und keiner schaut hin. In London finden gerade die Weltmeisterschaften im Bahnradfahren statt, nur interessieren tut das kaum jemanden. Zumindest findet man in der Presse nur unter „ferner liefen“ Nachrichten wie Goldener Donnerstag für deutsches Team bei Bahnrad-WM.

Über Nischensportarten wird eigentlich nur auf der ersten Seite berichtet, wenn keine anderen „wichtigen“ Sportnachrichten wie „Mattäus (54) heiratet 25-jährige Russin“, „Penis-Affäre des SC Paderborn“ oder „Uli Hoeneß ist zurück im Stadion“ für Auflage sorgen.

Sportler wie Kristina Vogel und und Joachim Eilers können einem richtig leid tun. Tägliches hartes Training, kaum Medienpräsenz, vielleicht den einen oder anderen Sponsor und ein wenig finanzielle Unterstützung vom Radsportverband. In einem Land, in dem bereits Fußballspieler in der Kreisliga Geld dafür bekommen, dass sie über den Platz stolpern, finde ich das hochgradig ungerecht. Um auf sich aufmerksam zu machen, treten Bahnradfahrer auch schon mal in skurillen Challenges gegen Toaster an.

Zwei Tage läuft die Weltmeisterschaft noch, hier findet ihr den Zeitplan und Wissenswertes zu Einzeldisziplinen wie Scratch und Point Races, Team Sprint, Omnium und Madison.