Schlagwort: Gesundheit

Kurzurlaub mit dem Faltrad

Es gibt nichts Schlimmeres, als mit einer Erkältung daheim zu hocken, wenn man eigentlich ein paar Tage wegfahren will. Statt mit dem Faltrad im Gepäck in Richtung Kiel zu fahren, liege ich auf der Couch und kuriere meine Erkältung aus. Wenn sich nicht bald eine wundersame Genesung einstellt, war’s das mit Kurzurlaub.

Was anfing wie eine Männergrippe – leichter Schnupfen – eskalierte innerhalb von Stunden zu einer ausgewachsenen Erkältung. Es war wohl doch keine so gute Idee, gestern wider besseren Wissens zum Abschied noch eine Runde Joggen zu gehen. Aus Schaden wir man eben klug oder auch nicht.
Zumindest habe ich schon mal gepackt. Wenn Erkältungsbäder und eine Schwitzkur nicht die nötige Wirkung zeigen, muss ich wohl oder übel doch mit der chemischen Keule nachhelfen.




Schizophrenie des Alltags

Der Mensch ist schon irgendwie merkwürdig. Um etwas für seine Gesundheit zu tun, setzt er sich nach Feierabend ins Auto, fährt ins Fitness-Studio und schwingt sich dort auf den Ergometer.

Das nachfolgende Bild bringt dieses absurde Verhalten auf den Punkt.

Quelle: Twitter, 21st Century City

Wieso kompliziert, wenn es auch einfach geht. Lasst das Auto ab und zu mal stehen und fahrt mit dem Rad. Da spart ihr nicht nur Geld fürs Fitness-Studio, ihr seid an der frischen Luft und tut ganz nebenbei auch noch was für die Umwelt.




Mit dem Rad zur Arbeit 2017

Normalerweise drucke ich mir keine Urkunden aus. Bei dieser mache ich jetzt mal eine Ausnahme, um zu zeigen, was möglich ist, auch ohne dass man Sport treibt.

Heute ist der letzte Tag der Aktion „Mit dem Rad zur Arbeit 2017“. Im Aktionszeitraum von Anfang Mai bis Ende August bin ich 79 Tage mit dem Rad zur Arbeit gefahren, habe dabei 2686 Kilometer zurückgelegt und rein rechnerisch 62.852,40 kcal verbrannt. Die Anzahl Tage stimmt, die Kilometer stimmen, aber bei den Kalorien bin ich skeptisch. Doch selbst, wenn es „nur“ 50.000 waren, kann man dafür eine ganze Menge Schokolade und Eis verputzen 🙂

Nur weil die Aktion jetzt zu Ende ist, höre ich natürlich nicht mit dem Radfahren auf. Aber ich verabschiede mich erst mal in den wohlverdienten Urlaub und nerve meine Freunde und Kollegen mit Fotos von Sonnenuntergängen, Kreidefelsen und endlosen Stränden. Rache ist eben süß.




Bild der Woche

Die Post macht es vor

E-Lastenrad der Post

Egal, ob mit Antrieb oder ohne, die Post setzt bei der Briefzustellung verstärkt aufs Fahrrad.

Vorteile:

  • Parkplatz direkt vor der Haustür des Kunden
  • Kostengünstig
  • Flexibel
  • Umweltfreundlich
  • Und für den Zusteller selbst gibt es Bewegung an frischer Luft gratis.



Die Helmdebatte – eine neverending Story

Helm oder nicht Helm – diese Frage wird seit gestern erneut heftig diskutiert. Zeit Online hat einen Artikel zu diesem Thema veröffentlicht, der den Stein wieder ins Rollen gebracht hat. Ich hätte nicht gedacht, dass es zu diesem Thema noch irgendetwas Neues zu sagen gibt. Und bei Licht betrachtet hat der Artikel hat auch nicht wirklich etwas Neues zur Debatte beitragen können. Wozu dann ständig wieder ergebnislose Debatten über die Schutzwirkung von Fahrradhelmen? Lebe ich wirklich sicherer, wenn ich beim Rad fahren einen Helm trage oder nicht? Überholen mich Autofahrer dichter, wenn ich einen Helm trage oder nicht? Immer dieselben Fragen und je nach dem wo man steht dieselben Antworten.

Da sich Helmgegner und Helmbefürworter sowieso unversöhnlich gegenüberstehen, halte ich persönlich diese Debatte allmählich für vollkommen überflüssig und bestenfalls Sommerloch füllend, zumal ständig dieselben Zahlen und Statistiken herangezogen werden, deren Aussagekraft von der jeweils anderen Seite entweder angezweifelt oder gleich in der Luft zerrissen wird.

Aber nur weil ich das Thema „Helm oder nicht Helm“ bald nicht mehr hören kann, muss es anderen ja nicht genauso gehen. Die Zahlen sprechen nämlich eine andere Sprache.

Quelle: Zeit Online 13.08.2017 07:58

Knapp 2000 Mal wurde der Artikel seit gestern geteilt und in den sozialen Medien hitzig diskutiert. Das Thema scheint also immer noch vielen Menschen unter den Nägeln zu brennen.




Mit dem Rad zur Arbeit

Es heißt ja immer „traue nie einer Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast“. Aber Statistiken, die mir ins Wort reden, bin ich geneigt, auch zu glauben, obwohl sie nur einen Teil der Zahlen präsentieren. Wieso? Weil!

Safer on a bike

Rein statistisch gesehen ist es also auf dem Rad sicherer als auf dem Sofa

Übrigens ist es noch nicht zu spät, bei der Aktion Mit dem Rad zur Arbeit teilzunehmen. Sie läuft noch bis Ende August. Und wer an mindestens 20 Arbeitstagen per Rad zur Arbeit fährt, kann attraktive Preise gewinnen. Aber gewinnen tut man ja sowieso, nämlich Bewegung an frischer Luft und eine stress- und staufreie Fahrt zur Arbeit. Wozu nach Feierabend ins Fitness-Studio hetzen und auf dem Ergometer schwitzen, wenn man denselben sportlichen Effekt auch kostenlos haben kann, indem man gemütlich mit dem Rad zur Arbeit fährt.

 

 




Karlsruhe = heimliche Fahrradhauptstadt?

Dieser Titel hat mich nun aber doch überrascht. Gestern und vorgestern fand in Postdam ein Seminar zu den Themenfeldern Radverkehrsplanung und -konzeption statt. Das Programm am Dienstag stand unter dem Motto „Wege zur Fahrradhauptstadt“.

Nachfolgend ein Auszug aus dem Seminarinhalt:

Fahrradhauptstadt – in Deutschland denkt man sofort an Münster oder Freiburg. Wie aber gehen andere Städte vor, um die Bevölkerung auf das Fahrrad zu bringen? Die Fahrradakademie stellt Ihnen drei „heimliche Fahrradhauptstädte“ vor, die nicht im Zentrum der Aufmerksamkeit stehen, aber einiges in Sachen Radverkehrsförderung bieten:

Neben Bocholt und Potsdam wird doch tatsächlich Karlsruhe als eine der heimlichen Fahrradhauptstädte aufgeführt.

Begründung:

Karlsruhe als Aufsteiger im Südwesten, wo innerhalb weniger Jahre das Radfahren Normalität geworden ist.

Bei uns in Karlsruhe wird ohne Frage viel für den Radverkehr getan und der Anteil der Radfahrer an den Verkehrsteilnehmern hat zugenommen, aber dass Radfahren bereits NORMALITÄT geworden ist, wage ich doch stark zu bezweifeln.

Ich habe keine Ahnung auf welche Fakten der Veranstalter seine Aussage stützt, aber solange sich bei uns Radfahrer genötigt fühlen, zu jeder Tageszeit eine Warnweste tragen zu müssen, um von anderen Verkehrsteilnehmern nicht „übersehen“ zu werden, kann von Normalität nun wahrlich nicht die Rede sein. Stellen wir Radfahrer etwa eine Gefahr dar, vor die wir andere warnen müssten?

Nehmen wir Städte wie Kopenhagen oder Amsterdam. Was fällt sofort auf? Kaum jemand trägt einen Fahrradhelm, geschweige denn eine Warnweste. Wozu auch, in diesen beiden Städten ist Radfahren gelebte Normalität. Davon sind wir in Karlsruhe trotz aller Bemühungen noch ein Stück weit entfernt.




CarExit – Hol dir dein Leben zurück

Ihr seid es leid, jeden Morgen mit eurem Auto im Stau zu stehen oder zig Mal um den Block zu fahren, bis ihr endlich einen Parkplatz gefunden habt? Dann steigt doch auch um aufs Rad. Vielleicht motiviert euch ja dieser Film der Fahrradbande der BUNDjugend Berlin, in dem „Umsteiger“ zu Wort kommen und ihre ganz persönliche Geschichte erzählen.

Denn Gründe für einen Umstieg aufs Rad gibt es viele.

Mit carEXIT startet die Fahrradbande der BUNDjugend Berlin eine Kampagne zum Umstieg aufs Rad.

 

 

 




Mit dem Rad zur Arbeit 2017

Ihr könnt euch zum Radfahren nicht so richtig aufraffen? Morgens ist es euch noch zu kalt, abends viel zu warm und irgendeine Ausrede gibt es immer? Vielleicht motiviert euch ja die Mitmachaktion von AOK und ADFC – Mit dem Rad zur Arbeit. Mich muss zwar niemand mehr motivieren – mich hat das Radfahr-Fieber schon vor Jahren gepackt – aber ich nehme auch in diesem Jahr wieder teil.

Wenn auch ihr mitmachen wollt, einfach online anmelden und zwischen dem 1. Mai und den 31. August mindestens 20 Tagen mit dem Rad zur Arbeit fahren (auch in Kombination mit Bus und Bahn). Das sollte eigentlich jeder schaffen. Unter den Teilnehmern werden wieder viele attraktive Sachpreise verlost. Aber auch wenn es Fortuna diesbezüglich nicht gut mit euch meint, gewinnt ihr: Fitness, Abwehrkräfte und Glücksgefühle, wenn ihr an euren Kollegen vorbeifahrt, die mit dem Auto im Stau stehen.

Mit dem Rad zur Arbeit – Mitmachaktion der AOK und des ADFC




Radfahrstreifen – gut gemeint, aber oft gefährlich

Verglichen mit anderen Städten Deutschlands hat Karlsruhe ein imposantes und ständig wachsendes Radwegenetz. Aber auch bei uns ist natürlich nicht alles Gold was glänzt. Viele Radwege sind Stückwerk, zwar gut gemeint, aber leider oft nur das Gegenteil von gut gemacht. Man sieht ihnen einfach an, dass die Stadtväter bemüht waren, es möglichst allen recht zu machen – den Autofahrern, den Geschäftsleuten und den Radfahrern. Leider ist das Endergebnis dann für Radfahrer suboptimal bzw. gefährlich.

Nehmen wir die Karlstraße. Hier wurde der Radweg im Zuge von Straßenbauarbeiten beidseitig neu angelegt. Wenn man von der Ebertstraße in Richtung Innenstadt fährt, ist der Radweg durchgängig befahrbar bis knapp vor der Kriegstraße. Leider ist er nur zu Anfang breit und links mit einem dicken fetten weißen Strich von der Fahrbahn gut sichtbar getrennt. Die erste Hürde kommt am Kolpingplatz. Dort befindet sich eine Straßenbahnhaltestelle, die man als Radfahrer rechts umfahren muss. Fußgänger, die zur Straßenbahn wollen, scheinen aber nicht zu wissen, dass es sich hier um einen Radweg handelt. Die meisten queren ihn ohne nach links zu schauen. Ab der Jollystraße verjüngt sich der Radweg, so dass man beim Überholen langsamerer Radfahrer auf die Straße ausweichen muss. Kurz vor der Kriegstraße ist er dann urplötzlich komplett verschwunden, weil man hier eine zusätzliche Spur für rechtsabbiegenden PKW eingerichtet hat.

Anders sieht es aus, wenn man von der Stadt in Richtung Ebertstraße fährt. Hier haben die Stadtväter anscheinend Angst vor ihrer eigenen Courage gehabt. Alle Nase lang mündet der Radweg entweder ohne Vorankündigung oder mit einem kleinen „Auslauf“ in einen Parkstreifen. Das ist so unübersichtlich, dass ich es an bestimmten Stellen Autofahrern nicht mal übelnehmen kann, wenn sie hier auf dem Radweg parken.

Zwei Meter weiter stünde der Lieferwagen zumindest mal nicht mehr im absoluten Halteverbot.

Wo hört der Radweg auf, wo fängt der Park- /Haltestreifen an?