Schildbürgerstreich oder Vandalismus

Ich habe ja schon zweimal über die Radwegsperrung am Fuße der Weiherfeldbrücke berichtet. Nachdem Schildbürger / Vandalen am 24. und 25. Oktober zwei der vier Drängelgitter aus dem Boden gerissen und in die Alb geworfen hatten, blieb die Radwegrampe weiterhin für den Radverkehr gesperrt und wir Radfahrer mussten wie gehabt die unsägliche Umleitungsstrecke fahren. Die Absperrgitter wurden daraufhin mit dicken Ketten gesichert und es tat sich knapp zwei Wochen nichts. Ruhe schien eingekehrt.

Gestern und heute Morgen haben die Vandalen wieder zugeschlagen. Gestern lagen die Absperrgitter kreuz und quer neben bzw. über den Radweg verteilt. Irgendjemand hatte – vermutlich als Reaktion auf diese Tat mit Kreide

Warum? Bitte lasst den Scheiß! Danke! 🙂

auf den Weg geschrieben

Der Bitte des anonymen Schreibers wurde leider nicht Folge geleistet. Heute morgen sah es nämlich ähnlich aus. Ich fürchte, wenn das so weiter geht, wird das nichts mehr mit der Öffnung der Rampe für den Radverkehr.

Nachtrag 7. November, 6 Uhr:
Der Radweg war eben wieder frei (gestern Abend auf dem Heimweg war er versperrt). Die Absperrgitter hat man über Nacht erneut zur Seite geräumt bzw. umgeworfen. Die letzten beiden Drängelgitter sind nun auch verschwunden. Ob sie in der Alb liegen oder mitgenommen wurden, konnte ich in der Dunkelheit vom Rad aus nicht erkennen. Allmählich wird das zu einem „Pissing Contest“ zwischen Unbekannt und Baufirma/Tiefbauamt. So haben sich die Initiatoren der Petition das bestimmt nicht vorgestellt. Wer auch immer hier am Werk ist, hört damit auf und akzeptiert die Lösung des Tiefbauamts. Kompromisse bedeuten nun mal, dass jeder ein paar Kröten schlucken muss.

Nachtrag 7. November 15.30 Uhr:
Das Tiefbauamt hat reagiert. Die Radwegrampe in Richtung Rechts der Alb ist wieder für den Radverkehr freigegeben. Wo heute Morgen noch gähnende Leere war, stehen jetzt 2 x 2 Umlaufgitter, um Unfälle zwischen Radfahrern und Baustellenfahrzeugen zu verhindern. Die Gitter sind höher als normale Drängelgitter. Bei Gegenverkehr muss man anhalten.

Nachtrag 9. November, 6 Uhr: Ich hatte gedacht, dass das „Tauziehen“ zwischen Unbekannt und Tiefbauamt jetzt aufhören würde. Weit gefehlt, heute morgen waren wieder zwei der vier Absperrgitter verschwunden, sprich es gab keine Umlaufgitter mehr.

Was soll das? Die Lösung des Tiefbauamts war doch allemal besser als die gefährliche Umgehungsstrecke. Nach Murphy müssen wir die jetzt wieder fahren, nur weil ein paar Idioten meinen, sie könnten zwei der vier Gitter einfach wieder aus dem Boden reißen. Außerdem waren die Schilder mit Ketten gesichert. Ohne Bolzenschneider habt ihr die also nicht weggeschafft. Das ist schon lange kein Schildbürgerstreich mehr, das ist Diebstahl und Sachbeschädigung!

Nachtrag 15.11.2018: Ende gut, alles gut? Laut Pressemitteilung der Stadt Karlsruhe bleibt der Radweg auch mit nur zwei Barrieren dauerhaft für Radfahrer und Fußgänger geöffnet. Ich persönlich finde diese Lösung gut. Sie ist allemal besser als die unsägliche Umleitungsstrecke. Genauso sehen das die Initiatoren der Online-Petition. Wir alle hoffen natürlich, dass auch diejenigen, die die Barrieren mehrmals entfernt haben, jetzt endlich Ruhe geben und diese Lösung akzeptieren.