Tag: Fahrradabstellplatz

Fahrradinfrastruktur

Hier zwei positive Beispiele in Sachen Fahrradinfrastruktur in Karlsruhe. Beide Fahrradabstellplätze befinden sich an der Siemensallee, sind sponsored by RadKULTUR Baden-Württemberg und liegen direkt an einer Straßenbahnhaltestelle. Dieser Abstellplatz hier wird immer deutlich mehr genutzt, als der andere an der Ecke zur Neureuter Straße.

Überdachter Fahrradabstellplatz in der Siemensallee




Fahrradabstellplatz

Ist das Kunst oder ein Fahrradabstellplatz? Wohl eher letzteres, wenn auch zum Zeitpunkt der Aufnahme ungenutzt. Bei dem Regen waren auch nur wenige Radfahrer unterwegs. Und die Wenigen, die trotz der widrigen Witterungsbedingungen mit dem Rad unterwegs waren, haben es vorgezogen, ihr Rad ein paar Meter weiter unter der Überdachung direkt am Eingang des Kaufhauses abzustellen.

Auch dieser Abstellanlage täte ein Dach gut.

Fahrradabstellplatz vor einem norddeutschen Kaufhaus




Bild der Woche

Vorbildlicher Fahrradabstellplatz zwischen Gottesauer Schloss und Otto-Dullenkopf-Park neben dem Radweg zum Schlachthofgelände:

Von so einer Abstellanlage an ihrer Schule können die meisten Schüler in Karlsruhe allerdings nur träumen




Umfrage zum Thema Radparken

Was das Abstellen meiner Fahrräder zuhause bzw. an der Arbeitsstelle anbetrifft, geht es mir gold. Daheim stehen die Räder im Flur der Einliegerwohnung und bei der Arbeit im Lager direkt unter dem Bürotrakt. Das heißt meine Räder sind vor Diebstahl und Vandalismus geschützt und stehen noch dazu immer im Trockenen. Ich bin aber sicherlich eine Ausnahme. Nicht jeder hat eine Einliegerwohnung, einen Keller oder eine Garage daheim, wo er das Rad abstellen kann und nicht jeder hat die Möglichkeit, sein Fahrrad in unmittelbarer Nähe zum Arbeitsplatz abzustellen.

Jochen Erdelmeier, Student der Uni Bonn, möchte an Hand einer Online-Umfrage herausfinden, wie die Situation in puncto Fahrradparken auf der Fahrt zur Arbeit / Hochschule / Ausbildungsstätte / Schule in Deutschland eigentlich aussieht. Mit eurer Teilnahme an dieser Umfrage tragt ihr dazu bei, dass Fahrrad-Abstellanlagen besser an die Anforderungen von uns Radfahrern angepasst werden können. Ihr könnt übrigens auch teilnehmen, wenn ihr nie oder nur selten Fahrrad fahrt, jede Meinung interessiert. Die Umfrage wird im Rahmen einer Masterarbeit am Geographischen Institut der Universität Bonn durchgeführt. Sie dauert im Schnitt weniger als 5 Minuten.

Mich würde eine schlechte oder nicht vorhandene Abstellanlage zwar nicht davon abhalten, mit dem Rad zur Arbeit oder zum Einkaufen zu fahren, aber ich würde bestimmt nicht mein teures Reiserad von Rennstahl wählen, wenn ich wüsste, dass ich es in der Stadt oder am Arbeitsplatz nicht sicher an- und abschließen kann, sondern den ältesten Stößer, den wir daheim haben. Aber für Leute, die selten mit dem Rad unterwegs sind, ist das Vorhandensein von sicheren Abstellanlagen vielleicht entscheidend für die Wahl des fahrbaren Untersatzes. Ich vermute, dass noch mehr Menschen vom Auto aufs Rad umsteigen würden, wenn sie wüssten, dass sie am Arbeitsplatz, in der Stadt, an der Bushaltestelle oder dem Bahnhof sichere Abstellanlagen vorfinden werden.




Felgenkiller vs. Anlehnbügel

Es tut sich was in puncto Fahrradständer. Aldi Süd ist dabei, seine „Felgenkiller“, an die man maximal ein Laufrad anschließen kann, …

Felgenkiller




Radlerforum Karlsruhe

Ich wohne seit knapp 30 Jahren in Karlsruhe und das Rad ist mein Hauptfortbewegungsmittel, aber ich muss zu meiner Schande gestehen, dass ich das Radlerforum Karlsruhe bis vor kurzem gar nicht kannte. Bei einem unserer letzten CM Treffen (einmal im Monat treffen sich Anhänger/Mitfahrer der Critical Mass Bewegung in Karlsruhe zu einem Meinungsaustausch) wurde das Radlerforum thematisiert. Ein Teilnehmer der Runde hatte vorgebracht, ob wir nicht Vertreter der einzelnen Parteien oder Honoratioren der Stadt mit ins Boot holen sollten, um die Critical Mass bekannter und hoffähiger zu machen. Kommentar einer anderen Teilnehmerin, die bereits versucht hatte, solche Kontakte herzustellen:

Die Critical Mass in Karlsruhe ist denen nicht politisch genug. Macht euch mal Gedanken, was ihr überhaupt wollt. Was sind eure persönlichen Ziele. Hier ein Flyer vom Radlerforum und ein Ausdruck des 20-Punkte-Programms der Stadt zur Förderung des Radverkehrs.

Jeder griff sich einen Flyer und blätterte ihn durch. Ein verächtliches Schnauben ertönte zu meiner Linken. Ein Seniorenrat sei Teil dieses Radlerforums, dann könne das ja wohl nichts sein, denn was wissen die schon vom Radfahren. Ich bin zwar noch kein Senior, fühle mich jedenfalls nicht so, auch wenn ich in den Augen eines 20-Jährigen mein „Best before date“ wahrscheinlich schon lange überschritten habe. Aber ich merkte, wie mir der Kamm schwoll.




Bike and Ride in den Bergdörfern

Immer mehr Menschen nutzen das Fahrrad, um damit zur Arbeit zu fahren. Aber nicht jeder hat wie ich Lust täglich mehr als 16 Kilometer für eine Strecke mit dem Rad zurückzulegen. Das Fahrrad ist in diesem Fall eine gute Möglichkeit, eine sinnvolle Vernetzung verschiedener Verkehrsmitteln hinzubekommen. Bike and Ride ist das Ergebnis davon, dass immer mehr Menschen mit ihrem Fahrrad zur Bus- oder Straßenbahnhaltestelle fahren, es dort abstellen und den weiteren Weg dann mit anderen Verkehrsmitteln fortsetzen.

Bushaltestelle Karlsruhe Palmbach

Bushaltestelle Karlsruhe Palmbach

Um künftig noch mehr Menschen dazu zu bewegen, das Auto stehen zu lassen und stattdessen auf den ÖPNV umzusteigen, hat die Stadt Karlsruhe auch bei uns oben in den Bergdörfern an ein paar Bushaltestellen neue Bike-and-Ride-Anlagen aufgestellt. Bisher habe ich zwar noch nicht gesehen, dass hier jemand sein Rad abgestellt hätte, aber das kommt ja vielleicht noch.

Es könnte natürlich sein, dass niemand die Abstellanlagen nutzt, weil sie auf der „falschen“ Straßenseite stehen, nämlich nicht stadteinwärts sondern stadtauswärts. Wer es von Karlsruhe kommend bis nach Grünwettersbach oder Palmbach mit dem Rad geschafft hat, wird seinen fahrbaren Untersatz hier mit Sicherheit nicht abstellen, um dann zwei Kilometer bis nach Waldbronn mit dem Bus zu fahren. Sinnvoll ist die B+R-Anlage eigentlich nur für Wettersbacher oder Palmbacher, die mit dem Rad zur Bushaltestelle kommen, es dort abstellen und dann mit dem Bus weiter in die Stadt fahren.

Ich werde das weiter beobachten. Wäre doch schade, wenn sich die Stadt hier ins Zeug legt, der Bürger aber gar keinen Nutzen daraus zieht.




Fahrräder als Deko

Räder sind voll im Trend - auch als Deko oder Hinweisschild

Räder sind voll im Trend – auch als Deko oder Hinweisschild

Dieses Foto hat mir gerade meine Älteste aus Kiel geschickt. Wozu alte Räder doch alles gut sind!




Bild der Woche

Norwegen scheint noch ein sicherer Ort für Fahrradbesitzer zu sein. Zumindest lässt das Foto, das Birgit in Norwegen gemacht hat, diesen Schluss zu.

Rad vor der "Hütten"

Rad vor der „Hütten“

Auch eine Möglichkeit, sein Rad zu verstauen – mit einer Wandhalterung draußen am Haus.




Fahrradabstellplätze

Das Fahrrad als Transportmittel ist die Lösung für viele Verkehrsprobleme, wie z.B. Staus und Umweltverschmutzung. Insbesondere in Karlsruhe, der Geburtsstadt des Fahrrads, schwingen sich immer mehr Menschen aufs Rad um von A nach B zu kommen. Der Anteil der Radfahrer nimmt stetig zu. Trotz dieser Tatsache sind noch viele Probleme, vor allem was die Infrastruktur anbetrifft, ungelöst. Der Zustand mancher Radwege ist desolat. Sie sind entweder zu schmal oder so holprig, dass viele Radfahrer aus eigener Sicherheit gleich auf die Straße ausweichen. Der Genehmigungsprozess für die Ausweisung von Fahrradstraßen, wie z.B. die Bahnhofstraße zwischen dem Karlsuher Hbf und der Beiertheimer Allee, dauert eine gefühlte Ewigkeit und stößt bei Autofahrern auf Widerstand und Unverständnis. Fahrradabstellplätze nehmen viel Raum ein und „verschwenden“ in den Augen mancher Stadtväter zu viel teuren Bauplatz. Aber irgendwo müssen wir unsere Fahrräder ja parken. Und wenn man nicht will, dass „wild“ abgestellt wird wie auf dem Bild unten, dann müssen andere Lösungen her.

Wildes Parken auf dem Bahnhofsvorplatz

Wildes Parken auf dem Bahnhofsvorplatz

Die Fahrradabstellplätze der Gegenwart nehmen viel Platz ein:

Fahrradabstellplatz ECE

Fahrradabstellplatz ECE

Die Zukunft sieht anders aus: Eco Cycles sind Fahrradgaragen in Form von Türmen, die oberhalb und auch unterirdisch gebaut werden können. So sehen sie aus:

Fahrradabstellplatz (Bild: eco-cycle)

Fahrradabstellplatz der Zukunft (Bild: eco-cycle)

In London soll jetzt so ein vollautomatischer Fahrradturm aufgestellt werden. Bis zu 204 Fahrräder finden darin Platz. Wie das Parken und Abholen der Räder funktioniert, könnt ihr hier nachlesen.

In Karlsruhe wird ja gerade wegen der Kombilösung sowieso überall gebaut, die Erde aufgerissen, mit gigantischen Bohrern untertunnelt und die Verkehrsführung geändert. In dem Zuge könnte man doch auch gleich ein weiteres Problem der Zukunft angehen: Wohin mit den vielen Fahrrädern? Schließlich sollen noch mehr Bürger als bisher vom Auto aufs Rad umsteigen. Und dann wird es wirklich eng in der Innenstadt, am Hauptbahnhof und an neuralgischen Punkten wie der Uni, dem ECE und vielen Schulen. Wir können doch angeblich alles – außer hochdeutsch, versteht sich.