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Spendenradeln – Tue Gutes und rede darüber

Meine Firma macht mit beim Karlsruher Spendenradeln. Was hat es damit auf sich?

Die Initiatoren wollen

Karlsruher Unternehmen und Radfahrer, die Stadtverwaltung sowie lokale und regionale Medien zusammenbringen, um Karlsruher Vereine und soziale Einrichtungen zu unterstützen.

Wie funktioniert das genau? Ganz einfach – die teilnehmenden Unternehmen spenden pro Rad und Radscheibe 40 € an eine soziale Einrichtung in Karlsruhe und bezahlen weitere 40 € für jeweils ein kreisrundes Fahrrad-Display mit ihrem Firmenlogo. Befestigt wird die „Scheibe“ im Vorderrad eines Fahrrades. Jeder Radfahrer, der Lust hat auf diese Art und Weise Werbung für eine Firma zu machen, kann sich online bei den Organisatoren melden. Er nimmt automatisch an einer Verlosung teil. Die Nachfrage ist groß, es könnte also sein, dass derzeit keine Radscheiben zur Verfügung stehen.

Ich betreibe also derzeit Werbung für meinen Arbeitgeber und die Aktion selbst, indem ich das mache, was ich sowieso machen würde – ich fahre mit dem Rad zur Arbeit und zum Einkaufen und unternehme am Wochenende die eine oder andere Fahrradtour in und um Karlsruhe herum.

Eins ist jetzt schon sicher – die Scheibe im Laufrad vorne erregt Aufmerksamkeit. Die Leute verdrehen automatisch die Köpfe, wenn ich an einer Kreuzung halte, um besser lesen zu können, was auf der Scheibe steht. Und genau das ist ja Sinn und Zweck der Sache – Aufmerksamkeit erregen!

Ich finde die Idee gut – Unternehmen werben für sich und spenden zugleich. Als Radfahrer übernehme ich den aktiven Part der Außenwerbung. Ich hoffe natürlich im Stillen, dadurch weitere Teilnehmer für die Aktion gewinnen zu können, damit möglichst viele Spenden zusammenkommen.

Wieso macht ihr nicht auch mit? Fragt euren Arbeitgeber oder überlegt, für wen ihr sonst guten Gewissens Werbung machen würdet. Letztendlich dient es einem guten Zweck.
Ich könnte mir zum Beispiel gut vorstellen, auf diese Weise Werbung für meinen Lieblings-Bäcker oder den Schrauber, Optiker, Schreiner meines Vertrauens zu machen. Es gibt so viele kleine Handwerksbetriebe und Geschäfte in der Stadt, die einen Superjob machen, denen vielleicht nur ein bisschen Außenwerbung für mehr Laufkundschaft fehlt.

Warum tut nicht auch ihr Gutes und redet darüber!




Feierabend-Tour durch Karlsruhe

Strahlend blauer Himmel und sommerliche Temperaturen – typisches Aprilwetter sieht anders aus. Da man ja nie wissen kann, wie lange so eine Schönwetterfront hält, bin ich gestern nach Feierabend eine der kurzen Tourenvorschläge aus Ab aufs Rad (BNN Spezial) nachgefahren. Die Tour mit dem Titel Südliche Hochburg des Jugendstils startet am Hauptbahnhof und führt von dort über die Weststadt, die Innenstadt und die Oststadt zum Karlsruher Schloss.




Neue Radtouren in und um Karlsruhe

Ab aufs Rad – so heißt das brandneue Radtouren-Magazin, das die BNN vor ein paar Tagen herausgebracht haben und ich euch nur wärmstens empfehlen kann.

Die Radtouren, die gemeinsam mit dem ADFC Karlsruhe konzipiert wurden, gab es in dieser Form bisher noch nicht. Ich habe mir natürlich sofort ein Exemplar des Magazins gekauft, denn ich finde nicht nur die Unterteilung in

  • Feierabendtouren
  • Ausflugstouren
  • Regiotouren

gekonnt, sondern auch dass die jeweiligen Touren einem bestimmten Thema gewidmet sind (z.B. Hinterhöfe, Brunnen, Baugeschichte, Residenz des Rechts, Karlsruher Braukunst, etc.). Ich wohne jetzt schon viele Jahre in Karlsruhe, kenne aber bestimmt noch nicht jeden Winkel der Stadt. Ich freue mich insbesondere auf die Feierabendtouren, denn sie führen zu Ecken, die ich in dieser Zusammenstellung noch nicht kenne.




Banff-Filmtour 2018

Die Banff-Filmtour macht am 22. April Halt in der Karlsruher Schauburg. Wer sich dieses Highlight nicht entgehen lassen möchte, sollte sich schon jetzt Tickets sichern. Das Banff Mountain Film and Book Festival ist eines der renommiertesten Outdoorfilmfestivals der Welt. Die besten Filme dieses Festivals werden auf der Banff-Filmtour gezeigt. Hier der atemberaubende Trailer zum Einstimmen.

Unter anderem mit dabei der Film The Frozen Road von Ben Page. der mit seinem Rad allein den Nordwesten Kanadas durchquert hat. Einsamer geht es wohl kaum noch. Welche Filme euch u.a. erwarten findet ihr hier. Ob die Banff-Filmtour auch in eurer Stadt Station macht, könnt ihr hier herausfinden.




Radfahreralltag 2

Radfahren macht Spaß, sonst würde ich es nicht machen. Da können sich auch noch so viele Falschparker auf den Radwegen tummeln, ich werde auch weiterhin mit dem Rad zur Arbeit fahren, einkaufen und die Gegend erkunden. Ja, wenn ihr mich fragt, Radfahren macht fast ein wenig süchtig. Das sehe ich genauso wie Christine Lehmann. Wer einmal damit angefangen hat, kann nur schwerlich wieder damit aufhören.
Letztes Jahr bin ich nur einen einzigen Tag nicht mit dem Rad zur Arbeit gefahren, weil ich mein Auto zum TÜV bringen musste. Ich bin dann zwar mit dem Faltrad von der Werkstatt ins Büro geradelt, aber mir hat definitiv etwas gefehlt:

  • Frische Luft
  • Körperliche Aktivität
  • Natur

Wer mit dem Auto unterwegs ist, weiß gar nicht, was er alles verpasst. Gerade jetzt im Frühling verändert sich die Natur fast täglich. Allein die Gerüche, wenn ich durch den Oberwald fahre – erst Anemonen soweit das Auge reicht, dann Bärlauch. Jedes Jahr das gleiche Schauspiel! Ich möchte es einfach nicht missen.

Anemonen soweit das Auge reicht

Was meinen Arbeitsweg anbetrifft, ist der Weg das Ziel. Ich fahre nicht die kürzeste Strecke nach Knielingen – ca. 15 Kilometer mitten durch die Stadt – sondern die schönere Route über Hohenwettersbach, durch den Oberwald und an der Alb lang (knapp 19 Kilometer).

Wir Karlsruher können uns echt glücklich schätzen. Mehrere Grüne Lungen mit gut ausgebauten Geh- und Radwegen durchziehen unser Stadtgebiet.

  • Von Bulach komme ich immer an der Alb lang bis zum Rhein
  • Der Oberwald südlich der Innenstadt liegt zwischen der Südtangente, Dammerstock und Rüppurr
  • Der Hardtwald erstreckt sich vom Schlossgarten bis nach Linkenheim

Wer sich auskennt und bereit ist, auch mal den einen oder anderen Umweg in Kauf zu nehmen, erreicht viele Stadtteile per Rad, ohne an einer viel befahrenen Straße entlang fahren zu müssen. Wie gesagt, bei mir ist der Weg das Ziel. Andere fahren nach der Arbeit mit dem Auto ins Fitness-Studio, um sich auszutoben. Ich habe mein Workout schon hinter mir, wenn ich zu Hause ankomme.




Critical Mass am #CarFreiTag

Am 30.03.2018 ist wieder letzter Freitag des Monats. Also traditionell der Tag, an dem sich um 18 Uhr die Karlsruher Critical Mass vom Kronenplatz aus in Bewegung setzt, um mit ihren Radtour durch die Stadt für das Rad als das beste innerstädtische Verkehrsmittel zu werben.

Die März Ausgabe der CM fällt dieses Jahr auf einen Feiertag – den Karfreitag. Wie hieß es gestern so schön auf Twitter

Schon allein wegen des Hashtags sollten wir alle zusammen am Freitag wieder mal aufs Rad steigen #CarFreiTag / #CriticalMass

Angesichts des Feiertags wollen wir uns von unserer leisen Seite zeigen. Auch ohne Musik und lautem Geklingel kann man durch schiere Präsenz Flagge zeigen. Die Strecke wird vom Kronenplatz über die Oststadt, der Ludwig-Erhard-Allee und der Moltkestraße wieder zurück zum Kronenplatz führen. Den Streckenverlauf könnt ihr euch über GPSies herunterladen.

#CarFreiTag und #CriticalMass

 




KA-Feedback

Über das Portal KA-Feedback können wir Karlsruher der Stadt Gefahrenstellen, Verschmutzungen, Verkehrsverstöße, falsche Ampelschaltungen u.v.m. melden. Anfangs kam ich mir vor wie ein Denunziant oder Besserwisser, wenn ich das Portal genutzt habe. Mittlerweile sehe ich das mit anderen Augen, denn nur wenn man der Stadt mitteilt, wo etwas im Argen liegt, kann sie einen Missstand beheben.

Auch auf der letzten ADFC Mitgliederversammlung hat man uns nochmals nachdrücklich gebeten, dieses Portal zu nutzen und nicht Ruhe zu geben, bis ein Fall zu unserer Zufriedenheit abgeschlossen wurde. Das habe ich  jetzt mal durchgezogen. Es ging um die Absperrung und das übersprühte Schild auf dem Radweg an der Alb. Ich hatte dort bei Hochwasser nasse Füße bekommen, weil die Schranke den Weg mal gerade ein paar Zentimeter absperrt und der Text auf dem Schild schon seit langem nicht mehr lesbar ist.




Kalt, kälter, CM

Ich muss gestehen, dass ich gestern sehr mit mir gerungen habe, ob ich nicht lieber gleich nach Feierabend nach Hause ins Warme fahre. Schließlich muss man ja nicht an jeder Critical Mass teilnehmen. Von den Temperaturen her ging es eigentlich. Minusgrade machen mir an sich auch nichts aus, aber der Wind war fies, sodass die Fühltemperaturen fast im 2-stelligen Minusbereich lagen. Aber schließlich bin ich dann doch zum Kronenplatz gefahren, wo zu meiner großen Überraschung bereits eine Menge Radfahrer warteten. Normalerweise kommen die meisten kurz vor knapp, gestern war das anders. Was mich immer am meisten freut ist die Zusammensetzung der Critical Mass: Familien mit Kindern, Junge und Alte, Leute aus allen Schichten, die eins gemeinsam haben – sie fahren gerne mit dem Rad. Was in Karlsruhe nicht zuletzt auch Dank der Lastenrad Initiative immer beliebter wird ist das Lastenrad als Transportmittel und Autoersatz. Auch gestern war wieder eine junge Familie dabei, die vom Auto aufs Lastenrad umgestiegen ist. Der Nachwuchs saß vorne in Decken gehüllt auf einem kuscheligen Lammfell durch ein Regendach gegen den Wind geschützt. Mit dem hätte ich gerne den Platz getauscht.

 

Die Polizei ist gestern mit sechs PKWs angerückt. In jedem Fahrzeug saßen zwei Polizisten. Wir konnten 52 Teilnehmer verzeichnen. Von so einem Betreuungsschlüssel träumt jede Kita und jedes Krankenhaus. Hoffentlich haben die Karlsruher nicht gedacht, dass wir da Steuergelder verschwenden. Schließlich haben wir die Polizei nicht gerufen, sie hat uns vielmehr vor knapp zwei Jahren gefunden. Aber die Polizisten haben ihren Job gestern wirklich gut gemacht. Statt ständig mit Tatütata an uns vorbeizufahren, standen sie immer schon strategisch richtig, wenn wir mit unseren Rädern um die Ecke bogen. Hat mich irgendwie an die Geschichte vom Hasen und Igel erinnert:

Ick bün al hier!

Was mich auch gefreut hat: Ein Polizist hat sich gleich mal einen Karlsruher Fahrradkalender geschnappt. Vielleicht haben wir da ja einen neuen Mitstreiter gewonnen 😉




Verkehrspolitisches Programm des ADFC Karlsruhe

Gestern war ADFC Mitgliederversammlung. Neben der Entlastung und Neuwahl des Vorstands sowie der Bekanntgabe der Pläne des ADFC fürs Jahr 2018 stand folgender Antrag auf der Tagesordnung:

Radverkehr in Karlsruhe – das verkehrspolitische Programm des ADFC Karlsruhe

Laut Präambel des 2005 aufgestellten 20-Punkte-Programms zur Förderung des Radverkehrs will sich Karlsruhe als die Fahrrad-Großstadt Nr. 1 in Süddeutsch­land positio­nie­renEs wurde auch schon einiges getan, um diesem Ziel näher zu kommen, aber von einer echten Verkehrswende sind wir noch Meilen weit entfernt. Weiße Farbe und Fahrrad-Piktogramme auf der Straße machen aus einer vom Auto dominierten Stadt noch keine Fahrradstadt. Wenn man dem Radverkehr mehr Raum geben will, muss man ihn woanders wegnehmen. Das erfordert Mut und politischen Willen.




Critical Mass KA Februar 2018

Für die am Freitag, den 23. Februar um 18 Uhr auf dem Kronenplatz startende Critical Mass habe ich mir schon mal ein T-Shirt mit passendem Motiv zugelegt. So in etwa stelle ich mir das zahlenmäßige Verhältnis zwischen Radfahrern und MIV im Stadtzentrum vor. In Karlsruhe ist dieses Verhältnis nicht nur auf den 12 Fahrradstraßen bereits gelebte Realität. Genauso sieht es auf den Zufahrtsstraßen zu den weiterführenden Schulen aus. Beispiel: Max-Planck-Gymnasium in Rüppurr. Morgens um 7.30 Uhr kommen mir an der Kreuzung am Rüppurrer Schloss Heerscharen von Radfahrern entgegen. Nach Schulschluss das gleiche Bild, nur in umgekehrter Richtung. Die Hauptroute zu dieser Schule (Rechts der Alb, Heidelberger Straße, Am Rüppurrer Schoss und Krokusweg) sollte man als eine weitere Fahrradstraße ausweisen, da Radfahrer hier sowieso in der Mehrzahl sind.

Karlsruhe hat bereits einen hohen Radverkehrsanteil. Aber es gibt da noch jede Menge Luft nach oben. Wenn die Randbedingungen stimmen – insbesondere die Infrastruktur –  steigen noch mehr Menschen um vom MIV aufs Rad. Nicht zuletzt um diese Botschaft rüber zu bringen, treffen wir Radfahrer uns immer am letzten Freitag des Monats zu unserer Critical Mass.  Es wäre natürlich toll, wenn trotz der niedrigen Temperaturen wieder viele Karlsruher mit ihrem Fahrrad zum Kronenplatz kämen, um auf der knapp 12 Kilometer langen Radtour durch die Stadt Flagge zu zeigen und für die Rechte der Radfahrer einzutreten. Der Streckenverlauf ist einmal mehr zentrumsnah gewählt. Nur so können wir auch in der dunklen Jahreszeit Aufmerksamkeit erregen und neue Mitstreiter gewinnen.

Hier noch mal die Daten im Überblick:

  • Start: 18 Uhr Kronenplatz
  • Ziel: ca. 19 Uhr Platz vor der Kirche St. Stephan
  • After Mass: Alte Bank in der Herrenstraße