Schlagwort: Diebstahlsicherung

Fahrradleichen

Fahrradleichen wie diese machen mich immer wütend und traurig zugleich. Wütend, weil ich nicht verstehe, wie man sich an einem Rad zu schaffen machen kann, das einem nicht gehört und traurig, weil der Besitzer sein Rad zwar abgeschlossen hat, aber nicht richtig.

Fahrradleiche am Gottesauer Schloss

Auf diese Fahrradleiche bin ich heute am Gottesauer Schloss in Karlsruhe gestoßen. Das verwendete Faltschloss gehört eigentlich zu den eher hochwertigen Schlosstypen. Der Radrahmen ist ja auch noch vorhanden, aber andere Komponenten fehlen. Typischer Fall von „Broken Window Prinzip“. Erst klaut jemand ein Laufrad, dann kommt der nächste Langfinger und lässt das andere Laufrad mitgehen und schließlich wechselt auch der Sattel seinen Besitzer. Das Rad wurde regelrecht ausgeschlachtet.

Dabei hätte vieles verhindert werden können, wenn das Rad anders an- bzw. abgeschlossen worden wäre. Der Besitzer / die Besitzerin hat lediglich den Rahmen an einen festen Gegenstand angeschlossen. Hätte er / sie nicht nur den Rahmen, sondern auch das hintere oder vordere Laufrad angeschlossen, dann wäre zumindest letzteres auch noch da. Mehr Komponenten hätte man allerdings mit einem Faltschloss nicht sichern können. Am besten nimmt man daher immer zwei Schlösser unterschiedlichen Typs mit und damit meine ich jetzt nicht die dünnen „Geschenkbänder“, die man für wenig Geld kaufen kann, sondern Faltschlösser, Bügelschlösser oder Kettenschlösser. Ja, ich weiß, dass das im wahrsten Sinne des Wortes schwer ist. Aber wie viel ist euch euer Rad wert? Mit dem zweite Schloss hätte man dann das zweite Laufrad vor Diebstahl schützen können.

Alternativ bzw. zusätzlich gibt es von ABUS die Komponentensicherung NutFix. Damit lassen sich nicht nur die Laufräder, sondern auch der Sattel vor Diebstahl schützen. Ähnliches gibt es auch von Pitlock.

Es gibt natürlich keinen 100-prozentigen Schutz vor Diebstahl, aber man kann es potentiellen Spitzbuben so schwer wie möglich machen. Seid egoistisch und stellt zumindest sicher, dass euer Rad besser gesichert ist, als die Räder, die neben eurem stehen.

 




Laufräder und Sättel vor Diebstahl schützen

Wenn man wie ich ein teures Rad besitzt, dann lebt man in der ständigen Angst, es könnte einem gestohlen werden. Daheim steht mein Trekkingrad nachts in der Einliegerwohnung, in der Firma nehme ich es mit ins Bürogebäude und in der Stadt schließe ich es nicht nur mit einem hochwertigen Faltschloss von ABUS ab, sondern auch immer an einen festen Gegenstand an.

Auf meiner jüngsten Radreise hatte ich zusätzlich noch ein megaschweres Kettenschloss von ABUS mit dabei, da ich im Vorfeld nicht wusste, wo wir unsere Räder würden abstellen können. Verglichen mit dem Gewicht der beiden Schlösser, kam mir mein restliches Gepäck geradezu leicht vor.

Jetzt hat die Firma ABUS auf der letzten Eurobike in Friedrichshafen etwas Neues vorgestellt, eine Sicherung für Laufräder und Sättel namens NutFix. Was aussieht wie ein Fingerhut, ist eine Kappe, die auf einer speziellen NutFix Mutter aus Edelstahl steckt. Die NutFix Mutter ersetzt die klassische Mutter oder den Schnellspanner der Sattelstütze bzw. der Laufräder. Die Kappe verdeckt und schützt die Mutter zugleich. Wenn ich also mein Rad wie gewohnt mit einem Faltschloss an einen festen Gegenstand anschließe, so dass man es nicht auf die Seite legen kann, kommt man an die Mutter selbst nicht heran und kann somit den Sattel oder die Laufräder nicht stehlen.

Hier ein Video, das ich dazu auf YouTube gefunden habe:

Das nenne ich mal eine pfiffige Lösung – klein aber wirkungsvoll. Der Preis liegt nach derzeitigem Stand bei ca. 30 € / Set. Das Anti-Diebstahl System wird ab dem kommenden Frühjahr in drei Versionen und sechs Farben erhältlich sein:

  • NutFix Axle-Set: Für Fahrräder mit hohler Radachse. Es besteht aus zwei Zapfen (100 und 135 mm) und zwei farbigen Bolzen
  • NutFix: für Fahrräder mit verschraubten Radachsen
  • NutFix SPC: um den Sattel vor Diebstahl zu schützen (Durchmesser zwischen 28,6 und 34,9 mm).

Derzeit findet man leider noch gar keine Infos beim Hersteller ABUS selbst. Schade eigentlich, denn ich glaube, dass das Produkt durchaus Potential hat.