Tag: Radfahren

Bloggerwalk auf den Spuren von Karl Drais

Bloggerwalk auf den Spuren von Karl Drais

Wie heißt es so schön – unverhofft kommt oft. Ich wurde eingeladen, an einem Bloggerwalk teilzunehmen, der morgen zu Ehren von Karl Drais von der Stadt Karlsruhe veranstaltet wird.

Wir nehmen euch mit auf einen spannenden Rundgang durch Karlsruhe auf den Spuren von Karl Drais. Wir besuchen die Wirkungsstätten des Fahrraderfinders und erfahren allerlei interessante Fakten zum Leben und Wirken des berühmten Karlsruhers.

Da bin ich doch mal gespannt, zumal es anschließend per Rad zum Fahrrad-Festival geht, das an diesem langen Wochenende auf dem Alten Schlachhof stattfindet. Und da wollte ich sowieso hin.




Gehweg-Radler

Radfahren auf dem Gehweg? Das ist keine gute Idee, zumal wenn es einen Radweg gibt! Das findet auch die Stadt Neckarsteinach und hat dies über dem Gehwegschild noch mal unmissverständlich verdeutlicht. Wer lesen kann, ist wieder mal klar im Vorteil.

Gehweg – Vernünftige fahren hier nicht mit dem Rad. Anderen ist es verboten.




Fahrradklimatest 2016

Die Ergebnisse des Fahrradklimatests 2016 wurden gerade veröffentlicht. Karlsruhe liegt wie 2014 auf Platz zwei hinter Münster und vor Freiburg. Wer hätte das gedacht. Und wer hätte gedacht, dass Münster, obwohl noch immer die Nummer 1, von den Bewohnern der Stadt abgestraft wurde (mehr als 0,3 Notenpunkte schlechter als 2014).

Wenn man die Karlsruher Note vergleicht mit der Note, die die Rekener Radfahrer ihrer Stadt ausgestellt haben, dann sieht man allerdings, dass auch Karlsruhe in punkto Fahrradklima noch eine Menge Luft hat nach oben.

Falls ihr wissen wollt, wie eure Stadt abgeschlossen hat, hier findet ihr die Ergebnisse.




Steht eigentlich noch …

das Ghost Bike, das wir letztes Jahr im September in der Nähe des Sonnenbades in der Südlichen Uferstraße abgestellt haben, um an einen dort bei einem Verkehrsunfall getöteten 31-jährigen Radfahrer zu erinnern? Diese Frage hat mich schon eine ganze Weile beschäftigt, zumal morgen, am 17. Mai weltweit wieder viele Radfahrer in einer stille Gedenkfahrt ihrer im Straßenverkehr verunfallten Mitbürger gedenken. Der Ride of Silence – One Day, One Time, One Ride, A Million Powerful Memories – findet auch in vielen Städten Deutschlands statt. Eine Übersicht gibt es auf Daniels Blog und auf Twitter.

Doch zurück zu unserem Ghost Bike. Da die Karlsruher Polizei schon einmal eins konfisziert hat, habe ich gestern nach Feierabend kurzerhand einen kleinen Abstecher an der Alb entlang in Richtung Rhein unternommen und nachgeschaut. Es steht noch.

Ghost Bike am Sonnenbad




Veranstaltungstipp: Schwein gehabt

Unbedingt jetzt schon dick und fett im Terminkalender vormerken. Am kommenden Samstag, dem 20. Mai veranstaltet die ausgeschlachtet e.V. in Kooperation mit der Stadt Karlsruhe, dem  Kulturamt – Kulturbüro und der Karlsruher Fächer GmbH bereits zum vierten Mail die Kunst und Kulturnacht Schwein gehabt im Alten Schlachthof in Karlsruhe.

Kunst- und Kulturnacht am 20. Mai 2017 im Alten Schlachthof ab 18 Uhr

Auf dem Programm stehen neben jede Menge Kunst und Musik, Mode und Theater, Kurzfilmen und Lesungen, Livekaraoke und Tanz auch Schnupper-Vorführungen und Mitmachaktionen zum Jubiläum „200 Jahre Fahrrad“. Mit dem ersten upcycling Kunstbike, einem Soundbike und aktiven Kunstradfahrern gibt die Karlsruhe Event GmbH einen kleinen Vorgeschmack auf das am Wochenende darauf ebenfalls auf dem Schlachthof-Gelände im Rahmen der Heimattage stattfindende Drais-Wochenende.

Außerdem stellt sich die Offene Fahrradwerkstatt Bikes without Border vor. Bikes without borders stattet Flüchtlinge in und um Karlruhe günstig mit eigenen Fahrrädern aus. Das geht natürlich nicht ohne Spenden und die tatkräftige Mithilfe von Freiwilligen und der jeweiligen Flüchtlinge selbst. Dabei steht das Ermöglichen von Mobilität im Vordergund aber auch das gemeinsame Erlebnis und das sich Kennenlernen beim Reparieren. Wer mehr wissen will, schaut einfach bei der Werkstatt am Menschenrechtszentrum vorbei. Hier kann Fragen loswerden und an kleinen Upcycling-Events teilnehmen und so herausfinden, in was sich alte Fahrradteile noch verwandeln lassen.




Radfahren = gelebte Normalität?

Karlsruhe = heimliche Fahrradhauptstadt? so lautete der Titel meines letzten Blogbeitrages. Auf dem Fahrradportal – gefördert aus Mitteln zur Umsetzung des Nationalen Radverkehrsplans – war ich auf eine Seminarreihe der Fahrradakademie gestoßen mit dem Titel Deutschlands heimliche Fahrradhauptstädte (mit Exkursionselement).

Karlsruhe wird in dieser Seminarreihe als eine der drei heimlichen Fahrradhauptstädte genannt mit der Begründung bei uns sei Radfahren Normalität. Ich fahre bei jedem Wetter mit dem Rad zur Arbeit und für mich persönlich ist Radfahren in der Tat eine normale, alltägliche Art der Fortbewegung, aber dass Radfahren bei uns eine gelebte Normalität ist, wage ich zu bezweifeln. Für meine Skepsis sprechen u.a. auch die hohen Unfallzahlen, die unlängst veröffentlicht wurden. Meine weitere Begründung ist im Blogbeitrag nachzulesen.

Doch nur weil ich das denke, müssen das ja nicht alle Karlsruher so sehen. Also habe ich kurzerhand mal die Karlsruher Twitter-Gemeinde befragt, was sie von der These hält, dass Radfahren in Karlsruhe Normalität sei. Hier das absolut nicht repräsentative Endergebnis:

Im Gegensatz zu mir glauben 71 Prozent der Befragten, dass in Karlsruhe Radfahren bereits gelebte Normalität sei. Es gab zu dieser Umfrage und zum Blogbeitrag eine Reihe von Kommentare. Sich kritisch gegenüber der Situation der Radfahrer in Karlsruhe zu äußern sei Jammern auf hohem Niveau. In anderen Städten sei es doch viel schlimmer, sagen die einen. Nur weil es in anderen Städten schlimmer sei, hieße das ja nicht zwangsläufig, dass es bei uns nicht noch viel zu tun gäbe, sagen die anderen.

Interessant finde ich auch die Tendenz, dass insbesondere Radfahrer, die sommers wie winters mit dem Rad unterwegs sind und so locker im Jahr auf einige Tausend Kilometer Strecke kommen, sich kritisch geäußert haben. Doch die reinen Zahlen – wenn auch alles andere als repräsentativ – sprechen eine andere Sprache.

Bald werden die Ergebnisse des Fahrradklimatests für das Jahre 2016 veröffentlicht. Der ADFC-Fahrradklima-Test wird im 2-jährigen Rhythmus durchgeführt und ist die größte Befragung zum Radfahrklima weltweit. 2014 landete Karlsruhe vor Freiburg auf Platz 2 dieses Rankings. Ob wir im letzten Jahr ähnlich gut abgeschlossen haben, bleibt abzuwarten.

 




Karlsruhe = heimliche Fahrradhauptstadt?

Dieser Titel hat mich nun aber doch überrascht. Gestern und vorgestern fand in Postdam ein Seminar zu den Themenfeldern Radverkehrsplanung und -konzeption statt. Das Programm am Dienstag stand unter dem Motto „Wege zur Fahrradhauptstadt“.

Nachfolgend ein Auszug aus dem Seminarinhalt:

Fahrradhauptstadt – in Deutschland denkt man sofort an Münster oder Freiburg. Wie aber gehen andere Städte vor, um die Bevölkerung auf das Fahrrad zu bringen? Die Fahrradakademie stellt Ihnen drei „heimliche Fahrradhauptstädte“ vor, die nicht im Zentrum der Aufmerksamkeit stehen, aber einiges in Sachen Radverkehrsförderung bieten:

Neben Bocholt und Potsdam wird doch tatsächlich Karlsruhe als eine der heimlichen Fahrradhauptstädte aufgeführt.

Begründung:

Karlsruhe als Aufsteiger im Südwesten, wo innerhalb weniger Jahre das Radfahren Normalität geworden ist.

Bei uns in Karlsruhe wird ohne Frage viel für den Radverkehr getan und der Anteil der Radfahrer an den Verkehrsteilnehmern hat zugenommen, aber dass Radfahren bereits NORMALITÄT geworden ist, wage ich doch stark zu bezweifeln.

Ich habe keine Ahnung auf welche Fakten der Veranstalter seine Aussage stützt, aber solange sich bei uns Radfahrer genötigt fühlen, zu jeder Tageszeit eine Warnweste tragen zu müssen, um von anderen Verkehrsteilnehmern nicht „übersehen“ zu werden, kann von Normalität nun wahrlich nicht die Rede sein. Stellen wir Radfahrer etwa eine Gefahr dar, vor die wir andere warnen müssten?

Nehmen wir Städte wie Kopenhagen oder Amsterdam. Was fällt sofort auf? Kaum jemand trägt einen Fahrradhelm, geschweige denn eine Warnweste. Wozu auch, in diesen beiden Städten ist Radfahren gelebte Normalität. Davon sind wir in Karlsruhe trotz aller Bemühungen noch ein Stück weit entfernt.




Lasst Blumen sprechen

Im Frühling gehören Schlaglöcher auf unseren Straßen zum gewohnten Anblick. Wenn man Glück hat, werden sie schnell geflickt, wenn man Pech hat, dauert es eine gefühlte Ewigkeit, bis etwas passiert. Leider haben notdürftig geflickte Straßen die Angewohnheit, über kurz oder lang immer maroder zu werden. So auch im englischen Bath. Dort haben Hobby-Gärtner kurzerhand Blumen in die ärgsten Schlaglöcher gepflanzt, sozusagen als Wink mit dem Zaunpfahl.

Die Aktion war in zweierlei Hinsicht wirkungsvoll. Die Blumen warnten die Verkehrsteilnehmer rechtzeitig vor der Gefahr auf der Straße und die Aktion machte in den Sozialen Medien schnell die Runde. Und nichts hassen Stadtväter mehr als negative Publicity.

Potholes are a real problem and have the potential to be death traps for bikers and cyclists and with cars there is an issue with blow-outs to wheels. The whole point is to raise awareness of them.

Falls die Straßen vor eurer Haustür ähnlich desolat sind, lasst Blumen sprechen. Blumen gefährden niemanden, sehen hübsch aus und bringen die Botschaft rüber.

 




Turmbergomat – ein Selbstversuch

Kürzlich wurde in Durlach am Fuße des Turmbergs eine neue Zeitmessanlage enthüllt. Der Turmbergomat, wie die Macher der Anlage – die Stadt Karlsruhe und die Karlsruher Lemminge – ihn nennen, soll noch mehr Radfahrer und Läufer auf den Turmberg locken. Insgesamt 120 Höhenmeter und ca. 1,8 Kilometer muss man überwinden, um vom Fuße des Berges am Friedhof in Durlach bis zum Gipfel an der Turmbergstation zu gelangen. Ich habe mit meinem Trekkingrad mal einen Selbstversuch gestartet.




Critical Mass in Karlsruhe

200 Jahre Fahrrad = 200 Critical Mass Teilnehmer? Warum nicht, wir zählen auf euch!

  • Wann: 18:00 Uhr am 28.04.2017
  • Treffpunkt: Kronenplatz
  • Ende: Friedrichsplatz
  • Länge: ca. 13 km
  • Strecke : lasst euch einfach überraschen (für Kurzentschlossene und Späteinsteiger schon jetzt auf GPSies).