Schlagwort: Lastenrad

Auf den Hund gekommen

Nicht ich bin auf den Hund gekommen, sondern die junge Frau, mit der ich mich gestern auf dem Heimweg so nett unterhalten habe. Sie war mit Sohn und Hund unterwegs. Ihr Lastenrad, aus dem der Hund neugierig herausschaute, ist mir sofort ins Auge gefallen. So ein Christiania Bike mit Sonnenschutz hat einfach Charme.

Ich schätze mal, dass das Lastenrad in dieser Konfiguration (Motor, Scheibenbremsen, Dach, Kindersitz, Einstiegshilfe) so um die 4000 € gekostet hat. Das ist viel Geld. Aber wenn man die strahlenden Gesichter von Mutter und Kind neben dem friedlich vor sich hinhechelnden Hund gesehen hat weiß man, dass dieses Rad jeden einzelnen Cent wert war. Man kommt überall damit hin, selbst voll beladen mit Kind und Kegel sind Steigungen dank des Motors kein Problem und einen Parkplatz findet man in der Stadt allemal.




XCYC Pickup Lastenräder

Ich weiß nicht wie ich zu der Ehre kam, aber letzte Woche flatterte unerwartet eine Einladung der GWW GmbH (Gemeinnützige Werkstätten und Wohnstätten GmbH) ins Haus. Ob ich nicht Lust hätte, mir ihr Werk in Calw anzuschauen, wo die E-Lastenräder der Marke XCYC hergestellt werden. Ich bin ja nun alles andere als ein Influencer, aber vielleicht hatte man mich über Google gefunden, da ich in jüngster Zeit häufig über Lastenräder geschrieben und in dem Zusammenhang auch ihre Marke XCYC in einem meiner Blogbeiträge erwähnt hatte. Die GWW war im Mai mit einem Vorführmodell auf der Karlsruher Cargo-Bike Roadshow. Da ich aber nicht auf der Suche nach einem Schwerlastenrad wie dem XCYC Pickup  war (Bilder: GWW GmbH Calw), habe ich es nur am Rande registriert, mich aber dafür nicht wirklich interessiert.




Lasten sicher transportieren auch ohne Lastenrad

Es gibt viele Möglichkeiten, Lasten zu transportieren, ohne dass man sich dazu extra ein Lastenrad kaufen müsste. Es braucht dazu nur Gepäcktaschen, Körbe, Kisten oder Anhänger und zwei stramme Waden. Mit etwas Phantasie und handwerklichem Geschick lässt sich für fast jedes Problem eine Transportlösung finden.

Trotzdem freue ich mich auf mein neues Lastenrad, das Packster 40 von Riese und Müller, das jeden Tag eintreffen müsste 🙂




Parkplatznot – wohin mit den Fahrrädern

Gestern war ich in der Stadt, um das Packster 40 von Riese und Müller zu bestellen. Der Händler und ich sind uns zwar noch nicht handelseinig geworden – die Erstinspektion und ein kleiner Preisnachlass gehören für mich bei Rädern in dieser Preislage einfach dazu, er hatte dazu eine andere Meinung – aber nächste Woche werde ich das Lastenrad kaufen, falls nötig eben bei einem anderen Vertragshändler. Es wird also Zeit, sich Gedanken darüber zu machen, wo ich das Packster 40 in der Stadt überhaupt sicher abstellen kann.

Wir haben in Karlsruhe zwar eine Reihe von Abstellmöglichkeiten in der Stadtmitte – z.B rund ums ECE, in der Erbprinzenstraße, am Ludwigsplatz oder am Europaplatz – aber die platzen mittlerweile aus allen Nähten.

Die Suche nach einem sicheren Plätzchen gestaltet sich oft schwierig. Wer in der Innenstadt von Karlsruhe sein Rad anschließen möchte, hat schlechte Karten, weil meist alle Bügel – so denn überhaupt welche vorhanden sind – besetzt sind.




Wer zuerst kommt

… mahlt zuerst oder fährt die meisten Lastenräder auf der Karlsruher Cargo-Bike Roadshow. Ich bin bekannt dafür, dass ich tendenziell eher zu früh als zu spät zu einer Veranstaltung komme. Das hat Vor- und Nachteile. Heute hat sich diese Angewohnheit ausbezahlt. Als ich kurz nach 13 Uhr zur Lastenrad Roadshow kam, hatten die Verantwortlichen bereits alles aufgebaut und waren bereit, jedem Interessierten mit Rat/Rad und Tat zur Seite zu stehen, obwohl die Veranstaltung eigentlich erst um 14 Uhr beginnen sollte.

Der Fuhrpark der Cargo-Bike Roadshow kann sich wahrlich sehen lassen:




Lastenrad Roadshow 2018

Die Lastenrad Roadshow zieht wieder durch Süddeutschland und macht am Dienstag, den 8. Mai zwischen 14 – 19 Uhr Halt auf dem Kirchplatz St. Stephan in Karlsruhe. Veranstaltet und organisiert wird die Lastenrad Roadshow von den Berliner Cargobike-Experten Arne BehrensenWasilis von Rauch und Colin Pöstgens.
Sie haben 12 E-Cargo-Bikes unterschiedlicher Hersteller im Gepäck. So eine große Auswahl an Lastenrädern hat man sonst nur auf Messen wie zum Beispiel der SPEZI in Germersheim. Drei der zwölf Modelle bin ich bereits Probe gefahren. Da sich so eine Gelegenheit, eine Vielzahl von Cargobikes hautnah zu ERFAHREN, nicht so schnell wieder ergibt, komme ich sogar einen Tag früher aus dem Urlaub zurück, damit ich rechtzeitig nächsten Dienstag wieder in Karlsruhe bin. Mich persönlich interessieren vor allem die beiden Modelle mit Brose Antrieb (Douze Cycles und SBLOCS Bikes). Mein Mann hat ein Pedelec mit einem Antrieb dieses Herstellers und der ist extrem leise. Wenn möglich, werde ich aber mit allen zur Verfügung stehenden Lastenrädern eine Runde drehen. 




Impressionen von der Spezi 2018

Leute wie ich, die mit einem „stink normalen“ Trekkingrad zur Spezialradmesse (SPEZI) nach Germersheim fahren, sind im Grunde die wahren Exoten unter all den Velomobilisten, Liegerad-, Trike-, Lasten- oder Rikschahfahrern. Eigentlich müsste man gar keinen Eintritt bezahlen, wenn man die neusten Modelle des Spezialradsektors bestaunen wollte. Denn die Neuheiten in den drei Messehallen und auf dem Außengelände sind nicht der einzige Grund, warum so viele Radbegeisterte seit über 20 Jahren immer am letzten Wochenende im April nach Germersheim pilgern. Mindestens genauso wichtig ist das Sehen und Gesehen werden, das Fachsimpeln, das sich Austauschen mit Gleichgesinnten. Von daher gibt es außerhalb der Messe genauso viel zu sehen wie darin. Das macht nicht zuletzt auch den Reiz der SPEZI aus.

Es gibt wohl kaum eine Messe, auf der es auch lange nach Beginn zwar noch ausreichend PKW Parkplätze gibt, man aber kaum noch freie Abstellmöglichkeiten an Laternen, Absperrgittern oder Zäunen findet. Wer sein Rad in Messenähe an einen festen Gegenstand anschließen will, muss früh anreisen.




Spezi 2018 in Germersheim

Alle Jahre wieder heißt es Auf Ihr Brüder in die Pfalz. Traditionell findet immer am letzten Wochenende im April die Spezialradmesse – kurz SPEZI genannt – in Germersheim statt.
Wenn man mal von „normalen“ Fahrrädern absieht, zeigt die Messe wieder alles rund ums Rad: Liegeräder, Falträder, Dreiräder, Tandems, Velomobile, E-Bikes, Pedelecs, Reha-Mobile, Transporträder, Fahrradanhänger, Ruderräder, Familienräder, Tretroller, Sesselräder sowie Zubehör wie Taschen, Klingeln, Lampen, Lenkergriffe, Helme u.v.m.

Hier ein paar Impressionen von der letztjährigen Messe:

Der Schwerpunkt liegt in diesem Jahr auf Lastenräder für den urbanen Einsatz. Ideal also für mich, da ich ja auf der Suche nach einem Lastenrad bin. Zwei  Modelle stehen bei mir in der engeren Wahl. Nach einer Probefahrt bin ich allerdings unsicher geworden. Denn beide Lastenräder, die ich im Auge habe – das Packster 40 von Riese und Müller und das GSD von Tern – sind mit dem gleichen und für mein Befinden zu lauten Antrieb ausgerüstet. Auf der Spezi will ich mir die Lastenräder anderer Hersteller anschauen und Probe fahren. Der Testparcour ist relativ groß. Steigungen wie ich sie an meinem Hausberg vorfinde, gibt es in Germersheim zwar nicht, aber ich kann wenigstens feststellen, ob mich die Lautstärke der jeweiligen Antriebe nervt, denn ich bin extrem geräuschempfindlich.

Auch Lastenräder kann man über den AG leasen (Dienstfahrrad)

 

 




Packster 40 – Probefahrt

Heute Morgen bin ich das Objekt meiner Begierde – den Packster 40 von Riese & Müller – in der Touring Version endlich Probe gefahren:

  • Bosch Performance CX Motor (max. Antriebsmoment: 75 Nm)
  • Shimano Deore 10-Gang Kettenschaltung
  • Hydraulische Tektro Scheibenbremsen
  • Bosch PowerPack 500 Performance, 36 V, 13,4 Ah/500Wh
  • Inkl. Carry Box

Wenn man mal von der Farbe absieht – mir gefällt der Packster in Rot besser – bin ich also genau eins der beiden Modelle gefahren, zwischen denen ich eigentlich geschwankt habe – der Version mit Kettenschaltung und der mit der Nuvinci Nabenschaltung.

Seitenansicht




Eurobike 2017

Die Fahrradsaison 2017 neigt sich ihrem Ende entgegen. Die Neuheiten für 2018 konnte man Ende letzter Woche bereits auf der Eurobike in Friedrichshafen bewundern. Das Rad selbst wurde zwar nicht neu erfunden, aber eine Tendenz war klar zu erkennen: Das klassische Rad spielt bald nur noch eine untergeordnete Rolle. Es gab zwar noch jede Menge Rennräder, City- und Trekkingbikes zu bewundern, aber der Fokus der meisten Hersteller lag eindeutig auf den Rädern mit Antrieb.

Und die  „Verstromung“ geht weiter. Nicht mal vor Rennrädern und Kinderfahrrädern machen die Hersteller mehr Halt. Ein Rennrad mit eingebautem Rückenwind ist eigentlich ein Widerspruch in sich. Wo ist denn da noch die sportliche Herausforderung? Manchmal frage ich mich, was eher da war – der Endkunde mit einem Bedürfnis oder die Marketingabteilung mit einem Produkt.

In-Tube Akkus sind ein weiterer Trend nicht nur bei Rennrädern und Mountainbikes. Die Akkus werden schlanker und lassen sich mühelos im Rahmen integrieren. Auch die Antriebe werden kompakter, leiser und noch spritziger. Bald muss man schon genau hinschauen, um ein Pedelec von einem „normalen“ Rad zu unterscheiden. Dies ist eine Tendenz, die dem Ergebnis einer Untersuchung der TU Chemnitz zum Thema Geschwindigkeitswahrnehmung und potentielle Gefährdung von Pedelec Fahrern genau zuwiderläuft. Die Empfehlung der TU Chemnitz lautete nämlich seinerzeit:

Zielführend wäre hier vermutlich ein Ansatz, der darauf abzielt, dem Elektrofahrrad ein typisches, eindeutiges Erscheinungsbild zu geben, sei es über das Design des Fahrrads oder über das Beleuchtungsmuster.

Aber was tut man nicht alles, um neue Käuferschichten zu gewinnen.