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Pendeln ist nicht gleich Pendeln

Als ich jüngst auf meinem Weg von Karlsruhe nach Kiel an der Ausfahrt nach Bensheim vorbeikam, fiel mir unmotiviert ein, dass dort ein Kollege meines Mannes eine Wohnung hat und oft mit dem Auto zu seinem Arbeitsplatz nach Karlsruhe pendelt. Morgens und abends jeweils eine Stunde Fahrtzeit? No way, dazu hätte ich ja keine Lust, dachte ich. Was für eine Verschwendung von Lebenszeit!

Dabei brauche ich für die Fahrt zur Arbeit genauso lange wie der Kollege meines Mannes. Einziger Unterschied – ich fahre mit dem Rad. Während mir zwei Stunden im Auto als pure Zeitverschwendung erscheinen, empfinde ich zwei Stunden Radfahren als entspannend und erholsam. Ich kann unterwegs die Seele baumeln lassen, denn es ist – von ein paar Joggern und Spaziergängern mal abgesehen – nichts los auf meiner Strecke.

Mit dem Rad zur Arbeit fahren – besser als mit dem Auto im Stau stehen (Bild links: Oberwald / Bild rechts: Alb)

Nicht mal Regen, Schnee oder Kälte können diese Freude trüben. Pendeln ist eben doch nicht gleich Pendeln. Mit dem Auto pendeln bedeutet für mich Stress, mit dem Fahrrad – je nach Tempo – Bewegung oder Sport an frischer Luft. Wenn ich abends nach Hause komme, habe ich mich bereits ausgetobt. Die Kosten fürs Fitness-Studio kann ich mir sparen.




Mit dem Rad zur Arbeit 2017

Normalerweise drucke ich mir keine Urkunden aus. Bei dieser mache ich jetzt mal eine Ausnahme, um zu zeigen, was möglich ist, auch ohne dass man Sport treibt.

Heute ist der letzte Tag der Aktion „Mit dem Rad zur Arbeit 2017“. Im Aktionszeitraum von Anfang Mai bis Ende August bin ich 79 Tage mit dem Rad zur Arbeit gefahren, habe dabei 2686 Kilometer zurückgelegt und rein rechnerisch 62.852,40 kcal verbrannt. Die Anzahl Tage stimmt, die Kilometer stimmen, aber bei den Kalorien bin ich skeptisch. Doch selbst, wenn es „nur“ 50.000 waren, kann man dafür eine ganze Menge Schokolade und Eis verputzen 🙂

Nur weil die Aktion jetzt zu Ende ist, höre ich natürlich nicht mit dem Radfahren auf. Aber ich verabschiede mich erst mal in den wohlverdienten Urlaub und nerve meine Freunde und Kollegen mit Fotos von Sonnenuntergängen, Kreidefelsen und endlosen Stränden. Rache ist eben süß.




Mit dem Rad zur Arbeit

Es heißt ja immer „traue nie einer Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast“. Aber Statistiken, die mir ins Wort reden, bin ich geneigt, auch zu glauben, obwohl sie nur einen Teil der Zahlen präsentieren. Wieso? Weil!

Safer on a bike

Rein statistisch gesehen ist es also auf dem Rad sicherer als auf dem Sofa

Übrigens ist es noch nicht zu spät, bei der Aktion Mit dem Rad zur Arbeit teilzunehmen. Sie läuft noch bis Ende August. Und wer an mindestens 20 Arbeitstagen per Rad zur Arbeit fährt, kann attraktive Preise gewinnen. Aber gewinnen tut man ja sowieso, nämlich Bewegung an frischer Luft und eine stress- und staufreie Fahrt zur Arbeit. Wozu nach Feierabend ins Fitness-Studio hetzen und auf dem Ergometer schwitzen, wenn man denselben sportlichen Effekt auch kostenlos haben kann, indem man gemütlich mit dem Rad zur Arbeit fährt.

 

 




10 000 Kilometer

Kinder, wie die Zeit vergeht! Vor gut einem Jahr habe ich mein neues Trekkingrad mit Getriebenabe SPEEDHUB 500/14 gekauft und bin jetzt 10 000 Kilometer damit gefahren. Da kommt ganz schön was zusammen, wenn man jeden Tag mit dem Rad zur Arbeit fährt.

In Radlerkreisen kursiert der folgende Spruch zur SPEEDHUB 500/14:

Bei Kilometer 100.000 ist sie gerade mal gut eingefahren.

Da habe ich ja noch viel Fahrfreude vor mir 🙂

Welche Strecken und Witterungsverhältnisse die Rohloff-Schaltung meistern kann, könnt ihr übrigens auf der Hersteller Seite selbst nachlesen. Dort gibt es viele interessante Erfahrungsberichte von wahren Vielfahrern.




Thank God it’s Friday

Es sind die kleinen Dinge, die einem auf dem Heimweg nach einem anstrengenden Tag im Büro vor Augen führen, wieso es sich lohnt mit dem Rad zur Arbeit zu fahren:

Einsame Blume am Rande des Radwegs




Mit dem Rad zur Arbeit

Die Aktion Mit dem Rad zur Arbeit läuft seit Anfang Mai. Mitmachen lohnt sich immer noch. Gewinnen tut nämlich jeder – viel frische Luft, stramme Waden und jede Menge Spaß am Radfahren. Die attraktiven Sachpreise, die man abgreifen kann, sind eigentlich nur schmückendes Beiwerk.
Was muss man tun? Ganz einfach – im Aktionszeitraum (noch bis zum 31. August) mindestens 20 Tage mit dem Rad zur Arbeit fahren. Einfacher geht es nun wirklich nicht. Es ist also immer noch möglich, bei der Aktion des ADFC und der AOK mitzumachen.
Ich habe die Mindestanforderung bereits erfüllt, was nicht heißt, dass ich jetzt aufhören werde. Schließlich würde ich ja auch ohne diese Mitmachaktion mit dem Rad zur Arbeit fahren und ich esse einfach für mein Leben gern Schokolade 🙂




Radbekleidung für den Übergang

Morgens einstellige Temperaturen, abends über 20 Grad im Schatten. Da stellt sich natürlich die Frage, was ziehe ich an? Gestern habe ich den Fehler begangen und mich morgens viel zu warm angezogen. Die Regenjacke war keine gute Wahl. Trotz der niedrigen Temperaturen habe ich im eigenen Saft geschmort. Man lernt ja selten aus seinen Fehlern, aber heute Morgen fiel mir die Kleiderwahl doch gleich viel leichter:

  • Kurze Radhose
  • T-Shirt
  • Armlinge
  • Beinlinge
  • Handschuhe

Radbekleidung für die Übergangszeit

Die Radweste von VAUDE ist wirklich winddicht. Wenn man wie ich morgens mit mehr als 40 km/h den Berg herunter fährt, ist das bei 8 Grad Celsius nicht ganz unwichtig. Die Armlinge und Beinlinge sind innen ein wenig aufgeraut. Wenn es einem zu warm wird, kann man sie kurzerhand nach unten rollen oder ausziehen. Die Beinlinge haben einen Reißverschluss, der aber nicht weiter stört. Abends lässt sich alles mühelos im Rucksack verstauen.




Radfahren = gelebte Normalität?

Karlsruhe = heimliche Fahrradhauptstadt? so lautete der Titel meines letzten Blogbeitrages. Auf dem Fahrradportal – gefördert aus Mitteln zur Umsetzung des Nationalen Radverkehrsplans – war ich auf eine Seminarreihe der Fahrradakademie gestoßen mit dem Titel Deutschlands heimliche Fahrradhauptstädte (mit Exkursionselement).

Karlsruhe wird in dieser Seminarreihe als eine der drei heimlichen Fahrradhauptstädte genannt mit der Begründung bei uns sei Radfahren Normalität. Ich fahre bei jedem Wetter mit dem Rad zur Arbeit und für mich persönlich ist Radfahren in der Tat eine normale, alltägliche Art der Fortbewegung, aber dass Radfahren bei uns eine gelebte Normalität ist, wage ich zu bezweifeln. Für meine Skepsis sprechen u.a. auch die hohen Unfallzahlen, die unlängst veröffentlicht wurden. Meine weitere Begründung ist im Blogbeitrag nachzulesen.

Doch nur weil ich das denke, müssen das ja nicht alle Karlsruher so sehen. Also habe ich kurzerhand mal die Karlsruher Twitter-Gemeinde befragt, was sie von der These hält, dass Radfahren in Karlsruhe Normalität sei. Hier das absolut nicht repräsentative Endergebnis:

Im Gegensatz zu mir glauben 71 Prozent der Befragten, dass in Karlsruhe Radfahren bereits gelebte Normalität sei. Es gab zu dieser Umfrage und zum Blogbeitrag eine Reihe von Kommentare. Sich kritisch gegenüber der Situation der Radfahrer in Karlsruhe zu äußern sei Jammern auf hohem Niveau. In anderen Städten sei es doch viel schlimmer, sagen die einen. Nur weil es in anderen Städten schlimmer sei, hieße das ja nicht zwangsläufig, dass es bei uns nicht noch viel zu tun gäbe, sagen die anderen.

Interessant finde ich auch die Tendenz, dass insbesondere Radfahrer, die sommers wie winters mit dem Rad unterwegs sind und so locker im Jahr auf einige Tausend Kilometer Strecke kommen, sich kritisch geäußert haben. Doch die reinen Zahlen – wenn auch alles andere als repräsentativ – sprechen eine andere Sprache.

Bald werden die Ergebnisse des Fahrradklimatests für das Jahre 2016 veröffentlicht. Der ADFC-Fahrradklima-Test wird im 2-jährigen Rhythmus durchgeführt und ist die größte Befragung zum Radfahrklima weltweit. 2014 landete Karlsruhe vor Freiburg auf Platz 2 dieses Rankings. Ob wir im letzten Jahr ähnlich gut abgeschlossen haben, bleibt abzuwarten.

 




CarExit – Hol dir dein Leben zurück

Ihr seid es leid, jeden Morgen mit eurem Auto im Stau zu stehen oder zig Mal um den Block zu fahren, bis ihr endlich einen Parkplatz gefunden habt? Dann steigt doch auch um aufs Rad. Vielleicht motiviert euch ja dieser Film der Fahrradbande der BUNDjugend Berlin, in dem „Umsteiger“ zu Wort kommen und ihre ganz persönliche Geschichte erzählen.

Denn Gründe für einen Umstieg aufs Rad gibt es viele.

Mit carEXIT startet die Fahrradbande der BUNDjugend Berlin eine Kampagne zum Umstieg aufs Rad.

 

 

 




Mit dem Rad zur Arbeit 2017

Ihr könnt euch zum Radfahren nicht so richtig aufraffen? Morgens ist es euch noch zu kalt, abends viel zu warm und irgendeine Ausrede gibt es immer? Vielleicht motiviert euch ja die Mitmachaktion von AOK und ADFC – Mit dem Rad zur Arbeit. Mich muss zwar niemand mehr motivieren – mich hat das Radfahr-Fieber schon vor Jahren gepackt – aber ich nehme auch in diesem Jahr wieder teil.

Wenn auch ihr mitmachen wollt, einfach online anmelden und zwischen dem 1. Mai und den 31. August mindestens 20 Tagen mit dem Rad zur Arbeit fahren (auch in Kombination mit Bus und Bahn). Das sollte eigentlich jeder schaffen. Unter den Teilnehmern werden wieder viele attraktive Sachpreise verlost. Aber auch wenn es Fortuna diesbezüglich nicht gut mit euch meint, gewinnt ihr: Fitness, Abwehrkräfte und Glücksgefühle, wenn ihr an euren Kollegen vorbeifahrt, die mit dem Auto im Stau stehen.

Mit dem Rad zur Arbeit – Mitmachaktion der AOK und des ADFC