftigen Foto verdeutlicht.




Ertappt

Ich hätte ja nie gedacht, dass ich auch in Karlsruhe mal auf veraltete Verkehrsschilder stoßen würde. Das kenne ich eigentlich nur aus Norddeutschland.

Früher war mehr Licht und auch mehr Farbe

Ich fahre seit Jahren jeden Tag zweimal daran vorbei und es ist mir erst jetzt aufgefallen, dass beide Schilder veraltet sind und eigentlich durch neue ersetzt gehören. Da sieht man mal wieder, wie blind man durch die Gegend fährt.




Nobodykehrs

Es ist Herbst und die Blätter fallen. Auf der Straße werden sie von den PKWs durch den Fahrtwind beiseite gewirbelt an den Fahrbahnrand oder auf den neben der Straße verlaufenden Geh-/Radweg.

Auf Twitter und Instagram werden Geh-/Radwege, die nicht regelmäßig vom Laub befreit werden, mit dem Hashtag #nobodykehrs angeprangert. Doch wann muss wer wie oft kehren? Der Radweg oben verläuft innerhalb  einer geschlossenen Ortschaft. Hier müssen in der Regel die jeweiligen Grundstückseigentümer den Weg vom Laub befreien. Da aber im Herbst witterungsbedingt ständig Laub fällt, wird von niemandem erwartet, dass er stets Besen bei Fuß neben dem Weg steht und jedes Blatt einzeln entfernt.

Eine Reinigung der Wege kann nur im Rahmen des Zumutbaren verlangt werden




Die einen nennen es Radweg …

… ich nenne das gefährlich. Was ihr hier seht, ist nicht etwa eine Einbahnstraße, sondern eine Straße, die in beiden Richtungen befahren wird. Sie führt quer durch die City einer kleinen Kreisstadt im Norden der Republik. Die max. Geschwindigkeit ist auf 20 km/h begrenzt. Links und rechts von dieser Straße verlaufen sogenannte Radwege. Rechts von diesen „Radwegen“ sind Parkplätze. Ich habe meinen Augen nicht getraut. Eine Stadt, die gerade groß in der Presse war, weil sie beim Stadtradeln extrem viele Radler mobilisieren konnte, hat so eine Hauptverkehrsader mitten durch die Innenstadt? Wie passt das zusammen? Bin ich schon zu verwöhnt? Jammern wir in Karlsruhe auf hohem Niveau?

Für mich ist ein Radweg, der schmaler ist als der Lenker meines Mountainbikes, kein Radweg mehr.

Hier dieselbe Straße etwa hundert Meter weiter: