Letzte Woche ist die Alb gewaltig über die Ufer getreten. Normalerweise ist das auch kein Problem. Die Stadt sperrt kritische Stellen dann ab und weist Umleitungsstrecken aus. Wer wie ich tagtäglich durch die Günther-Klotz-Anlage zur Arbeit fährt, weiß sowieso genau, wo dann Land unter ist und wo nicht. Am Bulacher Loch ist es mir erst ein einziges Mal passiert, dass nicht rechtzeitig abgesperrt war und ich kalt bzw. nass erwischt wurde. Es hat eben auch Nachteile, wenn man Frühaufsteher ist 🙁

In Richtung Rhein wird die Lage erst wieder hinter dem Entenfang ab der langen Unterführung kritisch. Bis zum Entenfang kommt man normalerweise immer trockenen Fußes. Etwa 200 Meter vor dem Entenfang wird bei Hochwasser diese „Schranke“ ausgefahren. Da sie aber gerade mal ein paar Zentimeter des Weges absperrt und man den Hinweistext auf dem Schild sowieso seit Jahren nicht mehr entziffern kann, bin ich wahrscheinlich nicht die einzige Radfahrerin, die hier trotz Schranke weiterfährt. Das war letzten Freitag keine so gute Idee, denn der Radweg war schon weit vor dem Entenfang überflutet.

Ich bin anscheinend nicht die einzige gewesen, die nasse Füße bekommen hat. Abends standen nämlich neue provisorische und gut lesbare Warnschilder mitten auf dem Radweg neben der Schranke. Die sind jetzt wieder weg. Den Hinweistext auf dem Schild an der Schranke kann ich leider immer noch nicht entziffern. Ich habe nichts gegen Graffiti. Im Gegenteil, ich freue mich jeden Tag über die wechselnde Ausstellung entlängs der Alb. Aber Warnschilder sollte man nicht als Leinwand missbrauchen.

Alles klar?