Schlagwort: Radfahren

Guten Rutsch ins neue Jahr

Radfahren kann man bei jedem Wetter, auch bei frostigen Temperaturen. Gut rutschen sollte man als Radfahrer allerdings nur im übertragenen Sinne. Also fahrt vorsichtig, zieht gegebenenfalls Spikereifen auf und kleidet euch nach dem Zwiebelprinzip. Dann macht das Radfahren auch in der kalten Jahreszeit jede Menge Spaß. Denn gerade im Winter, wenn alles auf den ersten Blick grau in grau erscheint, entdeckt man viele schöne Dinge am Wegesrand, an denen man im Auto achtlos vorüber fahren würde.




Frohe Weihnachten!

Wer will schon weiße Weihnachten! Ich brauche das nicht unbedingt, da ich keinen Wintersport betreibe und eigentlich jedem Wetter etwas abgewinnen kann. Ich finde, dass auch dichter Nebel und Nieselregen ihren Charme haben. Man muss es nur richtig ausleuchten, dann wird es sogar weihnachtlich.

In diesem Sinne wünsche ich euch ein paar besinnliche Weihnachtstage. Macht das beste aus dem Wetter. Man kann auch bei Regen und Wind eine Runde spazieren gehen, joggen oder Rad fahren. Dann übersteht man auch die bevorstehende Völlerei – yummy 🙂 – viel besser.




Etwas Warmes braucht der Mensch

Wer wie ich bei jedem Wetter mit dem Rad unterwegs ist, braucht natürlich auch die entsprechende Kleidung. Deshalb berichte ich an dieser Stelle immer mal wieder über Produkte, die ich beim Radfahren und/oder zum Joggen trage. Beim Durchgehen meiner alten Blogbeiträge ist mir aufgefallen, dass ich über eins meiner Lieblingsstücke noch gar nichts geschrieben haben, nämlich über das Funktionsunterhemd von VAUDE aus 56% Schurwolle (Merinowolle), 39% Polyamid, 5% Elastan.
Als meine Kollegin es mir letztes Jahr ans Herz gelegt hat, habe ich entsetzt abgewinkt. Kratzige Wolle auf meiner Haut? No way! Wollpullover kann ich nur mit Bluse oder Rollkragenshirt darunter tragen. Schon allein beim Gedanken an Wolle direkt auf der Haut könnte ich mich kratzen. Aber meine Kollegin ließ nicht locker. Sie bestand darauf, dass ich es wenigstens anprobiere. Im Nachhinein bin ich echt froh, dass sie nicht locker gelassen hat, denn meine Vorurteile gegenüber Wolle – kratzt und muss mit der Hand gewaschen werden – treffen auf dieses langarmige Funktionsunterhemd überhaupt nicht zu.

Ich habe das gute Stück jetzt über 40 Mal beim Radfahren getragen und kann es nur wärmstens empfehlen, denn es …




Schizophrenie des Alltags

Der Mensch ist schon irgendwie merkwürdig. Um etwas für seine Gesundheit zu tun, setzt er sich nach Feierabend ins Auto, fährt ins Fitness-Studio und schwingt sich dort auf den Ergometer.

Das nachfolgende Bild bringt dieses absurde Verhalten auf den Punkt.

Quelle: Twitter, 21st Century City

Wieso kompliziert, wenn es auch einfach geht. Lasst das Auto ab und zu mal stehen und fahrt mit dem Rad. Da spart ihr nicht nur Geld fürs Fitness-Studio, ihr seid an der frischen Luft und tut ganz nebenbei auch noch was für die Umwelt.




Wahlversprechen oder Wahlversprecher

Ich bin ja eigentlich ein positiv gestimmter Mensch, aber wenn es um Wahlversprechen geht, bin ich eher skeptisch. Papier ist geduldig und versprochen hat man sich schnell.

Wenn man mal von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und DIE LINKE absieht, haben sich die anderen vier Parteien, die wahrscheinlich im Bundestag vertreten sein werden, in puncto Radverkehr nicht allzu weit aus dem Fenster gelehnt. Hier ein Link zu den Wahlprogrammen der einzelnen Parteien.

Zwei Parteien – die FDP und die AFD – schweigen sich zu diesem Thema komplett aus.

Bei der SPD finden sich gerade mal ein paar Zeilen:

Die Infrastruktur für den Fahrradverkehr wollen wir verbessern. Dazu gehören mehr innerörtliche Fahrradspuren, sichere Abstellmöglichkeiten und regionale Radschnellwege. Für E-Bikes müssen außerdem mehr Ladestationen unter anderem an öffentlichen Gebäuden zur Verfügung gestellt werden.

Das Wahlversprechen der CDU/CSU fällt ähnlich knapp aus und der Schwarze Peter wird schon mal prophylaktisch an die Kommunen weitergereicht.

Wir erwarten von den betroffenen Städten, dass sie auch die Fahrrad-Mobilität fördern, ähnlich wie dies in den Niederlanden oder in der Stadt Münster der Fall ist. Gerade junge Menschen sind häufig bereit, auf Fahrräder umzusteigen. Der Bund wird den Fahrradverkehr und den Radwegebau weiter fördern. Wir starten ein Programm zur Förderung von Radschnellwegen, die unabhängig von vorhandenen Bundesstraßen verlaufen.

Christine Lehmann, stellt in ihrem heutigen Blogbeitrag die Frage: Welche Partei versteht am meisten vom Fahrradfahren? Den Kommentaren nach zu urteilen ist das Vertrauen der Leser in die diesbezügliche Kompetenz der Parteien nicht allzu groß. Ich muss gestehen, dass ich diese Skepsis teile. Wenn die beiden großen Parteien sich gerade mal am Rande für den Radverkehr interessieren, nützt es wenig, wenn potentielle Juniorpartner sich dafür stark machen. Noch dazu heißt koalieren auch immer kompromissbereit zu sein.

Im Gegensatz zu den Autofahrern, haben wir Radfahrer leider keine Interessenvertreter aus der Zweiradindustrie, die sich in Berlin für den Radverkehr stark machen. Jedenfalls habe ich nicht den Eindruck, dass sich Firmen wie Derby Cycle, Winora etc. hier ins Zeug legen würden. Solange das der Fall ist, müssen wir wohl oder übel selbst auf unsere Rechte als Verkehrsteilnehmer aufmerksam machen. Steter Tropfen höhlt den Stein, heißt es doch so schön.

Die Critical Mass ist so ein steter Tropfen. In Karlsruhe treffen wir uns immer am letzten Freitag des Monats um 18 Uhr auf dem Kronenplatz, um mit Gleichgesinnten etwa eine Stunde gemütlich durch die Stadt zu radeln und auf unser Anliegen aufmerksam zu machen. Den Streckenverlauf der nächsten Tour am 29. September findet ihr übrigens schon auf GPSies zum Download.

 

 




Räder – Reine Fortbewegungsmittel?

Räder sind nicht nur geniale Fortbewegungsmittel. Selbst ausgemustert sind sie noch zu gebrauchen, z.B. als Hinweisschild oder zur Verschönerung des Gartens. Es könnte ja sein, dass der eine oder andere von euch noch Anregungen braucht 🙂

Per Rad die Urlaubsregion erkunden




Rügen – Wittower Runde

Wir sind das dritte Mal auf Rügen. Unser erster Besuch liegt bereits 15 Jahre zurück. Da waren die Kinder noch klein. Die Ferienanlage in Juliusruh auf der nördlichsten Halbinsel Wittow war damals relativ neu und idyllisch in einem Kiefernwald direkt am Meer gelegen. Die Strandresidenz Aquamaris ist übrigens auch heute noch ein Paradies für Kinder. Gut acht Kilometer Sandstrand laden zum Baden, Faulenzen, Spazierengehen und Joggen ein.

Strand zwischen Juliusruh und Glowe

2002 hatten wir keine Räder dabei. Damals habe ich die Halbinsel mehr oder minder erjoggt.




Kesselrollen – Der Film

Gestern Abend war Premiere der Doku über die Fahrrad-Szene in Stuttgart.

Ihre Hauptdarsteller trotzen Hügeln, Autos und Feinstaub. Mit Freude und Enthusiasmus,

so der Kommentar der Stuttgarter-Nachrichten über den Film.

Wer die Premiere verpasst hat, der hat leider Pech, denn auch die Plätze der nächsten Vorstellung am 28. September sind bereits alle vergeben. Hier schon mal vorab der Teaser zum Film. Ich bin mir sicher, dass die Doku auch in den Kinos anderer Städte ausgestrahlt wird, denn das Thema Radfahren in der Stadt brennt ja nicht nur den Stuttgartern unter den Nägeln.

Kesselrollen – Teaser from Kesselrollen on Vimeo.




Mit dem Rad zur Arbeit 2017

Normalerweise drucke ich mir keine Urkunden aus. Bei dieser mache ich jetzt mal eine Ausnahme, um zu zeigen, was möglich ist, auch ohne dass man Sport treibt.

Heute ist der letzte Tag der Aktion „Mit dem Rad zur Arbeit 2017“. Im Aktionszeitraum von Anfang Mai bis Ende August bin ich 79 Tage mit dem Rad zur Arbeit gefahren, habe dabei 2686 Kilometer zurückgelegt und rein rechnerisch 62.852,40 kcal verbrannt. Die Anzahl Tage stimmt, die Kilometer stimmen, aber bei den Kalorien bin ich skeptisch. Doch selbst, wenn es „nur“ 50.000 waren, kann man dafür eine ganze Menge Schokolade und Eis verputzen 🙂

Nur weil die Aktion jetzt zu Ende ist, höre ich natürlich nicht mit dem Radfahren auf. Aber ich verabschiede mich erst mal in den wohlverdienten Urlaub und nerve meine Freunde und Kollegen mit Fotos von Sonnenuntergängen, Kreidefelsen und endlosen Stränden. Rache ist eben süß.




Critical Mass in Karlsruhe am 25.08.2017

Die einen nennen es Critical Mass, andere wiederum Fahrrad-Demo und manch einer sogar Kirchentag der Radfahrer und Velomobilisten – dies spiegelt die ganze Bandbreite der Veranstaltung wider.

Hier schon mal die Streckenführung der morgigen CM für alle, die unterwegs mit ihrem Rad einsteigen wollen.

Der Start ist wie immer um 18 Uhr auf dem Kronenplatz. Die 1-stündige Tour führt über die Ludwig-Erhard-Allee zum „Horror“-Kreisel (siehe Video unten) von dort über die Oststadt und die neue Südoststadt in die Südstadt. Danach umrunden wird einen Teil des Stadtgartens und fahren dann zurück in die Südstadt, wo die Tour auf dem Werderplatz enden wird.

Solltet ihr übrigens den Beitrag über den Oststadtkreisel auf extra-3 verpasst haben, hier das Video: