Schlagwort: Radpflege

Diamonds are a girl’s best friend?

Auch ich liebe Schmuck, freue mich aber eigentlich noch viel mehr über solche Geschenke 🙂 Meine Familie kennt mich eben.

Die Kamera hatte ich mir schon länger gewünscht, damit ich in Zukunft unterwegs auf dem Rad festhalten kann, was sich auf deutschen Straßen und insbesondere auf den sogenannten Schutzstreifen für Szenen abspielen.

Ich bin schon sehr gespannt, was Juliane Schumacher zum Thema Radfahren in der Stadt zu berichten hat. Jedenfalls wird Ihr Buch How to Survive als Radfahrer in der Presse in den höchsten Tönen gelobt.

Auch die Putz- und Schmiermittel kommen genau richtig, denn nicht nur mein Alltagsrad hat eine gründliche Reinigung dringend nötig. Allerdings lohnt es sich bei der jetzigen Wetterlage nicht, mit der Radpflege anzufangen. Eine Fahrt durch das Schmuddelwetter und schon wäre das schöne Rad wieder dreckig.




Frühjahrscheck fürs Rad

Noch eine Woche, dann ist auch kalendarisch Frühlingsanfang. Es wird also Zeit, euer Rad aus der Versenkung bzw. aus dem Keller zu holen und für den ersten Ausflug startklar zu machen. Wenn ihr Glück habt, dauert der Frühjahrscheck nicht lange. Das hängt aber ganz davon ab, in welch einem Zustand ihr euer Rad in den Winterschlaf versetzt habt: geputzt und in einem fahrtüchigen Zustand oder verdreckt und mit Plattfuß. Spätestens jetzt rächt sich die Faulheit der Vergangenheit.

Fahrrad reinigen

Leider erkennt man an einem dreckigen Rad nicht so gut, ob möglicherweise etwas defekt ist. Daher sollte die Inspektion mit einer gründlichen Reinigung des Rades beginnen. Den gröbsten Dreck könnt ihr mit einem Handfeger entfernen, an die schwer zugänglichen Stellen kommt ihr mit einer alten Zahnbürste, falls ihr keine spezielle Bürste besitzt. Dem hartnäckig festsitzenden Schmutz könnt ihr danach mit lauwarmen Wasser, Schwamm und einem speziellen Fahrradreiniger zu Leibe rücken, ein Spritzer Geschirrspülmittel im Wasser tut’s zur Not aber auch. Anschließend das Fahrrad trocken reiben.




Waschtag

Was macht man am ersten Urlaubstag, an dem man eigentlich eine ausgedehnte Radtour durchs Murgtal machen wollte, wenn es schifft ohne Ende? Geht man in die Sauna? Nicht, wenn man in der letzten Arbeitswoche bei 35 Grad Raumtemperatur im Büro kostenlos geschwitzt hat! Geht man ins Fitness-Studio? Nicht, wenn man die Bewegung an der frischen Luft dem Muff eines geschlossenen Raumes mit vielen schwitzenden Menschen vorzieht.

Also heißt es aus der Not eine Tugend machen. Wenn es schon regnet, kann man die Räder doch gleich mitwaschen bzw. den Regen das Abspülen besorgen lassen. Heute ist also Waschtag angesagt. Alle drei Räder haben eine gründliche Reinigung und Pflege auch bitter nötig.

Waschtag im Hof

Waschtag im Hof

Morgen, wenn es hoffentlich nicht mehr regnet, werde ich mich freuen. Das Rad meiner Wahl wird wie ein geölter Blitz über den Rad- oder Waldweg flitzen. Nichts wird mehr reiben oder knirschen. Die Kette wird schnurren wie ein Kätzchen und das Rad wird aussehen wie neu.

 




Mein erstes Mal – mit dem Rad in der Badewanne

Mein Rad ist dreckig, sehr dreckig. Aber es ist kalt, sehr kalt. Die Vorstellung draußen mit dem Wasserschlauch den ganzen Schmodder bei null Grad abwaschen zu müssen hat nichts Prickelndes. Aber es muss sein, der Dreck muss weg. Man sieht ihn nicht nur, man spürt ihn bei jeder Pedalumdrehung.

Also habe ich das Rad in die Wanne gesetzt und frei nach Otto Waalkes sauber geschrubbt: Dipp, Dipp, Dipp, in the Whiz, Whiz, Whiz, in the water, in the water – CLEAN!
Badewanne
Wie bei der Waschmaschine bestand meine Radwäsche aus vier Waschgängen: einer Vorwäsche, einem Hauptwaschgang, einem Spülgang und einem „Schleudergang“.
Vorwäsche: Rad absprühen , einweichen lassen und den gröbsten Dreck abspülen.
Hauptwäsche:  Mit einem Schwamm oder Lappen alle empfindlichen Oberflächen wie Lenker, Vorbau, Rahmen, Sattelstütze oder Federelemente gründlich reinigen. Manche schwören auf spezielle Bike-Reiniger, ich nehme dafür einfaches Spülmittel. Die Kette und die Kettenblätter habe ich mit einer groben Bürste bearbeitet.
Spülgang: Das Rad mit klarem Wasser abspülen.
Schleudergang:  Abtrocknen und einfetten. Nach der Wäsche habe ich das Rad abgetrocknet und alle beweglichen Teile mit einem Multifunktionsöl bzw. Teflon Schmiermittel eingesprüht. Meine Bremsscheiben habe ich mit einem speziellen fettfreien Tuch getrocknet. Damit die Kette wieder geschmeidig läuft, habe ich auf jedes Kettenglied oberhalb des Ritzelpaketes einen Tropfen Kettenöl gegeben und anschließend die Kette durch einen Lappen laufen lassen, um überschüssiges Öl zu entfernen. Fertig!

Eure Frauen würden euch das nicht erlauben? Wenn ihr das Bad wieder so verlasst, wie ihr es vorgefunden habt und auch den Dreck wieder wegputzt, den ihr auf dem Weg zum Bad hinterlassen habt, dann wird eure bessere Hälfte bestimmt nichts dagegen haben.