Radelblog

Das Rad – Fortbewegungsmittel und Lebensgefühl zugleich

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Aktion Brückenkaffee

Die Pfälzer können es und die Hessen können es auch. Da müssten wir Baden-Württemberger es doch eigentlich ebenfalls hinbekommen. Wir können schließlich alles, außer Hochdeutsch.
Worum geht es? Um die Aktion Brückenkaffee. Es handelt sich dabei nicht um ein Café im herkömmlichen Sinne, in das ich hineinspazieren könnte, um dort gemütlich ein Stück Kuchen zu essen. Mit der Aktionsform Brückenkaffee, die in Frankfurt auf einer Mainbrücke und in Ludwigshafen auf einer Rheinbrücke stattfindet, will man den Pendlern, die mit dem Rad zur Arbeit, zur Schule, zur Uni, zur Kita, zum Einkaufen oder wo auch immer hinfahren, seine Wertschätzung bekunden.

Danke, dass Ihr mit dem Rad fahrt!

Als kleines Zeichen der Anerkennung gibt es Tee, Kaffee, Selbstgebackenes und Obst.

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Frühling liegt in der Luft


Es wird Zeit, sein Rad fit zu machen für den Frühling. Wer wie ich ganzjährig und bei jedem Wetter mit dem Rad unterwegs ist, der kann sich jetzt bequem zurücklehnen. Aber alle anderen sollten jetzt ihre Räder aus dem Keller holen, oder wo immer sie sie eingemottet haben, und aus dem Winterschlaf holen. Nicht jeder ist ein begnadeter Schrauber. Wer sein Rad sicherheitshalber von einem Zweiradmechaniker durchchecken lassen möchte, der sollte sich sputen. Bald sind die Terminbücher der Fahrradwerkstätten wieder ausbucht, und der frühe Vogel fängt ja bekanntlich den Wurm.

Emotionen statt Emissionen

Heute Morgen hatte ich überhaupt keine Lust, schnell ans Ziel zu kommen. Wer wie ich viel mit dem Rad unterwegs ist, der kennt dieses Gefühl. Temperatur um den Gefrierpunkt, strahlend blauer Himmel und Raureif an den Pflanzen. Da möchte man am liebsten stundenlang weiter radeln.

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Radfahren im Winter

Es kommt zwar nicht oft vor, aber Frau Holle hat diesen Winter auch mal Karlsruhe besucht und ihre weiße Pracht ausgeschüttet. Donnerstag- und Freitagmorgen hatte ich das Vergnügen, durch eine verschneite Landschaft zu radeln. Bayern und Österreicher würden sich über diese paar weiße Fussel wahrscheinlich totlachen, aber für uns Karlsruher ist das schon etwas Besonderes.

Ich habe zwar eins meiner Räder mit Spikereifen bestückt, bin aber trotzdem mit meinem normalen Alltagsrad zur Arbeit gefahren. Warum?

  • Auf Schnee bieten meine Marathon Plus Tour Reifen von Schwalbe mit ihrem markanten Profil genügend Grip.
  • In der Stadt wird kultig gestreut, und zwar nicht nur auf den Straßen, sondern auch auf den Radwegen. Ehrlich gesagt habe ich keine Lust, abends dann mit den nicht gerade leisen Spikereifen über den frisch geputzten Asphalt zu donnern.
  • Außerdem weiß ich nie, ob es in der Innenstadt auch geschneit hat, denn mein Wohnort liegt nun mal gut 100 Meter höher. Oft bin ich schon im dichten Schneetreiben losgefahren und im strömenden Regen angekommen. Dann kam ich mir mit meinen Spikereifen immer vor, als wollte ich mit Kanonen auf Spatzen schießen.

Radfahren im Winter ist eigentlich überhaupt kein Problem, man muss sich nur dementsprechend anziehen.

Bei Schneetreiben sollte man ein Utensil auf keinen Fall vergessen – eine Brille. Mir kamen gestern und vorgestern etliche Radfahrer entgegen, die keine Brille trugen. Sie machten irgendwie allesamt einen verkniffenden Eindruck. Da kann man sein Gesicht auch noch so verhüllen und nur einen schmalen Sehschlitz freilassen, trockener harter Schneegriesel findet immer einen schmerzhaften Weg ins Auge.

Mit dem Rad zum Bäcker

Samstags hole ich morgens immer die Brötchen für die ganze Woche. Entweder ich gehe den knapp einen Kilometer zu Fuß oder ich fahre mit dem Rad.

Jeden Samstag spielen sich vor der Bäckerei tumultartige Szenen ab, denn die meisten Kunden kommen mit dem Auto. Beim Bäcker gibt es zwei PKW Parkplätze. Jeder hofft, einen dieser beiden Parkplätze zu ergattern, was einem Sechser im Lotto gleichkommt, denn dieser Bäcker ist nicht nur für mich erste Wahl, sondern für die meisten Bewohner der Karlsruher Bergdörfer.

Heute Morgen hatten wir wieder den Klassiker. Ich fuhr mit dem Rad zum Bäcker, mein Nachbar mit dem Auto. Ich stieg aufs Rad und fuhr los und sah aus den Augenwinkeln, wie er ins Auto stieg, es anließ und wieder ausstieg, um die Scheiben freizukratzen. Als ich mit den Brötchen den Laden verließ, bog er gerade um die Ecke und musste zu seiner Enttäuschung feststellen, dass beide Parkplätze belegt waren.

Ich frage mich dann immer, was in den Köpfen der Leute vorgeht, die mit dem Auto kommen. Ist das Bequemlichkeit? Haben die zu viel Zeit? Oder setzen sie sich einfach aus schierer Gewohnheit ins Auto?
Mein Nachbar wäre selbst zu Fuß schneller als mit dem PKW. Bei Licht betrachtet täte ihm das auch gut, denn er neigt ein wenig zur Fülle.

#MdRzA 2018 – Bildergalerie

Warum ich bei Wind und Wetter mit dem Rad zur Arbeit fahre? Ganz einfach, weil es mir einfach Spaß macht. Wenn man mir früher gesagt hätte, dass es mir mal überhaupt nichts ausmachen würde, bei Regen und Kälte durch schlammige Pfützen oder über Eis und Schnee zur radeln, dann hätte ich den Kopf geschüttelt und erwidert „And pigs can fly!“
Doch wer einmal damit anfängt, kann einfach nicht mehr damit aufhören. Man müsste eigentlich einen Warnhinweis auf jedes Rad kleben

Achtung, Radfahren kann süchtig machen!

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Radelblog wird fünf

Kinder, wie die Zeit vergeht, wenn man sich amüsiert! Vor genau fünf Jahren habe ich meinen ersten Blog-Beitrag veröffentlicht, eine Karikatur / Zeichnung des Briten Dave Walker. Mittlerweile verzeichnet mein Blog 912 Beiträge. Das sind  rein rechnerisch 182 Veröffentlichungen pro Jahr bzw. 15 pro Monat.

Bloggen, das hört sich so leicht an. Einfach mal ein bisschen was schreiben über ein Thema, für das man brennt. Das habe ich mir zu Anfang total einfach vorgestellt. Wenn man allerdings irgendwann mehr Zeit mit dem Recherchieren, Schreiben und Redigieren eines Blog-Beitrages verbringt, als mit dem, worüber man schreibt – dem Radfahren – dann fragt man sich natürlich, wieso mache ich das überhaupt? Statt über die Sorgen und Nöte der Alltagsradler und vor allem den vielen positiven Aspekten des Radfahrens zu berichten, könntest du jetzt selbst mit dem Rad ins Elsass fahren und in Weiler bei Wissembourg im Kräutercafe Salbeinudeln essen. Stattdessen sitzt du jetzt hier am Schreibtisch und grübelst über eine Formulierung. Manchmal weiß ich ehrlich gesagt nicht, was mich immer noch treibt.

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Mindestabstand 1,5 Meter

Ich bin kein Freund von Warnwesten für Radfahrer. Wovor wollen wir warnen? Vor uns? Stellen wir denn eine Gefahr dar? Wohl kaum! Nichtsdestotrotz bin ich mir natürlich bewusst, dass ich gerade jetzt, wo die Tage wieder kürzer werden und es morgens noch dunkel ist, wenn ich mich auf den Weg zur Arbeit mache, schneller von anderen Verkehrsteilnehmern wahrgenommen werde, je heller ich gekleidet bin.
Statt Warnweste habe ich mir einen neuen Regenschutz für meinen Rucksack zugelegt. Er hat mich nicht nur wegen seiner Leuchtkraft, sondern auch wegen seiner Botschaft überzeugt.

Thomas hat mich unlängst auf den Onlineshop Glückskind aufmerksam gemacht. Es hätte dort auch noch einen Regenschutz mit folgendem Spruch gegeben

Organspender – bitte vorsichtig überfahren

Aber da man ja nie weiß, wie wörtlich man genommen wird, habe ich mich dann doch lieber für ein klassisches Modell entschieden.

Critical Mass Juni 2018

Lag es am schönen Wetter, am fußballfreien Tag oder an der Liebe zum Radfahren? Wahrscheinlich an allem ein bisschen. Wir konnten in diesem Jahr schon das dritte Mal in Folge mehr als 200 Teilnehmer – genauer gesagt 214 – auf der Critical Mass in Karlsruhe verzeichnen.

Gut gelaunt setzte sich der Tross kurz nach 18 Uhr in Bewegung. Bis alle Radfahrer den Kronenplatz verlassen hatten, war die Spitze des Zuges schon auf die Ludwig-Erhard-Allee eingebogen. Für die musikalische Untermalung sorgten gleich mehrere Musikbikes, was nur zu Dissonanzen führte, wenn sie zu dicht nebeneinander fuhren.

 

Auf der Durlacher Allee habe ich versucht, mich vom Ende des Feldes ein wenig nach vorne zu arbeiten. 214 Teilnehmer hört sich ja nicht nach viel an. Obwohl ich flott rechts auf dem Radweg am munter plaudernden Tross der Radler vorbeigefahren bin, ist es mir nicht gelungen, bis an die Spitze des Zuges zu gelangen. Wir waren so viele Radfahrer in Durlach, dass wir den kompletten Altstadtring eingenommen haben 🙂
Die Route war schön, die Teilnehmer gut gelaunt und bunt gemixt und die Polizei war wie schon so oft tiefenentspannt und hat uns sicher ans Ziel geführt. Einige Polizisten haben unterwegs schon fast so etwas wie Lobbyarbeit für uns betrieben, indem sie fragenden Autofahrern ausführlich erklärten, wer wir sind und was wir da gerade machen. Vielen Dank dafür von meiner Seite.
Auch das Ziel – die Oktave an der Kirche St. Bernhard in der Karlsruher Oststadt – war ideal. Viele Teilnehmer verweilten noch auf dem Platz, um was zu trinken, zu fachsimpeln oder andere Räder zu bestaunen.

Feierabend-Tour durch Karlsruhe

Strahlend blauer Himmel und sommerliche Temperaturen – typisches Aprilwetter sieht anders aus. Da man ja nie wissen kann, wie lange so eine Schönwetterfront hält, bin ich gestern nach Feierabend eine der kurzen Tourenvorschläge aus Ab aufs Rad (BNN Spezial) nachgefahren. Die Tour mit dem Titel Südliche Hochburg des Jugendstils startet am Hauptbahnhof und führt von dort über die Weststadt, die Innenstadt und die Oststadt zum Karlsruher Schloss.

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