Schlagwort: Critical Mass

Anke goes „viral“

Wenn das so weiter geht, werde ich noch berühmt 😉

  • Die grün-alternative Hochschulgruppe hat in der Quappe meinen Blogbeitrag Jammern auf hohem Niveau (S. 14-15) veröffentlicht.
  • Und mein Artikel Eine lebenswerte Stadt findet sich in der jüngsten Ausgabe der DRUCKSCHRIFT, die vierteljährlich erscheint. Die DRUCKSCHRIFT hat es sich auf die Fahne geschrieben, „das Summen und – vor allem – das Brummen“ der Stadt Karlsruhe in Texte umzusetzen. In der Zeitung kommen auch Initiativen zu Wort, die sich in Karlsruhe engagieren und helfen, die Stadt ein wenig lebens- und liebenswerter zu machen.
    Vertreter / Teilnehmer der Critical Mass wurden um eine Einschätzung zur Lage des Radverkehrs in Karlsruhe gebeten. Wie ist der Stand der Dinge? Tut sich was in Sachen Radverkehrspolitik? Gibt es Visionen? Welchen Beitrag leistet die CM selbst, um diese Visionen wahr werden zu lassen? Eine lebenswerte Stadt ist meine persönliche Antwort auf diese Fragen. Ich bin nur ein Teil der CM. Anderen CM Teilnehmern ist mein Text vielleicht zu zahm oder sie vermissen Ziele und Wünsche, auf die ich nicht hingewiesen habe. Ich würde mich über euer Feedback freuen.



Critical Mass Juni 2018

Lag es am schönen Wetter, am fußballfreien Tag oder an der Liebe zum Radfahren? Wahrscheinlich an allem ein bisschen. Wir konnten in diesem Jahr schon das dritte Mal in Folge mehr als 200 Teilnehmer – genauer gesagt 214 – auf der Critical Mass in Karlsruhe verzeichnen.

Gut gelaunt setzte sich der Tross kurz nach 18 Uhr in Bewegung. Bis alle Radfahrer den Kronenplatz verlassen hatten, war die Spitze des Zuges schon auf die Ludwig-Erhard-Allee eingebogen. Für die musikalische Untermalung sorgten gleich mehrere Musikbikes, was nur zu Dissonanzen führte, wenn sie zu dicht nebeneinander fuhren.

 

Auf der Durlacher Allee habe ich versucht, mich vom Ende des Feldes ein wenig nach vorne zu arbeiten. 214 Teilnehmer hört sich ja nicht nach viel an. Obwohl ich flott rechts auf dem Radweg am munter plaudernden Tross der Radler vorbeigefahren bin, ist es mir nicht gelungen, bis an die Spitze des Zuges zu gelangen. Wir waren so viele Radfahrer in Durlach, dass wir den kompletten Altstadtring eingenommen haben 🙂
Die Route war schön, die Teilnehmer gut gelaunt und bunt gemixt und die Polizei war wie schon so oft tiefenentspannt und hat uns sicher ans Ziel geführt. Einige Polizisten haben unterwegs schon fast so etwas wie Lobbyarbeit für uns betrieben, indem sie fragenden Autofahrern ausführlich erklärten, wer wir sind und was wir da gerade machen. Vielen Dank dafür von meiner Seite.
Auch das Ziel – die Oktave an der Kirche St. Bernhard in der Karlsruher Oststadt – war ideal. Viele Teilnehmer verweilten noch auf dem Platz, um was zu trinken, zu fachsimpeln oder andere Räder zu bestaunen.




Back to the roots

Die nächste Karlsruher Critical Mass am 29. Juni führt uns zur „Mutter“ von Karlsruhe, nach Durlach.

Unser Critical Mass Logo

Wie ihr seht führt die Route zweimal über die Durlacher Allee – einer der Trassen für einen möglichen Radschnellweg zwischen dem Pfinztal und Karlsruhe.




Critical Mass am #CarFreiTag

Am 30.03.2018 ist wieder letzter Freitag des Monats. Also traditionell der Tag, an dem sich um 18 Uhr die Karlsruher Critical Mass vom Kronenplatz aus in Bewegung setzt, um mit ihren Radtour durch die Stadt für das Rad als das beste innerstädtische Verkehrsmittel zu werben.

Die März Ausgabe der CM fällt dieses Jahr auf einen Feiertag – den Karfreitag. Wie hieß es gestern so schön auf Twitter

Schon allein wegen des Hashtags sollten wir alle zusammen am Freitag wieder mal aufs Rad steigen #CarFreiTag / #CriticalMass

Angesichts des Feiertags wollen wir uns von unserer leisen Seite zeigen. Auch ohne Musik und lautem Geklingel kann man durch schiere Präsenz Flagge zeigen. Die Strecke wird vom Kronenplatz über die Oststadt, der Ludwig-Erhard-Allee und der Moltkestraße wieder zurück zum Kronenplatz führen. Den Streckenverlauf könnt ihr euch über GPSies herunterladen.

#CarFreiTag und #CriticalMass

 




Kalt, kälter, CM

Ich muss gestehen, dass ich gestern sehr mit mir gerungen habe, ob ich nicht lieber gleich nach Feierabend nach Hause ins Warme fahre. Schließlich muss man ja nicht an jeder Critical Mass teilnehmen. Von den Temperaturen her ging es eigentlich. Minusgrade machen mir an sich auch nichts aus, aber der Wind war fies, sodass die Fühltemperaturen fast im 2-stelligen Minusbereich lagen. Aber schließlich bin ich dann doch zum Kronenplatz gefahren, wo zu meiner großen Überraschung bereits eine Menge Radfahrer warteten. Normalerweise kommen die meisten kurz vor knapp, gestern war das anders. Was mich immer am meisten freut ist die Zusammensetzung der Critical Mass: Familien mit Kindern, Junge und Alte, Leute aus allen Schichten, die eins gemeinsam haben – sie fahren gerne mit dem Rad. Was in Karlsruhe nicht zuletzt auch Dank der Lastenrad Initiative immer beliebter wird ist das Lastenrad als Transportmittel und Autoersatz. Auch gestern war wieder eine junge Familie dabei, die vom Auto aufs Lastenrad umgestiegen ist. Der Nachwuchs saß vorne in Decken gehüllt auf einem kuscheligen Lammfell durch ein Regendach gegen den Wind geschützt. Mit dem hätte ich gerne den Platz getauscht.

 

Die Polizei ist gestern mit sechs PKWs angerückt. In jedem Fahrzeug saßen zwei Polizisten. Wir konnten 52 Teilnehmer verzeichnen. Von so einem Betreuungsschlüssel träumt jede Kita und jedes Krankenhaus. Hoffentlich haben die Karlsruher nicht gedacht, dass wir da Steuergelder verschwenden. Schließlich haben wir die Polizei nicht gerufen, sie hat uns vielmehr vor knapp zwei Jahren gefunden. Aber die Polizisten haben ihren Job gestern wirklich gut gemacht. Statt ständig mit Tatütata an uns vorbeizufahren, standen sie immer schon strategisch richtig, wenn wir mit unseren Rädern um die Ecke bogen. Hat mich irgendwie an die Geschichte vom Hasen und Igel erinnert:

Ick bün al hier!

Was mich auch gefreut hat: Ein Polizist hat sich gleich mal einen Karlsruher Fahrradkalender geschnappt. Vielleicht haben wir da ja einen neuen Mitstreiter gewonnen 😉




Critical Mass KA Februar 2018

Für die am Freitag, den 23. Februar um 18 Uhr auf dem Kronenplatz startende Critical Mass habe ich mir schon mal ein T-Shirt mit passendem Motiv zugelegt. So in etwa stelle ich mir das zahlenmäßige Verhältnis zwischen Radfahrern und MIV im Stadtzentrum vor. In Karlsruhe ist dieses Verhältnis nicht nur auf den 12 Fahrradstraßen bereits gelebte Realität. Genauso sieht es auf den Zufahrtsstraßen zu den weiterführenden Schulen aus. Beispiel: Max-Planck-Gymnasium in Rüppurr. Morgens um 7.30 Uhr kommen mir an der Kreuzung am Rüppurrer Schloss Heerscharen von Radfahrern entgegen. Nach Schulschluss das gleiche Bild, nur in umgekehrter Richtung. Die Hauptroute zu dieser Schule (Rechts der Alb, Heidelberger Straße, Am Rüppurrer Schoss und Krokusweg) sollte man als eine weitere Fahrradstraße ausweisen, da Radfahrer hier sowieso in der Mehrzahl sind.

Karlsruhe hat bereits einen hohen Radverkehrsanteil. Aber es gibt da noch jede Menge Luft nach oben. Wenn die Randbedingungen stimmen – insbesondere die Infrastruktur –  steigen noch mehr Menschen um vom MIV aufs Rad. Nicht zuletzt um diese Botschaft rüber zu bringen, treffen wir Radfahrer uns immer am letzten Freitag des Monats zu unserer Critical Mass.  Es wäre natürlich toll, wenn trotz der niedrigen Temperaturen wieder viele Karlsruher mit ihrem Fahrrad zum Kronenplatz kämen, um auf der knapp 12 Kilometer langen Radtour durch die Stadt Flagge zu zeigen und für die Rechte der Radfahrer einzutreten. Der Streckenverlauf ist einmal mehr zentrumsnah gewählt. Nur so können wir auch in der dunklen Jahreszeit Aufmerksamkeit erregen und neue Mitstreiter gewinnen.

Hier noch mal die Daten im Überblick:

  • Start: 18 Uhr Kronenplatz
  • Ziel: ca. 19 Uhr Platz vor der Kirche St. Stephan
  • After Mass: Alte Bank in der Herrenstraße



Critical Mass Karlsruhe

Alltagsradler sind ja bekanntermaßen abgehärtet – kaum Ausfalltage, selten krank und immer dabei, wenn es darum geht, ein Zeichen zu setzen. So hat auch der heutige Dauerregen und einstellige Temperaturen 63 Karlsruher nicht davon abgehalten, sich aufs Rad zu schwingen und an der ersten Critical Mass des Jahres teilzunehmen. Manch einer von uns hätte wahrscheinlich gerne getauscht mit einem der vielen Velomobilisten. So ein Dach über dem Kopf hat bei Regen echt Vorteile.




Alle reden vom Wetter …

… Alltagsradler tun das nicht, sie ziehen sich einfach entsprechend an 🙂

Bestens ausgerüstet ließen es sich somit heute Abend 47 Karlsruher Radler nicht nehmen, bei strömendem Regen an der Novemberausgabe der Critical Mass teilzunehmen. Hier ein paar Impressionen vom Start auf dem Kronenplatz und vom Fotoshooting vor dem Schloss.

Die Velomobilisten sind mittlerweile ein fester Bestandteil der Critical Mass in Karlsruhe. Ich denke sie konnten es verkraften, dass ihnen diese Lichtshow am Rad heute beinahe den Rang abgelaufen hätte.

Sehen und gesehen werden – in der dunklen Jahreszeit extrem wichtig




Stressfrei in die City?

Die Stadt Karlsruhe rüstet sich wieder für den Weihnachtsansturm. Unter Stressfrei in die Weihnachtsstadt  findet man Informationen zur Verkehrsführung.

Der Verkehr soll fließen

Damit meint man allerdings in erster Linie den Autoverkehr. Damit dieser Verkehr noch „besser“, sprich schneller durch die City direkt am ECE und am Rondellplatz vorbei Richtung Fritz-Erler-Straße fließen kann und Autofahrer auf den für sie anscheinend lästigen Schulterblick komplett verzichten können, hat man den Radfahrstreifen auf  der Markgrafenstraße für Radfahrer kurzerhand aufgehoben, zu unserem Schutz, wie es in der Pressemeldung lapidar heißt.

Wieso man den Autoverkehr hier lang führt, ist mir absolut schleierhaft. Wegen der paar Stellpätze in der IHK Tiefgarage? Auf dem Friedrichplatz eröffnet bald der Weihnachtsmarkt, vom ECE  laufen täglich Tausende von Fußgänger in Richtung Kaiserstraße und die Markgrafenstraße ist Hauptverkehrsader für Radfahrer. Ausgerechnet hier leitet man jetzt zusätzlich den Autoverkehr lang? Dann sieht das bis Anfang nächsten Jahres hier wohl so aus, bloß noch schlimmer, da die Weihnachtszeit ja noch kommt:

 

Man konnte förmlich spüren, dass der Autofahrer die vor ihm fahrende Radfahrerin am liebsten zur Seite gefegt hätte. Bei der ersten sich bietenden Gelegenheit ist er mit überhöhter Geschwindigkeit an ihr vorbeigebraust, nur um an der nächsten Kreuzung gleich wieder eine Vollbremsung hinzulegen, um links abzubiegen. So viel zum Thema Der Verkehr soll fließen.




Gut gemeint, aber auch gut gemacht?

Zwei Radfahrer sind innerhalb kürzester Zeit in Karlsruhe durch einen tragischen Verkehrsunfall ums Leben gekommen. Die Critical Mass Karlsruhe hat daraufhin spontan beschlossen, zwei Ghost Bikes aufzustellen. Es wurde geplant, auf die Schnelle zwei Räder organisiert, diese weiß angestrichen und Gedenktafeln beschriftet.
Eigentlich alles richtig gemacht und dennoch frage ich mich, ob wir die beiden verunglückten Radfahrer nur als Vorwand genommen haben, um auf Missstände im Radverkehr hinzuweisen.

Impressionen von der Critical Mass Oktober 2017

Wieso komme ich darauf, obwohl ich selbst an der Planung beteiligt war? Woher rühren meine Zweifel?