Radfahreralltag 2

Radfahren macht Spaß, sonst würde ich es nicht machen. Da können sich auch noch so viele Falschparker auf den Radwegen tummeln, ich werde auch weiterhin mit dem Rad zur Arbeit fahren, einkaufen und die Gegend erkunden. Ja, wenn ihr mich fragt, Radfahren macht fast ein wenig süchtig. Das sehe ich genauso wie Christine Lehmann. Wer einmal damit angefangen hat, kann nur schwerlich wieder damit aufhören.
Letztes Jahr bin ich nur einen einzigen Tag nicht mit dem Rad zur Arbeit gefahren, weil ich mein Auto zum TÜV bringen musste. Ich bin dann zwar mit dem Faltrad von der Werkstatt ins Büro geradelt, aber mir hat definitiv etwas gefehlt:

  • Frische Luft
  • Körperliche Aktivität
  • Natur

Wer mit dem Auto unterwegs ist, weiß gar nicht, was er alles verpasst. Gerade jetzt im Frühling verändert sich die Natur fast täglich. Allein die Gerüche, wenn ich durch den Oberwald fahre – erst Anemonen soweit das Auge reicht, dann Bärlauch. Jedes Jahr das gleiche Schauspiel! Ich möchte es einfach nicht missen.

Anemonen soweit das Auge reicht

Was meinen Arbeitsweg anbetrifft, ist der Weg das Ziel. Ich fahre nicht die kürzeste Strecke nach Knielingen – ca. 15 Kilometer mitten durch die Stadt – sondern die schönere Route über Hohenwettersbach, durch den Oberwald und an der Alb lang (knapp 19 Kilometer).

Wir Karlsruher können uns echt glücklich schätzen. Mehrere Grüne Lungen mit gut ausgebauten Geh- und Radwegen durchziehen unser Stadtgebiet.

  • Von Bulach komme ich immer an der Alb lang bis zum Rhein
  • Der Oberwald südlich der Innenstadt liegt zwischen der Südtangente, Dammerstock und Rüppurr
  • Der Hardtwald erstreckt sich vom Schlossgarten bis nach Linkenheim

Wer sich auskennt und bereit ist, auch mal den einen oder anderen Umweg in Kauf zu nehmen, erreicht viele Stadtteile per Rad, ohne an einer viel befahrenen Straße entlang fahren zu müssen. Wie gesagt, bei mir ist der Weg das Ziel. Andere fahren nach der Arbeit mit dem Auto ins Fitness-Studio, um sich auszutoben. Ich habe mein Workout schon hinter mir, wenn ich zu Hause ankomme.