So ein verregneter Sonntag hat auch positive Seiten, man kommt zu Dingen, die man schon lange mal machen wollte. Ich hatte ja schon in einem früheren Beitrag angekündigt, dass ich aus den Ventilen der kaputten Schläuche, die sich im Laufe der Jahre so angesammelt haben, ein Schlüsselboard oder Schlüsselbrett basteln will. Mir ist heute eingefallen, dass ich noch eine Wein-Holzkiste mit Schiebedeckel habe, die man mir mal zu Weihnachten geschenkt hat. Der Wein ist schon lange verkostet, die Kiste habe ich aufbewahrt. Dat künnt wi doch noch bruken pflegte mein Vater früher immer zu sagen, und der Apfel fällt ja bekanntlich nicht weit vom Stamm.
Ich habe mit einer Akku-Bohrmaschine sechs Löcher ins schmale Brett gebohrt, mit dem die Kiste verschlossen wird. Durch diese Löcher habe ich die Ventile gesteckt und dann auf der Vorderseite mit der Schraube, die das Ventil sonst an die Felge drückt, festgeschraubt.

Die Schlauchreste auf der Rückseite des Brettes werde ich noch mit Heißkleber befestigen, damit sie nicht so schlampig aussehen wie auf dem Bild links. Jetzt muss ich mein neues Möbelstück nur noch unterhalb meines Geweihs anbringen. Hier hält mein Mann es nur provisorisch fürs Foto fest.

Dann sind hoffentlich auch die Zeiten vorbei, dass ich morgens einen Fahrradschlüssel suchen muss. Ich habe für jedes Fahrrad ein eigenes Schloss. Die zugehörigen Schlüssel schleppe ich natürlich nicht alle mit mir herum. Wenn ich nur Schlösser von einem Hersteller hätte (z.B. Abus), ließe sich dieses Schlüssel-Sammelsurium einfach lösen. Fast jeder namhafter Hersteller bietet Gleichschließung an. Aber da ich gerne auch mal was Neues ausprobiere, habe ich Schlösser unterschiedlicher Art und Hersteller und somit auch viele Schlüssel.