Tag: Critical Mass

Critical was?

Wer schon immer mal wissen wollte, was Critical Mass im Allgemeinen und in Karlsruhe im Speziellen eigentlich bedeutet, dem kann geholfen werden. Studenten der Uni Karlsruhe haben im Zuge eines Seminars einen Potcast veröffentlicht, der Licht ins Dunkle bringt.

Critical Mass (Bild: Campus-Radio Karlsruhe)

Nicht schlecht gemacht, denn er erklärt nicht nur den Begriff „Critical Mass“, sondern liefert auch persönliche Erfahrungen der in der Regel mit dem Rad fahrenden Studenten in Karlsruhe.

Den Schluss des Potcast fand ich zwar recht amüsant, bin mir aber nicht so sicher, ob die Botschaft auch bei allen Beteiligten richtig ankommt. Die Kritik am Verhalten einzelner Radfahrer finde ich gut. Aber ob sie aus dem Mund eines #AutoMacho auch ankommt?

Aber zurück zur Critical Mass. Kommt doch einfach zur nächsten Veranstaltung, um euch einen persönlichen Eindruck zu verschaffen.

  • Wann: Freitag, den 28. Juli 2017, um 18 Uhr
  • Wo: Kronenplatz in Karlsruhe



Nachlese zur CM im Juni

Es gibt immer wieder Momente, in denen ich froh bin, dass ich mich nicht auf Facebook tummle. So gehen Kommentare wie diese Gott sei Dank an mir vorbei, es sei denn man weist mich explizit darauf hin:

Kommentar auf Facebook zur Critical Mass in Karlsruhe

Ich weiß nicht, wer diese Dame ist. Wenn ich sie wäre, würde ich zunächst mal mein Profilbild überdenken, aber das steht auf einem anderen Blatt. Frau Röder Pörings hat nie an einer Critical Mass in Karlsruhe teilgenommen und war auch nie bei einer Vorbesprechung in der Geschäftsstelle des ADFC. Um so mehr erstaunt mich ihre Aussage:

Solange die Critical Mass oberlehrerhaft, autokraktisch und mit Nähe zum ADFC auf dem Niveau eines Hasenzüchtervereins geführt wird. solange wird die Teilnehmerzahl sich nicht wesentlich erhöhen (…) Gleiches gilt für die CM-Treffen im BUZO (…). Kritische Fragen sind dort unerwünscht, Mitbestimmung ist nicht wirklich vorgesehen.

Ich frage mich woher sie das weiß, obwohl sie nie dabei war? Wie kackfrech muss ich sein, mir ein Urteil zu erlauben und dies auch noch auf sozialen Plattformen wie Facebook zu veröffentlichen, wenn ich weder bei einer Critical Mass mitgefahren bin noch bei einer Sitzung dabei war?

Kommen wir zu den Fakten der letzten Critical Mass:

108 Teilnehmer, extrem viele Velomobile (irgendwo muss ein Nest sein), kurzer Regenguss zu Anfang, lockere Atmosphäre und vier motorisierte Polizisten als Begleitung. Der Streckenverlauf wurde durchweg positiv bewertet.

Hier noch ein paar Impressionen:

Velomobil Treffen auf der Critical Mass in Karlsruhe

Regelmäßig dabei, der VCD

 




CM = Kirchentag der Radfahrer

Im Nachgang zu unserer letzten Critical Mass in Karlsruhe fand ich auf Twitter folgenden Tweet, den ich sehr treffend fand:

Ich musste spontan schmunzeln, habe mich aber gleichzeitig gefragt, ob nicht auch unterschwellig ein wenig Kritik, sozusagen mit einem Augenzwinkern, mit diesem Tweet verbunden war. Falls dem so wäre, glaube ich, dass wir durchaus kritikfähig sind. Ihr wollt euch einbringen, habt Vorschläge, Kritik, Anregungen oder Wünsche? Immer her damit!

Wie auch immer – der nächste Kirchentag der Radfahrer – auch Critical Mass genannt – findet am kommenden Freitag, dem 30. Juni 2017 statt:

  • Wo: Kronenplatz in Karlsruhe
  • Wann: 18 Uhr
  • Strecke: bereits jetzt auf GPSies für Radfahrer, die eventuell unterwegs einsteigen wollen



Critical Mass in Karlsruhe – Teilnehmerrekord

Sage und schreibe 208 Teilnehmer konnten wir bei unserer heutigen Critical Mass in Karlsruhe verzeichnen. Die Zahl haben wir aus berufenem Munde: von der Polizei, die uns begleitet hat. Das bedeutet für uns Teilnehmerrekord. Darüber mag man in Städten wie Köln, Hamburg oder Berlin lächeln, aber wir sind trotzdem stolz darauf, dass wir so viele Radbegeisterte mobilisieren konnten. Selten gab es so viele unterschiedliche Räder zu bestaunen, selten waren so viele Kinder und Jugendliche dabei. Karl Drais wäre stolz gewesen, zumal sich sogar ein Radveteran mit seiner Draisine auf den Kronenplatz verirrt hat.

Ein Radveteran, der mit seiner Laufmaschine von Nancy nach Karlsruhe unterwegs war




Ganz schön „draist“ diese CM in Karlsruhe

Ja, wir sind ganz schön „draist“, dass wir – die Critical Mass Bewegung in Karlsruhe – selbst am Drais Wochenende nicht umhin kommen, auf Missstände in punkto Fahrradinfrastruktur und Verkehrssicherheit hinzuweisen, und zwar im Zuge unserer für Freitag, dem 26. Mai geplanten und um 18 Uhr auf dem Kronenplatz beginnenden Radtour durch die Stadt.

Critical Mass im April begleitet durch 5 Polizisten auf Motorrädern und 4 Polizisten in 2 PKW – weniger wäre mehr gewesen!




Critical Mass in Karlsruhe

200 Jahre Fahrrad = 200 Critical Mass Teilnehmer? Warum nicht, wir zählen auf euch!

  • Wann: 18:00 Uhr am 28.04.2017
  • Treffpunkt: Kronenplatz
  • Ende: Friedrichsplatz
  • Länge: ca. 13 km
  • Strecke : lasst euch einfach überraschen (für Kurzentschlossene und Späteinsteiger schon jetzt auf GPSies).



2 Jahre Critical Mass Karlsruhe

Gestern feierte die Critical Mass Karlsruhe Geburtstag – 2 Jahre jung, immer noch in den Kinderschuhen aber damit auch lernfähig.

Die CM stand ganz im Zeichen der Themen Umweltverschmutzung und Feinstaubbelastung. Als Zeichen dafür trugen viele Radfahrer bei der Tour durch die Stadt eine Atemschutzmaske, was für erhebliche Aufmerksamkeit sorgte, denn Atemschutzmasken gehören zwar in Asien zum gewohnten Straßenbild, bei uns sieht man sie jedoch kaum, es sei denn bei Touristen in Stuttgart.

Mit 148 Teilnehmern waren wir fast rekordverdächtig, nur die erste Critical Mass konnte mehr Teilnehmer verzeichnen. Hier ein paar bildliche Impressionen:

Unser Critical Mass Logo




Uns stinkts!

Die Critical Mass am kommenden Freitag steht ganz unter dem Motto „Uns stinkts“.

Es stinkt uns im wahrsten Sinne des Wortes, von den Autoabgasen eingenebelt zu werden, wenn wir mit dem Rad in der Stadt unterwegs sind. Karlsruhe liegt zwar nicht in einem Kessel wie Stuttgart, aber Luftverschmutzung durch Feinstaub und Stickoxide ist auch bei uns ein Problem, das wir nicht auf die leichte Schulter nehmen sollten.

Um ein Zeichen zu setzen, wollen wir am Freitag vor dem Start der CM an die Teilnehmer Atemschutzmasken verteilen. Das Tragen dieser Masken ist natürlich freiwillig. Wer an dieser Aktion nicht mitmachen möchte, kann natürlich auch ohne mitfahren.

Freitag, 31. März, 18 Uhr auf dem Kronenplatz in Karlsruhe

Atemschutzmasken zum Schutz vor Feinstaub sind auch bei uns in Deutschland brandaktuell. Laut Stuttgarter Nachrichten von heute fragen Touristen in Stuttgart verstärkt danach. In der ausländischen Presse stellt man sich nämlich bereits folgende Frage:

Stuttgart: Germany’s Beijing for air pollution?

Für alle, die unterwegs zu uns stoßen wollen, hier noch der Streckenverlauf auf GPSies.




Nachlese Februar CM

Die Fakten sind schnell aufgelistet:

  • Wir konnten 60 Teilnehmer verzeichnen, was für einen Februar gar nicht schlecht ist
    (2016: 40 TN)
  • Strecke: Kronenplatz –> Oststadt –> Durlach –> Altstadtring –> Ottostraße –> Ludwig-Erhard-Allee –> Südstadt-Ost –> Kronenplatz.
  • Die ca. 12,5 km lange Rundtour hat gut eine Stunde gedauert.

Ich hatte mir für die Critical Mass im Vorfeld die o.g. Route überlegt und die CM offiziell beim Ordnungsamt als Versammlung angemeldet. Seitdem das Ordnungsamt die CM Karlsruhe wieder auf dem Schirm hat (Einzelheiten dazu findet ihr auf KA-Radler), fahren wir mit Polizeibegleitung. Nicht weil wir uns das so wünschen, sondern weil man uns seitens der Behörde mehr oder minder deutlich zu verstehen gegeben hat, dass man eine freie Durchführung der CM – sprich ohne offizielle Anmeldung und ohne Polizei – nicht mehr zulassen wird.

Umso erstaunter war ich am Freitag, als mich die geballte persönliche Kritik des leitenden Einsatzbeamten traf. Er habe die Veranstaltung bereits mehrmals begleitet und er könne nicht erkennen, dass wir irgendeine Botschaft hätten: Keine Transparente, keine Parolen, keine Lautsprecherdurchsagen!

Unser Hinweis, dass wir sehr wohl eine Botschaft hätten und diese nicht nur durch unsere „Masse“, sondern auch verbal bzw. mittels unterwegs verteilter Flyer kundtun würden, ließ er nicht gelten. Er habe das in der Vergangenheit nicht beobachten können. Dass man das natürlich Im Dunkeln, aus einem vorausfahrenden Polizeifahrzeug heraus, schwerlich erkennen kann, wundert mich nicht.
Was mich aber am meisten getroffen hat, war die unterschwellige Anschuldigung, dass wir Steuergelder verschwenden würden. Das wurde zwar nicht explizit gesagt aber Sätze wie „die Polizei hat Besseres zu tun als Leute zu begleiten, die eine nette Radtour durch die Stadt machen wollen“ oder „dass man den Teilnehmern beim Start der Critical Mass immer viel Spaß wünschen würde, sprächen für eine reine Vergnügungstour“ lassen diesen Schluss zu. Was genau der Einsatzleiter unter „etwas Besseres“ verstand, blieb unbeantwortet. Verhindern, dass sich sogenannte Fußballfans – neudeutsch auch Hooligans genannt – gegenseitig ihre hohle Birne einschlagen? Oder das Ahnden von Verkehrsverstößen, wie z.B. das widerrechtliche Parken auf Radwegen?

Ich muss gestehen, dass ich die CM nach dieser Diskussion nur wie durch einen Schleier wahrgenommen habe. Die Kritik des Polizeibeamten hat an mir genagt. Was, wenn er vielleicht doch ein Stück weit recht hatte? Die Art, wie er die CM „abgewatscht“ hat, hat zwar eher Gräben gezogen als Brücken gebaut, aber die Kritik zeigt, dass wir an unserer Außenwirkung arbeiten müssen. Nicht um es der Polizei recht zu machen, sondern um unsere Botschaft deutlicher rüberzubringen. Nur dadurch können wir Unterstützung und weitere Mitstreiter gewinnen. Während der Fahrt Transparente zu schwingen oder das Schreien von Parolen, halten wir für keine gute Lösung. Wenn wir für die Polizei erst daseinsberechtigt und schützenswert sind, wenn wir laut werden oder potentiell Probleme bereiten könnten, dann widerspricht das unseren Vorstellungen von einer friedlichen, fröhlichen CM. Da schwebt uns etwas anderes vor. Für die nächste Critical Mass haben wir schon ein paar Ideen. Wer wissen will, was das für Ideen sind, der ist herzlich eingeladen, an unserem nächsten Treffen,

am Montag, dem 6. März um 18 Uhr im Umweltzentrum Karlsruhe, Kronenstraße 9

teilzunehmen. Ich denke, dass wir viel Gesprächsstoff haben werden. Aber das muss ja nicht negativ sein, im Gegenteil. Falls ihr euch einbringen wollt, Routenvorschläge habt oder einfach nur neugierig seid, kommt einfach vorbei. Jeder ist willkommen, übrigens auch die Polizei oder Mitarbeiter des Ordnungsamts.




Critical Mass Karlsruhe

Der letzte Freitag des Monats steht vor der Tür. Traditionell treffen sich an diesem Tag Radfahrer auf der ganzen Welt, um als Critical Mass mit einer gemeinsamen Radtour auf ihre Rechte als gleichberechtigte Verkehrsteilnehmer aufmerksam zu machen.

Wir Karlsruher treffen uns um 18 Uhr auf dem Kronenplatz.

Die Critical Mass Karlsruhe ist bunt gemischt: Die Teilnehmer kommen aus allen Altersstufen, sozialen Schichten und Berufsgruppen. Jeder Radfahrer ist willkommen. Nur eine Bitte haben wir: Achtet darauf, dass euer Rad eine funktionierende Beleuchtungsanlage hat und lasst euer Smartphone unterwegs in der Tasche. Wer telefonieren, texten oder fotografieren möchte, der halte bitte dazu an. Wir wollen nicht, dass Autofahrer während der Fahrt telefonieren, also lasst uns mit gutem Beispiel vorangehen.

Wer uns am Kronenplatz verpassen sollte, kann auch unterwegs zu uns stoßen. Damit ihr wisst, wo es lang geht, hier schon mal grob der Streckenverlauf. Die Februar-Tour startet auf dem Kronenplatz, macht einen Schlenker durch die Oststadt und führt dann nach Durlach in den sehenswerten Altstadtring. Über die Ottostraße und die Ludwig-Erhard-Allee geht es dann in die Südstadt-Ost und wieder zurück zum Kronenplatz. Wie heißt es so schön – Gegensätze ziehen sich an. Und gegensätzlicher könnten die Durlacher Altstadt und die brandneue Südstadt-Ost nicht sein.

Critical Mass Karlsruhe – Februar 2017

Das fast schon traditionelle „After-Mass-Meeting“ findet dieses Mal im Brückenrestaurant von Kais Pizza statt und natürlich ist wieder jeder herzlich eingeladen teilzunehmen.

Für alle, die GPSies auf ihrem Smartphone haben, hier der Streckenverlauf. Nur falls ihr Bedenken habt, dass ich mich verfahren könnte ;).