Parkplatznot – wohin mit den Fahrrädern

Gestern war ich in der Stadt, um das Packster 40 von Riese und Müller zu bestellen. Der Händler und ich sind uns zwar noch nicht handelseinig geworden – die Erstinspektion und ein kleiner Preisnachlass gehören für mich bei Rädern in dieser Preislage einfach dazu, er hatte dazu eine andere Meinung – aber nächste Woche werde ich das Lastenrad kaufen, falls nötig eben bei einem anderen Vertragshändler. Es wird also Zeit, sich Gedanken darüber zu machen, wo ich das Packster 40 in der Stadt überhaupt sicher abstellen kann.

Wir haben in Karlsruhe zwar eine Reihe von Abstellmöglichkeiten in der Stadtmitte – z.B rund ums ECE, in der Erbprinzenstraße, am Ludwigsplatz oder am Europaplatz – aber die platzen mittlerweile aus allen Nähten.

Die Suche nach einem sicheren Plätzchen gestaltet sich oft schwierig. Wer in der Innenstadt von Karlsruhe sein Rad anschließen möchte, hat schlechte Karten, weil meist alle Bügel – so denn überhaupt welche vorhanden sind – besetzt sind.

Not macht ja bekanntlich erfinderisch. Wenn schon keine gescheiten Fahrradständer oder zumindest Felgenbrecher vorhanden sind, müssen andere Gegenstände herhalten.

Mit meinem „normalen“ Rad kann ich das machen, aber was mache ich mit einem Lastenrad? Was machen eigentlich die vielen Mütter und Väter, die ihre Kinder in einem Hänger im Schlepptau haben? Wo schließen die ihre Räder an, ohne dass sie vorne oder hinten den Weg versperren? Ich muss gestehen, dass ich mir darüber bisher noch gar keine Gedanken gemacht habe.

Vor dem Basislager hat man den Autofahrern zwei Parkplätze weggenommen und die Fläche für Radfahrer reserviert. Hier fehlen allerdings Bügel zum Anschließen der Räder. Ich nutze daher immer einen der beiden Fahrradbügel auf der gegenüberliegenden Straßenseite bei den Stadtwerken. Das mache ich übrigens auch, wenn ich in der Amalienstraße etwas zu erledigen habe, denn dort gibt es so gut wie gar keine Abstellmöglichkeiten.

Aldi und Co haben teilweise schon vorgesorgt. Da könnte ich mein Lastenrad sogar während des Einkaufs aufladen, und es passt von der Länge her in den dafür vorgesehenen Raum. Wenn es jetzt auch noch statt des Felgenkillers einen Bügel zum Anschließen gäbe, wäre das perfekt.

Bei uns in der Firma sieht es eher mau aus. Da es auf dem Firmengelände keinen gescheiten Fahrradabstellplatz gibt – der Schuster hat ja bekanntlich die schlechtesten Schuh – stellen wir unsere Räder notgedrungen im Lager ab, was die Lageristen gar nicht so prickelnd finden, denn Lagerfläche ist ein kostbares Gut.

Daheim habe ich das Glück, dass unser Haus in den 60er Jahren gebaut wurde, einer Zeit also, als noch jeder anständige Deutsche über 18 Jahre einen Führerschein und ein Auto hatte. Wir haben DREI Garagen, in denen auch noch ein Lastenrad locker Platz findet 🙂