Radelblog

Das Rad – Fortbewegungsmittel und Lebensgefühl zugleich

Schlagwort: Pedelec Seite 1 von 3

Keine Haftpflicht für Pedelecs

Die Einführung einer obligatorischen Haftpflichtversicherung für Pedelecs, die im EU-Parlament diskutiert wurde, scheint vom Tisch. Offiziell ist das zwar noch nicht, aber da der Ausschuss für Binnenmarkt und Verbraucherschutz sich gegen solch eine Haftpflichtversicherung ausgesprochen hat, ist das nur noch eine Formalie. Ich kann also auch weiterhin ohne Nummernschild mit meinem Lastenrad durch die Gegend radeln.
Die Vorstellung, dass ich für mein Packster 40 eine Versicherung hätte abschließen müssen wie für ein S-Pedelec oder E-Bike, hat mir schon keine Ruhe mehr gelassen.
Ein Pedelec ist ein Fahrrad und kein Kraftfahrzeug. Nur die Versicherungen hätten sich die Hände gerieben. Die Fahrradindustrie hingegen hätte mit Sicherheit einen Einbruch bei den Verkaufszahlen zu verzeichnen gehabt. Außerdem stelle man sich mal den Verwaltungsaufwand vor, den die Einführung einer obligatorischen Haftpflichtversicherung nach sich gezogen hätte. Der Kelch ist also noch mal an uns vorübergegangen.

Diensträder und ihr Restwert

Diensträder sind voll im Trend. Der Arbeitnehmer freut sich, weil er über seinen Arbeitgeber günstig an ein Rad mit Rundumschutz (inkl. Vollkasko- und Diebstahlversicherung) kommt. Der Arbeitgeber freut sich, weil Mitarbeiter, die mit dem Rad zur Arbeit fahren, weniger Ausfalltage haben, als ihre mit dem Auto fahrenden Kollegen. Die Fachhändler freuen sich, weil sie nicht nur mehr, sondern vor allem hochpreisige Räder verkaufen. Und last but not least freut sich auch Vater Staat, denn jeder, der vom Auto aufs Rad umsteigt, schont die Umwelt und verursacht weniger Kosten fürs Gesundheitssystem. So weit, so gut.

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Wenn der Postmann zweimal klingelt

Die Post macht es vor

E-Lastenrad der Post

Egal, ob mit Antrieb oder ohne, die Post setzt bei der Briefzustellung verstärkt aufs Fahrrad.

Vorteile:

  • Parkplatz direkt vor der Haustür des Kunden
  • Kostengünstig
  • Flexibel
  • Umweltfreundlich
  • Und für den Zusteller selbst gibt es Bewegung an frischer Luft gratis.

Noch 2 Tage bis Weihnachten

Und, habt ihr schon alle Geschenke beisammen? Oder gehört ihr zu denen, die am Samstag noch mal schnell in eine Parfümerie oder einen Juwelierladen müssen? Noch habt ihr drei Tage Zeit, euch mehr oder weniger geistreiche Geschenkideen einfallen zu lassen.

Oder ihr nutzt eure Zeit einfach für etwas Sinnvolles:

Cartoon von Ralph Ruthe (@ralphruthe)

Felgenkiller vs. Anlehnbügel

Es tut sich was in puncto Fahrradständer. Aldi Süd ist dabei, seine „Felgenkiller“, an die man maximal ein Laufrad anschließen kann, …

Felgenkiller

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Rotwild E-Bike Tour

Kaum bin ich mit unserer Ältesten auf einer 1-wöchigen Radtour durchs Ländle, bekomme ich von meiner besseren Hälfte die folgende WhatsApp Message:

Growing old is not for sissies.

Wem sagst du das, hätte ich am liebsten geantwortet, wenn das Foto, das dieser Nachricht beigefügt war, mich nicht umgeworfen hätte:

Rotwild RT – HT 28 Tour

Kauft sich mein Gatte doch einfach ein neues Fahrrad, ohne mich zu fragen und noch dazu ein Pedelec von Rotwild!

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SDURO HardSeven Pro 27.5″ 400Wh 11-G XT

E-Perfomance at its best: SDURO HardSeven Pro 27.5″ 400Wh 11-G XT, denn es war schon immer etwas teurer einen besonderen Geschmack zu haben.

Wer hätte vor ein paar Jahren gedacht, dass Elektrofahrräder mal so sportlich daherkommen würden. Mit den SDUROS bedient Haibike vor allem junge und jung gebliebene, dynamische E-Biker, die Spaß an schnellen Offroad-Pisten haben. Der Speed kommt vom Yamaha Antrieb. Er ist kompakt, leicht, leise und dennoch megastark. Dank seines Zero-Cadence-Supports unterstützt er euch schon bei der kleinsten Kurbelumdrehung. Manch andere Antriebssysteme unterstützen erst ab einer gewissen Kurbelumdrehung (Cadence). Nicht so der Yamaha Antrieb. Einmal kurz in die Pedale getreten und das Rad geht ab wie „Schmitz Katze“. Das macht Laune, insbesondere beim Anfahren am Berg, erfordert aber im Gelände auch eine Menge Fahrkönnen.

Der 400 Wh Akku ist mit seinen 2,9 kg ein Leichtgewicht. Der Akku kann selbstverständlich auch am Rad geladen werden. Er wird seitlich entnommen, was den Vorteil hat, dass man auch bei kleineren Rahmengrößen keine Platzprobleme hat.

Das abnehmbare Display wird über eine Remote Schaltung am Lenker bedient. Es gibt fünf Fahrmodi: OFF (da müsst ihr alleine treten, Eco+ (für eine längere Reichweite), ECO, STD + HIGH (volle Unterstützung, geringere Reichweite). Was wird sonst noch angezeigt? Das Übliche: Gesamt- und Tageskilometer, maximale, aktuelle und durchschnittliche Geschwindigkeit, Ladestand und Restreichweite sowie Trittfrequenz und aktueller Unterstützungsgrad.

Stark finde ich das Design. Haibke schafft es wie kaum ein anderer Hersteller, den Akku über den genial angebrachten Schriftzug mit dem Rahmen zu verschmelzen, so dass er kaum auffällt. Wenn ich mal alt bin – meine Kinder würden jetzt sagen „bist du schon seit gut 30 Jahren“ – kauf ich mir auch so ein Rad mit eingebautem Rückenwind.

Über den Dächern von Erlenbach

Es gibt Menschen, die sammeln Briefmarken, und es gibt Menschen, die sammeln Rekorde. Der Hochseilartist und Extremsportler Freddy Nock gehört zu dieser zweiten Kategorie Mensch – je höher, weiter, waghalsiger und spektakulärer desto besser. Dafür balanciert er mit oder ohne Balancierstange auch schon mal über Schluchten oder Täler und überwindet dabei Steigungen von bis zu 57 Prozent. Er hat für seine extrem gefährlichen Aktionen schon eine Menge Einträge im Guinness-Buch der Rekorde eingeheimst.

Einer seiner letzten spektakulären Auftritte fand im Schweizer Städtchen Erlenbach statt. Mit einem Elektrofahrrad überquerte er ohne Netz und doppelten Boden eine Distanz von knapp 500 m auf dem Hochseil.

Ich weiß nicht, ob ich das bewundern soll oder nicht. Das „Spektakulärste“, was ich kann, ist Einrad fahren. Doch nur, weil ich das auf dem Boden kann, würde ich es nicht auf einem Hochseil versuchen. Wozu? Ich nehme an, dass man dazu geboren sein muss. Mir wurde dieses Gen nicht in die Wiege gelegt. Ich brauche keinen Nervenkitzel und bin froh, dass ich diesbezüglich ein Spießer bin.

Andere wiederum, Artisten, Extremsportler, Bungee-Springer, Base Jumper und Hochseilartisten wie Freddy Nock können ohne Adrenalinkick nicht leben. Sie sind geradezu süchtig nach diesem Adrenalinschub, der sie wie im Rausch von einem Rekord zum nächsten treibt.

Fahrrad als Wirtschaftsfaktor

Dass das Fahrrad als Wirtschaftsfaktor eine immer größere Bedeutung einnimmt, sieht man nicht zuletzt an Touristenorten wie Fehmarn. Die Insel zählt mit seinen rund 2100 Sonnenstunden im Jahr zu den sonnenreichsten Orten Deutschlands. Jedes Jahr kommen rund 300.000 Besucher um hier ihren Urlaub zu verbringen. Tagesgäste sind bei der Zahl noch nicht mal mitgezählt. Fehmarn ist – wenn man mal von ein paar Straßenüberführungen absieht – platt wie eine Flunder, d.h. prädestiniert mit dem Rad erkundet zu werden. Das tun die meisten Urlaubsgäste auch. Entweder haben sie ihr eigenes Rad dabei oder leihen sich eins. Angesichts der vielen florierenden Fahrradverleihgeschäfte und -reparaturwerkstätten gehe ich mal davon aus, dass viele Urlauber ihr Rad hier vor Ort ausleihen. Der Fahrradsektor bringt hier viele Menschen in Lohn und Brot.

Jetzt dürft ihr dreimal raten, welcher Fahrradtyp derzeit der absolute Renner auf der Insel ist. Ein Trekkingrad oder Mountainbike? Fast richtig. Ein Hollandrad? Denkste! Der meist verliehene Radtyp ist das Pedelec! Räder mit Rückenwind gehen hier weg wie warme Semmel. Wer hätte das angesichts der Topographie gedacht? Ich jedenfalls nicht.

Zugegeben, der Altersdurchschnitt unter den Gästen der Insel ist derzeit wahrscheinlich bei 60+. Hier gehöre sogar ich zu den „Jungen“. Aber selbst Familien mit Kindern und Paare um die 30 erkunden die Insel lieber mit Elektrofahrrädern als mit konventionellen Rädern.

Da meine bessere Hälfte derzeit nicht so fit ist wie ich, habe ich ihm vorgeschlagen, sich doch auch so ein Pedelec auszuleihen. Hier sieht ihn ja keiner damit. Dann hätten wir gemeinsam ausgedehnte Radtouren unternehmen können. Ich hätte mich auf meinem Mountainbike schon mächtig ins Zeug legen müssen, um mit ihm auf seinem Rad mit eingebautem Rückenwind mithalten zu können. Aber davon wollte er leider nichts wissen. Ist wahrscheinlich Altersstarrsinn.

Auch ein Lastenrad ist keine Kutsche

Ein Lastenrad ist doch keine Kutsche

Auf der Gazelle hätte er sich rumkutschieren lassen, aber das wollte ich nicht. Das ist wahrscheinlich auch Altersstarrsinn. Ergebnis: Urlaub der zwei Geschwindigkeiten. Ich fahre mit meinem Stößer kreuz und quer über und rund um die Insel herum und er mit seinem Rad gerade mal um unser Urlaubsdomizil in Burg.

 

Eurobike 2015

In zwei Tagen ist es wieder soweit, da öffnen sich in Friedrichshafen die Tore der Messehalle für alle Fahrradfans der Welt. Vom 26. – 28. August ist die Eurobike 2015 leider ausschließlich den Fachbesuchern und Journalisten vorbehalten. Für den Publikumsverkehr öffnen sich die Pforten erst am Samstag, dem 29. August. Wie gewohnt findet der Demo Day bereits einen Tag vor Beginn der Messe, am Dienstag, 25. August 2015, auf dem Messeparkplatz Ost statt. Die Testbedingungen sind gut. Das Fachpublikum kann sich nicht nur auf dem Parkplatz, sondern auch im angrenzenden Wald, auf den Feldwegen sowie den umliegenden Straßen rund um das Messegelände austoben und Neuheiten selbst ausprobieren.

Auf der EUROBIKE werden alljährlich die Neuheiten der internationalen Fahrradbranche präsentiert und wer gut zu Fuß ist und viel Energie hat, der bekommt auch tatsächlich ein komplettes Angebot rund ums Fahrrad dargeboten. 1.350  Aussteller – so viele wie nie zuvor – zeigen in Friedrichshafen auf über 100.000 m² Ausstellungsfläche ihre Produkte und Dienstleistungen und bilden das weltweite Spektrum der Fahrrad-Branche ab. Es gibt wohl keinen Ort auf der Welt, an dem Fahrräder und Zubehör in solch einer einzigartigen Produktbreite dargeboten werden.

Fragt sich natürlich, was es 2015 dort Neues zu sehen gibt. Eines ist sicher, das Rad wird auch in diesem Jahr nicht neu erfunden. Auch zaubern die Hersteller keine neue Radgröße aus ihren Hüten, wofür der Einzelhandel dankbar ist.

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