Schlagwort: Radreise

Was macht eigentlich …

… der Radweg zwischen Hellwege und Sottrum, sprich die Anbindung an den Wümme-Radweg? Ostern hatte ich über den desolaten Zustand dieses Radweges berichtet. Hier ein Foto zur Erinnerung:

Aus alt …

Zu meiner großen Freude wurde der Radweg jetzt komplett saniert. Böse Zungen behaupten zwar, dass das an der bevorstehenden Landtagswahl in Niedersachsen liegen könnte, aber das glaube ich weniger. Zum einen dauert das Genehmigungsverfahren für solch eine Sanierung immer eine gefühlte Ewigkeit, zum anderen konnte ja niemand wissen, dass die Landtagswahlen vorgezogen werden.




Tandem on Tour in Armenien

Wegen der Streitigkeiten zwischen Armenien und Aserbaidschan gibt es keinen direkten Grenzübergang. Wir müssen einen kurzen Schlenker durch Georgien machen, um von dort nach Armenien einzureisen. Von Norden kommend geht es über Alaverdi und Vanadzor zum Sevansee.

Parken am Wegesrand

Während wir die erste Nacht auf dem Gelände eines rostigen Kieswerks verbringen mussten, werden wir für die kommende Nacht dafür mehr als nur entschädigt. In Odzun dürfen wir unser Zelt auf dem Gelände der alten Kirche aufschlagen. Der Pfarrer ist sehr interessiert an unserem Tandem und posiert neben Fritz für ein Foto.




Tandem on Tour in Aserbaidschan

Die Einreise nach Aserbaidschan geht problemlos. Wir fahren im Norden über Lagodekhi ins Land. Was wird uns in Aserbaidschan erwarten? Anders als im christlichen Georgien, das sich zu Europa zugehörig fühlt, befinden wir uns hier in einem islamischen Land und am Rande Asiens. Meine Befürchtungen, dass ich hier besser nicht in kurzer Radbekleidung fahren sollte, werden sich nicht bestätigen. Ein Einheimischer versichert mir, dass das völlig in Ordnung sei. Überhaupt nehmen wir die Religionen nur am Rande wahr. Es gibt natürlich viele Moscheen, einen Muezzin, der zum Gebet ruft, hören wir jedoch nur gelegentlich.

Auf dem Weg nach Baku




Tandem on Tour – das Kaukasus-Abenteuer beginnt

Angekommen. Der kleine aber nagelneue Flughafen in Kutaisi spuckt unser Tandem, das Paket mit dem Hänger und die Packtaschen unbeschädigt aus. Als eingespieltes Team haben wir zügig alles in fahrbereiten Zustand montiert. Die erste Nacht werden wir in Kutaisi verbringen. Auch wenn sich der Hostel-Wirt anfangs etwas sperrt, gelingt es uns schließlich doch noch, das Rad sicher im Gebäude unterzustellen.
Unsere Route soll uns zunächst nach Tiflis führen, wo wir bereits eine Unterkunft durch das Servas-Netzwerk klargemacht haben.

Das Straßenangebot in Georgien ist nicht von großer Auswahl. Auf der Karte eingezeichnete Nebenstraßen sind meist holprige Schotterpisten.

Schotterpiste




Reisevorbereitung für den Kaukasus

Die Reisevorbereitungen für unsere diesjährige 6-wöchige Tour nach Georgien, Aserbeidschan und Armenien sind jetzt abgeschlossen. Sie waren etwas umfangreicher als sonst.

  • Reisepass erneuert und Visum für Aserbeidschan für 190 €.
  • Flüge besorgt Dortmund – Kutaissi inklusive Tandem 677 €.

Die Impfungen sind abgeschlossen:

  • Tollwut
  • Hepatitis
  • Meningitis
  • Typhus
  • Sowie Malariatabletten

Alles zusammen ca. 550 € pro Person. Mal sehen was die Kasse so erstatten wird.

Bei unserer Ausrüstung wollten wir Gewicht und Volumen reduzieren. Deshalb haben wir unsere Fotoausrüstung mit zwei DSLR und 5 Objektive von Canon gegen DSLM und 4 Objektive von Olympus bzw. Samyang eingetauscht. Jetzt passen Objektive und Kameras in unsere Lenkertaschen. Ein Fortschritt! Wir sind allerdings noch dabei, uns mit den Kameras vertraut zu machen.




Tandem on Tour

In den nächsten paar Wochen werde ich auf dem Radel-Blog nicht nur selbst schreiben, sondern auch schreiben lassen. Fritz und Brigitte von Tandem on Tour haben sich bereit erklärt, an dieser Stelle über ihre nächste Reise zu berichten.

Fritz und Brigitte von Tandem on Tour (Foto: Tandem on Tour)

Wohin geht es? In den Kaukasus, genauer gesagt nach Georgien, Aserbeidschan und Armenien.

Ihr fahrbarer Untersatz? Ein Tandem!

Zwei Menschen, ein Team (…) Wir wollen für diese wunderbare Art zu reisen werben. Ein Tandem ist ideal um sicherzustellen, dass man zusammen ankommt – immer. Das gilt nicht nur für lange Touren, sondern auch für die Tagestour. Es gibt nur ein paar sportliche Aktivitäten, bei denen zwei Personen mit einem unterschiedlichen Leistungsniveau ein harmonisches Team bilden können. Tandemfahren ist eine davon.
In lockerer Folge werden die beiden Weltenbummler uns berichten, was es heißt, so eine Tour zu planen und durchzuführen. Ich bin jetzt schon gespannt und auch ein bisschen neidisch. Den Kaukasus per Tandem zu „erfahren“ ist doch was ganz anderes, als mit dem Trekkingrad den Weserradweg entlang zu pedalieren.



Rügen per Rad und Bus

Rügen ist die größte deutsche Insel. Von der südlichsten bis zur nördlichsten Spitze der Insel sind es gut 50 Kilometer und an der breitesten Stelle muss man immerhin gut 40 Kilometer überwinden. Wenn man wie wir eine Ferienwohnung auf der nördlichsten Halbinsel gebucht hat, muss man eine Menge Kilometer zurücklegen, wenn man die Insel per Rad erkunden will.

Aber Gott sei Dank gibt es den Fahrradbus. Er bietet auf einem Anhänger Platz für bis zu 16 Fahrrädern und fährt fast jeden Punkt der Insel an.

… RADzfatz über die Insel …
RADzfatz mit Rad u. Bus durch Rügen

RADzfatz mit Rad u. Bus über die Insel Rügen

Während der Sommerferien fahren die RADzfatz-Busse sogar im 1/4-Stunden-Takt, im Mai und Oktober alle 30 Minuten.




Juliusruh – Nationalpark Jasmund

Wenn man wie wir auf der nördlichsten Halbinsel von Rügen sein Quartier aufgeschlagen hat, muss man, wenn man nach Hiddensee, Zentralrügen oder Jasmund will, entweder mit der Fähre übersetzen oder entlang der Schaabe Richtung Jasmund fahren. Die Schaabe ist wie ein Nadelöhr – alle, die von Stralsund nach Puttgarten wollen, werden über diese Landenge geschleust.

Wenn man ein Mountainbike hat und gewillt ist, sein Rad auch mal eine Treppe hinunter zu tragen und über Baumstämme zu lüpfen, dann kann man über einen idyllischen Wanderweg entlang des Breeger Boddens durch einen Kiefernwald bis nach Glowe fahren. Da das für mein tiefeinsteiger Leihrad eine Nummer zu groß gewesen wäre, habe ich es vorgezogen, über den holprigen Radweg entlang der vielbefahrenen Straße nach Glowe zu radeln. Vom Verkehr bekommt man Gott sei Dank wenig mit, da der Radweg durch Bäume von der Straße abgeschirmt ist.




Frühlingserwachen

Morgens joggen, nachmittags Radfahren, abends müde und satt, oh wie schön ist datt. So könnte jeder Sonntag sein. Nicht nur uns hat es heute ins Freie getrieben, auch viele andere Menschen haben ihre Räder flott gemacht und sind wir wir abseits viel befahrener Straßen ins Grüne gefahren. Was auffiel – Radfahren scheint bei jungen Leuten nicht angesagt zu sein. Uns begegneten nur „ältere Semester“, d.h. Leute jenseits der 50 und Familien mit kleinen Kindern. Von der Jugend keine Spur. Schade eigentlich, denn sie weiß nicht, was sie verpasst.

Pforzheim-Tour auf Google Earth

Pforzheim-Tour auf Google Earth (zum Vergrößern anklicken)

Unsere heutige Tour hatte eine Streckenlänge von ca. 65 Kilometern. Sie führte von Durlach über Grötzingen, Singen, Königsbach-Stein und Ispringen nach Pforzheim und zurück über Keltern, Elmendingen, Auerbach, Langensteinbach, Grünwettersbach und Hohenwettersbach wieder zurück nach Durlach.

Zwischenstopp in Elmendingen

Zwischenstopp in Elmendingen

Erkenntnis: Die bestens ausgeschilderte Strecke „hinzus und rückzus“ verlief fast nur über Radwege oder landwirtschaftlich genutzte Seitenstraßen.  Das Ziel – Pforzheim – entpuppte sich allerdings als Katastrophe für Radfahrer. Eine desaströse Infrastruktur, kaum Radwege und erst wieder am Ortsausgang eine Beschilderung. Dagegen geht es uns in Karlsruhe wirklich gold.




Cuba per Rad

Die USA und Kuba haben nach 54 Jahren ihre diplomatischen Beziehungen wieder aufgenommen. Dies bedeutet das Ende der Eiszeit zwischen Washington und Havanna. Auch die Wirtschaftsbeziehungen mit dem großen Nachbarn sollen langsam wieder wachsen. Allerdings gilt noch immer ein US-Wirtschaftsembargo gegen Kuba, das nur langsam gelockert wird. Schon vor der Wiederannäherung zwischen Kuba und den USA war der Tourismus die wichtigste Einnahmequelle Kubas. Seit beide Länder sich wieder so richtig lieb haben, erlebt Kuba einen regelrechten Tourismusboom. Dafür sorgen nicht zuletzt die erleichterten Reisebestimmungen für US-Bürger. Man kann sich also an zehn Fingern abzählen, wann auch Kuba vom Massentourismus beglückt wird.

Wer weiß, wie lange noch Oldtimer durch die Straßen Havannas kutschieren und das Fahrrad als Hauptverkehrsmittel vom PKW abgelöst wird. Wer also noch das ursprüngliche Kuba mit seinem Ambiente des socialisme tropical erleben will, der muss sich beeilen.

Ein Reiseanbieter, der schon seit vielen Jahren Radtouren auf Kuba anbietet, ist avenTOURa. Birgit, die mit diesem Reiseveranstalter eine Rundreise durch Kuba gemacht hat, ist total begeistert wiedergekommen. Von ihr stammt auch der nachfolgende Schnappschuss. Egal ob Reiseleitung, Unterkünfte, Gruppenzusammensetzung oder Reiseverlauf – alles war in sich stimmig. Dies wird auch von anderen Teilnehmern im Kundenfeedback immer wieder gerne betont.

Cuba

Cuba – Improvisation ist alles