28″ Reiserad von Rennstahl

Da die Hersteller, deren Räder wir vertreiben, keine Trekking-/Reiseräder mit Stahlrahmen anbieten, ich aber unbedingt wieder ein Rad mit dünnen Rohren haben wollte, die in meinen Augen viel eleganter und filigraner aussehen als Alurahmen, habe ich mich notgedrungen bei der Konkurrenz umgeschaut und bin bei Rennstahl / Falkenjagd fündig geworden. Wie recht doch meine Kollege hat mit seinem Spruch:

Auch andere können gut!

Hier ist es – mein neues Trekkingrad der bayerischen A. & A. Kirschner Fahrradmanufaktur GbR:

Rennstahl Trekkingrad

Sieht toll aus, nicht wahr. Aber gutes Aussehen ist nicht alles, beim Fahrrad kommt es vor allem auf die inneren Werte an:

  • Rahmen: 853 Reynolds custom-made Stahl (rost- und schlagresistent durch eine kathodische Elektrotauchbadlackierung)
  • Gabel: Syntace X-15 Ausfallende
  • Schaltung: Rohloff Speedhub 500/14
    Die Rohloff SPEEDHUB 500/14 wurde sowohl für Profis als auch Freizeitsportler entwickelt. Sie zeichnet sich durch eine hohe Zuverlässigkeit, optimale Gangsprünge, eine breite Gesamtübersetzung, ein geringes Gewicht und einen hohen Wirkungsgrad aus. Außerdem ist sie nahezu wartungsfrei und lässt sich einfach über einen Dreh-Schaltgriff bedienen. Anders als andere Schaltungssysteme erfolgt die Indexierung der Gänge nicht im Schaltgriff, sondern verschleiß- und einstellungsarm direkt im Gertriebe. Auch unter Extrembedingungen garantiert das gekapselte Getriebe eine hohe Lebensdauer. Die Schaltung ist in den Gängen 8 – 14 überhaupt nicht zu hören. Das Rad schnurrt in diesem Gangbereich völlig geräuschlos dahin. Ab Gang 7 nach unten – die Gänge 1 – 4 habe ich noch gar nicht gebraucht – hört man ein leichtes Summen, das laut Hersteller aber im Laufe der Zeit leiser wird, mich aber so schon nicht stört. Außerdem brauche ich für meine tägliche Fahrt zur Arbeit den 6. u. 7. Gang nur für die letzten 800 Meter bis vor meine Haustür.
    Was zeichnet die Getriebeschaltung noch aus? Die gleichmäßige Gangabstufung von 13,6 %. Sie gewährleistet, dass man immer in seinem Leistungsoptimum fahren kann. Insgesamt bietet die Rohloff Speedhub 526 % Gesamtübersetzung und liegt damit nur geringfügig unter der Gesamtübersetzung einer 27-Gang Kettenschaltung (530 %).

    Rohloff Speedhub 500/14

    Rohloff Speedhub 500/14 in schwarz

    Ich hätte die Schaltung und den SON Nabendynamo auch in Rot bekommen können, aber dann wäre ich mir vorgekommen wie ein Proll, der an beiden Handgelenken dicke fette Goldketten zur Schau stellt. Mir reichen an meinem Rad drei farbliche Akzente: die rote SON Lampe, der rote Steuersatz und der rote Sattelspanner.

  • Bremsen: Shimano XT Scheibenbremsen (vorne 180 mm, hinten 160 mm)
  • Nabendynamo: SON 28 Disc 10 mm
  • Licht: SON Edelux II
    Mit einer brandaktuellen Leuchtdiode und dem von Lichttechnik-Spezialisten Busch und Müller neu entwickelten Reflektor stellt der Edelux II das Vorgängermodell buchstäblich in den Schatten. Das Lichtfeld ist doppelt so breit, noch besser fokussiert in der Ferne und hat ein gleichmäßig ausgeleuchtetes Nahfeld, das dicht am Vorderrad beginnt. Schon nach 5-minütiger Fahrt ist der Standlichkondensator voll aufgeladen. Das Standlicht schaltet sich nach 4 Minuten automatisch wieder ab.

    Son Edelux II

    Son Edelux II

    Wie es sich mit der Beleuchtungsstärke verhält, könnt ihr der Grafik entnehmen. Je schneller man fährt, desto größer die Leuchtkraft, meine Helmlampe kann ich also jetzt getrost daheim lassen.

    Beleuchtungsstärke

  • Rücklicht: Busch und Müller TOPLIGHT Line Brake Plus 50 mm
  • Kettenblatt/Kurbel: Truvativ Stylo 1.1G 42 Zähne
  • Sattel: Brooks Cambium C17
    Mit dem hatte ich gar nicht gerechnet, denn der ist standardmäßig eigentlich nicht im Lieferumfang enthalten. Aber wenn man so ein edles Teil gratis dazu bekommt, sagt man natürlich nicht Nein. Der Cambium besteht aus natürlich vulkanisiertem Kautschuk und einem Tuch aus organischer Baumwolle. Darauf befindet sich eine Deckschicht aus strukturiertem Textil, die dem Sattel die legendäre Brooks-Stabilität und Langlebigkeit verleiht. Er ist salopp ausgedrückt „bockelhart“. Von daher war ich zuerst skeptisch. Kann so ein hartes Teil wirklich bequem sein? Es kann!

    Brooks Cambium 17

    Brooks Cambium 17

    Trotz seiner Härte ist der Satter extrem flexibel. Er passt sich den Bewegungen des Radfahrers an und ist damit erstaunlich komfortabel. Allerdings fahre ich täglich mit dem Rad und brauche auch keine gepolsterte Radhose. Für Neueinsteiger würde ich den Cambium daher nicht empfehlen.
    Die Baumwoll-Oberfläche wurde mit Brooks Numac behandelt, um den Sattel vor wetterbedingtem Verschleiß zu schützen. Cambium-Sättel sind so entwickelt, dass sie direkt nach dem Kauf einsatzbereit sind. Es ist keine weitere Pflege mehr nötig. Die vulkanisierte Oberseite ist im Prinzip unzerstörbar und wasserdicht.

  • Sattelstütze: Syntace P6 7075
  • Lenker: Duraflite 7075
  • Vorbau: Syntace Force 109
  • Steuersatz: Falkenjagd by RESET Inset
  • Gepäckträger: Tubus Tara & Logo
  • Schutzblech: SKS Custom by Falkenjagd
  • Laufräder: Mavic TN 719
  • Gabel: Syntace X-15 Ausfallende
  • Ständer: Pletscher Hinterbauständer