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Mit dem Faltrad in Kiel

Das Rad ist das mit Abstand beste Fortbewegungsmittel, um eine fremde Stadt zu erkunden. Man ist mobil, flexibel und kann jederzeit spontan Halt machen, wo es einem gefällt. Stau und Parkplatzsuche sind Fremdwörter für Radfahrer. Ich habe das Faltrad für mein verlängertes Wochenende gewählt, weil es in mein kleines Auto passt. Ich hätte natürlich auch mit dem Zug von Karlsruhe nach Kiel fahren können, das ist normalerweise schneller und stressfreier, aber Sturm Xavier hat mir einen Strich durch die Rechnung gemacht. Außerdem brauchte mein Fiat 500 (3 Jahre alt, 6200 km gefahren) ein wenig Auslauf. Wieso ich ein Auto habe? Ehrlich gesagt, weiß ich das selbst nicht mehr, aber das steht auf einem anderen Blatt.

Vier Tage Kiel per Rad und zu Fuß, hier meine Eindrücke:

Das Wetter war abgesehen vom Sonntag zwar nicht so strahlend schön wie im Rest der Republik, aber zumindest hat es nicht nonstop geregnet. Mit anderen Worten: it could have been worse!

Die Radwegsbeschilderung in Kiel ist gut, man müsste sie nur lesen können.

Verdreckte und kaum lesbare Radweg Schilder




Der Deutsche Fahrradpreis 2018

Die Bewerbungsphase für den Deutschen Fahrradpreis 2018 läuft bereits seit gut einem Monat. 2002 wurde der Wettbewerb ins Leben gerufen. Damals noch unter einem anderen Namen und mit nur einer Kategorie. Mittlerweile wird der mit jeweils 3000 € prämierte Preis in den Kategorien Infrastruktur, Service und Kommunikation verliehen.
Bewerben können sich öffentliche und private Institutionen, Gruppen und Vereine, aber auch Einzelpersonen wie du und ich. Wichtig ist, dass das eingereichte Projekt „einen gesellschaftlichen Mehrwert für besseren Radverkehr“ hat. Wenn ihr also eine Idee oder womöglich bereits ein ausgearbeitetes Konzept in der Schublade habt, wie man den Radverkehr im Alltag oder in der Freizeit verbessern könnte, dann solltet ihr euch bewerben.
Aber die Latte hängt hoch. Das sieht man, wenn man sich die Preisträger der vergangenen Jahre anschaut. Woran aber jeder von uns teilnehmen kann, ist der Foto- und Videowettbewerb. Das diesjährige Motto lautet:

Mein Fahrrad kann …

Mein Fahrrad kann so vieles. Es bringt mich von A nach B. Es ist für mich Sportgerät und Fortbewegungsmittel in einem. Es sieht toll aus, es trägt nicht nur mich, sondern auch meine Einkäufe und meine Wechselkleidung fürs Büro. Die Liste ist schier endlos. Unserer Kreativität sind bei diesem Wettbewerb keine Grenzen gesetzt. Ausgemusterte Räder können z.B. den Weg weisen:




Fahrradcodierung sinnvoll oder nicht?

Ich habe lange mit mir gerungen, ob ich mein teures Trekkingrad codieren lassen soll oder nicht. Schließlich habe ich die Originalrechnung noch, kenne die Rahmennummer und kann mein Rad ganz genau beschreiben. Die meisten Radfahrer wissen nämlich nicht, welche Marke sie eigentlich fahren. Sie haben kein Markenbewusstsein. Wer nach einem Diebstahl lediglich sagen kann, welche Farbe sein Rad hat, der hat schlechte Karten. Schwarze, rote oder grüne Fahrräder gibt es wie Sand am Meer. Codierte Räder können ihrem Besitzer dagegen eindeutig zugeordnet werden.

Ausschlaggebend für mich war der „jüngste“ Coup der Polizei in Hamburg. Bei einer Razzia in Hamburg-Rothenburgsort hat man im April gut 2000 Fahrräder beschlagnahmt. Im Mai wurden Fotos der gestohlenen Fahrräder im Internet veröffentlicht. Daraufhin meldeten sich 850 potentielle Besitzer bei der Polizei, aber nur gut 20 Räder konnten bislang eindeutig zugeordnet werden. Derzeit werden die Räder in zwei großen Lagerhallen in Hamburg-Niendorf ausgestellt, in der Hoffnung, sie ihrem rechtmäßigen Besitzer übergeben zu können. Aber das wird schwierig, wenn man nicht durch eine Rechnung oder Fotos belegen kann, dass einem das Rad auch tatsächlich gehört. Angenommen mein Rad wäre unter diesen gut 2000 Rädern, dann wäre ich bereits von der Polizei informiert worden, denn anhand der Codierung wüsste man meinen genauen Wohnort und die Initialen meines Namens.




Räder – Reine Fortbewegungsmittel?

Räder sind nicht nur geniale Fortbewegungsmittel. Selbst ausgemustert sind sie noch zu gebrauchen, z.B. als Hinweisschild oder zur Verschönerung des Gartens. Es könnte ja sein, dass der eine oder andere von euch noch Anregungen braucht 🙂

Per Rad die Urlaubsregion erkunden




Was macht eigentlich …

… der Radweg zwischen Hellwege und Sottrum, sprich die Anbindung an den Wümme-Radweg? Ostern hatte ich über den desolaten Zustand dieses Radweges berichtet. Hier ein Foto zur Erinnerung:

Aus alt …

Zu meiner großen Freude wurde der Radweg jetzt komplett saniert. Böse Zungen behaupten zwar, dass das an der bevorstehenden Landtagswahl in Niedersachsen liegen könnte, aber das glaube ich weniger. Zum einen dauert das Genehmigungsverfahren für solch eine Sanierung immer eine gefühlte Ewigkeit, zum anderen konnte ja niemand wissen, dass die Landtagswahlen vorgezogen werden.




Bild der Woche

Die Post macht es vor

E-Lastenrad der Post

Egal, ob mit Antrieb oder ohne, die Post setzt bei der Briefzustellung verstärkt aufs Fahrrad.

Vorteile:

  • Parkplatz direkt vor der Haustür des Kunden
  • Kostengünstig
  • Flexibel
  • Umweltfreundlich
  • Und für den Zusteller selbst gibt es Bewegung an frischer Luft gratis.



Fahrradabstellplätze

Ich war ein paar Tage am Ammersee. Primär um alte Bekannte zu besuchen und einen runden Geburtstag zu feiern, aber auch um zum Wandern.

Aber selbst wenn ich nicht mit dem Rad unterwegs bin, stechen mir solche Fahrradabstellplätze sofort ins Auge. Alles irgendwie aufgeräumt, trocken und sicher.

Fahrradabstellplatz Bahnhof Herrsching am Ammersee

Herrsching ist natürlich nicht Karlsruhe, aber wenn ich so einen Abstellplatz sehe (daneben steht übrigens noch ein weiterer) und mir dann vor Augen führe, wie es auf dem Vorplatz des Karlsruher Bahnhofs aussieht, …

dann denke ich, dass wir in Karlsruhe noch das eine oder andere von kleinen Kommunen lernen können.

 




Bild der Woche

Symbolbild für die Baustellen-Hauptstadt Karlsruhe?

Nein, dies ist kein Symbolbild! Dieser Schilderwald steht in der Günther-Klotz-Anlage und ist hoffentlich nur ein Intermezzo. Bis auf eine Ausnahme hat bisher nicht einmal die Verlegung der Fernwärmeleitung dazu geführt, dass die Radwege direkt an der Alb gesperrt wurden. Im Gegenteil, es wurde immer erst ein neuer provisorischer, aber dennoch tadelloser Radweg angelegt, bevor man den alten abgerissen hat, um darunter die Rohre zu verlegen. Selbst an die Straßenbeleuchtung hat man gedacht.

Ich muss gestehen, dass mich das die letzten beiden Jahre mächtig beeindruckt hat. So lange ziehen sich die Bauarbeiten jetzt schon. Aber der Radverkehr hat darunter nicht gelitten. Und selbst am Bulacher Loch – wo der Radweg eigentlich ein kurzes Stück gesperrt war – ist sozusagen über Nacht eine Art geduldeter „Wildwechsel“ für Radfahrer und Jogger entstanden. Dieser allerdings ohne Zutun der Stadt, den Wildwechsel haben wir uns selbst erradelt 🙂

 




Radweg in die Bergdörfer (1)

Das Warten hat sich gelohnt, der neue gut vier Meter breite Rad-/Gehweg in die Höhenstadtteile von Karlsruhe ist fertiggestellt. Bis auf zwei Tage hatten wir Radfahrer während der gesamten Bauphase freie Fahrt, während der Autoverkehr einspurig mit Ampelschaltung an der Baustelle vorbeigeführt wurde.

Die Stadt Karlsruhe hat tief in die Tasche gegriffen. An mehreren Stellen musste der Hang abgegraben werden und zwei gigantische Stützmauern sollen sicherstellen, dass kein Geröll auf den Radweg bzw. die Straße fällt.

Von Hohenwettersbach kommend sieht das Ganze jetzt so aus. Am Ortsende bei den letzten Häusern wechselt man an der Verkehrsinsel von der Straße nach links auf den Rad-/Gehweg.

Fahrbahnwechsel am Ortsausgang

Danach quert man die Straße, die in die Bergwaldsiedlung führt. An dieser Stelle sollte jetzt auch dem letzten Autofahrer klar sein, dass hier Radfahrer kreuzen.

Roter Radweg mit neuen Piktogrammen




Thank God it’s Friday

Es sind die kleinen Dinge, die einem auf dem Heimweg nach einem anstrengenden Tag im Büro vor Augen führen, wieso es sich lohnt mit dem Rad zur Arbeit zu fahren:

Einsame Blume am Rande des Radwegs