Schlagwort: Radfahrstreifen

Es braucht mehr Kontrollen u. höhere Strafen

Es wurde in den letzten Jahren viel Farbe auf Karlsruher Straßen verteilt. So sind vor allem Schutz- und Radfahrstreifen entstanden, aber auch der eine oder andere baulich getrennte Radweg ist aus dem Boden gestampft worden.

Es wurden Fahrradstraßen ausgewiesen, in denen Radfahrer zumindest in der Theorie Vorrang haben.

Die Realität sieht leider anders aus. Denn in Karlsruhe mangelt es weniger an der Radinfrasturktur, als an der Kenntnis der StVO und am Unrechtsbewusstsein einzelner Verkehrsteilnehmer.




Spurwechsel – Umfrage der TU Dresden

Ein Student der Uni Hamburg führt derzeit in Kooperation mit der TU Dresden eine Online-Umfrage zu innerörtlichen Radverkehrsstrukturen durch. Um Falschparker geht es darin zwar nur am Rande, aber auch sie haben einen entscheidenden Einfluss darauf, ob wir lieber auf Radwegen (auf gleicher Höhe mit dem Gehweg und durch einen Bordstein o.ä. von der Fahrbahn abgetrennt) oder Radfahrstreifen (auf der Fahrbahn durch eine dicke durchgezogene Linie kenntlich gemacht) fahren.

Diese Situation kennen wir alle – Falschparker auf dem Radfahrstreifen. Man muss als Radfahrer nach links auf die Straße ausweichen, was nicht nur uns nervt, sondern auch die Autofahrer, weil sie dann ebenfalls ausweichen oder langsamer fahren müssen.

Radfahrstreifen mit Falschparker




Radfahrstreifen – gut gemeint, aber oft gefährlich

Verglichen mit anderen Städten Deutschlands hat Karlsruhe ein imposantes und ständig wachsendes Radwegenetz. Aber auch bei uns ist natürlich nicht alles Gold was glänzt. Viele Radwege sind Stückwerk, zwar gut gemeint, aber leider oft nur das Gegenteil von gut gemacht. Man sieht ihnen einfach an, dass die Stadtväter bemüht waren, es möglichst allen recht zu machen – den Autofahrern, den Geschäftsleuten und den Radfahrern. Leider ist das Endergebnis dann für Radfahrer suboptimal bzw. gefährlich.

Nehmen wir die Karlstraße. Hier wurde der Radweg im Zuge von Straßenbauarbeiten beidseitig neu angelegt. Wenn man von der Ebertstraße in Richtung Innenstadt fährt, ist der Radweg durchgängig befahrbar bis knapp vor der Kriegstraße. Leider ist er nur zu Anfang breit und links mit einem dicken fetten weißen Strich von der Fahrbahn gut sichtbar getrennt. Die erste Hürde kommt am Kolpingplatz. Dort befindet sich eine Straßenbahnhaltestelle, die man als Radfahrer rechts umfahren muss. Fußgänger, die zur Straßenbahn wollen, scheinen aber nicht zu wissen, dass es sich hier um einen Radweg handelt. Die meisten queren ihn ohne nach links zu schauen. Ab der Jollystraße verjüngt sich der Radweg, so dass man beim Überholen langsamerer Radfahrer auf die Straße ausweichen muss. Kurz vor der Kriegstraße ist er dann urplötzlich komplett verschwunden, weil man hier eine zusätzliche Spur für rechtsabbiegenden PKW eingerichtet hat.

Anders sieht es aus, wenn man von der Stadt in Richtung Ebertstraße fährt. Hier haben die Stadtväter anscheinend Angst vor ihrer eigenen Courage gehabt. Alle Nase lang mündet der Radweg entweder ohne Vorankündigung oder mit einem kleinen „Auslauf“ in einen Parkstreifen. Das ist so unübersichtlich, dass ich es an bestimmten Stellen Autofahrern nicht mal übelnehmen kann, wenn sie hier auf dem Radweg parken.

Zwei Meter weiter stünde der Lieferwagen zumindest mal nicht mehr im absoluten Halteverbot.

Wo hört der Radweg auf, wo fängt der Park- /Haltestreifen an?