Radelblog wird fünf

Kinder, wie die Zeit vergeht, wenn man sich amüsiert! Vor genau fünf Jahren habe ich meinen ersten Blog-Beitrag veröffentlicht, eine Karikatur / Zeichnung des Briten Dave Walker. Mittlerweile verzeichnet mein Blog 912 Beiträge. Das sind  rein rechnerisch 182 Veröffentlichungen pro Jahr bzw. 15 pro Monat.

Bloggen, das hört sich so leicht an. Einfach mal ein bisschen was schreiben über ein Thema, für das man brennt. Das habe ich mir zu Anfang total einfach vorgestellt. Wenn man allerdings irgendwann mehr Zeit mit dem Recherchieren, Schreiben und Redigieren eines Blog-Beitrages verbringt, als mit dem, worüber man schreibt – dem Radfahren – dann fragt man sich natürlich, wieso mache ich das überhaupt? Statt über die Sorgen und Nöte der Alltagsradler und vor allem den vielen positiven Aspekten des Radfahrens zu berichten, könntest du jetzt selbst mit dem Rad ins Elsass fahren und in Weiler bei Wissembourg im Kräutercafe Salbeinudeln essen. Stattdessen sitzt du jetzt hier am Schreibtisch und grübelst über eine Formulierung. Manchmal weiß ich ehrlich gesagt nicht, was mich immer noch treibt.

Nicht zuletzt über den Blog bin ich im Laufe der letzten Jahre mit vielen anderen (Karlsruher) Radfahrern in Kontakt gekommen, die sich wie ich für eine bessere Radinfrastruktur einsetzen:

  • ADFC Karlsruhe
  • Critical Mass Bewegung
  • Bürgerinitiativen
  • Blogger
  • Radreiseveranstalter
  • Radhersteller
  • Stadtmarketing

Als Einzelne(r) ist man relativ machtlos, wenn man etwas bewegen möchte, aber wenn man sich vernetzt und auch aktiv an Aktionen wie z.B. der monatlich stattfindenden Critical Mass teilnimmt oder bei Fahrrad-Aktionstagen hilft, dann tut sich auch was. Das letzte positive Beispiel dafür, dass auch der „normale“ Bürger Einfluss nehmen kann, ist die Radwegrampe an der Weiherfeldbrücke. Hier haben zwei Betroffene eine Online-Petition gestartet und nicht locker gelassen, bis ein Kompromiss zwischen Tiefbauamt und Bürger gefunden wurde. Solche Beispiele machen Mut und spornen mich an. Wenn man mal vom Radfahren selbst absieht, sind sie letztendlich der Grund, warum ich als Bloggerin noch nicht „hingeschmissen“ habe.

Das Rad ist einfach eine der genialsten Erfindungen der Menschheitsgeschichte. Mit einem Rad ist man mobil, flexibel und hält sich fit. In einer Stadt wie Karlsruhe ist man mit dem Rad nachweislich schneller unterwegs als mit dem Auto. Und wer braucht schon ein Auto, wenn er wie ich solch tolle Räder hat?

 

Packser 40 von Riese und Müller

Reiserad von Rennstahl

Das „kleine Schwarze“ von Tern

Scott Genius 730

Crossrad von Univega mit Spikereifen