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Fahrradklimatest 2018

Alle zwei Jahre stellt der ADFC die Gretchenfrage

Macht Radfahren in Deiner Stadt Spaß oder ist es Stress?

ADFC Fahrradklimatest 2018 (Quelle: ADFC)

Bis zum 30. November können wir abstimmen, wie es um das Fahrradklima unserer Stadt bestellt ist.

  • Wie ist die Radinfrastruktur?
  • Werden Radwege von Scherben und Müll befreit und im Winter geräumt?
  • Fühlst du dich sicher, wenn du mit dem Rad unterwegs bist?
  • Glaubst du, dass du als gleichberechtigter Verkehrsteilnehmer akzeptiert wirst?
  • Gibt es genügend Fahrradabstellplätze?
  • Wie sieht es mit Falschparkern auf Radwegen aus?
  • Wie familienfreundlich ist der Radverkehr?

Diese Fragen und noch viele mehr gilt es zu beantworten. Je mehr Menschen an der Umfrage teilnehmen desto besser. Nur so wissen die politisch Verantwortlichen wo Radverkehrsförderung gelungen oder gescheitert ist.

Jede Stimme zählt! Macht mit beim Fahrradklimatest 2018.




Standdienst beim ADFC

Eigentlich bin ich ja eher so etwas wie eine „Karteileiche“ beim ADFC. Ich zahle brav meine Beiträge und gehe ab und zu mal zu einer Sitzung, aber das war’s dann auch schon. Mein schlechtes Gewissen den vielen fleißigen ADFC Mitgliedern gegenüber ist dementsprechend groß. Um ein wenig Abbitte zu leisten, habe ich mich am letzten Wochenende bereit erklärt, Standdienst auf dem Mobilitätsfestival in Karlsruhe zu übernehmen. Denn wenn man schon Mitglied in einem Verein ist, muss man auch ab und zu mal selbst aktiv mithelfen, sonst funktioniert das nicht.

Anscheinend hatten sich viele Radfahrer schon im Vorfeld schlau gemacht und wussten, dass der ADFC an diesem Wochenende Räder codieren würde. Dementsprechend groß war der Andrang. Allein drei bis vier Leute waren den ganzen Tag damit beschäftigt, die Daten der Räder / Besitzer aufzunehmen, Quittungen und Personalausweise mit den Angaben auf dem Codier-Auftrag zu vergleichen und die Codierung selbst vorzunehmen. Wer da allerdings gedacht hatte „der frühe Vogel fängt den Wurm“, lag leider falsch, denn viele Radfahrer hatten denselben Gedanken. Dementsprechend groß war das Gedränge am Samstag- und Sonntagmorgen. Aber Radfahrer sind ja in der Regel tiefenentspannt, wie dieses Ehepaar, das extra angereist war, um die nagelneuen Räder codieren zu lassen. Die Codierung selbst geht zwar schnell, ist aber nicht in einem Arbeitsgang getan und bisweilen etwas fummelig




Selbsthilfewerkstatt des ADFC Karlsruhe

Der ADFC Karlsruhe hat seine neue Selbsthilfewerkstatt der Öffentlichkeit vorgestellt. Wer jetzt an einen Raum mit Werkbänken und vielen Werkzeugen an der Wand denkt, der liegt falsch. Die Selbsthilfewerkstatt ist bei Licht betrachtet ein Werkzeugschrank. Finanziert wurde er durch Spendengelder.

Das Werkzeug, das man für kleinere Fahrradreparaturen und Wartungsarbeiten benötigt, befindet sich derzeit noch in einem Werkzeugkoffer. Das bleibt natürlich nicht so. Der ADFC hat nur noch keine passende Lochwand aus Holz gefunden, an der man das Werkzeug im Schrank festmachen könnte. Außerdem fehlen noch Kleinigkeiten, wie z.B. eine Ablagemöglichkeit oder ein Mülleimer. Manche Dinge fallen einem ja erst auf, wenn man tatsächlich mit ihnen arbeitet.

Wie ihr seht, lässt sich die Tür des Werkzeugschranks komplett nach unten klappen. Sie dient als Plattform für den stabilen Montageständer, damit der Boden des Raumes nicht in Mitleidenschaft gezogen wird.

Bei der Selbsthilfewerkstatt des ADFC liegt die Betonung auf SELBST. Der ADFC stellt lediglich den Raum und die Werkzeuge. Potentielle Nutzer der Werkstatt müssen die für eine Reparatur benötigten Ersatz- und Verschleißteile wie Schläuche, Bremsbeläge, Ketten etc. natürlich selbst mitbringen und die Reparaturen und Wartungsarbeiten auch selbst durchführen. Schließlich will man den ortsansässigen Fahrradgeschäften ja keine Konkurrenz machen. Nichts läge dem ADFC ferner. Zielgruppe ist also nicht der Laie mit zwei linken Händen, der nicht weiß wie man ein Rad aufpumpt, sondern vielmehr der Radinteressierte, der weiß, wie man einen Reifen wechselt oder eine Kurbel abzieht, aber weder das Werkzeug hat noch die Lust, bei Regen und Kälte draußen auf dem Bürgersteig vor seinem Rad zu knien.

Derzeit ist die Selbsthilfewerktstatt nur zu den normalen Öffnungszeiten des ADFC zugänglich: Mittwoch, 15:00 bis 18:00 Uhr. Das ist natürlich relativ übersichtlich und wahrscheinlich nicht das Zeitfenster, das ihr euch wünschen würdet. Aber habt ein wenig Geduld. Rom wurde auch nicht an einem Tag gebaut.

Ihr würdet kleinere Reparaturen gerne selbst durchführen, habt aber keine Ahnung wie ihr das machen sollt? Der ADFC Karlsruhe bietet nicht nur eine Selbsthilfewerkstatt für Kundige, sondern auch Reparaturkurse für Unkundige. Wenn ihr Glück habt und euch beeilt, ergattert ihr vielleicht noch einen der letzten freien Plätze.




Fahrradcodierung sinnvoll oder nicht?

Ich habe lange mit mir gerungen, ob ich mein teures Trekkingrad codieren lassen soll oder nicht. Schließlich habe ich die Originalrechnung noch, kenne die Rahmennummer und kann mein Rad ganz genau beschreiben. Die meisten Radfahrer wissen nämlich nicht, welche Marke sie eigentlich fahren. Sie haben kein Markenbewusstsein. Wer nach einem Diebstahl lediglich sagen kann, welche Farbe sein Rad hat, der hat schlechte Karten. Schwarze, rote oder grüne Fahrräder gibt es wie Sand am Meer. Codierte Räder können ihrem Besitzer dagegen eindeutig zugeordnet werden.

Ausschlaggebend für mich war der „jüngste“ Coup der Polizei in Hamburg. Bei einer Razzia in Hamburg-Rothenburgsort hat man im April gut 2000 Fahrräder beschlagnahmt. Im Mai wurden Fotos der gestohlenen Fahrräder im Internet veröffentlicht. Daraufhin meldeten sich 850 potentielle Besitzer bei der Polizei, aber nur gut 20 Räder konnten bislang eindeutig zugeordnet werden. Derzeit werden die Räder in zwei großen Lagerhallen in Hamburg-Niendorf ausgestellt, in der Hoffnung, sie ihrem rechtmäßigen Besitzer übergeben zu können. Aber das wird schwierig, wenn man nicht durch eine Rechnung oder Fotos belegen kann, dass einem das Rad auch tatsächlich gehört. Angenommen mein Rad wäre unter diesen gut 2000 Rädern, dann wäre ich bereits von der Polizei informiert worden, denn anhand der Codierung wüsste man meinen genauen Wohnort und die Initialen meines Namens.




Lastenrad-Initiative Karlsruhe

Die freie Lastenrad-Initiative Karlsruhe geht auf die Zielgerade. Im November gab es bereits ein erstes Treffen, auf dem die Initiative einer breiteren Öffentlichkeit vorgestellt wurde. Die Resonanz war überaus positiv. Sowohl Fahrradhändler als auch Privatpersonen haben angeboten, ihre Lastenräder kostenlos zur Verfügung zu stellen.

2017 feiert das Rad seinen 200. Geburtstag. Anlässlich dieses Jubiläums finden in Karlsruhe und Mannheim viele Veranstaltungen statt. Die freie Lastenrad Initiative Karlsruhe soll sich bis zum Fahrradjubiläum im Mai konstituiert haben. Die Umsetzung des ehrgeizigen Plans gelingt nur mit Hilfe vieler Freiwilliger, denn allein können das die Initiatoren – André Lachmund, Christian Büttner und Markus Radke – nicht schaffen. Ein erster Satzungsentwurf steht und am 19. Januar findet um 19 Uhr im Fahrradbüro / Umweltzentrum in der Kronenstraße 9 in Karlsruhe das Gründungstreffen statt.

So oder ähnlich könnten die zukünftigen Lastenräder aussehen:

Darf ich vorstellen - Kasimir

Kasimir (Bild: Lastenrad-Initiative Köln)

Lastenrad für die Reise

Lastenrad auf der Roadshow in Karlsruhe

Mit der Gründung der Initiative fängt die Arbeit aber eigentlich erst an. Es braucht viele helfende Hände. Daher sollen Arbeitsgruppen gebildet werden, die die folgenden Aufgaben übernehmen:

  • Fundraising, Spendenwerbung, Crowdfunding
  • Öffentlichkeits- und Pressearbeit (Logo, Flyer, Postkarten, Bilder und Filme)
  • Homepage und Aufbau eines Buchungssystems
  • Radbeschaffung, Rad-Stationen, Wartung und Technik

Wenn ihr euch aktiv einbringen wollt und Lust habt, in einer der Arbeitsgruppen mitzuwirken, geht zum Gründungstreffen oder meldet euch beim Vorsitzenden des ADFC Karlsruhe, Christian Büttner (christian.buettner@adfc-bw.de).