Schlagwort: Fahrradschloss

Broken Window Theorie

Die Broken Window Theorie scheint nicht nur für Gebäude und PKW zu gelten, sondern auch für Fahrräder. Seit ein paar Wochen fahre ich morgens an diesem Rad vorbei. Es „steht“ an einem von RadKULTUR Baden-Württemberg gesponserten Fahrradabstellplatz und ist mit einem billigen Fahrradschloss angeschlossen.

Defekt, ohne Hinterrad aber angeschlossen

Ein paar Tage stand es aufrecht da, dann hat jemand es umgekippt.




Fahrradcodierung bei DAS FEST

Der ADFC Karlsruhe wird beim FEST vom 20. – 22. Juli nicht nur mit einem Infostand vertreten sein, sondern auch Räder codieren. Da Fahrräder innerhalb des Festgeländes nicht erlaubt sind, findet die Codieraktion am Karl-Wolf-Weg beim Anna-Walch-Haus statt. Das ist insofern strategisch günstig, weil sich in der Nähe einer der Haupteingänge zum Festgelände befindet und man hier gleich zwei Fahrradabstellplätze eingerichtet hat. Wenn ihr also aus Richtung Kühler Krug zum Fest fahrt, könnt ihr den Infostand gar nicht verfehlen.

 

Lasst euer Rad doch einfach codieren, stellt es dann auf einem der ausgewiesenen Fahrradabstellplätze ab und geht dann entspannt zum Fest. Die Wahrscheinlichkeit, dass sich jemand während eurer Abwesenheit am Rad vergreift, ist mit Codierung wesentlich geringer als ohne. Ab- bzw. an einen festen Gegenstand anschließen solltet ihr es natürlich trotzdem.




Interessantes rund ums Rad

Hier ein paar interessante Zahlen rund ums Rad. Ihr findet weitere Fakten auf der Website der FahrradBande. Ich habe mir mal drei Bike-Facts herausgegriffen, deren Zahlen mir in ihrer erschreckenden Deutlichkeit so nicht bewusst waren bzw. mir gezeigt haben, wie viel Halbwissen ich noch habe.

Fahrradbesitzer, die ihr Rad nur mit einem dünnen „Geschenkband für Diebe“ absichern, sollten angesichts dieser Zahlen doch noch mal in sich gehen, ob die Investition in ein hochwertiges Schloss nicht vielleicht doch Sinn macht.




Fahrradleichen

Fahrradleichen wie diese machen mich immer wütend und traurig zugleich. Wütend, weil ich nicht verstehe, wie man sich an einem Rad zu schaffen machen kann, das einem nicht gehört und traurig, weil der Besitzer sein Rad zwar abgeschlossen hat, aber nicht richtig.

Fahrradleiche am Gottesauer Schloss

Auf diese Fahrradleiche bin ich heute am Gottesauer Schloss in Karlsruhe gestoßen. Das verwendete Faltschloss gehört eigentlich zu den eher hochwertigen Schlosstypen. Der Radrahmen ist ja auch noch vorhanden, aber andere Komponenten fehlen. Typischer Fall von „Broken Window Prinzip“. Erst klaut jemand ein Laufrad, dann kommt der nächste Langfinger und lässt das andere Laufrad mitgehen und schließlich wechselt auch der Sattel seinen Besitzer. Das Rad wurde regelrecht ausgeschlachtet.

Dabei hätte vieles verhindert werden können, wenn das Rad anders an- bzw. abgeschlossen worden wäre. Der Besitzer / die Besitzerin hat lediglich den Rahmen an einen festen Gegenstand angeschlossen. Hätte er / sie nicht nur den Rahmen, sondern auch das hintere oder vordere Laufrad angeschlossen, dann wäre zumindest letzteres auch noch da. Mehr Komponenten hätte man allerdings mit einem Faltschloss nicht sichern können. Am besten nimmt man daher immer zwei Schlösser unterschiedlichen Typs mit und damit meine ich jetzt nicht die dünnen „Geschenkbänder“, die man für wenig Geld kaufen kann, sondern Faltschlösser, Bügelschlösser oder Kettenschlösser. Ja, ich weiß, dass das im wahrsten Sinne des Wortes schwer ist. Aber wie viel ist euch euer Rad wert? Mit dem zweite Schloss hätte man dann das zweite Laufrad vor Diebstahl schützen können.

Alternativ bzw. zusätzlich gibt es von ABUS die Komponentensicherung NutFix. Damit lassen sich nicht nur die Laufräder, sondern auch der Sattel vor Diebstahl schützen. Ähnliches gibt es auch von Pitlock.

Es gibt natürlich keinen 100-prozentigen Schutz vor Diebstahl, aber man kann es potentiellen Spitzbuben so schwer wie möglich machen. Seid egoistisch und stellt zumindest sicher, dass euer Rad besser gesichert ist, als die Räder, die neben eurem stehen.

 




Laufräder und Sättel vor Diebstahl schützen

Wenn man wie ich ein teures Rad besitzt, dann lebt man in der ständigen Angst, es könnte einem gestohlen werden. Daheim steht mein Trekkingrad nachts in der Einliegerwohnung, in der Firma nehme ich es mit ins Bürogebäude und in der Stadt schließe ich es nicht nur mit einem hochwertigen Faltschloss von ABUS ab, sondern auch immer an einen festen Gegenstand an.

Auf meiner jüngsten Radreise hatte ich zusätzlich noch ein megaschweres Kettenschloss von ABUS mit dabei, da ich im Vorfeld nicht wusste, wo wir unsere Räder würden abstellen können. Verglichen mit dem Gewicht der beiden Schlösser, kam mir mein restliches Gepäck geradezu leicht vor.

Jetzt hat die Firma ABUS auf der letzten Eurobike in Friedrichshafen etwas Neues vorgestellt, eine Sicherung für Laufräder und Sättel namens NutFix. Was aussieht wie ein Fingerhut, ist eine Kappe, die auf einer speziellen NutFix Mutter aus Edelstahl steckt. Die NutFix Mutter ersetzt die klassische Mutter oder den Schnellspanner der Sattelstütze bzw. der Laufräder. Die Kappe verdeckt und schützt die Mutter zugleich. Wenn ich also mein Rad wie gewohnt mit einem Faltschloss an einen festen Gegenstand anschließe, so dass man es nicht auf die Seite legen kann, kommt man an die Mutter selbst nicht heran und kann somit den Sattel oder die Laufräder nicht stehlen.

Hier ein Video, das ich dazu auf YouTube gefunden habe:

Das nenne ich mal eine pfiffige Lösung – klein aber wirkungsvoll. Der Preis liegt nach derzeitigem Stand bei ca. 30 € / Set. Das Anti-Diebstahl System wird ab dem kommenden Frühjahr in drei Versionen und sechs Farben erhältlich sein:

  • NutFix Axle-Set: Für Fahrräder mit hohler Radachse. Es besteht aus zwei Zapfen (100 und 135 mm) und zwei farbigen Bolzen
  • NutFix: für Fahrräder mit verschraubten Radachsen
  • NutFix SPC: um den Sattel vor Diebstahl zu schützen (Durchmesser zwischen 28,6 und 34,9 mm).

Derzeit findet man leider noch gar keine Infos beim Hersteller ABUS selbst. Schade eigentlich, denn ich glaube, dass das Produkt durchaus Potential hat.




Fahrraddiebstähle 2015

Fahrräder sind nach wie vor heiß begehrt, leider nicht nur bei Radfahrern, sondern auch bei Dieben:

Fahrraddiebstähle 2015 (Quelle: Polizei, Grafik: GDV)

Die Stadtstaaten Bremen, Hamburg und Berlin tragen die rote Laterne. Dort werden bei weitem die meisten Fahrräder gestohlen. Die Daten beruhen auf der letztjährigen polizeilichen Kriminalstatistik. Insgesamt hat die Polizei im Jahr 2015 rund 335.000 gestohlene Räder erfasst, die Dunkelziffer dürfte aber noch viel höher sein.

Vollkommen verhindern kann man einen Fahrraddiebstahl zwar nicht, aber hier ein paar Tipps wie man potentiellen Dieben das Leben extrem schwer machen kann.




European Bike Stealing Championship

Meiner Ältesten hat man ja unlängst ihr Rad gestohlen. Für alle, die dasselbe Schicksal ereilt hat, hier ein kurzes Video zum Schmunzeln. Nicht mehr brandneu, aber viele von euch haben es vielleicht noch nicht gesehen. In Amsterdam, Prag und Rom wurden Köder, sprich nicht abgeschlossene Fahrräder, platziert. Welche Stadt macht das Rennen. Wo schlägt der Fahrraddieb zuerst zu?




Kommt Zeit, kommt Rad?

Leider nein! Kaum war ich gestern Abend von der Critical Mass in Karlsruhe zurück, überbrachte uns unsere Tochter die schlechte Nachricht: man hatte ihr an der Uni in Kiel das Fahrrad gestohlen. Dabei hatte sie alles richtig gemacht. Das Schloss war hochwertig, sie hatte das Rad nicht nur abgeschlossen, sondern auch an einen festen Gegenstand angeschlossen und der Abstellort selbst war hell und mit viel Publikumsverkehr. Doch wo ein Wille ist, ist auch ein Weg. Mit ausreichend krimineller Energie, dem richtigen Werkzeug und ein bisschen Know-How hat man auch das beste Schloss in Sekunden geknackt, sei es mit Brachialgewalt.

Die Wahrscheinichkeit, das Rad wiederzubekommen, geht gegen Null. Ich habe das mal ergoogelt. Gerade mal 6,7 % der gemeldeten Fahrraddiebstähle wurden in Schleswig-Holstein im Jahr 2014 aufgeklärt. Das Rad meiner Tochter gehört zur sogenannten Mittelklasse (Wert: 500 – 2000 Euro). Es sticht aus der Masse der Räder nicht hervor, denn es hat keine auffälligen Merkmale (schwarz, Kettenschaltung, Felgenbremsen, Dynamo betriebene Lichtanlage, Gepäckträger). Das lässt sich mit anderen Worten schnell wieder verkaufen. Wir haben zwar die Rahmennummer, aber das Rad wurde nicht vom ADFC oder der Polizei kodiert. Hätten wir vielleicht doch machen sollen…. Aber hinterher ist man immer schlauer.




Bild der Woche

Ich fürchte, hier kommt jede Hilfe zu spät

Ich fürchte, hier kommt jede Hilfe zu spät




Eurobike 2015

In zwei Tagen ist es wieder soweit, da öffnen sich in Friedrichshafen die Tore der Messehalle für alle Fahrradfans der Welt. Vom 26. – 28. August ist die Eurobike 2015 leider ausschließlich den Fachbesuchern und Journalisten vorbehalten. Für den Publikumsverkehr öffnen sich die Pforten erst am Samstag, dem 29. August. Wie gewohnt findet der Demo Day bereits einen Tag vor Beginn der Messe, am Dienstag, 25. August 2015, auf dem Messeparkplatz Ost statt. Die Testbedingungen sind gut. Das Fachpublikum kann sich nicht nur auf dem Parkplatz, sondern auch im angrenzenden Wald, auf den Feldwegen sowie den umliegenden Straßen rund um das Messegelände austoben und Neuheiten selbst ausprobieren.

Auf der EUROBIKE werden alljährlich die Neuheiten der internationalen Fahrradbranche präsentiert und wer gut zu Fuß ist und viel Energie hat, der bekommt auch tatsächlich ein komplettes Angebot rund ums Fahrrad dargeboten. 1.350  Aussteller – so viele wie nie zuvor – zeigen in Friedrichshafen auf über 100.000 m² Ausstellungsfläche ihre Produkte und Dienstleistungen und bilden das weltweite Spektrum der Fahrrad-Branche ab. Es gibt wohl keinen Ort auf der Welt, an dem Fahrräder und Zubehör in solch einer einzigartigen Produktbreite dargeboten werden.

Fragt sich natürlich, was es 2015 dort Neues zu sehen gibt. Eines ist sicher, das Rad wird auch in diesem Jahr nicht neu erfunden. Auch zaubern die Hersteller keine neue Radgröße aus ihren Hüten, wofür der Einzelhandel dankbar ist.