Schlagwort: Falschparker

Radfahreralltag

Erst gemütlich am Stau vorbei radeln, um dann hinter der Kurve von einem falsch parkenden DHL Fahrzeug ausgebremst zu werden. Das ist leider Radfahreralltag. Egal welchen Radweg man in die Innenstadt wählt, überall stehen sie im Weg – Lieferfahrzeuge von DHL, DPD, Hermes und UPS. Radwege bieten sich zum Parken anscheinend an. In Zukunft werde ich euch allesamt über KA-Feedback oder die Wegeheld App melden. Ich bin zwar nicht so naiv zu glauben, dass dann sofort ein Mitarbeiter des Ordnungsamtes zum Ort des Geschehens eilen wird. Aber je mehr Leute diese Apps benutzen, um Falschparker zu melden, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass an den gemeldeten Straßen zukünftig vermehrt Kontrollen durchgeführt werden.

 

Wie heißt es so schön auf der Homepage von KA-Feedback:

KA-Feedback ist der Dienst, mit dem Karlsruherinnen und Karlsruher ihrer Stadt helfen können. Denn mit KA-Feedback können Sie uns mitteilen, wo es ein Problem gibt (…) Geben Sie uns Feedback, damit wir uns kümmern können. Vielen Dank!

Nehmen wir unsere Stadtväter doch mal beim Wort




Viele kleine Leute

Wenn viele kleine Leute an vielen kleinen Orten viele kleine Dinge tun, dann können sie das Gesicht der Welt verändern. Wie viel Wahrheit in diesem afrikanische Sprichwort steckt, sieht man derzeit in Stuttgart. Dort hatten entnervte Anwohner eines Stadtteils im Dezember eine Reihe von falsch parkenden PKWs kunstvoll in Folie eingepackt, mit einem bunten Schleifchen versehen und medienwirksam der Öffentlichkeit präsentiert, um so auf zweierlei hinzuweisen:

  1. Falschparker
  2. Parkplatznot

Gestern hat das Regional-Fernsehen nachgehakt, um herauszufinden, ob sich vor Ort schon etwas zum Besseren hin getan hat.

Die Situation hat sich geringfügig verbessert. Das stimmt hoffnungsfroh, zeigt es doch, dass auch Einzelpersonen etwas bewegen können, wenn sie eine zündende Idee, helfende Hände und mediale Aufmerksamkeit haben. Aber jetzt beginnt der schwierige Part – nicht locker lassen, am Thema dran bleiben und die Behörden so lange nerven, bis sich grundlegend etwas tut in Sachen Mobilitätswende. Und dafür braucht es einen langen Atem. Ich wünsche den Akteuren um Zweirat Stuttgart viel Erfolg.




Schutzstreifen – Wunsch und Wirklichkeit

Je länger ich mit dem Rad in der Stadt unterwegs bin, desto weniger glaube ich an die schützende Wirkung der sogenannten Schutzstreifen. Und das denke ich nicht nur, weil mir vor zwei Jahren auf eben genau so einem Schutzstreifen jemand die Vorfahrt genommen hat, so dass ich unsanft über den Lenker absteigen musste.

Was will man mit Schutzstreifen erreichen und wie sieht die Wirklichkeit aus? Die Stadt Hamburg hat einen Flyer herausgeben mit dem Titel Radfahrstreifen und Schutzstreifen – Sicher und komfortabel Rad fahren. Auf diesen Flyer werde ich mich im Folgenden beziehen.

  • These 1: Schutzstreifen bieten hohen Fahrkomfort und die Möglichkeit schnell voranzukommen.
    Theoretisch mag das stimmen, aber praktisch komme ich als Radfahrer nur in den Genuss dieses Komforts, wenn die Straße leer ist – also sonntags – und keine Fahrzeuge widerrechtlich auf dem Schutzstreifen parken.

Zugeparkter Schutzstreifen




Nur mal kurz …

… zum Bäcker, zur Reinigung, zur Bank, den Warnblinker ausprobieren oder mit schlechtem Beispiel vorangehen. Ausreden gibt es immer. Seit wir in Karlsruhe diese wunderschön breiten und durch einen fetten Strich von der Fahrbahn abgetrennten Radwege haben, parkt es sich darauf viel besser als früher.

Nehmen wir einen typischen Samstagmorgen in der Karlstraße. Alle paar Meter steht ein Fahrzeug widerrechtlich geparkt auf dem breiten Radweg. Die Karlstraße steht stellvertretend für viele in Karlsruhe. Die Stadtväter bauen neue Radwege, Schutzstreifen und Fahrradstraßen. Doch als Radfahrer muss man Slalom fahren. Das Ordnungsamt könnte sich eine goldene Nase verdienen. Aber entweder fehlt der Wille, hier durchzugreifen oder das Personal oder beides.

Nur mal kurz im Weg stehen

 




Falschparker Potpourri

Morgen beginnt eine neue Arbeitswoche. Hier schon mal zur Einstimmung meine „schönsten“ Falschparker Fotos.




Ganz schön „draist“ diese CM in Karlsruhe

Ja, wir sind ganz schön „draist“, dass wir – die Critical Mass Bewegung in Karlsruhe – selbst am Drais Wochenende nicht umhin kommen, auf Missstände in punkto Fahrradinfrastruktur und Verkehrssicherheit hinzuweisen, und zwar im Zuge unserer für Freitag, dem 26. Mai geplanten und um 18 Uhr auf dem Kronenplatz beginnenden Radtour durch die Stadt.

Critical Mass im April begleitet durch 5 Polizisten auf Motorrädern und 4 Polizisten in 2 PKW – weniger wäre mehr gewesen!




Falschparker

Am Montagnachmittag bin ich nach langer Zeit mal wieder über die Karlstraße in die Innenstadt geradelt. Normalerweise ist der gut markierte Radweg zugeparkt von der Ebertstraße bis zur Kriegsstraße. Nicht so am Montag. Ich wollte schon innerlich jubilieren und dem Ordnungsamt oder der Einsicht der PKW Fahrer ein Loblied singen, als vor mir dieses Hindernis auftauchte:

Falschparker

Falschparker in der Karlstraße

Ich habe ja noch ein gewisses Maß von Verständnis für Paketfahrer, die in zweiter Reihe oder auf dem Radweg halten bzw. parken, wenn kein Parkplatz weit und breit vorhanden ist, aber für den Zeitgenossen oben habe ich Null Verständnis. Direkt neben dem Lieferwagen war ein Parkplatz frei und – was man auf dem Bild nicht sieht – ein paar Meter vor dem Wagen waren zwei weitere Parkplätze frei. Es gibt also überhaupt keine Ausrede und schon gar keine Entschuldigung für dieses Verhalten. Waren dem Fahrer die Parkgebühren zu hoch oder hatte er gar die Befürchtung selbst zugeparkt zu werden?




Radwege kurbeln die Wirtschaft an

Diesen Satz liest man derzeit häufig in der Presse. Auch der relativ neue Radweg in Karlsruhe Wolfartsweier „kurbelt die Wirtschaft an“, dient er doch dem ortsansässigen KFZ-Betrieb als Kundenparkplatz. Jeden Tag ist der Radweg entlang des Betriebes komplett zugeparkt, so dass wir Radfahrer auf die Straße ausweichen müssen.

Zugeparkter Radweg in Karlsruhe Wolfartsweier

Zugeparkter Radweg in Karlsruhe Wolfartsweier

Zum Parkplatz umfunktionierter Radweg

Zum Parkplatz umfunktionierter Radweg

Ist es Gedankenlosigkeit, Unkenntnis der Straßenverkehrsordnung oder Bequemlichkeit?

 




Lieber hübsch eingepackt, als falsch eingeparkt

In Stuttgart hat man das Motto eines im letzten Jahr zur Weihnachtszeit stattfindenden Flashmobs wieder aufgenommen: Lieber hübsch eingepackt, als falsch eingeparkt. Ich denke, das ist mal ein netter Wink mit dem Zaunpfahl.

Schlecht eingeparkt, dafür hübsch verpackt

Falsch eingeparkt, dafür aber hübsch verpackt (Bild: #stuttgartsteigtum)

Man möchte sich zu Weihnachten ja auch mal über Falschparker freuen können! Zumindest verpackt würde uns ihr Anblick ein Lächeln ins Gesicht zaubern und vielleicht den einen oder anderen Falschparker an die Straßenverkehrsregeln erinnern.




Falschparkern geht’s an den Kragen

Kaum schreibe ich was über Falschparker auf Karlsruher Radwegen, finde ich reihenweise Artikel übers Falschparken in den Medien. Da ich kaum annehme, dass man von mir abgeschrieben hat, gehe ich davon aus, dass das Parken auf Rad- und Gehwegen deutschlandweit überhand nimmt:

Dass mit der Größe des Autos auch die Dreistigkeit der Fahrer dieser Autos zunimmt, scheine nicht nur ich so zu empfinden:

Je dicker das Auto, umso egoistischer das Verhalten

so die Aussage von Heinrich Stößenreuther – der die Wegeheld-App ins Leben rief – nach Auswertung von 8000 Meldungen und Fotos von falsch parkenden Fahrzeugen auf Deutschlands Rad- und Fußwegen.

Interessant fand ich auch folgende Aussage: Man darf auf Twitter (#falschparker) oder ähnlichen Plattformen Fotos von Fahrzeugen veröffentlichen, auf denen das komplette Kennzeichen zu erkennen ist. Laut einem nicht namentlich genannten Experten aus dem Berliner Polizeipräsidium muss man – so der Bericht auf Zeit Online bzw. Tagesspiegel – Kennzeichen nicht verpixeln und darf selbst wertende Äußerungen wie „blockiert Einfahrt“ oder „gefährdet Kinder“ veröffentlichen. Das Persönlichkeitsrecht werde dadurch nicht verletzt, da Privatpersonen anhand des Kennzeichens nicht den Halter ermitteln können. Dies könne nur die Polizei.

Sicherheitshalber werde ich die Kennzeichen falsch parkender Fahrzeuge auch in Zukunft unkenntlich machen. Man weiß ja nie, ob es da nicht irgendwelche Ausnahmen gibt.

Falschparker geht's an den Kragen

Falschparkern geht’s an den Kragen