Schlagwort: Mobilität

Nachruf auf eine starke Frau

Freud und Leid liegen ja bekanntlich dicht zusammen. So auch in meiner Familie. Ostern haben wir noch alle den runden Geburtstag meiner Mutter gefeiert, knapp eine Woche später ist meine Tante im Alter von 96 Jahren gestorben. Für mich ist es immer noch unfassbar, dass diese toughe Frau nicht mehr unter uns weilt. Trotz ihres hohen Alters schien sie irgendwie immer unverwüstlich. Sie war ein Fels in der Brandung, geistig fit, stets fröhlich und nie ernstlich krank. Zumindest hat sie nie viel Aufhebens darum gemacht.

Was war ihr Erfolgsgeheimnis? Sie selbst würde jetzt sagen jeden Tag ein halbes Pfund Quark.




Wer ganzjährig Rad fährt ist seltener krank

Menschen, die ihren Arbeitsweg aktiv gestalten, d.h. zu Fuß gehen oder Fahrrad fahren, sind weniger häufig krank als Pendler, die mit dem Auto fahren oder den Bus benutzen.
So what, wird jetzt manch einer sagen. Diese Erkenntnis ist wahrlich nicht neu. Wenn das aber ein alter Hut ist, frage ich mich natürlich, wieso es Beraterfirmen wie die EcoLibro GmbH braucht, um Behörden sowie große und kleine Unternehmen bei der Entwicklung und Umsetzung innovativer und attraktiver Mobilitätsstrategien zu unterstützen, sprich den Unternehmen zu zeigen, welche Anreize sie schaffen müssen, damit ihre Mitarbeiter freiwillig ihr Mobilitätsverhalten ändern.




Veranstaltungstipp: Schwein gehabt

Unbedingt jetzt schon dick und fett im Terminkalender vormerken. Am kommenden Samstag, dem 20. Mai veranstaltet die ausgeschlachtet e.V. in Kooperation mit der Stadt Karlsruhe, dem  Kulturamt – Kulturbüro und der Karlsruher Fächer GmbH bereits zum vierten Mail die Kunst und Kulturnacht Schwein gehabt im Alten Schlachthof in Karlsruhe.

Kunst- und Kulturnacht am 20. Mai 2017 im Alten Schlachthof ab 18 Uhr

Auf dem Programm stehen neben jede Menge Kunst und Musik, Mode und Theater, Kurzfilmen und Lesungen, Livekaraoke und Tanz auch Schnupper-Vorführungen und Mitmachaktionen zum Jubiläum „200 Jahre Fahrrad“. Mit dem ersten upcycling Kunstbike, einem Soundbike und aktiven Kunstradfahrern gibt die Karlsruhe Event GmbH einen kleinen Vorgeschmack auf das am Wochenende darauf ebenfalls auf dem Schlachthof-Gelände im Rahmen der Heimattage stattfindende Drais-Wochenende.

Außerdem stellt sich die Offene Fahrradwerkstatt Bikes without Border vor. Bikes without borders stattet Flüchtlinge in und um Karlruhe günstig mit eigenen Fahrrädern aus. Das geht natürlich nicht ohne Spenden und die tatkräftige Mithilfe von Freiwilligen und der jeweiligen Flüchtlinge selbst. Dabei steht das Ermöglichen von Mobilität im Vordergund aber auch das gemeinsame Erlebnis und das sich Kennenlernen beim Reparieren. Wer mehr wissen will, schaut einfach bei der Werkstatt am Menschenrechtszentrum vorbei. Hier kann Fragen loswerden und an kleinen Upcycling-Events teilnehmen und so herausfinden, in was sich alte Fahrradteile noch verwandeln lassen.




Kinotipp: Bikes vs Cars

  • Wo: Mannheim, Cinema Quadrat
  • Wann: Sonntag, 2. April 2017, um 19.30 Uhr

Hier ein Trailer zum EInstimmen:

Worum geht es in BIKES VS CARS? Um Klimaveränderung, Ressourcenvergeudung und Städte, die in Autos ersticken. Das Fahrrad ist eine Alternative, um dem Verkehrschaos und dem Verkehrskollaps entgegenzuwirken. Es ist ein kostengünstiges, ressourcenschonendes und noch dazu gesundes Fortbewegungsmittel.

Aber die Automobilindustrie investiert jedes Jahr Unsummen in Lobbyarbeit, um ihr Geschäft zu schützen und möglichst viele Autos zu verkaufen. Autos sind bequem und suggerieren Mobilität und Unabhängigkeit. Aber bei Licht betrachtet verbringt jeder Autofahrer tagtäglich viel Zeit im Stau. Warum tut man sich das an? Der Regisseur Fredrik Gertten versucht aufzuzeigen, was diese Menschen antreibt und zeigt Alternativen auf. Er lässt Alltagsradler und Fahrradaktivisten zu Wort kommen, die interessiert sind an einer nachhaltigen, flexiblen, kostengünstigen und zeitsparenden Fortbewegung. Der Dokumentarfilm wurde u.a. in den Metropolen Sao Paulo, Los Angeles und Kopenhagen gedreht. Es kommen Menschen zu Wort wie Aline Cavalcante, Bloggerin und Aktivistin, die seit 2008 in Sao Paulo lebt und dort eine Bar mit Bike-Shop mitgegründet hat; Dan Koeppel, der in L.A. „The Big Parade“, einen zweitägigen Stadtspaziergang ins Leben gerufen hat, die Stadtplanerin Raquel Rolnik und Ivan Naurholm, der als Taxifahrer in Kopenhagen eine ganz eigene Sicht darauf hat, was es heißt, als Autofahrer die Straßen mit Radfahrern zu teilen. Der sehenswerte Film ist ein Plädoyer für eine lebenswerte und nachhaltige Stadt- und Verkehrsplanung.

 




28″ Reiserad von Rennstahl

Vor ziemlich genau einem Jahr habe ich mir das Reiserad gekauft. Kaufentscheidend waren das Aussehen – typisch Frau wird jetzt mancher sagen – der Stahlrahmen, die Rohloff-Schaltung und die hochwertige Ausstattung:

  • Bremsen: Shimano XT Scheibenbremsen (vorne 180 mm, hinten 160 mm)
  • Nabendynamo: SON 28 Disc 10 mm
  • Licht: SON Edelux II
  • Rücklicht: Busch und Müller TOPLIGHT Line Brake Plus, 50 mm
  • Kettenblatt/Kurbel: Truvativ Stylo 1.1G 42 Zähne
  • Sattel: Brooks Cambium C17

Reiserad von Rennstahl – eine Augenweide

  • Gefahrene Kilometer: knapp 8000
  • Wo gefahren: Hauptsächlich Straße
  • Verschleiß-/Verbrauchsmaterial: 2 Schläuche (Plattfuß), 1 Kette, 1 Ölwechsel (Schaltung) und 2 Bremsbeläge
  • 1 Crash („sturzbedingte Selbstverletzung“ ohne Fremdeinwirkung aufgrund nicht angepasster Geschwindigkeit).
    Ergebnis: Kratzer am Schutzblech, 2 neue Pedale, ansonsten alles tiptop



Vietnam – Städte mehr oder minder radlos

Wenn Freunde von mir in fernen Ländern Urlaub machen, bitte ich sie immer, mir Bilder zu schicken, aus denen ansatzweise hervorgeht wie und womit sich die Bevölkerung fortbewegt. Hier ein paar Schnappschüsse aus Vietnam.

Lastenrad in Vietnam

Solche Lastenräder sind in den Städten Vietnams selten. Kommentar meiner Bekannten:

Ist die Ausnahme, in den Städten ist der Lebensstandard relativ hoch! Autos sind nur wenigen vorbehalten, da wahnsinnig teuer. Aber Mopeds! Tausende! Unvorstellbar! Wie die Lemminge! Der Verkehr brummt Tag und Nacht.




Fahrrad-Song goes viral

Der Song Lust auf Fahrrad  wurde von der Stadt Hannover in Auftrag gegeben und soll fürs Fahrradfahren sensibilisieren und animieren. Dass der Song in so kurzer Zeit ein Hit auf Facebook und Twitter werden würde, damit hatten wohl weder die Macher des Songs – die Bozner Firma helios – noch die Stadt Hannover selbst gerechnet. Das Video mit dem Song wurde auf Facebook bereits mehr als 40.000 Mal geklickt und ca. 600 Mal geteilt.

 

Der Song trifft einen Nerv, ist unterhaltsam und macht Lust aufs Radfahren.




Das Radfahren so cool machen, als säße man in einem Ferrari

Gestern wurde in der FAZ  ein interessanter Artikel zum Boom von Leihrädern in den Metropolen Chinas veröffentlicht. Er schließt ab mit dem folgenden Zitat des Vorstandsvorsitzenden der Verleihfirma Mobike.

Was wir versuchen, ist das Fahrradfahren für Chinesen so cool zu machen, als säßen sie in einem Ferrari.

Das Radfahren wieder cool, hip und begehrlich machen. Geil! Und das in einem Land, in dem das Auto Statussymbol Nummer 1 ist, in dem man das Autokennzeichen für sein neu zugelassenes Auto für Tausende von Euro ersteigern muss. Dabei sah es Ende der 80er Jahre in Peking noch so aus:

Fahrradabstellplatz - U-Bahn Haltestelle in Peking

Fahrradabstellplatz – U-Bahn Haltestelle in Peking

Lastenrad - Peking 1989

Lastenrad – Peking 1989

Das Rad der Geschichte dreht sich zwar nicht rückwärts, aber wer weiß, wenn auch nur ein paar Millionen Menschen das Auto stehen lassen und aufs Rad umsteigen. bringt das schon eine Menge.




Felgenkiller vs. Anlehnbügel

Es tut sich was in puncto Fahrradständer. Aldi Süd ist dabei, seine „Felgenkiller“, an die man maximal ein Laufrad anschließen kann, …

Felgenkiller




Like it – Bike it

Unter diesem Motto hat das Land Baden-Württemberg einen neuen Kurzfilmwettbewerb für Kinder und Jugendliche ausgeschrieben. Das Jahr 2017 steht ja bekanntermaßen ganz im Zeichen des Fahrrads. Es jährt sich zum 200. Mal der Geburtstag von Karl Drais, dem Erfinder der Draisine, die gemeinhin als Vorreiter des heutigen Fahrrads angesehen wird. Anlässlich dieses Jubiläums finden ab November dieses Jahres zahlreiche interessante Veranstaltungen statt.

like-it-bike-it

Kinder und Jugendliche zwischen 11 und 18 sind aufgerufen einen ca. 2 minütigen Film zum Jubiläums-Motto „200 Jahre Fahrrad: Zurück in die Zukunft“ zu drehen. Bis zum 27. Januar 2017 kann man seinen Film einreichen, Preise gewinnen und bei etwas Glück als Sieger oder Siegerin nach Berlin zur Preisverleihung fahren. Nähere Einzelheiten zu den Modalitäten findet ihr hier.