Radelblog

Das Rad – Fortbewegungsmittel und Lebensgefühl zugleich

Nobodykehrs

Es ist Herbst und die Blätter fallen. Auf der Straße werden sie von den PKWs durch den Fahrtwind beiseite gewirbelt an den Fahrbahnrand oder auf den neben der Straße verlaufenden Geh-/Radweg.

Auf Twitter und Instagram werden Geh-/Radwege, die nicht regelmäßig vom Laub befreit werden, mit dem Hashtag #nobodykehrs angeprangert. Doch wann muss wer wie oft kehren? Der Radweg oben verläuft innerhalb  einer geschlossenen Ortschaft. Hier müssen in der Regel die jeweiligen Grundstückseigentümer den Weg vom Laub befreien. Da aber im Herbst witterungsbedingt ständig Laub fällt, wird von niemandem erwartet, dass er stets Besen bei Fuß neben dem Weg steht und jedes Blatt einzeln entfernt.

Eine Reinigung der Wege kann nur im Rahmen des Zumutbaren verlangt werden

Ich selbst bin also verpflichtet, die an mein Grundstück grenzenden Wege regelmäßig oder bei Bedarf von Laub, Schnee und Eis zu befreien, so dass niemand darauf zu Schaden kommt. Jetzt frage ich mich natürlich, was ich im Rahmen des Zumutbaren von meinen Stadtvätern diesbezüglich erwarten kann. Nehmen wir den neuen breiten Radweg, der von Hohenwettersbach hinunter zum Zündhütle führt. Um es mal mit einem Hashtag auszudrücken – #whokehrshere?

Neuer Radweg vom Zündhütle nach Hohenwettersbach

Der Radweg führt durch ein Waldgebiet nach unten. Da kommt schon einiges an Laub zusammen. Wird jetzt gewartet, bis alle Blätter von den Bäumen gefallen sind oder ist es zumutbar, hier mehrmals den Weg freizuräumen? Gute Frage, nächste Frage. Laut Mobilitätsportal gehört dieser Radweg mittlerweile zu den Radwegen, die im Winter von Eis und Schnee befreit werden. Gilt das im Herbst auch für Laub?

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Die einen nennen es Radweg …

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Schrotträder

  1. Ich weiß nun nicht, wo aus Detuschland du ungefähr herkommst, aber lass eines gesagt sein: In Hamburg sieht es derzeit nicht besser aus. Statt tollen Radwegen gibt es hier „Spaziergang im Laub“, denn die Wege sind teilweise wirklich glatt!

    • Anke

      Ich lebe in Karlsruhe, bin in Bremen geboren, in Niedersachsen aufgewachsen und habe in der Pfalz studiert.
      Ich fürchte, dass die Rad- und Gehwege derzeit in ganz Deutschland mehr oder minder stark von Laub und Ästen bedeckt sind. Mich würde einfach interessieren, wer entscheidet, welche Wege zuerst geräumt werden. Hat das Stadtzentrum Vorrang vor den weiter außerhalb gelegenen Stadtteilen? Hängt es davon ab, wie viele Menschen einen Weg täglich benutzen? Oder geht es danach, welche Wege bei Laub und Nässe für Radfahrer am gefährlichsten sind? Wenn es danach ginge, hätte man den abschüssigen Radweg, um den es in meinem Blogbeitrag geht, schon längst freiräumen müssen.

  2. Eine gute Empfehlung, die man hier vielleicht wirklich mal an die Stadt geben sollte, dass man nicht nur Schnee sondern auch Laub räumt und das dann womöglich auch über das Mobilitätsportal kommuniziert!

  3. Alfons Krückmann

    Geheimtipp:
    statt auf rutschigen schmalen Laubwegelchen zu verunglücken lieber die allgemeine Fahrbahn benutzen, die in der Regel freigeräunt und sicher befahrbar ist.
    Wenn im Zuge der neuen „Rad braucht Radweg“ Ideologie einige Autofahrer meinen ihre Hupe testen zu müssen:
    Hupen nervt, aber immerhin – wer hupt hat Dich gesehen.
    Ich jedenfalls lasse mir weder vom laubigen Herbst noch von hupenden Autofahrern das genussvolle herbstliche Radfahren vermiesen.

    p.s.: ACHTUNG!
    wer durch Laub auf Radweg verunfallt hat i.d.R. – selbst bei eindeutigen Versäumnissen der Stadtreinigung – zumindest einen Teil des Schadens auf die eigene Kappe zu nehmen:
    https://www.adfc.de/winter/Seite-3-Radfahren-im-Winter—Rechtstipps

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