Wir Radfahrer haben’s eigentlich gut. Im Winter, wenn die Temperaturen frostig sind und es vielleicht sogar geschneit hat, müssen wir uns nur aufs Rad schwingen und können sofort losfahren. Ja, es ist kalt, aber man kann sich ja entsprechend anziehen.

Autofahrer – zumindest diejenigen, die keine Garage besitzen – haben es da schon schwerer. Nicht, dass ich sie bemitleiden würde, denn ich muss ja die Abgase ihrer Fahrzeuge ertragen, während sie ihr Auto freikratzen.

Gut verpackt auch ohne Cristo

Gut verpackt auch ohne Christo

In der Regel sieht die morgendliche Aktion dann wie folgt aus:

  • Autofahrer steigt ein und startet den Motor.
  • Autofahrer steigt wieder aus.
  • Autofahrer kratzt bei laufendem Motor minutenlang kleine Gucklöcher auf der Front- und Heckscheibe frei. Wenn die Zeit noch reicht, wird auch auf der Beifahrerseite ein wenig das Seitenfenster vom Eis befreit.
  • Autofahrer steigt wieder ein und fährt los, obwohl die Rumdumsicht mehr als suboptimal ist.

Ergebnis: Das Fahrzeuginnere hat sich nicht merklich erwärmt und rund ums Auto stinkt es nach Abgasen. So auch heute Morgen.

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass PKW-Fahrer, deren Fenster auf der Beifahrerseite noch zugefroren sind, mich viel dichter überholen als sonst bzw. als überhaupt erlaubt wäre (Mindestabstand: 1,5 m).