Schlagwort: Radfahrer

Jammern auf hohem Niveau

Jammern wir in Karlsruhe auf hohem Niveau, wenn wir auf schlechte oder fehlende Infrastruktur für Radfahrer, Laub auf Radwegen oder gefährliche Kreuzungen hinweisen?

Jammern auf hohem Niveau?

Dies war u.a. auch Thema auf der jüngsten Critical Mass. Eine Passantin sprach mich auf dem Kronenplatz an und fragte, was denn die vielen Radfahrer dort machen würden. Ich erklärte ihr kurz die Ziele der Critical Mass Bewegung, worauf sie entgegnete, dass wir in Karlsruhe da wohl eher auf hohem Niveau jammern würden. Als Fußgängerin fühle sie sich eher von Radfahrern gefährdet und bedrängt. Viele Karlsruher Radfahrer meinten, sie stünden über dem Gesetz, nur weil sie auf zwei statt auf vier Rädern unterwegs sind.




Gut gemeint, aber auch gut gemacht?

Zwei Radfahrer sind innerhalb kürzester Zeit in Karlsruhe durch einen tragischen Verkehrsunfall ums Leben gekommen. Die Critical Mass Karlsruhe hat daraufhin spontan beschlossen, zwei Ghost Bikes aufzustellen. Es wurde geplant, auf die Schnelle zwei Räder organisiert, diese weiß angestrichen und Gedenktafeln beschriftet.
Eigentlich alles richtig gemacht und dennoch frage ich mich, ob wir die beiden verunglückten Radfahrer nur als Vorwand genommen haben, um auf Missstände im Radverkehr hinzuweisen.

Impressionen von der Critical Mass Oktober 2017

Wieso komme ich darauf, obwohl ich selbst an der Planung beteiligt war? Woher rühren meine Zweifel?




Floskeln in Unfallmeldungen

Viele von euch haben bestimmt schon mal offizielle, von der Polizeit verfasste Unfallmeldungen gelesen. Sehr oft werden ganze Passagen davon unreflektiert in der Lokalpresse veröffentlicht. Der Blog PresseRad untersucht und kommentiert informativ und auf unterhaltsamer Weise, wie der Radfahrer in solchen Pressemitteilungen dargestellt wird:

Gerne übersehen, oft touchiert, ohne Helm längst tot, und gegen Verkehrsregeln verstoßend, die niemand korrekt erklären kann.

Wenn man Unfallmeldungen liest, in denen Radfahrer das Opfer sind, könnte man meinen, die hätten sich allesamt selbst verletzt, sprich die Verletzung selbst zugeführt. Zwischen den Zeilen wird außerdem häufig eine gewisse Mitschuld suggeriert durch Sätze wie:

Radfahrer, der keinen Helm trug, verletzte sich schwer.

Erst einmal haben wir keine Helmpflicht und zweitens ist so ein Helm auch keine Wundermittel gegen jede Verletzung.

Was will man dem Leser mit folgendem Satz mitteilen?

Der unbehelmte Junge brach sich einen Fuß und erlitt schwere Verletzungen an den Händen.

Unterschwellig gibt man hier dem Jungen doch eine Mitschuld an seinen Verletzungen, nach dem Motto hättest du einen Helm getragen, wäre das nicht passiert.

Formulierungen und Floskeln diesen Kalibers nimmt @PresseRad in seinem Blog und auf Twitter gekonnt aufs Korn. Die Unfallmeldung der Polizei Heilbronn kommentiert @PresseRad dann so:

Sturzbedingte, schwere #Sichselbstverletzung aufgrund #Übersehenwerden

@PresseRad bringt es auf den Punkt

@PresseRad bringt es auf den Punkt

Aufofahrer – die Hauptverursacher von Unfällen, an denen Radfahrer und PKW beteiligt sind –  kommen dagegen häufig positiv in Unfallmeldungen weg. Sie haben dann immer nur kurz auf ihr Handy geschaut und waren nur Sekundenbruchteile abgelenkt. Die Sonne hat sie geblendet oder der vorfahrtsberechtige Radfahrer ist urplötzlich aus dem Nichts aufgetaucht und den haben sie dann einfach übersehen.

@PresseRad drückt aber nicht nur den Finger in die offenen Wunde, sondern gibt auch Tipps, wie man es besser machen könnte. Da können wir Blogger alle noch was lernen. Leider hört @PresseRad Mitte September auf. Wenn ihr euch zutraut, den Blog im Sinne der jetzigen Blogger fortzuführen, könnt ihr euch per Direktnachricht auf Twitter bei ihnen melden.

Oder macht mit bei der Umfrage von @PresseRad auf Twitter. Je mehr Leute abstimmen, desto größer die Aussagekraft.

Floskeln die in Unfallmeldungen nerven

Floskeln die in Unfallmeldungen nerven

 

 

 




Stehen wir über dem Gesetz?

Stehen wir Radfahrer über dem Gesetz, nur weil wir Rad fahren? Gelten Regeln immer nur für andere Verkehrsteilnehmer, aber nicht für uns selbst? Anders kann ich die Pressenachricht der Polizei Karlsruhe leider nicht interpretieren:

Radkontrollen stießen auf Unverständnis

Ich weiß natürlich nicht, wie viele Radfahrer insgesamt kontrolliert wurden. 17 von 100 sind viel, 17 von 1000 sind nicht viel. Die Kreuzung Rüppurrer Straße / Baumeisterstraße ist ein gefährliches Eck. Gerade dort sollten wir Radfahrer nicht nur höllisch aufpassen, sondern uns auch an die Regeln halten. Ich halte es weder für Schikane noch für unsinnig, wenn man auch uns kontrolliert. Die Polizisten hätten bestimmt auch lieber etwas „Besseres“ getan,  Auch zugeparkte Radwege oder blind nach rechts abbiegende Autofahrer rechtfertigen nicht unser eigenes Fehlverhalten. Nur weil wir mit dem Rad unterwegs sind, gibt uns das keinen Freifahrtschein für Regelverstöße. Das sehen viele andere Radfahrer auf Twitter und Facebook zwar komplett anders als ich, aber irgendwie war ich noch nie Mainstream.




Bilder der Woche

Manchmal könnte man meinen, dass das Rad auf dem Autodach einen überholen möchte.

Schattenspiele

Schattenspiele

Die tiefstehende Sonne macht es möglich – ich wusste gar nicht, dass ich so lange Beine habe.

Schatten werfen

Angenehme Dinge werfen ihre Schatten voraus

Wenn ein Rad nur aus Reifen zu bestehen scheint

Wenn ein Rad nur aus Reifen zu bestehen scheint




Testet euer Wissen

Auf Zeit Online könnt ihr wieder euer Wissen testen. Thema: Was dürfen Radfahrer, was dürfen sie nicht. Dies ist nicht das erste Quiz dieser Art. Schon Mitte 2014 befragte die Zeit ihre Leser zur Straßenverkehrsordnung. Damals lag mein Wissen zwar über dem Durchschnitt, war aber mit 67 % richtig beantworteter Fragen alles andere als berühmt. Ich habe diesen Test spaßeshalber noch mal wiederholt und bin immerhin auf 12 von 15 richtige Antworten gekommen. Das Ergebnis ist also immer noch dürftig.

 

Rechte und Pflichten des Radfahrers

Quiz zum Thema Rechte und Pflichten des Radfahrers

2014 musste man 15 Fragen beantworten, jetzt sind es 10. Neu ist, dass die Zeit, die man für die Beantwortung braucht, mit in die Bewertung einfließt. Je länger man braucht, desto weniger Punkte bekommt man. Schummeln mit Hilfe von Google bringt also nicht wirklich was.




Kleidergrößen

Früher hatte ich Kleidergröße 36-38. Heute habe ich Kleidergröße 34-36. Komisch nur, dass sich meine Figur nicht verändert hat. Ich habe weder abgenommen noch Gewicht zugelegt. Mir passen noch die Jeans, die ich im letzten Jahrhundert gekauft habe.

Wir Deutschen werden regelmäßig von der Bekleidungsindustrie vermessen und die Schnitte und Größen der Kleidungsstücke werden angepasst an den Durchschnittsdeutschen. Ergebnis: Größe 38 hängt wie ein Sack an meinem Körper, Größe 36 ist an der Hüfte viel zu weit, spannt dafür aber an der Wade, Größe 34 geht so, hängt aber stark vom Hersteller ab. Meine Figur scheint stark von den Maßen der deutschen Durchschnittsfrau abzuweichen.

Womit wir beim Thema wären – Kleidergröße ist nicht gleich Kleidergröße und nicht jede Frau entspricht der Norm.




Bikes without Borders

Tue Gutes und rede darüber. In diesem Sinne habe ich unseren Haushalt nach Schläuchen, Mänteln, Flickzeug, Helmen – eben alles, was man zur Reparatur bzw. zum Fahren eines Rades gebrauchen könnte – durchsucht und meine Schätze bei Bikes without Borders abgegeben. Ich habe ja unlängst schon über dieses, mittlerweile auch über die Stadtgrenzen hinweg für Aufmerksamkeit sorgende, Projekt für Flüchtlinge berichtet. Was Tobias Boßmann, Initiator von Bikes without Borders, und seine Mitstreiter tun, ist wirklich aller Ehre wert. Sie geben das Wertvollste, was man nur geben kann, nämlich Ihre Zeit und Ihren persönlichen Einsatz. Dagegen nimmt sich meine Sachspende geradezu lächerlich aus. Die Ehrenamtlichen, die hinter Bikes without Borders stehen, sammeln alte mehr oder minder fahrtüchtige Fahrräder und reparieren sie gemeinsam mit Freiwilligen und Flüchtlingen. Letztere können diese Fahrräder dann kaufen oder ausleihen. Bikes without Borders bietet somit ein Stück Freiheit auf zwei Rädern.

Bikes without borders, hier werden die Spenden gesammelt

Bikes without borders, in diesem Container werden die Spenden gesammelt

Wenn auch ihr helfen oder spenden wollt, ihr findet Bikes without Borders direkt neben dem Alten Schlachthof in der Durlacher Allee 66:




Eurobike 2015

In zwei Tagen ist es wieder soweit, da öffnen sich in Friedrichshafen die Tore der Messehalle für alle Fahrradfans der Welt. Vom 26. – 28. August ist die Eurobike 2015 leider ausschließlich den Fachbesuchern und Journalisten vorbehalten. Für den Publikumsverkehr öffnen sich die Pforten erst am Samstag, dem 29. August. Wie gewohnt findet der Demo Day bereits einen Tag vor Beginn der Messe, am Dienstag, 25. August 2015, auf dem Messeparkplatz Ost statt. Die Testbedingungen sind gut. Das Fachpublikum kann sich nicht nur auf dem Parkplatz, sondern auch im angrenzenden Wald, auf den Feldwegen sowie den umliegenden Straßen rund um das Messegelände austoben und Neuheiten selbst ausprobieren.

Auf der EUROBIKE werden alljährlich die Neuheiten der internationalen Fahrradbranche präsentiert und wer gut zu Fuß ist und viel Energie hat, der bekommt auch tatsächlich ein komplettes Angebot rund ums Fahrrad dargeboten. 1.350  Aussteller – so viele wie nie zuvor – zeigen in Friedrichshafen auf über 100.000 m² Ausstellungsfläche ihre Produkte und Dienstleistungen und bilden das weltweite Spektrum der Fahrrad-Branche ab. Es gibt wohl keinen Ort auf der Welt, an dem Fahrräder und Zubehör in solch einer einzigartigen Produktbreite dargeboten werden.

Fragt sich natürlich, was es 2015 dort Neues zu sehen gibt. Eines ist sicher, das Rad wird auch in diesem Jahr nicht neu erfunden. Auch zaubern die Hersteller keine neue Radgröße aus ihren Hüten, wofür der Einzelhandel dankbar ist.




Mit dem Rad in den Urlaub

Noch ein paar Tage und dann sind überall in Deutschland Schulferien. Ferienzeit heißt bekanntlich auch Urlaubszeit. Statt faul am Strand abzuhängen ziehen es immer mehr Menschen vor, Ihren Urlaub aktiv zu verbringen, zum Beispiel mit dem Rad. Da man die Gegend vor der eigenen Haustür aber in der Regel schon erkundet hat, stellt sich die Frage, wie bekomme ich das Rad/die Räder an den Urlaubsort.

Da bieten sich mittlerweile drei Alternativen: