Schnee in Karlsruhe

Des einen Freud ist des anderen Leid – die Kinder freuen sich über den ersten Schnee, bauen Schneemänner, machen Schneeballschlachten und holen ihre Schlitten raus, während wir Erwachsenen der weißen Pracht mit gemischten Gefühlen gegenüberstehen. Die Straßen sind rutschig, die Winterreifen womöglich noch nicht montiert und es ist kalt.

Ich habe schon im November vorgesorgt und mein Crossbike mit Spikereifen ausgerüstet. Ich dachte schon, dass das vergebliche Liebesmüh war, aber jetzt kommen sie wieder zum Einsatz.

Gestern haben sich die Winterreifen zum ersten Mal in diesem Jahr bewährt. Der abendliche Heimweg nach Grünwettersbach gestaltete sich nämlich als schwierig. Während im Stadtzentrum wenig bis kaum Schnee lag, hatten sich die Bergdörfer im Verlaufe des Tages in eine Winterlandschaft verwandelt. Was so ein paar Höhenmeter doch ausmachen. Die Straßen dorthin waren wie gewohnt von Schnee und Eis befreit, die Rad-/Gehwege aber nicht. Sie hatten Loipencharacter, waren also gut gespurt, aber mit „normalen“ Reifen eine Herausforderung. Gut, dass ich vorgesorgt hatte.

Was wäre wohl passiert, wenn ich mit meinem Rad auf die Straße gewechselt hätte, was mir durchaus erlaubt ist, wenn der Rad-/Gehweg nicht geräumt ist? Wäre man geduldig hinter mir hergetuckert oder hätte man mich laut hupend überholt, obwohl das an vielen Stellen gar nicht erlaubt ist?