Schlagwort: GPS

Komoot 7.0

Komoot hat seinen Fahrrad- Wandertourenplaner komplett überarbeitet. Was bietet Komoot 7.0, was die Vorgängerversionen noch nicht hatten?

Komoot Tourenplaner (Bild: Komoot)

Komoot Tourenplaner (Bild: Komoot)

  • Eine neu gestaltete Benutzeroberfläche
  • Zwischenziele und Wegepunkte können auf einem Bildschirm erstellt werden.
  • Das hin- und herspringen zwischen einzelnen Bildschirmen entfällt.
  • Das Planen von Touren mit GPX-Dateien
  • Eine interaktive Outdoorkarte, die Fotos und Empfehlungen anderer Radfahrer auf der Strecke anzeigt.

Die neue interaktive Karte wurde speziell für Navi-Liebhaber entwickelt. Eine neue Radtour zu planen ist damit superleicht: Einfach in die Karte tippen und dann durch die Highlight-Empfehlungen unten auf dem Bildschirm wischen. Da kann man sich einzelne Fotos, Tipps und Bewertungen anschauen, um herauszufinden, ob ein Highlight interessant ist oder nicht. Ihr könnt eure Tour direkt in der Kartenansicht planen und die besten Orte für zukünftige Entdeckungstouren abspeichern. Das alles geht dank der Karten-Technologie von Komoot blitzschnell.

Komoot 7.0 kann kostenlos aufs Smartphone (iPhone und Android) geladen werden. Geld verdient Komoot übrigens mit dem Verkauf von sogenannten Regionen-Paketen.




CesaCruise – Erste Freisprechanlage fürs Rad

Wer kein Bußgeld beim Radfahren kassieren möchte, sollte auf das Telefonieren mit Handy am Ohr während der Fahrt besser verzichten. Hat man allerdings die Hände frei, ist gegen ein Telefonat rein rechtlich gesehen nichts einzuwenden.

Hier kommt CesaCruise von Sminno ins Spiel. Was auf den ersten Blick aussieht wie eine Seifenschale ist in Wirklichkeit eine höchst effektive Freisprechanlage fürs Fahrrad. Sie bietet aber noch mehr:  Musik hören ohne lästige Ohrstöpsel sowie einen sicheren Halt, wenn Ihr euer Smartphone als GPS Gerät benutzen wollt.

CesaCruise von Sminno

CesaCruise von Sminno

CesaCruise funktioniert ohne Akku oder sonstige Hilfsmittel und wurde kreiert von zwei Studenten aus Kassel. Finanziert wurden die Entwicklung und die Herstellung der ersten Stückzahlen über eine Crowdfunding Plattform. Endlich mal etwas, wofür es sich lohnt Geld auszugeben.




Scott E-Spark 710

Wer hätte gedacht, dass ich mich noch mal für ein Elektrofahrrad begeistern könnte. Ich zumindest nicht. Obwohl der Begriff „Elektrofahrrad“ eigentlich viel zu bieder ist für das spritzig, wendige E-Mountainbike Scott E-Spark 710. Bei Elektrofahrrad denkt man an tiefen Einstieg, aufrechte Sitzposition und Omafahrrad. Beim Anblick des Scott E-Spark 710 denkt man das mit Sicherheit nicht! Dafür ist es viel zu rassig.

Scott E-Spark 710

Scott E-Spark 710

Über den am Rad verbauten neuen Bordcomputer Nyon waren wir in der Firma auf das Rad zu sprechen gekommen und mein Kollege geriet bei der Beschreibung der Ausstattung geradezu ins Schwärmen:

  • Schaltung und Bremsen bestehen aus einem Shimano-XT und Deore Komponenten Mix
  • Fullsuspension
  • Vorne einen Fox 32 Float Dämpfer mit 120 mm Federweg
  • Hinten einen Fox Nude Dämpfer, der von Scott in Kooperaton mit Fox speziell für die Spark-Modellreihe entwickelt worden ist
  • Beide Dämpfer können am Lenker über die Scott-eigene Twinloc-Technologie ans Terrain angepasst werden (climb, traction, descend).
  • Bosch Antrieb (Performance Line)
  • Nyon Bordcomputer

Man sitzt auf dem Scott E-Spark 710 aufgrund des langen Vorbaus (100 mm) gestreckt sportlich. Ich fand das nicht unangenehm, im Gegenteil, insbesondere bergauf macht sich diese Haltung positiv bemerkbar, weil dadurch mehr Gewicht aufs Vorderrad gebracht werden kann und man nicht das Gefühl hat „von hinten“ zu treten.

In einem Testbericht wurde bemängelt, dass der Fox 32 Float Dämpfer vorne mit seinem 120 mm Federweg überfordert sei und man sich einen Fox 34 Dämpfer am Scott E-Spark 710 wünschen würde. Das kann ich irgendwie gar nicht nachvollziehen. Entweder war ich nicht im richtigen Terrain unterwegs oder ich bin einfach zu leicht, aber am Federweg gibt es meiner Meinung nach gar nichts zu meckern.

Dank des Twinloc-Hebels am Lenker hat man volle Kontrolle über die Federung vorne und hinten am Rad. Diesbezüglich bin ich ja sowieso verwöhnt, weil mein Fully (Scott Genius 730) auch damit ausgestattet ist. Das ist schon eine tolle Sache, dass man beide Dämpfer mit einem Schalter in die drei Fahrmodi schalten kann.

Und dann der Antrieb! Der geht im wahrsten Sinne des Wortes ab, wie Schmitz Katze. Insbesondere im Turbo-Modus kommt man sich vor, als säße man im Porsche und würde das Gaspedal voll nach unten drücken – ein tolles Gefühl! Dabei muss man nicht einmal voll in die Pedale treten, sondern einfach nur ein bisschen „treppeln“.

Was mir noch angenehm aufgefallen ist, war das relativ geringe Gewicht. Wenn man wie ich nicht gerade viel auf die Waage bringt, ist das schon wichtig. Schließlich muss man auch in der Lage sein, ein Rad mal zu schultern. Ich bin in den letzten Monaten einige Elektrofahrräder Probe gefahren. Die waren alle deutlich schwerer und träger. Das Scott E-Spark 710 ist spritzig, wendig und sportlich. Bergauf nimmt einem der Antrieb natürlich enorm viel Arbeit ab. Bergab macht sich das Gewicht kaum bemerkbar, weil es sich ja an einer günstigen Stelle konzentriert, nämlich am Tretlager, wo der Motor sitzt.

Das Design des Scott E-Spark 710 ist sportlich schön. Der Akku fällt dank der Farbgebung kaum auf.

Scott E-Spark 710 Akku

Scott E-Spark 710 Akku

Das Rad ist einfach ein Hingucker.

Ach ja, und dann ist da ja auch noch der Nyon Bordcomputer mit all seinen Funktionen, über den ich aber schon an anderer Stelle berichtet habe.

Kritiker bemängeln oft, dass die Displays von E-Mountainbikes am Lenker zu exponiert seien. Man müsse deren Position an den harten Geländeeinsatz anpassen. Komisch nur, dass ich das über GPS Geräte, die viele Mountainbiker an ihr Fully oder Hardtail ohne Rückenwind montiert haben, noch nicht gelesen haben. Denn bei Licht betrachtet sind die Displays dieser GPS Geräte an derselben Stelle angebracht wie der Nyon, nämlich am Lenker.




Internet der Dinge

Das Internet der Dinge hat ja schon lange Einzug in unser Leben gehalten. Mal eben kurz vom Büro aus checken, ob der Postbote schon daheim das Paket abgegeben hat, dank der versteckten Kamera vor der Haustür kein Problem. Heute ist alles möglich. Das ganze Haus ist verkabelt, alles lässt sich aus der Ferne lenken. Man kann von unterwegs die Rollläden rauf- und wieder runterlassen, den Backofen schon mal vorheizen oder das Licht anmachen. Das alles und Vieles mehr ist schon lange Stand der Technik.

Jetzt hat das Internet auch das Fahrrad erreicht: smarte Handgriffe, intelligente Fahrräder, Diebstahlsicherung via App, ein Ende der Entwicklung ist noch lange nicht abzusehen. Selbst auf der gerade zu Ende gegangenen Consumer Electronics Show in Nevada fand sich die eine oder andere sinnvolle Entwicklung fürs Fahrrad.

Die französische Firma Connected Cycle hat ein Pedal entwickelt, das Fitness-Coach und Diebstahlsicherung in einem ist. Die Verbindung zwischen Pedal und Smartphone wird über Mobilfunktechnik und GPS hergestellt. Geladen wird der Akku beim Fahren automatisch. Der Name der Errungenschaft ist schlicht: Pedal. Warum nicht, das kann sich jeder merken. Das Pedal ist das erste vernetzte Pedal der Welt. Wird das Rad gestohlen, wird der Besitzer sofort alarmiert. Über GPS lässt sich feststellen, wo sich das Fahrrad gerade befindet. Wer jetzt glaubt, er könne das Pedal einfach abmontieren und dadurch eine Lokalisierung verhindern, der irrt. Die Montage des Pedals dauert zwar nur ein paar Minuten und ist kinderleicht. Entfernen lässt es sich aber nur über einen speziell codierten Schlüssel.

Das Pedal von Connected Cycle - nicht gerade eine Augenweide, aber sehr wirkungsvoll

Das Pedal von Connected Cycle – nicht gerade eine Augenweide, aber sehr wirkungsvoll

Das Pedal dient aber nicht nur zur Diebstahlsicherung. Es zeichnet unterwegs automatisch jede Menge Daten auf (z.B. Geschwindigkeit, Strecke, Steigung, Gefälle, Kalorienverbrauch) und speichert sie zur späteren Auswertung in der Cloud.

Das Pedal hat seine eigene Internetverbindung, funktioniert autonom überall auf der Welt und erzeugt seine eigene Energie. Es muss keine Batterie oder kein Akku geladen werden, und man muss auch sein Smartphone nicht unbedingt dabei haben, wenn man unterwegs ist. Interessant ist dieses Pedal sicher für den täglich mit dem Rad zur Arbeit fahrenden Pendler, insbesondere wenn er keinen sicheren Abstellplatz für sein Fahrrad hat. Auch Fahrradverleihfirmen könnten an dieser Diebstahlsicherung interessiert sein. Zumal diese Firmen dann aufgrund der in der Cloud hinterlegten Daten Bewegungsprofile erstellen könnten, wüssten was ihre Kunden für Vorlieben haben, wie viele Kilometer sie so im Schnitt zurücklegen, etc. Ach ja, „schöne, neue Welt“.




Nyon – der neue Bordcomputer von Bosch

Ich habe ja in letzter Zeit viel geschrieben über Dinge, die es bald geben wird: Intelligente Griffe, intelligente Räder und vernetzte Räder. Da wird es Zeit, mal über eine Neuerung zu schreiben, die es schon gibt, den neuen Bordcomputer von Bosch. Er heißt Nyon und hat nichts zu tun mit dem gleichnamigen Ort in der Schweiz oder in Burkina Faso.

Was ist neu an Nyon? Nyon bietet mehr als herkömmliche an Elektrofahrräder verbaute Bordcomputer. Laut Hersteller bietet Nyon sogar ein ganz neues E-Bike Erlebnis. Eine ganze Reihe von Fahrradherstellern hat diesen Bordcomputer mit 4,3 Zoll Display im Produktspektrum ihrer 2015 Modelle, u.a. auch SINUS, Haibike, Merida und Scott.

Nyon ist der erste Bordcomputer, der alle Funktionen in einem Gerät vereint, die man sich als Radfahrer nur wünschen kann. Ob aktuelle Infos zur Geschwindigkeit, Trittfrequenz oder Reichweite, Navigieren per GPS oder Analyse der eigenen Fitness, Nyon bietet alle Funktionen in einem Gerät. Der wasserdichte Bordcomputer ist somit Steuerung, Navigationsgerät und Fitness-Trainer in einem. Und er lässt sich über optional erhältliche Zusatzfunktionen auf die individuellen Bedürfnisse jedes Radfahrers anpassen.

Nyon - Bordcomputer von Bosch

Nyon – Bordcomputer von Bosch

Das 4,3-Zoll-Display ist bei allen Lichtverhältnissen gut ablesbar. Brillenträger brauchen sich diesbezüglich keine Gedanken machen. Beim Display handelt es sich nicht um ein Touchdisplay. Schon aus Sicherheitsgründen hat man auf ein berührungssensitives Display verzichtet. Während der Fahrt sollen beide Hände am Lenker sein. Die Bedienung funktioniert intuitiv und sicher über die am Lenker montierte Bedieneinheit.

Bosch reserviert den Nyon zunächst exklusiv für E-Bikes und Pedelecs mit dem Performance-Line-Antrieb. Bosch-Classic-Antriebe haben nur einen 8-Bit-Prozessor und deshalb laut Bosch zu wenig Rechnerleistung für die Kommunikation mit Nyon. Daher soll es Nyon für den Classic-Antrieb nicht geben.

Das Basispaket kann sich sehen lassen:

  • Smartphone-App für Android ab 4.0.3 und iPhone ab iO-Version 7
  • Wifi (Activity-Sync., Karten-Update, Software-Update)
  • Online Portal (Dashboard, Aktivitäten, Routenplanung)
  • Ride: Benutzerdefinierte Bildschirm-Anzeige
  • Navigation-Tracking (Standort und Weltkarten, Basis ist OpenBikeMap)
  • Navigation-Routenplanung: in festgelegtem 20-km-Heimat-Umkreis
  • Navi 2D- und 3D-Ansicht
  • Navi – Routenplanung mit Sonderzielen
  • Restreichweitenansicht – runder Aktionsradius
  • Fitness (aktueller Trainingseffekt, Herzfrequenz, Kalorien)
  • Anzeige Kadenz (Trittfrequenz)
  • Anzeige Drehmoment Fahrer (aktuell, Durchschnitt)
  • Anzeige Leistung Fahrer (aktuell, Durchschnitt)
  • SMS-Eingangsanzeige
  • 7 Sprachen (Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch, Italienisch, Niederländisch, Dänisch)

 

Ihr wollte Nyon mal in Aktion sehen? Dann schaut hier.

Da könnte man richtig neidisch werden, dass es Nyon nur für E-Bikes und Pedelecs gibt. Nyon vereint Navigationsgerät, Fitnesstrainer und eine Smartphone-Anbindung über Bluetooth.

Auf dem Bosch Online-Portal können die gesammelten Trainingsdaten ausgewertet und neue Touren geplant werden. Mittels Bluetooth- oder WiFi-Verbindung werden die Daten dann per Smartphone-App oder direkt vom PC auf das Nyon übertragen.

Wer Nyon nachrüsten möchte, muss leider noch sehr geduldig sein. Bisher reicht die produzierte Stückzahl dazu noch nicht aus. Grundsätzlich ist eine Nachrüstung für Elektrofahrräder mit Bosch Performance-Antrieb möglich. Dazu benötigt man aber neben der Hardware auch eine neue Softwareversion, einen anderen Sockel sowie eine neue Bedieneinheit. Das läppert sich.

Gegen Aufpreis erhältliche Premiumangebote (zukaufbar über die App-Stores von iPhone und Android):

  • Navigation-Routenplanung Deutschland
  • Navigation-Routenplanung Europa
  • Navigation-Routenplanung Welt
  • Einstellung von benutzerdefinierten Fahrmodi
  • Restreichweite nach topographischen Verhältnissen (Berge)

Für die Routing-Funktion fällt eine Einmalgebühr an. Diese soll sich nach der freigeschalteten Region richten. Für Deutschland soll die Aktivierungsgebühr z.B. 15 Euro betragen, in einem Homeradius von 20 Kilometern ist das Routing – sprich die Navigation – inklusive.




COBI – The connected bike

Für die Technikfreaks unter euch gibt es bald ein neues Gadget für den Lenker. COBI vereint viele technische Funktionen und macht damit anderen Schnickschnack, den ihr vielleicht schon an eurem Lenker montiert habt, überflüssig. COBI ist Lampe, Navi, Barometer, Musikplayer, Ladestation, Alarmanlage und Vieles mehr. Das System kann bis zu 100 Funktionen steuern.

COBI - The Connected Bike

COBI – The Connected Bike

Ein am Lenker angebrachtes Modul mit integriertem Frontscheinwerfer ist die Leitzentrale des Systems. Um die einzelnen Komponenten des Fahrrades zu verbinden und die Funktionen des Systems zu steuern, braucht man lediglich ein Smartphone und die vom Hersteller iCradle entwickelte App  Das eigene Smartphone wird so zur Steuerzentrale. COBI gibt es bis dato nur als Prototyp. Über Kickstarter läuft derzeit noch die Finanzierung. Die angepeilte Mindestsumme von 100.000 Dollar ist schon längst übertroffen worden, dass anzunehmen ist, dass COBI nächstes Jahr unter vielen Weihnachtsbäumen liegen wird.

 




Wer sein Fahrrad liebt, der schützt es

Je teurer das Rad, desto teurer und hochwertiger sollte das Schloss sein, das es vor Diebstahl schützt. Der ADFC hat viele Schlösser getestet und manche für gut befunden. Wenn ihr für euer Fahrrad ein anständiges Schloss sucht, könnt ihr euch hier informieren.

Wer hochwertige Fahrradschlösser sucht, wird bei den Firmen ABUS, KRYPTONITE und TRELOCK mit Sicherheit fündig. Dort findet man aber nicht nur die nötige Hardware, sondern auch Tipps und Tricks wie man sein Rad mit einem Schloss richtig sichert.

Wer auf Nummer sicher gehen will, der baut sich GPS Tracker in sein Fahrrad ein. Die Firma SpyBike bietet zum Beispiel Module, die man in das Steuerrohr oder die Rücklichter seines Rades einbauen kann. Sie sind von außen nicht sichtbar. Den Diebstahl an sich verhindern sie zwar nicht, aber sie ermöglichen das Auffinden des Fahrrades, denn man ist über die Position des gestohlenen Fahrrades jederzeit infomiert.

An etwas Ähnlichem aber ungleich lauter arbeitet die Firma LOCK8, Lock and Locate. Ihre Diebstahlsicherung gibt es zwar noch nicht käuflich zu erwerben, aber auch sie klingt interessant. Ein Spiralschloss mit GPS-Sensoren und eingebauter Sirene soll das Rad for Diebstahl schützen. All das und noch viel mehr gab es auf der diesjährigen Fahrradmesse in Friedrichshafen in Sachen Diebstahlschutz zu sehen, hören und zu testen.




Garmin Oregon 600t

Im Auto studiere ich schon lange keine Karte mehr, sondern lasse mich von meinem Navi – wir nennen es aufgrund der weiblichen Stimme liebevoll „Berta“ –  kundig leiten. Jetzt habe ich mir auch fürs Rad ein GPS Gerät zugelegt. Warum das Garmin 600t? Ganz einfach, viele aus meinem Bekanntenkreis haben das Gerät, sind damit zufrieden und haben es empfohlen. Auch das E-trex von Garmin stand in der engeren Wahl, aber das größere Display des Oregon war letztendlich ausschlaggebend.

Garmin Oregon 600t

Garmin Oregon 600t

Ich gehöre nicht zu den Menschen, die gerne Bedienungsanleitungen lesen, zumindest nicht von vorne nach hinten. Ich probiere lieber aus, nach dem Motto „das kann doch gar nicht so schwer sein“. Oder um es englisch auszudrücken, ich ziehe „Learning by doing“ vor. Wenn ich nicht weiterkomme, ziehe ich die Bedienungsanleitung zu Rate, indem ich das Problem gezielt über das Stichwortverzeichnis angehe.

Eines vorweg: Die Bedienung des Garmin ist nicht schwer. Wer wie ich viel Zeit am PC verbringt, ein Smartphone besitzt und weiß, wie ein Touchscreen funktioniert, der wird mit dem Garmin klarkommen. Vor der Anschaffung des Oregon 600t habe ich mir einen groben Überblick über die Thematik verschafft. Hierbei fand ich neben der Website des ADFC vor allem das Buch GPS am Fahrrad von Tom Bierl und Thomas Rögner hilfreich und informativ. Die beiden Autoren erläutern anschaulich Begriffe wie Tracks, Routen, Wegepunkte oder Points of Interest, geben Tipps zur Tourenplanung, Kartenwahl, der auf dem Markt verfügbaren Software sowie zur Handhabung und Einstellung einzelner GPS Geräte.

Ich erwarte von einem GPS Gerät am Fahrrad vor allem, dass es mich sicher von A nach B führt, ohne dass ich ein Rocket Engineer sein muss, um es bedienen zu können. Im Grunde will ich drei Dinge:

  • Meine Radtouren aufzeichnen
  • Aufgezeichnete Radtouren nachfahren
  • Radtouren am PC planen, aufs Gerät laden und nachfahren

Diese drei Ziele ließen sich auch ohne gründliche Lektüre der Bedienungsanleitung erreichen. Das Gerät bietet aber natürlich noch viel mehr Möglichkeiten (z.B. Navigieren per Kompass, Geocashes herunterladen, etc.), für die man seine Abneigung gegen Bedienungsanleitungen mal beiseite legen sollte.

Was die meisten von euch wahrscheinlich viel mehr interessiert ist das Display. Ist es gut lesbar oder braucht man eine Brille. Ich bin über 50, für die Lektüre der Tageszeitung benötige ich eine Lesehilfe, weil meine Arme schon zu kurz sind. Aber das Display bzw. der Track, den man nachfährt oder aufzeichnet, ist auch ohne Brille gut zu erkennen.

Gibt es etwas, das ich nicht so prickelnd finde? Ja, das gibt es:

  • Das Gerät kommt ohne Akkus oder Fahrradhalterung
  • Der Halter, der separat zu kaufen ist, wird über Kabelbinder am Lenker befestigt

Die Befestigung mittels Kabelbinder gehört eindeutig verbessert. Um zu verhindern, dass das GPS-Gerät am Lenker verrutscht, habe ich unter die Kabelbinder ein Stück von einem alten Schlauch geschoben. Jetzt sitzt der Halter und rutscht nicht mehr.

Da ich aber nicht nur ein Rad besitze, sondern drei, habe ich mir mehrere Halter zugelegt, damit ich nicht immer die Kabelbinder durchschneiden muss, um den Halter von Rad A aufs Rad B bzw. C zu wechseln. Auch das gehört meiner Meinung nach verbessert. Schließlich ist der Garmin ja nicht gerade ein Schnäppchen!




Es gibt kein schlechtes Wetter

Es gibt nur schlechte Kleidung und null Motivation! Wir haben 17 Grad und es regnet. Kein Grund, sich in den vier Wänden zu verstecken. Für lange Regenhosen ist es viel zu warm. Ich werde mir also einen Regen-Poncho über mein normales Radoutfit anziehen und los geht es heute nach Heidelberg. Mein neues Spielzeug, der Oregon 600t von Garmin, soll mir den Weg weisen, damit ich nicht wieder so viele Umwege fahre.

Garmin Oregon 600t

Garmin Oregon 600t

Beim Radfahren ist zwar oft der Weg das Ziel, aber bei diesem Wetter mache ich da mal eine Ausnahme. Wechselsachen sind in der Packtasche trocken verstaut und das Wetter kann nur besser werden. Positiv sollst du den Tag beginnen!




3000er Schallmauer durchbrochen und nicht mal bemerkt

Das Jahr ist noch jung und dennoch habe ich mit meinem neuen Trekkingrad schon mehr als 3000 Kilometer zurückgelegt. Da ich nicht zu denen gehöre, die jeden zurückgelegten Kilometer minutiös protokollieren, ist es mir erst bei Kilometer 3285 aufgefallen, dass ich die 3000er Schallmauer schon vor Tagen durchbrochen habe.
Ihr kennt bestimmt auch genug Leute (oder gehört selbst dazu), die jeden gelaufenen oder gefahrenen Kilometer exakt aufzeichnen und in Excel Sheets eintragen, wie sie sich während des Laufs oder der Radtour gefühlt haben, ob es geregnet hat oder die Sonne schien. Mir ist das zu zeitaufwendig und ich findes es für mich persönlich übertrieben, aber jedem Tierchen sein Pläsierchen. Wenn man Zeit dazu hat und aus den Daten dann auch die richtigen Schlüsse zieht, warum nicht. Da ich aber „nur“ laufe bzw. Rad fahre, weil es mir Spaß macht, aber nicht trainiere, um eine bestimmte Leistung zu erzielen, mache ich das nicht.

Überhaupt nicht nachvollziehen kann ich allerdings diejenigen, die mit ihrer GPS Uhr jede Woche dieselbe Strecke aufzeichnen. Wollen sie überprüfen, ob die Strecke sich vielleicht doch heimlich verändert hat? Reicht nicht eine normale Pulsuhr?
Und dann gibt es da ja noch jede Menge Apps fürs Smartphone. Wahrscheinlich habt ihr auch die Runtastic Apps für Läufer und Radfahrer. Die sind wirklich gut. Aber muss ich meine Mitstreiter mit der Audioausgabe beschallen? Motiviert das, wenn einem eine Computerstimme jeden Kilometer mitteilt, welche Durchschnittsgeschwindigkeit man gelaufen ist, wie viel Kalorien man dabei verbraucht hat und wie toll man ist? Erinnert mich irgendwie an die Bundeswehr, wenn der Feldwebel seine Rekruten anschreit. Ich bin ja so froh, dass die meisten meiner Lauffreunde nur die kostenlose App installiert haben, denn bei der wird man nur bis zum 2. Kilometer akustisch motiviert, danach herrscht himmlische Ruhe.