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Schildbürgerstreich oder Vandalismus

Ich habe ja schon zweimal über die Radwegsperrung am Fuße der Weiherfeldbrücke berichtet. Nachdem Schildbürger / Vandalen am 24. und 25. Oktober zwei der vier Drängelgitter aus dem Boden gerissen und in die Alb geworfen hatten, blieb die Radwegrampe weiterhin für den Radverkehr gesperrt und wir Radfahrer mussten wie gehabt die unsägliche Umleitungsstrecke fahren. Die Absperrgitter wurden daraufhin mit dicken Ketten gesichert und es tat sich knapp zwei Wochen nichts. Ruhe schien eingekehrt.




Per Rad den Herbst genießen

Die nachfolgend beschriebene Radtour aus dem BNN Magazin Ab aufs Rad bin ich schon im Sommer nachgefahren. Sie ist knapp 20 km lang, ideal somit für Radfahrer, die von Karlsruhe aus nur eine kleine Spritztour machen wollen. Die Wetteraussichten fürs Wochenende sind gut – also runter von der Couch und rauf aufs Rad. Der Herbst hat Einzug gehalten.

Die Blätter an den Bäumen haben sich bunt verfärbt und lassen die Landschaft in warmen Gelb-, Rot- und Brauntönen erstrahlen. Eine gute Gelegenheit also, per Rad die vielleicht letzten warmen Sonnenstrahlen zu tanken.

Die Tour startet am Albtalbahnhof, führt dann über Dammerstock immer an der Alb lang nach Ettlingen, geht von dort hoch zur Kaisereiche und über die Hedwigsquelle und den Oberwald wieder zurück zum Ausgangspunkt.




Rückblick – Critical Mass Oktober

Vor einer Woche habe ich die Gretchen-Frage gestellt:

Wie familienfreundlich sind Karlsruher Straßen?

Dies wollten wir auf der gestrigen CM ein wenig in Augenschein nehmen. Eins ist sicher, die Critical Mass selbst ist sehr familienfreundlich. Auch gestern waren wieder viele Eltern mit ihren Kindern im Schlepptau gekommen. Manche saßen noch im Kindersitz hinten auf dem Gepäckträger oder vorne im Lastenrad, aber es waren auch wieder viele Kinder und Jugendliche mit eigenem Rad dabei.




Update Radwegsperrung Weiherfeldbrücke

Gestern hat das Tiefbauamt die bei der Ortsbegehung angekündigten Umlaufgitter auf der Radwegrampe aufgestellt. Der Radweg selbst war noch nicht freigegeben.

Auf Twitter hatte ich abends darüber berichtet und geunkt, dass Radfahrer mit Kinderanhänger die Umlaufgitter – umgangssprachlich auch Drängelgitter genannt – nicht gerade prickelnd finden würden.




Wie familienfreundlich sind Karlsruher Straßen?

Bei der nächsten Critical Mass am Freitag, den 26. Oktober begeben wir uns auf Spurensuche. Karlsruhe will Fahrradhauptstadt werden und investiert eine Menge Geld in den Ausbau der Infrastruktur.

Aber wie sicher sind Fahrradstraßen, die für den KFZ-Verkehr freigegeben sind, und fühlt man sich als Radfahrer auf einem Schutzstreifen durch eine gestrichelte weiße Linie wirklich geschützt?




Radwegsperrung an der Weiherfeldbrücke

Wie viele Fahrradpendler aus den Bergdörfern fahre ich jeden Morgen über die Weiherfeldbrücke in Richtung Innenstadt und abends denselben Weg wieder zurück. Seit kurzem hat sich die Situation dort für Radfahrer aufgrund von Bauarbeiten in der Straße Links der Alb verschärft. Erst konnte man die Baustelle noch in Richtung Brücke rechts passieren, jetzt ist der Weg versperrt und die Absperrgitter sogar mit Ketten und Schlössern gesichert, damit ja niemand die Absperrung beiseite stellt, wie bisher an Wochenenden und nach Feierabend geschehen.

Radweg Richtung Innenstadt gesperrt, obwohl nicht notwendig




Bahnhof – abfahren

So stellen wir Radfahrer uns das vor, wenn wir mit unserem fahrbaren Untersatz am HBF ankommen und dann mit dem Zug weiterfahren wollen – Fahrrad abstellen und abfahren. Das muss zack-zack gehen.
Wenn man am Karlsruher Hauptbahnhof ankommt, stellt sich das Bild so dar. Direkt vor und links und rechts neben dem Haupteingang stehen oder liegen jede Menge Räder kunterbunt durcheinander. Manche stehen dort anscheinend schon Tage oder Wochen, wenn ich mal von ihrem desolaten Zustand ausgehe.




Anke goes „viral“

Wenn das so weiter geht, werde ich noch berühmt 😉

  • Die grün-alternative Hochschulgruppe hat in der Quappe meinen Blogbeitrag Jammern auf hohem Niveau (S. 14-15) veröffentlicht.
  • Und mein Artikel Eine lebenswerte Stadt findet sich in der jüngsten Ausgabe der DRUCKSCHRIFT, die vierteljährlich erscheint. Die DRUCKSCHRIFT hat es sich auf die Fahne geschrieben, „das Summen und – vor allem – das Brummen“ der Stadt Karlsruhe in Texte umzusetzen. In der Zeitung kommen auch Initiativen zu Wort, die sich in Karlsruhe engagieren und helfen, die Stadt ein wenig lebens- und liebenswerter zu machen.
    Vertreter / Teilnehmer der Critical Mass wurden um eine Einschätzung zur Lage des Radverkehrs in Karlsruhe gebeten. Wie ist der Stand der Dinge? Tut sich was in Sachen Radverkehrspolitik? Gibt es Visionen? Welchen Beitrag leistet die CM selbst, um diese Visionen wahr werden zu lassen? Eine lebenswerte Stadt ist meine persönliche Antwort auf diese Fragen. Ich bin nur ein Teil der CM. Anderen CM Teilnehmern ist mein Text vielleicht zu zahm oder sie vermissen Ziele und Wünsche, auf die ich nicht hingewiesen habe. Ich würde mich über euer Feedback freuen.



Fahrradklimatest 2018

Alle zwei Jahre stellt der ADFC die Gretchenfrage

Macht Radfahren in Deiner Stadt Spaß oder ist es Stress?

ADFC Fahrradklimatest 2018 (Quelle: ADFC)

Bis zum 30. November können wir abstimmen, wie es um das Fahrradklima unserer Stadt bestellt ist.

  • Wie ist die Radinfrastruktur?
  • Werden Radwege von Scherben und Müll befreit und im Winter geräumt?
  • Fühlst du dich sicher, wenn du mit dem Rad unterwegs bist?
  • Glaubst du, dass du als gleichberechtigter Verkehrsteilnehmer akzeptiert wirst?
  • Gibt es genügend Fahrradabstellplätze?
  • Wie sieht es mit Falschparkern auf Radwegen aus?
  • Wie familienfreundlich ist der Radverkehr?

Diese Fragen und noch viele mehr gilt es zu beantworten. Je mehr Menschen an der Umfrage teilnehmen desto besser. Nur so wissen die politisch Verantwortlichen wo Radverkehrsförderung gelungen oder gescheitert ist.

Jede Stimme zählt! Macht mit beim Fahrradklimatest 2018.




Smileys und Heulies für Radfahrer

Wissenschaftler der Hochschule Karlsruhe haben im Rahmen des Forschungsprojekts Reallabor Go Karlsruhe in der Erbprinzenstraße und der Waldstraße sogenannte Dialog-Displays für Radfahrer aufgestellt. Fährt man zu schnell, gibt’s einen „Heulie“ und fährt man mit moderatem Tempo, einen Smiley.

Zusätzlich zum Smiley bekommt man noch eine Dankeschön. Wer zu schnell unterwegs ist, wird durch ein „langsam“ darauf hingewiesen, doch bitte die Geschwindigkeit zu drosseln.

Theoretisch finde ich die Idee gar nicht schlecht. Für Autofahrer gibt es solche Dialog Displays ja schon lange. Untersuchungen haben ergeben, dass sie verglichen mit reinen Geschwindigkeitsanzeigen das Fahrverhalten von Autofahrern nachhaltiger beeinflussen.
Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass ich bei uns im Dorf am Ortsschild, wo so ein Dialog Display für den MIV installiert ist, immer rechtzeitig abbremse, um ja einen Smiley zu bekommen.

Ich habe mir heute Nachmittag eine Weile das Treiben in der Erbprinzenstraße angeschaut. Es waren jede Menge Radfahrer und Fußgänger unterwegs. Auch das eine oder andere Auto hat die Anzeigetafel passiert. Meist blieb das Display dunkel, obwohl Radfahrer daran vorbeifuhren. Entweder befindet sich der jeweilige Sensor an einer extrem weit entfernten Stelle oder zu weit rechts / links am Rand – was keinen Sinn machen würde, weil ich als Radfahrer dann ja nicht sehe, ob ich zu schnell oder zu langsam bin – oder die Daten werden zu träge übermittelt. Jedenfalls entsprach das Feedback der Tafeln nach meinem Geschmack nicht der Fahrweise der einzelnen Radfahrer. Wenn ich so eine Tafel passiere, will ich sehen wie ich fahre und nicht wie jemand fährt, der vor oder hinter mir unterwegs ist.
Sechs bis acht Wochen bleiben uns die Anzeigetafeln erhalten. Dann werden die Daten ausgewertet. Ich bin schon mal gespannt aufs Ergebnis und die Schlüsse, die daraus gezogen werden.