Schlagwort: Fahrrad

Danke Karl Drais

Danke Karl Drais!

… und Danke Martin Hauge! Nicht nur für dieses Lastenrad, sondern auch dafür, dass Sie sich so leidenschaftlich für den Erfinder der Laufmaschine ins Zeug legen.




Mobilitätsfestival

Am kommenden Wochenende steht Karlsruhe wieder ganz im Zeichen der urbanen, nachhaltigen Mobilität. Das Mobilitätsfestival auf und neben dem Karlsruher Marktplatz lädt ein zum Staunen, Mitmachen und Lauschen. Wer immer schon mal wissen wollte, was Seamless Mobility ist, wie sich ein Lastenrad fährt und wo man es kostenlosen ausleihen kann, noch nie im Karlsruher Doppeldeckerbus die Stadt erkundet hat oder durch die Straßen hüpfen möchte wie ein Känguru, der sollte sich den 16./17. Juni schon jetzt im Kalender fett markieren.
Umrahmt wird das Ganze durch eine lange Shoppingnacht am Samstag und ein umfangreiches Bühnenprogramm mit Shows, Video-Projektionen und viel Musik.

Quelle: Karlsruhe Marketing und Event GmbH

Ein Highlight des Mobilitätsfestivals ist sicherlich die Tunnelbesichtigung zu Fuß (Samstag und Sonntag) oder mit dem Rad (nur Sonntag zwischen 8-12.30 Uhr).
Wer mit dem Rad den Tunnel durchqueren will, kann nicht einfach spontan vorbeikommen und sagen Hoppla, hier bin ich. Man muss sich vorher Tickets besorgen. Die gibt kostenlos ab Donnerstag, 14. Juni, von 16 bis 19 Uhr und am Freitag, 15. Juni, von 10 bis 12 Uhr im Informationspavillon K der Kombilösung am Ettlinger Tor.

Was es sonst noch in puncto Fahrrad- und Fahrerausstattung zu beachten gibt, könnt ihr auf der Seite des Veranstalters nachlesen.

Am Samstagnachmittag findet übrigens um 16 Uhr auf dem Marktplatz die Spendenübergabe der Aktion Karlsruher Spendenradeln statt. Mal sehen, vielleicht hat ja meine Radscheibe einen der Preise gewonnen, die für teilnehmende Radfahrer ausgelobt wurden 🙂

Wichtiger ist aber, dass möglichst viel Spendengelder zusammengekommen sind. Ich habe ja nur das gemacht, was ich sowieso gemacht hätte – ich bin Rad gefahren und meine Firma hat ein bisschen Geld gespendet, was ihr auch nicht wirklich weh tat. Aber die vielen Menschen, die sich Tat für Tag ehrenamtlich engagieren bei den Tafeln, Hospizen und anderen sozialen Einrichtungen der Stadt, ihnen gebührt unser Dank und unsere Hochachtung.

 




World Bicycle Day

Ehre wem Ehre gebührt! Die UN Generalversammlung hat den 3. Juni zum World Bicycle Day erklärt. Eigentlich ist dies eine längst überfällige Anerkennung für eine der genialsten Erfindungen der Weltgeschichte!

Hier der Abschnitt aus der UN Resolution mit den für mich wichtigsten Beweggründen, warum der 3. Juni zum Welt Fahrradtag ernannt wurde:

The General Assembly,

(…) Acknowledging the uniqueness, longevity and versatility of the bicycle, which has been in use for two centuries, and that it is a simple, affordable, reliable, clean and environmentally fit sustainable means of transportation, fostering environmental stewardship and health,

Recognizing that the synergy between the bicycle and the user fosters creativity and social engagement and gives the user an immediate awareness of the local environment, and recognizing also that the bicycle can serve as a tool for development and as a means not just of transportation but also of access to education, health care and sport,

Emphasizing that the bicycle is a symbol of  sustainable transportation and conveys a positive message to foster sustainable consumption and production, and has a positive impact on climate, (…)

1. Decides to declare 3 June World Bicycle Day; (…)




Baerenthal 2018

Seit 30 Jahren fahre ich immer über Himmelfahrt nach Baerenthal. Was anfing als Jugendvolleyball-Freizeit hat sich im Laufe der Jahre in einen mehrtägigen Familienausflug mit vielfältigem Sportangebot verwandelt. (Beach-)Volleyball steht zwar noch im Fokus, aber andere Sportarten wie Joggen, Radfahren, Wandern, Klettern oder Boule-Spielen sind hinzugekommen. Die Anreise erfolgt entweder mit dem Auto, dem Motorrad oder dem Fahrrad.
Die Jugendfreizeit und Bildungsstätte in Baerenthal liegt in Ost-Lothringen, etwa anderthalb Auto- bzw. vier bis fünf Radfahrstunden von Karlsruhe entfernt. Es ist ein Ort mit langer Tradition und einer spannenden  Entstehungsgeschichte. Baerenthal ist ein Paradies für Familien mit kleinen und großen Kindern. Hier gibt es noch Natur pur ohne Straßenverkehr.

Den Hinweg habe ich allein gestaltet, was man unschwer daran erkennen kann, dass ich mich um Dambach herum verfahren habe. Auf dem Rückweg über Nothweiler und das Bobenthal waren wir zu Dritt. Diese Route ist landschaftlich schöner und eindeutig verkehrsärmer. Da sie noch dazu mehr Einkehrmöglichkeiten bietet (Cheval Blanc in Niedersteinbach, Gimbelhof, Kräutercafe in Weiler, Bienwaldmühle, Cafe La Minzbrueck in Scheibenhardt), kann ich sie nur jedem empfehlen, der eine abwechslungsreiche Strecke von Karlsruhe nach Baerenthal sucht.

  • Hinweg:
    Karlsruhe Wolfartsweier – Ettlingen – Rheinstetten – Neuburgweier (Fähre) – Berg – Scheibenhardt – Bienwaldmühle – Wissembourg – Climbach – Lembach – Niedersteinbach – Obersteinbach – Dambach – Baerenthal.
    Einkehrmöglichkeiten: Ettlingen, Scheibenhardt (F), Bienwaldmühle, Wissembourg, Niedersteinbach, Philippsbourg
  • Rückweg:
    Baerenthal: Philippsbourg – Neunhoffen – Obersteinbach – Niedersteinbach – Nothweiler – Niederschlettenbach – Bobenthal – Weiler – Wissenbourg – Bienwaldmühle – Berg – Neuburgweier – Ettlingen – Karlsruhe Wolfartsweier
    Einkehrmöglichkeiten: Philippsbourg, Niedersteinbach, Gimbelhof, Weiler, Wissembourg, Bienwaldmühle, Scheibenhardt, Ettlingen



Wartungs- u. Reparaturkurs für Anfänger

Ich kann zwar einen Schlauch wechseln und weiß auch wann es Zeit wird, die Kette, die Bremsbeläge oder das Getriebeöl zu erneuern, habe aber – wenn man mal vom Schlauchwechsel absieht – keine dieser Reparatur- und Wartungsarbeiten je selbst durchgeführt. Ich war einfach zu bequem. Wozu hat man einen Mann, der handwerklich geschickt ist und sich noch dazu mit Fahrrädern auskennt! Kleinere Reparaturen – Schaltung einstellen oder Kette und Kassette wechseln – hat bis dato mein Mann durchgeführt. Wenn er keine Zeit hatte, habe ich meine Räder in die Werkstatt meines Vertrauens gebracht.

Aber wie heißt es so schön – selbst ist die Frau!

Als vor knapp zwei Wochen der ADFC seine neue Selbsthilfewerkstatt der Öffentlichkeit vorgestellt hat, war ich eigentlich nur da, weil ich neugierig auf den Werkzeugschrank war. Ihn bzw. das Werkzeug darin mal selbst auszuprobieren, war nicht mein Plan. Als aber Im Verlauf des Abends darauf hingewiesen wurde, dass bald ein Reparatur- und Wartungskurs stattfinden würde und nur noch wenige Plätze frei seien, habe ich mich spontan angemeldet. Wieso nicht mal selbst reparieren! So schwer kann das ja nicht sein. Auch nervt es mich schon lange, dass ich nach einem Schlauchwechsel beim Hinterrad immer unsicher bin, wo ich das Schaltwerk hin drücken muss, damit die Kette richtig um die beiden Umlenkrollen gelenkt wird. Sich mal nicht wie ein Volldepp fühlen hätte auch seinen Reiz.




Selbsthilfewerkstatt des ADFC Karlsruhe

Der ADFC Karlsruhe hat seine neue Selbsthilfewerkstatt der Öffentlichkeit vorgestellt. Wer jetzt an einen Raum mit Werkbänken und vielen Werkzeugen an der Wand denkt, der liegt falsch. Die Selbsthilfewerkstatt ist bei Licht betrachtet ein Werkzeugschrank. Finanziert wurde er durch Spendengelder.

Das Werkzeug, das man für kleinere Fahrradreparaturen und Wartungsarbeiten benötigt, befindet sich derzeit noch in einem Werkzeugkoffer. Das bleibt natürlich nicht so. Der ADFC hat nur noch keine passende Lochwand aus Holz gefunden, an der man das Werkzeug im Schrank festmachen könnte. Außerdem fehlen noch Kleinigkeiten, wie z.B. eine Ablagemöglichkeit oder ein Mülleimer. Manche Dinge fallen einem ja erst auf, wenn man tatsächlich mit ihnen arbeitet.

Wie ihr seht, lässt sich die Tür des Werkzeugschranks komplett nach unten klappen. Sie dient als Plattform für den stabilen Montageständer, damit der Boden des Raumes nicht in Mitleidenschaft gezogen wird.

Bei der Selbsthilfewerkstatt des ADFC liegt die Betonung auf SELBST. Der ADFC stellt lediglich den Raum und die Werkzeuge. Potentielle Nutzer der Werkstatt müssen die für eine Reparatur benötigten Ersatz- und Verschleißteile wie Schläuche, Bremsbeläge, Ketten etc. natürlich selbst mitbringen und die Reparaturen und Wartungsarbeiten auch selbst durchführen. Schließlich will man den ortsansässigen Fahrradgeschäften ja keine Konkurrenz machen. Nichts läge dem ADFC ferner. Zielgruppe ist also nicht der Laie mit zwei linken Händen, der nicht weiß wie man ein Rad aufpumpt, sondern vielmehr der Radinteressierte, der weiß, wie man einen Reifen wechselt oder eine Kurbel abzieht, aber weder das Werkzeug hat noch die Lust, bei Regen und Kälte draußen auf dem Bürgersteig vor seinem Rad zu knien.

Derzeit ist die Selbsthilfewerktstatt nur zu den normalen Öffnungszeiten des ADFC zugänglich: Mittwoch, 15:00 bis 18:00 Uhr. Das ist natürlich relativ übersichtlich und wahrscheinlich nicht das Zeitfenster, das ihr euch wünschen würdet. Aber habt ein wenig Geduld. Rom wurde auch nicht an einem Tag gebaut.

Ihr würdet kleinere Reparaturen gerne selbst durchführen, habt aber keine Ahnung wie ihr das machen sollt? Der ADFC Karlsruhe bietet nicht nur eine Selbsthilfewerkstatt für Kundige, sondern auch Reparaturkurse für Unkundige. Wenn ihr Glück habt und euch beeilt, ergattert ihr vielleicht noch einen der letzten freien Plätze.




Die Zahlen zum Sonntag

Die nachfolgende Statistik stammt aus dem Magazin VivaVeloMAGAZIN. Wenn man sieht, dass die meisten Strecken, die täglich mit dem Auto zurückgelegt werden, unter 10 Kilometer liegen, dann hat das Fahrrad bzw. das Pedelec noch jede Menge Potential.

Nicht vergessen sollte man dazu, dass das Auto nach so einer Fahrt, dann erst mal Stunden ungenutzt herumsteht, aber trotzdem Geld frisst und Platz beansprucht. Laut einem Bericht in der TAZ steht ein PKW jeden Tag im Schnitt 23 Stunden ungenutzt herum. Was für eine Verschwendung!

Der Vergleich hinkt natürlich, aber mit dem Auto verhält es sich ähnlich wie mit dem Rauchen. Jeder Raucher weiß, dass Zigaretten ungesund sind. Auch der Autofahrer weiß, dass es schizophren ist, fünf Kilometer mit dem PKW in die Stadt zu fahren, dort ein paar Runden auf der Suche nach einem Parkplatz um den Block zu kreisen und dann das Auto den Tag über stehen zu lassen. Der Geist ist zwar willig, aber das Fleisch schwach. Gründe nicht mit dem Rauchen aufzuhören oder nicht umzusteigen aufs Rad oder den ÖPNV finden sich schnell, denn …

der Mensch ist vor allem eins: bequem!




Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste

Wenn ich so durch die Stadt radle, wundere ich mich immer wieder über die Sorglosigkeit anderer Radfahrer. Die Handtasche, der Rucksack oder der Schulranzen werden einfach hinten in den Fahrradkorb gelegt und ab geht die Post. Jeder Spitzbub kann sich hier bedienen, ohne dass es der Besitzer sofort bemerkt.

Mannheim verzeichnete letztes Jahr einige Hundert solcher Diebstähle, bei denen Diebe unbemerkt Taschen oder andere Wertsachen aus Fahrradkörben entwendeten. Oft geschah dies beim Warten an einer roten Ampel oder kackfrech während der Fahrt.
Fahrradkörbe hinten auf dem Gepäckträger sind extrem beliebt. Aber was nützt es, wenn der Fahrradkorb selbst fest mit dem Gepäckträger verschraubt ist, wenn man den Inhalt mit einem Griff herausholen kann?

Sofern lang genug könnte man zum Beispiel den Schultergurt einer Handtasche  oder eines Rucksacks über den Sattel ziehen und den Blick auf den Inhalt des Korbes zusätzlich durch eine Regenhaube versperren. Aber wie schützt man größere Gegenstände, Aktenkoffer zum Beispiel? Spanngurte wären hier einen Möglichkeit. Zumindest würde man dann merken, dass sich jemand am Inhalt des Fahrradkorbs zu schaffen macht.  Alternativ zur Montage auf dem  Gepäckträger könnte man den Korb vorne am Lenker anbringen. Lenker-Körbe hat man während der Fahrt besser im Blick. Der Nachteil ist allerdings, dass sie in der Regel kleiner sind und die meisten Radfahrer am Lenker bereits ein kleines Cockpit mit allen möglichen Gadgets installiert haben. Da bleibt für die Lenker-Montage einfach kein Platz.

Spanngurte sind meine persönlichen Favoriten, wenn es um die Absicherung des Gepäcks in einem Gepäckträger-Korb geht. Sie kosten nicht die Welt, lassen sich am Gepäckträger mühelos festmachen und tragen nicht auf.




Critical Mass Karlsruhe

Alltagsradler sind ja bekanntermaßen abgehärtet – kaum Ausfalltage, selten krank und immer dabei, wenn es darum geht, ein Zeichen zu setzen. So hat auch der heutige Dauerregen und einstellige Temperaturen 63 Karlsruher nicht davon abgehalten, sich aufs Rad zu schwingen und an der ersten Critical Mass des Jahres teilzunehmen. Manch einer von uns hätte wahrscheinlich gerne getauscht mit einem der vielen Velomobilisten. So ein Dach über dem Kopf hat bei Regen echt Vorteile.




Waschtag

Ich denke, ich sollte heute mal einen Waschtag einlege. Nötig hätte es mein Rad ja. Jetzt müsste es nur noch aufhören zu regnen 🙁