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Impressionen von Rügen 2018

Wer Rügen hört, der denkt an Kreidefelsen, mondäne Seebäder und Landungsbrücken …




Ich bin dann mal weg

Rügen, wir kommen! Schon das dritte Mal in Folge werden wir unseren Sommerurlaub auf Deutschlands größter Insel verbringen. Das mag sich für manche anhören wie Spießertum im Reinstform, für mich ist es Erholung pur. Eigentlich ist es ja schon eher ein Herbsturlaub, da der meteorologische Sommer ja schon vorbei ist.
Insbesondere in der Nachsaison ist Rügen ideal zum Entschleunigen und Abschalten. Hier kann man Radfahren, Joggen, Schwimmen und Lesen. Nichts ist schöner als abends faul am Strand zu liegen, ins Meer zu starren und dem Rauschen der Wellen zu lauschen.




Mit dem Rad zur Arbeit

Heute geht die Aktion Mit dem Rad zur Arbeit zu Ende. Es wird in dem Zusammenhang in den Medien immer wieder darüber diskutiert, wie man auch die Menschen vom Auto aufs Rad bringen könnte, die einen längeren Anfahrtsweg haben. Radschnellwege sollen schaffen, wozu die vorhandene Fahrradinfrastruktur bisher nicht in der Lage war, nämlich auch diejenigen Pendler dazu zu bewegen, aufs Rad zu wechseln, die mehr als 20-30 Kilometer zum Arbeitsplatz fahren müssen. Ich habe da zwar so meine Bedenken, dass es mit Radschnellwegen alleine getan sein wird, aber die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt. Zumal es durchaus auch jetzt schon Leute gibt, die sich nicht von einer Stunde Anfahrtsweg per Rad abschrecken lassen.

Mein Weg zur Arbeit ist ja mit 17 Kilometern schon länger als üblich, aber verglichen mit Kevin, dem jungen Mann, der in der Firma direkt nebenan arbeitet, bin ich eine Kurzstreckenradlerin. Kevin wohnt in Marxell im Nordschwarzwald und fährt jeden Tag gut 26 Kilometer mit dem Rad nach Karlsruhe zur Arbeit, und zwar quer durch den Wald. Die Route ist weder vier Meter breit, noch kreuzungsfrei und beleuchtet schon gar nicht. Morgens, bergab, schafft er die Strecke in knapp einer Stunde, abends braucht er dafür etwas länger, zumal er meist noch eine „kleine“ Extrarunde über Bad Herrenalb oder die Teufelsmühle dreht. Wenn er mit strahlenden Augen von seinen Radtouren, der Natur und seinen vielfältigen Eindrücken erzählt, dann spürt man förmlich selbst den Fahrtwind in den Haaren. Er genießt jede Minute auf dem Rad. Eine Stunde und mehr mit dem Rad zu pendeln ist für ihn keine Last, sondern Lebensfreude pur.




Du hast ja ’nen Schatten!

Stimmt, habe ich. Und was für einen!




Karlsruher sind Radfahrer

Letztes Wochenende war DAS FEST in Karlsruhe. Drei Tage Musik, Unterhaltung, Information, Animation und Mitmach-Aktionen für Jung und Alt. Die Macher der Veranstaltung haben sich wieder mal übertroffen.

Für uns Radfahrer gab es gleich mehrere überwachte Fahrradabstellplätze. Der größte und meistbesuchte war der an der Europahalle.

Man musste sich da den Standort seines Rades schon gut gemerkt haben, denn in Anlehnung an den Spruch „Nachts sind alle Katzen grau“ waren auf dem FEST alle Sättel blau. Da ist dem einen oder anderen Besucher bestimmt schon mal vor Schreck das Herz in die Hose gefallen, als er sein Rad mit dem schönen schwarzen Brooks Sattel gesucht und erst mit Mühe gefunden hat.

Von den Abstellplätzen musste man zwischen 20 bis 50 Meter zu den jeweiligen Eingängen gehen. Der Karlsruher ist ja eher ökonomisch eingestellt. Bloß keinen Schritt zuviel gehen, schon gar nicht bei den Temperaturen. Also standen direkt vor den Eingängen auch jede Menge Räder. Es gab kaum einen Baum, Zaun, Pfosten oder eine Straßenlaterne, die nicht von Rädern umstellt waren.

Man stelle sich mal vor, all diese Besucher wären mit dem Auto angereist.

 




Danke Karl Drais

Danke Karl Drais!

… und Danke Martin Hauge! Nicht nur für dieses Lastenrad, sondern auch dafür, dass Sie sich so leidenschaftlich für den Erfinder der Laufmaschine ins Zeug legen.




Mobilitätsfestival

Am kommenden Wochenende steht Karlsruhe wieder ganz im Zeichen der urbanen, nachhaltigen Mobilität. Das Mobilitätsfestival auf und neben dem Karlsruher Marktplatz lädt ein zum Staunen, Mitmachen und Lauschen. Wer immer schon mal wissen wollte, was Seamless Mobility ist, wie sich ein Lastenrad fährt und wo man es kostenlosen ausleihen kann, noch nie im Karlsruher Doppeldeckerbus die Stadt erkundet hat oder durch die Straßen hüpfen möchte wie ein Känguru, der sollte sich den 16./17. Juni schon jetzt im Kalender fett markieren.
Umrahmt wird das Ganze durch eine lange Shoppingnacht am Samstag und ein umfangreiches Bühnenprogramm mit Shows, Video-Projektionen und viel Musik.

Quelle: Karlsruhe Marketing und Event GmbH

Ein Highlight des Mobilitätsfestivals ist sicherlich die Tunnelbesichtigung zu Fuß (Samstag und Sonntag) oder mit dem Rad (nur Sonntag zwischen 8-12.30 Uhr).
Wer mit dem Rad den Tunnel durchqueren will, kann nicht einfach spontan vorbeikommen und sagen Hoppla, hier bin ich. Man muss sich vorher Tickets besorgen. Die gibt kostenlos ab Donnerstag, 14. Juni, von 16 bis 19 Uhr und am Freitag, 15. Juni, von 10 bis 12 Uhr im Informationspavillon K der Kombilösung am Ettlinger Tor.

Was es sonst noch in puncto Fahrrad- und Fahrerausstattung zu beachten gibt, könnt ihr auf der Seite des Veranstalters nachlesen.

Am Samstagnachmittag findet übrigens um 16 Uhr auf dem Marktplatz die Spendenübergabe der Aktion Karlsruher Spendenradeln statt. Mal sehen, vielleicht hat ja meine Radscheibe einen der Preise gewonnen, die für teilnehmende Radfahrer ausgelobt wurden 🙂

Wichtiger ist aber, dass möglichst viel Spendengelder zusammengekommen sind. Ich habe ja nur das gemacht, was ich sowieso gemacht hätte – ich bin Rad gefahren und meine Firma hat ein bisschen Geld gespendet, was ihr auch nicht wirklich weh tat. Aber die vielen Menschen, die sich Tat für Tag ehrenamtlich engagieren bei den Tafeln, Hospizen und anderen sozialen Einrichtungen der Stadt, ihnen gebührt unser Dank und unsere Hochachtung.

 




World Bicycle Day

Ehre wem Ehre gebührt! Die UN Generalversammlung hat den 3. Juni zum World Bicycle Day erklärt. Eigentlich ist dies eine längst überfällige Anerkennung für eine der genialsten Erfindungen der Weltgeschichte!

Hier der Abschnitt aus der UN Resolution mit den für mich wichtigsten Beweggründen, warum der 3. Juni zum Welt Fahrradtag ernannt wurde:

The General Assembly,

(…) Acknowledging the uniqueness, longevity and versatility of the bicycle, which has been in use for two centuries, and that it is a simple, affordable, reliable, clean and environmentally fit sustainable means of transportation, fostering environmental stewardship and health,

Recognizing that the synergy between the bicycle and the user fosters creativity and social engagement and gives the user an immediate awareness of the local environment, and recognizing also that the bicycle can serve as a tool for development and as a means not just of transportation but also of access to education, health care and sport,

Emphasizing that the bicycle is a symbol of  sustainable transportation and conveys a positive message to foster sustainable consumption and production, and has a positive impact on climate, (…)

1. Decides to declare 3 June World Bicycle Day; (…)




Baerenthal 2018

Seit 30 Jahren fahre ich immer über Himmelfahrt nach Baerenthal. Was anfing als Jugendvolleyball-Freizeit hat sich im Laufe der Jahre in einen mehrtägigen Familienausflug mit vielfältigem Sportangebot verwandelt. (Beach-)Volleyball steht zwar noch im Fokus, aber andere Sportarten wie Joggen, Radfahren, Wandern, Klettern oder Boule-Spielen sind hinzugekommen. Die Anreise erfolgt entweder mit dem Auto, dem Motorrad oder dem Fahrrad.
Die Jugendfreizeit und Bildungsstätte in Baerenthal liegt in Ost-Lothringen, etwa anderthalb Auto- bzw. vier bis fünf Radfahrstunden von Karlsruhe entfernt. Es ist ein Ort mit langer Tradition und einer spannenden  Entstehungsgeschichte. Baerenthal ist ein Paradies für Familien mit kleinen und großen Kindern. Hier gibt es noch Natur pur ohne Straßenverkehr.

Den Hinweg habe ich allein gestaltet, was man unschwer daran erkennen kann, dass ich mich um Dambach herum verfahren habe. Auf dem Rückweg über Nothweiler und das Bobenthal waren wir zu Dritt. Diese Route ist landschaftlich schöner und eindeutig verkehrsärmer. Da sie noch dazu mehr Einkehrmöglichkeiten bietet (Cheval Blanc in Niedersteinbach, Gimbelhof, Kräutercafe in Weiler, Bienwaldmühle, Cafe La Minzbrueck in Scheibenhardt), kann ich sie nur jedem empfehlen, der eine abwechslungsreiche Strecke von Karlsruhe nach Baerenthal sucht.

  • Hinweg:
    Karlsruhe Wolfartsweier – Ettlingen – Rheinstetten – Neuburgweier (Fähre) – Berg – Scheibenhardt – Bienwaldmühle – Wissembourg – Climbach – Lembach – Niedersteinbach – Obersteinbach – Dambach – Baerenthal.
    Einkehrmöglichkeiten: Ettlingen, Scheibenhardt (F), Bienwaldmühle, Wissembourg, Niedersteinbach, Philippsbourg
  • Rückweg:
    Baerenthal: Philippsbourg – Neunhoffen – Obersteinbach – Niedersteinbach – Nothweiler – Niederschlettenbach – Bobenthal – Weiler – Wissenbourg – Bienwaldmühle – Berg – Neuburgweier – Ettlingen – Karlsruhe Wolfartsweier
    Einkehrmöglichkeiten: Philippsbourg, Niedersteinbach, Gimbelhof, Weiler, Wissembourg, Bienwaldmühle, Scheibenhardt, Ettlingen



Wartungs- u. Reparaturkurs für Anfänger

Ich kann zwar einen Schlauch wechseln und weiß auch wann es Zeit wird, die Kette, die Bremsbeläge oder das Getriebeöl zu erneuern, habe aber – wenn man mal vom Schlauchwechsel absieht – keine dieser Reparatur- und Wartungsarbeiten je selbst durchgeführt. Ich war einfach zu bequem. Wozu hat man einen Mann, der handwerklich geschickt ist und sich noch dazu mit Fahrrädern auskennt! Kleinere Reparaturen – Schaltung einstellen oder Kette und Kassette wechseln – hat bis dato mein Mann durchgeführt. Wenn er keine Zeit hatte, habe ich meine Räder in die Werkstatt meines Vertrauens gebracht.

Aber wie heißt es so schön – selbst ist die Frau!

Als vor knapp zwei Wochen der ADFC seine neue Selbsthilfewerkstatt der Öffentlichkeit vorgestellt hat, war ich eigentlich nur da, weil ich neugierig auf den Werkzeugschrank war. Ihn bzw. das Werkzeug darin mal selbst auszuprobieren, war nicht mein Plan. Als aber Im Verlauf des Abends darauf hingewiesen wurde, dass bald ein Reparatur- und Wartungskurs stattfinden würde und nur noch wenige Plätze frei seien, habe ich mich spontan angemeldet. Wieso nicht mal selbst reparieren! So schwer kann das ja nicht sein. Auch nervt es mich schon lange, dass ich nach einem Schlauchwechsel beim Hinterrad immer unsicher bin, wo ich das Schaltwerk hin drücken muss, damit die Kette richtig um die beiden Umlenkrollen gelenkt wird. Sich mal nicht wie ein Volldepp fühlen hätte auch seinen Reiz.