Wenn ich so durch die Stadt radle, wundere ich mich immer wieder über die Sorglosigkeit anderer Radfahrer. Die Handtasche, der Rucksack oder der Schulranzen werden einfach hinten in den Fahrradkorb gelegt und ab geht die Post. Jeder Spitzbub kann sich hier bedienen, ohne dass es der Besitzer sofort bemerkt.

Mannheim verzeichnete letztes Jahr einige Hundert solcher Diebstähle, bei denen Diebe unbemerkt Taschen oder andere Wertsachen aus Fahrradkörben entwendeten. Oft geschah dies beim Warten an einer roten Ampel oder kackfrech während der Fahrt.
Fahrradkörbe hinten auf dem Gepäckträger sind extrem beliebt. Aber was nützt es, wenn der Fahrradkorb selbst fest mit dem Gepäckträger verschraubt ist, wenn man den Inhalt mit einem Griff herausholen kann?

Sofern lang genug könnte man zum Beispiel den Schultergurt einer Handtasche  oder eines Rucksacks über den Sattel ziehen und den Blick auf den Inhalt des Korbes zusätzlich durch eine Regenhaube versperren. Aber wie schützt man größere Gegenstände, Aktenkoffer zum Beispiel? Spanngurte wären hier einen Möglichkeit. Zumindest würde man dann merken, dass sich jemand am Inhalt des Fahrradkorbs zu schaffen macht.  Alternativ zur Montage auf dem  Gepäckträger könnte man den Korb vorne am Lenker anbringen. Lenker-Körbe hat man während der Fahrt besser im Blick. Der Nachteil ist allerdings, dass sie in der Regel kleiner sind und die meisten Radfahrer am Lenker bereits ein kleines Cockpit mit allen möglichen Gadgets installiert haben. Da bleibt für die Lenker-Montage einfach kein Platz.

Spanngurte sind meine persönlichen Favoriten, wenn es um die Absicherung des Gepäcks in einem Gepäckträger-Korb geht. Sie kosten nicht die Welt, lassen sich am Gepäckträger mühelos festmachen und tragen nicht auf.