Schlagwort: Pedale

Fahrradgeräusche ade

Mein Trekkingrad schnurrt wieder geräuschlos dahin. Doch es hat sich ganz schön lange hingezogen, bis ich den Grund des nervtötenden Klack-klack-klack gefunden hatte. Erst hat mein Mann die Kette und den hinteren Zahnkranz gewechselt. Ja, ich bekenne mich schuldig, wir haben noch die klassische Rollenverteilung: Er führt die Reparaturen aus und ich schaue ihm dabei interessiert zu. Was technische Dinge anbetrifft, habe ich fünf linke Hände. Das Einzige, was ich kann, ist Reifen wechseln und Bremsbeläge erneuern. Ist zwar nicht viel, aber immerhin.

Doch zurück zu den Geräuschen. Auch nach der Erneuerung der Kette und Zahnkränze war das Geräusch noch da. Immer wenn ich anderen das Klack-klack-klack vorführen wollte, tat mein Rad mir allerdings nicht den Gefallen, es auch zu erzeugen. Typischer Vorführeffekt. Aber es kamen eigentlich „nur“ noch drei Komponenten in Frage: die Kurbelgarnitur, die Pedale oder das Lager.

Da die Pedale am einfachsten zu wechseln sind, haben wir die vom Trekkingrad abmontiert und durch die Mountainbike-Pedale ersetzt. Bingo! Volltreffer. Man konnte schon beim Drehen der abmontierten Pedale merken, dass da der Wurm drin ist:

Der Übeltäter - die Pedale

Der Übeltäter – die Pedale

Jetzt werde ich mir etwas Anständiges zulegen. Ich trete sie zwar täglich mit Füßen, aber in meine neuen Pedale investiere ich jetzt mehr als vorher.

 




Internet der Dinge

Das Internet der Dinge hat ja schon lange Einzug in unser Leben gehalten. Mal eben kurz vom Büro aus checken, ob der Postbote schon daheim das Paket abgegeben hat, dank der versteckten Kamera vor der Haustür kein Problem. Heute ist alles möglich. Das ganze Haus ist verkabelt, alles lässt sich aus der Ferne lenken. Man kann von unterwegs die Rollläden rauf- und wieder runterlassen, den Backofen schon mal vorheizen oder das Licht anmachen. Das alles und Vieles mehr ist schon lange Stand der Technik.

Jetzt hat das Internet auch das Fahrrad erreicht: smarte Handgriffe, intelligente Fahrräder, Diebstahlsicherung via App, ein Ende der Entwicklung ist noch lange nicht abzusehen. Selbst auf der gerade zu Ende gegangenen Consumer Electronics Show in Nevada fand sich die eine oder andere sinnvolle Entwicklung fürs Fahrrad.

Die französische Firma Connected Cycle hat ein Pedal entwickelt, das Fitness-Coach und Diebstahlsicherung in einem ist. Die Verbindung zwischen Pedal und Smartphone wird über Mobilfunktechnik und GPS hergestellt. Geladen wird der Akku beim Fahren automatisch. Der Name der Errungenschaft ist schlicht: Pedal. Warum nicht, das kann sich jeder merken. Das Pedal ist das erste vernetzte Pedal der Welt. Wird das Rad gestohlen, wird der Besitzer sofort alarmiert. Über GPS lässt sich feststellen, wo sich das Fahrrad gerade befindet. Wer jetzt glaubt, er könne das Pedal einfach abmontieren und dadurch eine Lokalisierung verhindern, der irrt. Die Montage des Pedals dauert zwar nur ein paar Minuten und ist kinderleicht. Entfernen lässt es sich aber nur über einen speziell codierten Schlüssel.

Das Pedal von Connected Cycle - nicht gerade eine Augenweide, aber sehr wirkungsvoll

Das Pedal von Connected Cycle – nicht gerade eine Augenweide, aber sehr wirkungsvoll

Das Pedal dient aber nicht nur zur Diebstahlsicherung. Es zeichnet unterwegs automatisch jede Menge Daten auf (z.B. Geschwindigkeit, Strecke, Steigung, Gefälle, Kalorienverbrauch) und speichert sie zur späteren Auswertung in der Cloud.

Das Pedal hat seine eigene Internetverbindung, funktioniert autonom überall auf der Welt und erzeugt seine eigene Energie. Es muss keine Batterie oder kein Akku geladen werden, und man muss auch sein Smartphone nicht unbedingt dabei haben, wenn man unterwegs ist. Interessant ist dieses Pedal sicher für den täglich mit dem Rad zur Arbeit fahrenden Pendler, insbesondere wenn er keinen sicheren Abstellplatz für sein Fahrrad hat. Auch Fahrradverleihfirmen könnten an dieser Diebstahlsicherung interessiert sein. Zumal diese Firmen dann aufgrund der in der Cloud hinterlegten Daten Bewegungsprofile erstellen könnten, wüssten was ihre Kunden für Vorlieben haben, wie viele Kilometer sie so im Schnitt zurücklegen, etc. Ach ja, „schöne, neue Welt“.