Schlagwort: Radreisen

Mit dem Faltrad in Kiel

Das Rad ist das mit Abstand beste Fortbewegungsmittel, um eine fremde Stadt zu erkunden. Man ist mobil, flexibel und kann jederzeit spontan Halt machen, wo es einem gefällt. Stau und Parkplatzsuche sind Fremdwörter für Radfahrer. Ich habe das Faltrad für mein verlängertes Wochenende gewählt, weil es in mein kleines Auto passt. Ich hätte natürlich auch mit dem Zug von Karlsruhe nach Kiel fahren können, das ist normalerweise schneller und stressfreier, aber Sturm Xavier hat mir einen Strich durch die Rechnung gemacht. Außerdem brauchte mein Fiat 500 (3 Jahre alt, 6200 km gefahren) ein wenig Auslauf. Wieso ich ein Auto habe? Ehrlich gesagt, weiß ich das selbst nicht mehr, aber das steht auf einem anderen Blatt.

Vier Tage Kiel per Rad und zu Fuß, hier meine Eindrücke:

Das Wetter war abgesehen vom Sonntag zwar nicht so strahlend schön wie im Rest der Republik, aber zumindest hat es nicht nonstop geregnet. Mit anderen Worten: it could have been worse!

Die Radwegsbeschilderung in Kiel ist gut, man müsste sie nur lesen können.

Verdreckte und kaum lesbare Radweg Schilder




Räder – Reine Fortbewegungsmittel?

Räder sind nicht nur geniale Fortbewegungsmittel. Selbst ausgemustert sind sie noch zu gebrauchen, z.B. als Hinweisschild oder zur Verschönerung des Gartens. Es könnte ja sein, dass der eine oder andere von euch noch Anregungen braucht 🙂

Per Rad die Urlaubsregion erkunden




Rügen – Wittower Runde

Wir sind das dritte Mal auf Rügen. Unser erster Besuch liegt bereits 15 Jahre zurück. Da waren die Kinder noch klein. Die Ferienanlage in Juliusruh auf der nördlichsten Halbinsel Wittow war damals relativ neu und idyllisch in einem Kiefernwald direkt am Meer gelegen. Die Strandresidenz Aquamaris ist übrigens auch heute noch ein Paradies für Kinder. Gut acht Kilometer Sandstrand laden zum Baden, Faulenzen, Spazierengehen und Joggen ein.

Strand zwischen Juliusruh und Glowe

2002 hatten wir keine Räder dabei. Damals habe ich die Halbinsel mehr oder minder erjoggt.




Tandem on Tour – zurück in Georgien – Fazit

Zurück in Georgien radeln wir entlang des Kleinen Kaukasus durch den Südwesten. Wir überstehen die Attacke eines riesigen aggressiven Hundes, der glücklicherweise nur die Hinterradtasche anstatt meiner Wade erwischt, rumpeln auf einer Strecke von 50 km über einen unbefestigten Pass und machen noch einen Abstecher nach Vardzia, der alten Höhlenstadt. Die Höhlen selbst sind ein Muss für jeden Georgien-Reisenden.

Höhlenstadt Vardzia

Der Weg dorthin ist ein wenig mühsam, aber jeden Meter wert.

Gott sei Dank mussten wir nicht über diese Brücke!




Radreisen und Gepäck

Was so alles zusammenkommt, wenn man sechs Wochen mit dem Tandem auf Reisen geht: Tandem u. Trailer, Packtaschen u. Zelt, Schlafsäcke u. Isomatten, Koch- u. Kameraausrüstung, Werkzeug u. Ersatzteile, Erste Hilfe Set und vieles, vieles mehr. Wer sich da nicht auf des Wesentliche beschränkt, braucht unterwegs stramme Waden.

Der ADFC bietet jede Menge Infos rund um das Thema Radtouren-Planung. Auf der Website von Tandem on Tour findet ihr weitere nützliche Tipps zum Radreisegepäck für den Kurztrip oder die Fernreise per Tandem.




Don’t ask the airline

Ich habe Brigitte und Fritz von Tandem on Tour vor Ihrer Abreise in den Kaukasus gefragt, ob es denn da irgendwelche Vorschriften für Tandems von Seiten der Airlines gibt. Ich bin bis dato ja nur mit einem „normalen“ Fahrrad verreist. Und selbst da gestaltete sich die Mitnahme in einem Flugzeug manchmal als schwierig. Die einen wollen, dass man sein Rad mehr oder minder zerlegt und einpackt wie Christo, anderen Airlines reicht es, wenn man den Lenker quer stellt und die Luft aus den Reifen lässt. Den Rest besorgen sie selbst. Deshalb war ich natürlich gespannt auf die Antwort von Tandem on Tour.

Sie befolgen den Rat des Tandem Herstellers:

  1. Don’t ask the airline!
  2. Don’t ask the airline!
  3. Never ask the airline!



Tandem fahren – wäre das was für mich?

Diese Frage habe ich mir natürlich sofort gestellt, als Tandem On Tour vor gut drei Wochen den ersten Bericht über ihre Reise durch den Kaukasus hier veröffentlicht haben. Achtung, Spoiler – nein, das wäre absolut nichts für mich. Ich glaube, dass ich weder als Captain noch als Stoker hinter dem Captain eine gute Figur abgeben würde. Mir fällt spontan einfach niemand ein, mit dem ich auf einem Tandem ein harmonisches Ganzes bilden würde.

Eins ist sicher, der Platz hinten wäre bestimmt nichts für mich. Das behaupte ich jetzt mal mit dem Brustton der Überzeugung, ohne jemals auf einem Tandem gefahren zu sein. Die Vorstellung, ständig auf den Rücken des Vordermanns blicken zu müssen, einfach schrecklich. Ich liebe es, wenn mir beim Radfahren der Fahrtwind ins Gesicht bläst und ich alles im Blick habe, was von vorne und von den Seiten naht. Als Stoker müsste ich darauf verzichten, ja ich müsste mich komplett auf den Captain verlassen. Ich könnte lediglich in die Pedale treten, würde nicht sehen, was von vorne kommt und könnte weder bremsen noch lenken. Danke, aber nein danke! Das wäre nichts für mich. Das Argument, als Beifahrer in einem Auto sei ich ja auch auf Gedeih und Verderb dem fahrerischen Können des Fahrzeuglenkers ausgeliefert, lasse ich nur zum Teil gelten, denn als Beifahrer habe ich zumindest freien Blick nach vorne und zur Seite. Und Radfahren ist für mich vieles – Sport, Entspannung, Bewegung an frischer Luft und Frustabbau, während es mir im Auto lediglich darum geht von A nach B zu kommen.




Schlauch-Automaten

Euer Rad hat einen Platten, ihr habt keinen Ersatzschlauch zu Hand und es ist Wochenende oder die Geschäfte haben schon geschlossen? Dann keine Panik, es gibt ja Schlauch-Automaten mit den gängigsten Schlauch- und Ventilarten.

Den nächstgelegenen Schlauch-Automaten von Schwalbe findet ihr hier.

Fahrradschläuche jederzeit verfügbar außerhalb der Geschäftszeiten

Continental bietet diesen Service natürlich auch.




Vietnam – Städte mehr oder minder radlos

Wenn Freunde von mir in fernen Ländern Urlaub machen, bitte ich sie immer, mir Bilder zu schicken, aus denen ansatzweise hervorgeht wie und womit sich die Bevölkerung fortbewegt. Hier ein paar Schnappschüsse aus Vietnam.

Lastenrad in Vietnam

Solche Lastenräder sind in den Städten Vietnams selten. Kommentar meiner Bekannten:

Ist die Ausnahme, in den Städten ist der Lebensstandard relativ hoch! Autos sind nur wenigen vorbehalten, da wahnsinnig teuer. Aber Mopeds! Tausende! Unvorstellbar! Wie die Lemminge! Der Verkehr brummt Tag und Nacht.




Faltrad Tern Verge S27H

Ich habe mir jetzt auch ein Kleines Schwarzes zugelegt. Es passt zwar nicht in den Kleiderschrank, aber ich fahre damit bestimmt häufiger, als ich ein schickes schwarzes Kleid anziehen würde:

Mein kleines schwarzes Faltrad von Tern

Mein kleines schwarzes Faltrad von Tern

Ich wollte eigentlich das neue Modell von Tern, das Tern Verge Tour, konnte dann aber doch nicht widerstehen, als man mir ein super günstiges Angebot fürs Vorgängermodell gemacht hat. Auf den Geschmack gebracht hat mich der Faltradler, ein junger Mann, den es beruflich von Mainz nach Karlsruhe verschlagen hat und den ich des Öfteren auf der Critical Mass in Karlsruhe getroffen habe.

Meine jüngste Tochter war vor einem halben Jahr auf der Suche nach einem Faltrad, um damit zur Uni zu fahren. Sie hatte bereits ein Brompton Probe gefahren und sich dann aber dagegen entschieden, weil es ihr zu „wacklig“ erschienen war. Der Faltradler hat mir daraufhin angeboten, wir könnten ja mal zum Vergleich mit seinen beiden Falträdern von Tern eine Runde drehen. Das habe ich dann auch auf einer Critical Mass getan, obwohl meine Tochter sich zu diesem Zeitpunkt bereits für ein 28″ Trekkingrad entschieden hatte. Ich war sofort begeistert. Allein die Tatsache, dass ich mir ja gerade ein neues Trekkingrad gekauft hatte, hielt mich seinerzeit davon ab, geradewegs ein Faltrad zu bestellen.

Aber schon während meines letzten Urlaubs auf Rügen ist mir beim Anblick der „Oma-Räder“, die es da zu leihen gab, wieder das kleine schnittige 20″ Rad vom Faltradler durch den Kopf geschossen.

Wenn du jetzt auch so ein Faltrad hättest, müsstest du nicht mit so ’ner Gurke rumfahren.

Mit meinem neuen Faltrad kann ich mich in Zukunft entspannt in den ICE nach Kiel setzen und dort mit meiner Ältesten eine Radtour wohin auch immer machen. Ja, ich weiß, ab 2017 darf man auch in ICEs „normale“ Fahrräder mitnehmen. Aber mal ehrlich, acht Stellplätze pro Zug! Das ist ein Witz. Die Plätze sind doch während der Sommermonate weg, bevor ich überhaupt weiß, wohin ich reisen will. Mit meinem Faltrad kann mir das egal sein, denn ein Faltrad ist Gepäck und kein reservierungspflichtiges Rad.

Für Pendler, die Bus/Bahn und Rad miteinander kombinieren wollen, kommt das Tern mit Sicherheit nicht in die engere Wahl. Dazu ist es zu schwer. Aber für mich ist es ideal. Es passt in meine kleine Knutschkugel, es lässt sich in Sekunden zusammenfalten und es ist für Radtouren mit Gepäck konzipiert. Der nächste Urlaub kann kommen, ich bin gerüstet.