Radfahrstreifen vs. Schutzstreifen

Was ist eigentlich der Unterschied zwischen einem Radfahrstreifen und einem Schutzstreifen? Die meisten Menschen wissen wahrscheinlich gar nicht, dass es so etwas wie einen Schutzstreifen überhaupt gibt. Die Unterscheidung ist simpel: Radfahrstreifen sind durch einen ca. 25 cm breiten durchgezogenen weißen Streifen deutlich von der Fahrbahn abgetrennt, während die Markierung für den Schutzstreifen gestrichelt und nur etwa 12 cm breit ist. Nicht nur die gestrichelte Linie ist schmäler, auch der für uns Radfahrer zur Verfügung stehende Raum selbst. Insbesondere im Feierabendverkehr wünsche ich mir dann die 2-Meter Regel, die für Radfahrer in den Wäldern Baden-Württembergs gilt. Dann würde ich mich bestimmt gleich viel sicherer fühlen.

Schutzstreifen

Schutzstreifen

Der Schutzstreifen suggeriert zwar Sicherheit, damit ist es aber nicht weit her. Diese schmerzliche Erfahrung durfte ich ja bereits vor ein paar Monaten selbst machen. Autos dürfen die gestrichelte Linie nämlich in Ausnahmefällen überfahren. Sie dürfen auf einem Schutzstreifen zum Be- und Entladen sogar halten. Dann heißt es für uns Radfahrer nach links auf die Fahrbahn ausweichen. Parken ist allerdings auch auf Schutzstreifen nicht erlaubt. Aber wo kein Richter ist, ist auch kein Henker. Die Polizei kann unmöglich überall in der Stadt kontrollieren, wie lange ein Fahrzeug bereits auf einem Schutzstreifen steht.

Die breiteren Radfahrstreifen sind durch Schilder und blaue Piktogramme gekennzeichnet. Auf ihnen darf weder gehalten noch geparkt werden. Daran halten sich aber nicht alle PKW-Fahrer. Beispiele dafür gibt es zuhauf (z.B. auf Twitter bei #thingsonbikelanes). Aber jeder Radfahrer kann davon ein Lied singen.