Tag: Mobilität

Veranstaltungstipp: Schwein gehabt

Unbedingt jetzt schon dick und fett im Terminkalender vormerken. Am kommenden Samstag, dem 20. Mai veranstaltet die ausgeschlachtet e.V. in Kooperation mit der Stadt Karlsruhe, dem  Kulturamt – Kulturbüro und der Karlsruher Fächer GmbH bereits zum vierten Mail die Kunst und Kulturnacht Schwein gehabt im Alten Schlachthof in Karlsruhe.

Kunst- und Kulturnacht am 20. Mai 2017 im Alten Schlachthof ab 18 Uhr

Auf dem Programm stehen neben jede Menge Kunst und Musik, Mode und Theater, Kurzfilmen und Lesungen, Livekaraoke und Tanz auch Schnupper-Vorführungen und Mitmachaktionen zum Jubiläum „200 Jahre Fahrrad“. Mit dem ersten upcycling Kunstbike, einem Soundbike und aktiven Kunstradfahrern gibt die Karlsruhe Event GmbH einen kleinen Vorgeschmack auf das am Wochenende darauf ebenfalls auf dem Schlachthof-Gelände im Rahmen der Heimattage stattfindende Drais-Wochenende.

Außerdem stellt sich die Offene Fahrradwerkstatt Bikes without Border vor. Bikes without borders stattet Flüchtlinge in und um Karlruhe günstig mit eigenen Fahrrädern aus. Das geht natürlich nicht ohne Spenden und die tatkräftige Mithilfe von Freiwilligen und der jeweiligen Flüchtlinge selbst. Dabei steht das Ermöglichen von Mobilität im Vordergund aber auch das gemeinsame Erlebnis und das sich Kennenlernen beim Reparieren. Wer mehr wissen will, schaut einfach bei der Werkstatt am Menschenrechtszentrum vorbei. Hier kann Fragen loswerden und an kleinen Upcycling-Events teilnehmen und so herausfinden, in was sich alte Fahrradteile noch verwandeln lassen.




Kinotipp: Bikes vs Cars

  • Wo: Mannheim, Cinema Quadrat
  • Wann: Sonntag, 2. April 2017, um 19.30 Uhr

Hier ein Trailer zum EInstimmen:

Worum geht es in BIKES VS CARS? Um Klimaveränderung, Ressourcenvergeudung und Städte, die in Autos ersticken. Das Fahrrad ist eine Alternative, um dem Verkehrschaos und dem Verkehrskollaps entgegenzuwirken. Es ist ein kostengünstiges, ressourcenschonendes und noch dazu gesundes Fortbewegungsmittel.

Aber die Automobilindustrie investiert jedes Jahr Unsummen in Lobbyarbeit, um ihr Geschäft zu schützen und möglichst viele Autos zu verkaufen. Autos sind bequem und suggerieren Mobilität und Unabhängigkeit. Aber bei Licht betrachtet verbringt jeder Autofahrer tagtäglich viel Zeit im Stau. Warum tut man sich das an? Der Regisseur Fredrik Gertten versucht aufzuzeigen, was diese Menschen antreibt und zeigt Alternativen auf. Er lässt Alltagsradler und Fahrradaktivisten zu Wort kommen, die interessiert sind an einer nachhaltigen, flexiblen, kostengünstigen und zeitsparenden Fortbewegung. Der Dokumentarfilm wurde u.a. in den Metropolen Sao Paulo, Los Angeles und Kopenhagen gedreht. Es kommen Menschen zu Wort wie Aline Cavalcante, Bloggerin und Aktivistin, die seit 2008 in Sao Paulo lebt und dort eine Bar mit Bike-Shop mitgegründet hat; Dan Koeppel, der in L.A. „The Big Parade“, einen zweitägigen Stadtspaziergang ins Leben gerufen hat, die Stadtplanerin Raquel Rolnik und Ivan Naurholm, der als Taxifahrer in Kopenhagen eine ganz eigene Sicht darauf hat, was es heißt, als Autofahrer die Straßen mit Radfahrern zu teilen. Der sehenswerte Film ist ein Plädoyer für eine lebenswerte und nachhaltige Stadt- und Verkehrsplanung.

 




28″ Reiserad von Rennstahl

Vor ziemlich genau einem Jahr habe ich mir das Reiserad gekauft. Kaufentscheidend waren das Aussehen – typisch Frau wird jetzt mancher sagen – der Stahlrahmen, die Rohloff-Schaltung und die hochwertige Ausstattung:

  • Bremsen: Shimano XT Scheibenbremsen (vorne 180 mm, hinten 160 mm)
  • Nabendynamo: SON 28 Disc 10 mm
  • Licht: SON Edelux II
  • Rücklicht: Busch und Müller TOPLIGHT Line Brake Plus, 50 mm
  • Kettenblatt/Kurbel: Truvativ Stylo 1.1G 42 Zähne
  • Sattel: Brooks Cambium C17

Reiserad von Rennstahl – eine Augenweide

  • Gefahrene Kilometer: knapp 8000
  • Wo gefahren: Hauptsächlich Straße
  • Verschleiß-/Verbrauchsmaterial: 2 Schläuche (Plattfuß), 1 Kette, 1 Ölwechsel (Schaltung) und 2 Bremsbeläge
  • 1 Crash („sturzbedingte Selbstverletzung“ ohne Fremdeinwirkung aufgrund nicht angepasster Geschwindigkeit).
    Ergebnis: Kratzer am Schutzblech, 2 neue Pedale, ansonsten alles tiptop



Vietnam – Städte mehr oder minder radlos

Wenn Freunde von mir in fernen Ländern Urlaub machen, bitte ich sie immer, mir Bilder zu schicken, aus denen ansatzweise hervorgeht wie und womit sich die Bevölkerung fortbewegt. Hier ein paar Schnappschüsse aus Vietnam.

Lastenrad in Vietnam

Solche Lastenräder sind in den Städten Vietnams selten. Kommentar meiner Bekannten:

Ist die Ausnahme, in den Städten ist der Lebensstandard relativ hoch! Autos sind nur wenigen vorbehalten, da wahnsinnig teuer. Aber Mopeds! Tausende! Unvorstellbar! Wie die Lemminge! Der Verkehr brummt Tag und Nacht.




Fahrrad-Song goes viral

Der Song Lust auf Fahrrad  wurde von der Stadt Hannover in Auftrag gegeben und soll fürs Fahrradfahren sensibilisieren und animieren. Dass der Song in so kurzer Zeit ein Hit auf Facebook und Twitter werden würde, damit hatten wohl weder die Macher des Songs – die Bozner Firma helios – noch die Stadt Hannover selbst gerechnet. Das Video mit dem Song wurde auf Facebook bereits mehr als 40.000 Mal geklickt und ca. 600 Mal geteilt.

 

Der Song trifft einen Nerv, ist unterhaltsam und macht Lust aufs Radfahren.




Das Radfahren so cool machen, als säße man in einem Ferrari

Gestern wurde in der FAZ  ein interessanter Artikel zum Boom von Leihrädern in den Metropolen Chinas veröffentlicht. Er schließt ab mit dem folgenden Zitat des Vorstandsvorsitzenden der Verleihfirma Mobike.

Was wir versuchen, ist das Fahrradfahren für Chinesen so cool zu machen, als säßen sie in einem Ferrari.

Das Radfahren wieder cool, hip und begehrlich machen. Geil! Und das in einem Land, in dem das Auto Statussymbol Nummer 1 ist, in dem man das Autokennzeichen für sein neu zugelassenes Auto für Tausende von Euro ersteigern muss. Dabei sah es Ende der 80er Jahre in Peking noch so aus:

Fahrradabstellplatz - U-Bahn Haltestelle in Peking

Fahrradabstellplatz – U-Bahn Haltestelle in Peking

Lastenrad - Peking 1989

Lastenrad – Peking 1989

Das Rad der Geschichte dreht sich zwar nicht rückwärts, aber wer weiß, wenn auch nur ein paar Millionen Menschen das Auto stehen lassen und aufs Rad umsteigen. bringt das schon eine Menge.




Felgenkiller vs. Anlehnbügel

Es tut sich was in puncto Fahrradständer. Aldi Süd ist dabei, seine „Felgenkiller“, an die man maximal ein Laufrad anschließen kann, …

Felgenkiller




Like it – Bike it

Unter diesem Motto hat das Land Baden-Württemberg einen neuen Kurzfilmwettbewerb für Kinder und Jugendliche ausgeschrieben. Das Jahr 2017 steht ja bekanntermaßen ganz im Zeichen des Fahrrads. Es jährt sich zum 200. Mal der Geburtstag von Karl Drais, dem Erfinder der Draisine, die gemeinhin als Vorreiter des heutigen Fahrrads angesehen wird. Anlässlich dieses Jubiläums finden ab November dieses Jahres zahlreiche interessante Veranstaltungen statt.

like-it-bike-it

Kinder und Jugendliche zwischen 11 und 18 sind aufgerufen einen ca. 2 minütigen Film zum Jubiläums-Motto „200 Jahre Fahrrad: Zurück in die Zukunft“ zu drehen. Bis zum 27. Januar 2017 kann man seinen Film einreichen, Preise gewinnen und bei etwas Glück als Sieger oder Siegerin nach Berlin zur Preisverleihung fahren. Nähere Einzelheiten zu den Modalitäten findet ihr hier.




Zahl der Woche: 500 Euro

Laut Finanzen 100 könnten wir 350.000 € sparen, wenn wir unser Auto verkaufen würden. Der Durchschnittsdeutsche gibt im Monat ca. 500 € für sein Auto aus (Sprit, Steuern, Versicherung, Reparaturen und Wertverlust). Das macht im Jahr 6.000 €, in zehn Jahren 60.000 € und in gut 58 Jahren besagte 350.000 €.

Ohne Auto jede Menge Geld sparen




Radfahren verlernt man nicht

Das stimmt, aber zunächst muss man es mal lernen. Dass es überhaupt erwachsene Menschen gibt, die nicht Radfahren können, konnte ich mir bis vor kurzem gar nicht vorstellen. Vor drei Jahren hatten wir eine Austauschschülerin aus Shanghai zu Besuch. Als sie mitbekam, dass ich mit dem Rad zur Arbeit fahre und auch die Kinder oft damit unterwegs sind, war sie wie elektrisiert. Sie will auch Radfahren, aber ihre Eltern haben es ihr verboten, weil es zu gefährlich sei. Ein Weltbild geriet ins Wanken. Was, ausgerechnet eine Chinesin konnte nicht Radfahren, weil ihre Eltern es ihr verboten hatten.

Die Eltern unserer chinesischen Austauschschülerin hatten Angst, dass ihre Tochter mit dem Rad unter die Räder kommen würde und zwar unter vier Räder. In Shanghai herrscht ein regelrechter Autowahn. Knapp 2 Mio privat genutzte PKW verstopfen täglich die Straßen der Metropole. Vor ein paar Jahren hat man die Reißleine gezogen. Wer ein Neufahrzeug zulassen will, muss das dazu notwendige Nummernschild erst ersteigern. Das „teuerste Blechstück der Welt“, so die Shanghaier. Für den Preis eines Nummernschildes kann man einen, wenn nicht sogar zwei chinesischen Kleinwagen kaufen. Offizielle Unfallzahlen gibt es zwar nicht, aber das Rad ist als Fortbewegungsmittel in den Hintergrund getreten, zumal es als Statussymbol nicht viel hermacht.